Von Mathematik zu...? |
Zeratulio
Bronze
Dabei seit: 10.01.2010
Beiträge: 6.111
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Hi.
Kurz zu mir: Bin jetzt 20 Jahre alt (werde dieses Jahr noch 21) und studiere momentan im zweiten Semester (Wirtschafts)mathematik in München.
Das Problem: Es gefällt mir eigentlich gar nicht. Vor der Studienwahl hatte ich verschiedene Fächer in meiner Auswahl, VWL zB oder vor allem Statistik.. und dann habe ich am Ende Wirtschaftsmathematik genommen. Ich weiß selbst eigentlich nicht genau wieso, denn es war im Prinzip schon früh aus meiner Vorauswahl rausgeflogen. Aber gut, am Ende stand ich eben plötzlich damit da und zum wechseln wars dann auch schon zu spät, als ich aus meiner geistigen Umnachtung aufwachte und gemerkt hab, dass ich im falschen Fach gelandet bin. Es ist wirklich seltsam, ich habe schon in der Schule Physik abgelegt und Chemie behalten, obwohl ich in Physik immer gut und in Chemie einfach nur schlecht war. Aber auch da habe ich das ganze dann irgendwie erst ein paar Monate zu spät so richtig wahrgenommen.. ich weiß selbst nicht genau, wieso ich manchmal so etwas mache..
Habe dann gehofft, dass das Fach halt unerwartet doch super ist.. aber na ja, irgendwie ging das wohl daneben. Ich finds jetzt nicht wirklich schwer oder anstrengend, aber es gefällt mir einfach nicht. Ich finds auch nicht langweilig oder uninteressiert, ich kann es eigentlich kaum erklären. Im Prinzip ist es wie es in der Schule war: Ich konnte es nie leiden und war immer gut drin. In der Schule wars aber noch etwas anders, da wars ja nur ein kleines Fach unter vielen.
Bevor ich mich jetzt aber in wirren Erklärungen versuche: Ich werde auf jeden Fall das Fach wechseln. Und diesmal will ich es richtig machen und nicht in einem Jahr an der selben Stelle stehen und mir denken "Musstest du jetzt wirklich zum Biochemiestudium wechseln?" ^^
Wie eingangs gesagt war ich ursprünglich sehr interessiert an Statistik. Bin auch verliebt in Statistiken und das Drumherum, schon immer eigentlich. Auch die Bezahlung soll ja gar nicht mal so übel sein, habe ich gehört
Aber Statistik ist ja logischerweise ziemlich mathematisch. Wie hoch ist jetzt die Chance, dass mir Statistik gefällt, obwohl ich Mathematik nicht mag? Ich dachte mir, dass sich die Abneigung vielleicht etwas neutralisiert, weil ich eben eine Mischung habe aus Mathematik und Statistik.
Oder sind sich die beiden Fächer einfach zu ähnlich und es wäre ein (mehr oder weniger) vergeudetes Jahr mehr?
Die Alternative wäre eben, dass ich ein ganz anderes Fach nehme, bei dem ich deutlich weniger (gar nichts?) mit Mathematik zu tun habe, beispielsweise aus dem Wirtschaftsbereich (VWL).
Oder achte ich zu sehr auf meine Aussichten nach dem Studium und sollte vielleicht etwas aus dem Bereich Sprache oder Politik machen? Da wüsste ich halt fast sicher, dass es mir gefällt und Spaß macht.
Bloß will ich halt eigentlich nach meinem Studium nicht denken "Toll, jetzt hast du zwar studiert und es hat dir Spaß gemacht, aber dafür verdienst du auch nicht mehr als nach einer Ausbildung". Kenne jetzt zB jemand mit gutem Master (oder wars Diplom?) in Politikwissenschaften und er kriegt im Raum München keinen Job. Das kann ja auch nicht wirklich Sinn der Sache sein.
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18.06.2012 17:23 |
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Blinzler
Bronze
Dabei seit: 26.10.2005
Beiträge: 7.101
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Also imo musst du in Statistik auch Ana 1/2 und LA 1/2 machen. Dazu kommt dann noch irgendwas Maßtheoretisches und irgendwelche stochastischen Prozesse dürften auch drin sein. Also wenn dir Mathe null gefällt, dann dürfte Statistik auch nicht wirklich deins sein.
VWL kann btw auch ziemlich mathelastig sein, aber da hättest du eben noch andere Sachen dabei. Denke gerade für jemanden, der in Mathe gut ist könnte das schon gut sein, gerade wenn du meinst, dass dich das interessiert.
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18.06.2012 17:32 |
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PHCruiser
Bronze
Dabei seit: 02.06.2006
Beiträge: 2.010
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Der Mathe-Anteil bei VWL hält sich schon sehr in Grenzen, wenn man nicht gerade über ein mathematisches, analytisches Modell promoviert.
Bei VWL braucht man aber mehr Mathematik als z. B. bei BWL, daher die Aussage "VWL ist mathematisch". Das ist auch sehr aufgabenorientiert, d. h. Beweise, Sätze, Lemmata wirst du nicht so oft sehen
Weißt du aber was dich bei VWL erwartet - im Studium und im Beruf? Bei Mathematik warst du dir anscheinend nicht im Klaren (no offense).
Was heißt "vielseitig interessiert"? Was interessiert dich und warum?
Welche Fächer möchtest du kombinieren? Pauschal kann keine Aussage über die Vorteilhaftigkeit treffen.
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18.06.2012 18:55 |
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Zeratulio
Bronze
Dabei seit: 10.01.2010
Beiträge: 6.111
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von PHCruiser
Der Mathe-Anteil bei VWL hält sich schon sehr in Grenzen, wenn man nicht gerade über ein mathematisches, analytisches Modell promoviert.
Bei VWL braucht man aber mehr Mathematik als z. B. bei BWL, daher die Aussage "VWL ist mathematisch". Das ist auch sehr aufgabenorientiert, d. h. Beweise, Sätze, Lemmata wirst du nicht so oft sehen
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Ok, in dem Ausmaß wärs, denke ich, absolut akzeptabel.
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Original von PHCruiser
Weißt du aber was dich bei VWL erwartet - im Studium und im Beruf? Bei Mathematik warst du dir anscheinend nicht im Klaren (no offense). |
Was Mathe angeht: Im Prinzip wusste ich sogar relativ was mich erwartet. Im Prinzip wusste ich schon als ich mich eingeschrieben habe, dass ich einen Fehler begehe. Ich kann mir ehrlich gesagt selbst einfach nicht erklären wieso ich das Fach gewählt habe. Wollte ich mir selbst etwas beweisen? Irgendwie unerklärlich, ich hatte mehrere Fächer in der näheren Auswahl und Mathematik war nicht dabei. Vielleicht weil es mir einfach immer so einfach fiel. Aber gut.
Was mich bei VWL erwartet? Hm, wohl nicht so wirklich. Ich habe natürlich ein wenig gelesen und mich mit VWLern unterhalten. Draufgekommen bin ich in erster Linie dadurch dass ich ein ziemliches Interesse an Wirtschaft habe, zB auch immer Zeitungsartikel dazu lese usw und mich auch gerne selbst in dem Thema weiterbilde (ohne Studien- oder Schulrelevanz).
Und ich muss auch zugeben: Über die Aussichten nach dem Studium weiß ich eigentlich kaum bescheid.
Das ist alles zugegeben nicht so optimal, aber ich muss dazusagen, dass ich die endgültige Entscheidung das Fach zu wechseln noch nicht so lange getroffen habe und mich nicht mehr detailiert an meine "Vorbereitung" von letztem Jahr erinnern kann. Zumindest einen knappen Monat habe ich ja noch Zeit und werde den auch nutzen, was ich ja zB hier auch gerade tue.
| Zitat: |
Original von PHCruiser
Was heißt "vielseitig interessiert"? Was interessiert dich und warum?
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Politik, Geschichte, Sprachen und Literatur, Geographie, Informatik, Wirtschaft würden mir jetzt zB einfallen. Warum? Äh, schwer zu erklären. Es gibt einfach so viele Themengebiete die einfach interessant sind
Das heißt jetzt übrigens natürlich nicht, dass Mathematik jetzt völlig uninteressant wäre. Ist es ja nicht. Aber es ist mir wohl zu abstrakt um mir wirklich zu gefallen.
| Zitat: |
Original von PHCruiser
Welche Fächer möchtest du kombinieren? Pauschal kann keine Aussage über die Vorteilhaftigkeit treffen. |
Mh, das war nur so eine Idee die mir gerade vorhin kam. Nichts konkretes, zumindest bis jetzt.
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18.06.2012 19:38 |
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GinTonic999
Bronze
Dabei seit: 08.12.2007
Beiträge: 475
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Was man so im Bachelor VWL macht, ist eigentlich Mathe LK Niveau. Was halt interessant fuer Dich sein kann, ist Oekonometrie. Leider wird im Bachelor wohl auch nicht wesentlich mehr gemacht als OLS+
Die Job Perspektiven fuer VWLer sind eigentlich die gleichen wie fuer BWLer (die VWLer behaupten gerne etwas analytischer zu sein). Allerdings ist das Studium auch oft ein Studium um seiner selbst willen und es wird oft gesunder Menschenverstand und Intuition in "mathematischen" Modelen verpackt.
GT
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18.06.2012 21:53 |
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PHCruiser
Bronze
Dabei seit: 02.06.2006
Beiträge: 2.010
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Ich habe schon den Eindruck, dass der Arbeitsmarkt für VWLer besser ist als für BWLer (geringere Zahl an Absolventen, keine Konkurrenz von FH und dualen Studiengängen, größerer Arbeitsmarkt, Banken, Wirtschaftsforschungsinstitute, Wirtschaftsjournalismus).
Je nach Hochschule geht der Mathestoff schon im Bachelor über das LK-Niveau (auch Bayern) hinaus. Trotzdem harmlos
| Zitat: |
Original von Zeratulio
Politik, Geschichte, Sprachen und Literatur, Geographie, Informatik, Wirtschaft würden mir jetzt zB einfallen. Warum? Äh, schwer zu erklären. |
Versuch trotzdem mal, Prioritäten zu setzen.
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18.06.2012 22:18 |
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Zeratulio
Bronze
Dabei seit: 10.01.2010
Beiträge: 6.111
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von GinTonic999
Was man so im Bachelor VWL macht, ist eigentlich Mathe LK Niveau. Was halt interessant fuer Dich sein kann, ist Oekonometrie. Leider wird im Bachelor wohl auch nicht wesentlich mehr gemacht als OLS+
Die Job Perspektiven fuer VWLer sind eigentlich die gleichen wie fuer BWLer (die VWLer behaupten gerne etwas analytischer zu sein). Allerdings ist das Studium auch oft ein Studium um seiner selbst willen und es wird oft gesunder Menschenverstand und Intuition in "mathematischen" Modelen verpackt.
GT |
| Zitat: |
Original von PHCruiser
Ich habe schon den Eindruck, dass der Arbeitsmarkt für VWLer besser ist als für BWLer (geringere Zahl an Absolventen, keine Konkurrenz von FH und dualen Studiengängen, größerer Arbeitsmarkt, Banken, Wirtschaftsforschungsinstitute, Wirtschaftsjournalismus).
Je nach Hochschule geht der Mathestoff schon im Bachelor über das LK-Niveau (auch Bayern) hinaus. Trotzdem harmlos
| Zitat: |
Original von Zeratulio
Politik, Geschichte, Sprachen und Literatur, Geographie, Informatik, Wirtschaft würden mir jetzt zB einfallen. Warum? Äh, schwer zu erklären. |
Versuch trotzdem mal, Prioritäten zu setzen. |
Also Mathe-LK oder leicht darüber hinaus ist kein Ding. Ich habe ja auch jetzt fast 2 Semester Mathe studiert, denke auch mal dass ich die Prüfungen noch mitschreiben werde.. vermutlich kann ich mir ja dann sowieso einiges anrechnen lassen.
Wegen Job-Aussichten: BWLer haben keine so tollen, oder? Kam für mich nicht in Frage, deswegen weiß ich es nicht sicher, aber was ich gehört habe ist das eher nicht so toll und man sollte schon während dem Studium Praktika oä machen?!
Aber wie gesagt war VWL auch nur eine Idee.
Prioritäten: Hm. Schwierig. Was will ich eigentlich vom Studium.. ich will geistig gefordert werden, optimalerweise gibt es direkten "Bezug" zum Weltgeschehen, kann aber auch gerne teilweise abstrakt werden. Und dann noch die Sache mit dem Geld danach.
Klingt irgendwie nach Statistik, aber das Problem hatten wir ja schon.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Zeratulio: 18.06.2012 22:41.
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18.06.2012 22:39 |
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philwen
Bronze
Dabei seit: 13.05.2007
Beiträge: 4.365
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wie wärs mit informatik an der TU?
gehtvom mathematischen auch nicht weit über LK-niveau raus und ist sehr aufgabenorientiert (mal bezogen auf die 25-30% Pflichtmathefächer)
der rest muss dir halt taugen ^^
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19.06.2012 07:11 |
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marc0506
Bronze
Dabei seit: 03.02.2006
Beiträge: 8.156
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wenn dir dein mathe-studium so leicht fällt (was ich bemerkenswert finde...), dann mach doch den bachelor fertig und studier nebenbei ein fach was dich auch interessiert (was weiss ich, politikwissenschaft, philosophie, kulturwissenschaften,...).
wenn du dann 2 bachelors hast, kannst dann nen master draufsetzen (in dem bereich der dich dann mehr interessiert...).
(wirtschafts)mathe bekommst die jobs halt hinterhergetragen... wenn du dann noch was anderes gemacht hast, bist du praktisch der perfekte fall für ne unternehmensberatung (wenn du viel geld verdienen willst...), aber auch sonst sehr interessant für viele firmen.
think about it...
(by the way: etwas anspruchsvolleres als mathe wirst du nicht finden, wenn du also geistig gefordert werden willst, bleib dabei!)
__________________
| Zitat: |
Original von knuddelhundi
Euer Vorstellungskraft was Makroökonomie anbelangt ist wirklich erbärmlich.
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19.06.2012 07:27 |
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Zeratulio
Bronze
Dabei seit: 10.01.2010
Beiträge: 6.111
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von philwen
wie wärs mit informatik an der TU?
gehtvom mathematischen auch nicht weit über LK-niveau raus und ist sehr aufgabenorientiert (mal bezogen auf die 25-30% Pflichtmathefächer)
der rest muss dir halt taugen ^^ |
So wenig Mathematik in Informatik nur? Info wäre grundsätzlich schon auch ein Fach, was mich interessiert, das werde ich mir zumindest mal ansehen.
| Zitat: |
Original von marc0506
wenn dir dein mathe-studium so leicht fällt (was ich bemerkenswert finde...), dann mach doch den bachelor fertig und studier nebenbei ein fach was dich auch interessiert (was weiss ich, politikwissenschaft, philosophie, kulturwissenschaften,...).
wenn du dann 2 bachelors hast, kannst dann nen master draufsetzen (in dem bereich der dich dann mehr interessiert...).
(wirtschafts)mathe bekommst die jobs halt hinterhergetragen... wenn du dann noch was anderes gemacht hast, bist du praktisch der perfekte fall für ne unternehmensberatung (wenn du viel geld verdienen willst...), aber auch sonst sehr interessant für viele firmen.
think about it...
(by the way: etwas anspruchsvolleres als mathe wirst du nicht finden, wenn du also geistig gefordert werden willst, bleib dabei!) |
Hm, das klingt eigentlich auch gar nicht mal so schlecht. Der Anteil würde praktisch dadurch reduziert, dass einfach noch etwas anderes dazukommt. Die Idee ist auf jeden Fall interessant, darüber werde ich mal nachdenken
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19.06.2012 10:20 |
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PHCruiser
Bronze
Dabei seit: 02.06.2006
Beiträge: 2.010
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Ich halte sehr viel von einem breiten Grundlagenstudium, aber Unternehmen werden das zweite Fach grundsätzlich nicht honorieren, wenn es keinen Nutzen oder keinen Bezug hat.
Wirtschaft als zweites Fach ist in dieser Hinsicht sinnvoll, vorstellbar wäre auch Maschinenbau+Jura (Patentanwalt), vielleicht auch Pädagogik+Medienirgendwas (Entwicklung von Lernmitteln) etc.
Große Unternehmensberatungen sind eine Ausnahme, aber dort müssen primär andere Sachen passen.
Das ist übrigens nicht (nur) meine Meinung, siehe z. B. auch die Karrierekolumne von Heiko Mell, VDI-Nachrichten vom 8. Juni 2012 (weil die gerade neben mir liegt).
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19.06.2012 10:23 |
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alex91sry
Bronze
Dabei seit: 01.05.2010
Beiträge: 474
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| Zitat: |
Original von Zeratulio
Wegen Job-Aussichten: BWLer haben keine so tollen, oder? Kam für mich nicht in Frage, deswegen weiß ich es nicht sicher, aber was ich gehört habe ist das eher nicht so toll und man sollte schon während dem Studium Praktika oä machen?!
Aber wie gesagt war VWL auch nur eine Idee. . |
Naja, keine Ahnung wie du auf die Idee kommst, dass BWLer schlechte Jobaussichten haben. Wenn ich recht informiert bin haben BWL Absolventen mit gutem Abschluss (Voraussetzung) eine große Bandbreite an Jobmödlichkeiten.
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19.06.2012 13:01 |
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Zeratulio
Bronze
Dabei seit: 10.01.2010
Beiträge: 6.111
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von PHCruiser
Ich halte sehr viel von einem breiten Grundlagenstudium, aber Unternehmen werden das zweite Fach grundsätzlich nicht honorieren, wenn es keinen Nutzen oder keinen Bezug hat.
Wirtschaft als zweites Fach ist in dieser Hinsicht sinnvoll, vorstellbar wäre auch Maschinenbau+Jura (Patentanwalt), vielleicht auch Pädagogik+Medienirgendwas (Entwicklung von Lernmitteln) etc.
Große Unternehmensberatungen sind eine Ausnahme, aber dort müssen primär andere Sachen passen.
Das ist übrigens nicht (nur) meine Meinung, siehe z. B. auch die Karrierekolumne von Heiko Mell, VDI-Nachrichten vom 8. Juni 2012 (weil die gerade neben mir liegt). |
Ok. Ich werde zumindest mal sehen ob ich eine sinnvolle Fächerkombination finde. Das ist zumindest eine interessante Möglichkeit
| Zitat: |
Original von alex91sry
| Zitat: |
Original von Zeratulio
Wegen Job-Aussichten: BWLer haben keine so tollen, oder? Kam für mich nicht in Frage, deswegen weiß ich es nicht sicher, aber was ich gehört habe ist das eher nicht so toll und man sollte schon während dem Studium Praktika oä machen?!
Aber wie gesagt war VWL auch nur eine Idee. . |
Naja, keine Ahnung wie du auf die Idee kommst, dass BWLer schlechte Jobaussichten haben. Wenn ich recht informiert bin haben BWL Absolventen mit gutem Abschluss (Voraussetzung) eine große Bandbreite an Jobmödlichkeiten. |
Also schlecht ist natürlich immer relativ. Ich gebe aber auch zu, dass ich nicht perfekt informiert in der Hinsicht bin. Was ich so mitbekommen habe sollte man halt schon unter den besten Absolventen sein und am besten schon während des Studiums massiv Kontakte usw knüpfen.
Also nicht schlecht, aber halt auch nicht perfekt. Wie gesagt kam aber BWL bei mir eh nie in Frage, außer als Nebenfach.
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19.06.2012 13:08 |
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JBCMaster
Bronze
Dabei seit: 24.03.2009
Beiträge: 2.035
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Versuche ich mal hier meine Erfahrungen zu teilen. Ich selbst hab mit Mathestudium nach der Schule angefangen, weil ich eben gut drin war, so wirklich interessiert hat es mich damals nicht, habe es trotzdem durchgezogen und befinde mich kurz vor der Masterarbeit. Die Gründe wieso ich es trotzdem durchziehe:
1. Ein Matheabschluss ist viel wert auf dem Arbeitsmarkt und öffnet dir viele Türen
2. Als Matheabsolvent hast du eine breite Auswahl an Berufen, wie vllt. in keinem anderen Studienfach. Da wird sicherlich was finden, was mich interessiert oder bleibe beim Poker bzw. expandiere auf Trading. (und ja die meisten Berufe haben dann später kaum was mit der Unimathematik zu tun)
3. Dein analythisches Denken wird so als Mittel zum Zweck trainiert.
4. Mathestudium wurde interessanter nachdem ich die Grundlagen hinter sich gelassen hatte.
Mein Rat, wenn du wirklich in Mathe was drauf hast und du willst später was in Bereich Wirtschaft, Technik, Forschung, Informatik, Beratung, Geheimdienst usw. machen, dann ziehe die paar Jahre durch und mach dann was dich wirklich interessiert. Besser die paar Jahre jetzt quälen als dann später dein ganzes Leben lang, weil man keine Alternativen bei Berufen hat. Ich selbst habe Mathestudium auf das notwendigste reduziert, d.h. ich reservierte mir immer einen Monat für Klausuren, sonst hatte ich nichts für mein Studium gemacht und das Studentenleben in vollen Zügen genossen.
Alternativ kannst natürlich einen ähnlichen allrounder Studiengang nehmen, wie Maschinenbau, Physik, etc. Mir selbst hat Mathe von allem am besten gefallen, da man dort kaum dämliche Praktika hat und die Leute am wenigsten vernerded sind.
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=sB0TjqhT-Ds&feature=channel
Dieser Beitrag wurde 12 mal editiert, zum letzten Mal von JBCMaster: 19.06.2012 17:07.
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19.06.2012 16:43 |
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flashfy
Bronze
Dabei seit: 26.03.2006
Beiträge: 4.556
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| Zitat: |
Original von JBCMaster
Versuche ich mal hier meine Erfahrungen zu teilen. Ich selbst hab mit Mathestudium nach der Schule angefangen, weil ich eben gut drin war, so wirklich interessiert hat es mich damals nicht, habe es trotzdem durchgezogen und befinde mich kurz vor der Masterarbeit. Die Gründe wieso ich es trotzdem durchziehe:
1. Ein Matheabschluss ist viel wert auf dem Arbeitsmarkt und öffnet dir viele Türen
2. Als Matheabsolvent hast du eine breite Auswahl an Berufen, wie vllt. in keinem anderen Studienfach. Da wird sicherlich was finden, was mich interessiert oder bleibe beim Poker bzw. expandiere auf Trading. (und ja die meisten Berufe haben dann später kaum was mit der Unimathematik zu tun)
3. Dein analythisches Denken wird so als Mittel zum Zweck trainiert.
4. Mathestudium wurde interessanter nachdem ich die Grundlagen hinter sich gelassen hatte.
Mein Rat, wenn du wirklich in Mathe was drauf hast und du willst später was in Bereich Wirtschaft, Technik, Forschung, Informatik, Beratung, Geheimdienst usw. machen, dann ziehe die paar Jahre durch und mach dann was dich wirklich interessiert. Besser die paar Jahre jetzt quälen als dann später dein ganzes Leben lang, weil man keine Alternativen bei Berufen hat. Ich selbst habe Mathestudium auf das notwendigste reduziert, d.h. ich reservierte mir immer einen Monat für Klausuren, sonst hatte ich nichts für mein Studium gemacht und das Studentenleben in vollen Zügen genossen.
Alternativ kannst natürlich einen ähnlichen allrounder Studiengang nehmen, wie Maschinenbau, Physik, etc. Mir selbst hat Mathe von allem am besten gefallen, da man dort kaum dämliche Praktika hat und die Leute am wenigsten vernerded sind. |
hoer auf den, der hat recht!! Wuerde auf jeden Fall weiter machen!
__________________
Mitglied des Monats April 09 - Zum Interview
| Zitat: |
Original von Tezet
mir wurde 3 jahre lang ein laptop versprochen. am ende sind wir beim Chinesen Essen gegangen.
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19.06.2012 17:34 |
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MorchManN
Bronze
Dabei seit: 26.10.2005
Beiträge: 1.806
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Darf ich mal den Thread hijacken?
Ich überlege in Finanzmathematik an der TU in München zu promovieren. Hat da jemand Erfahrunge oder sowas?
__________________ skype: morchle
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19.06.2012 19:44 |
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GinTonic999
Bronze
Dabei seit: 08.12.2007
Beiträge: 475
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Ohne irgendwas von Finanzmathe an der TU zu wissen: Ohne Infos zu Fachgebiet und Professor wird Dir niemand wirklich weiterhelfen koennen (und ich weiss nicht, ob Du das hier oeffentlich nennen solltest).
GT
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19.06.2012 19:55 |
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Zeratulio
Bronze
Dabei seit: 10.01.2010
Beiträge: 6.111
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von flashfy
| Zitat: |
Original von JBCMaster
Versuche ich mal hier meine Erfahrungen zu teilen. Ich selbst hab mit Mathestudium nach der Schule angefangen, weil ich eben gut drin war, so wirklich interessiert hat es mich damals nicht, habe es trotzdem durchgezogen und befinde mich kurz vor der Masterarbeit. Die Gründe wieso ich es trotzdem durchziehe:
1. Ein Matheabschluss ist viel wert auf dem Arbeitsmarkt und öffnet dir viele Türen
2. Als Matheabsolvent hast du eine breite Auswahl an Berufen, wie vllt. in keinem anderen Studienfach. Da wird sicherlich was finden, was mich interessiert oder bleibe beim Poker bzw. expandiere auf Trading. (und ja die meisten Berufe haben dann später kaum was mit der Unimathematik zu tun)
3. Dein analythisches Denken wird so als Mittel zum Zweck trainiert.
4. Mathestudium wurde interessanter nachdem ich die Grundlagen hinter sich gelassen hatte.
Mein Rat, wenn du wirklich in Mathe was drauf hast und du willst später was in Bereich Wirtschaft, Technik, Forschung, Informatik, Beratung, Geheimdienst usw. machen, dann ziehe die paar Jahre durch und mach dann was dich wirklich interessiert. Besser die paar Jahre jetzt quälen als dann später dein ganzes Leben lang, weil man keine Alternativen bei Berufen hat. Ich selbst habe Mathestudium auf das notwendigste reduziert, d.h. ich reservierte mir immer einen Monat für Klausuren, sonst hatte ich nichts für mein Studium gemacht und das Studentenleben in vollen Zügen genossen.
Alternativ kannst natürlich einen ähnlichen allrounder Studiengang nehmen, wie Maschinenbau, Physik, etc. Mir selbst hat Mathe von allem am besten gefallen, da man dort kaum dämliche Praktika hat und die Leute am wenigsten vernerded sind. |
hoer auf den, der hat recht!! Wuerde auf jeden Fall weiter machen! |
Ich verstehe deine/eure Argumentation schon. Mir ist natürlich auch klar, dass ich nach dem Mathematikstudium recht wahrscheinlich einen spannenden und interessanten Beruf finden kann, der mir viel Spaß macht. Allerdings ist es bis dahin ja auch kein ganz kurzer Weg. Wäre ich jetzt zB im 5. Semester, würde ich mir die Frage kaum stellen und einfach durchziehen. Aber ich bin jetzt eben im 2. Semester, noch ~1 Monat vor den Prüfungen. Mir stehen mindestens noch die restlichen Semester bis zum Bachelor an, eigentlich will ich aber einen Master machen. Das sind dann eben doch einige Jahre, die ich damit verbringe. Und ich bezweifle, dass ich über einige Jahre hinweg tatsächlich etwas durchziehe, das mir einfach nicht gefällt. Im Prinzip war ich ja schon im ersten Semester unzufrieden, was auch schon zu.. unregelmäßiger Anwesenheit geführt hat. Von Übungsblättern brauchen wir nicht großartig anfangen.
Kann ich so ein Studium als sowieso recht emotionaler Mensch noch über mehrere Jahre durchziehen? Man weiß es nicht, aber die Wahrscheinlichkeit sehe ich als eher gering an.
Andererseits kann ich auch deine Argumentation nachvollziehen, dass das Mathestudium interessanter wird, wenn man die Grundlagen hinter sich gelassen hat. Jedenfalls habe ich das von mehreren Leuten aus höheren Semestern gehört. Einen Versuch wäre das grundsätzlich also schon wert, aber der würde dann eben die Gefahr mit sich bringen, dass ich zB in einem Jahr abbreche und ein weiteres Jahr verloren habe.
Allerdings klingt die Variante mit einem weiteren Hauptfach relativ verlockend. Zum einen habe ich einen Ausgleich zu Mathe, zum anderen kann ich im Notfall Mathe abbrechen/pausieren und habe eben noch das zweite Fach. Von meiner Zeit her würde das auch gut gehen, fraglich halt, wie das mit den Stundenplänen aussieht.
Danke auf jeden Fall schon mal für den Input!
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19.06.2012 22:10 |
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