Bisher war ich eher...

    • FrtZ
      FrtZ
      Black
      Dabei seit: 25.08.2006 Beiträge: 3.382
      Bin da mit skedar.
      Aber das ist halt die ewige Grundsatzdiskussion: Ist Literatur übersetzbar? Imo nur mit Verlust und ich würde englische Lit. nie auf Deutsch lesen, schon 3x nicht wenn ich englisch ohne Probleme versteh. Aber whatever die Diskussion brauch man nich schon wieder führen.

      Schönes Gedicht btw Guillaume. Aus ganz ähnlichen Gründen, die schrank kurz angerissen hat mag ich Bukowskis Lyrik eh deutlich lieber als seine Prosa.
      Hab mir dazu gestern Nacht ewig den Kopf zerbrochen: Zu dem Verhältnis von Prosa und Lyrik, dem Unterschied in dem was sie leisten können und zu der Frage warum ich seine Lyrik uneingeschränkt seine Prosa aber nur eingeschränkt gut finde. IRgendwann dann gedacht "was würde bukowski wohl zu meinen ewigen theoretischen Überlegungen über sein Werk sagen.." mich daraufhin selbst gefacepalmed und das fabrizierte gelöscht :facepalm:
    • Guillaume
      Guillaume
      Diamant
      Dabei seit: 20.01.2006 Beiträge: 11.509
      Schade, hätte mich durchaus interesiert.

      Mir geht's eigentlich eher anders rum. Ich finde die Lyrik oft etwas zu... wie soll ich sagen. Ich sehe die Fäden, ich sehe wo er mich hinführen will in seiner Lyrik, und das nervt mich etwas. Auch das Gedicht das ich gepostet habe nervt mich etwas irgendwie, ich finde's schön, aber irgendwie...

      Naja, ich habe gerade Last Night of the earth Poems auf meinem Schreibtisch und schau immer gerne wieder rein, wobei ich Romane und short stories von ihm seit gute fünf Jahre nicht mehr gelesen habe, also wird's nur beschränkt stimmen, aber es ist auf jeden Fall der Meinung der 22 Jahre alte Guillaume. Damals waren seine Romane, und eben auch seine halbe Philosophische Einsätze gefallen. Es war wie mein bester Kumpel, der mir irgendwie immer begleitet hat.

      Allgemein würde ich mich aber nicht zu weit wagen wollen, weil ich's eben seit langem nicht mehr gelesen habe, und es ist mir schon oft passiert das ich Jahrelange Werke oder Autoren als Meisterwerke eingesehen obwohl ich sie seit Jahre nicht mehr gelesen/geschaut hatte, und wenn ich's dann irgendwann gemacht habe, war ich bitter entäuscht.

      FrtZ wird mich haßen, aber der Musterbeispiel dafür ist der Himmel über Berlin von Wenders. Das war der Film meiner Jugend, Jahrelang habe ich alle leute davon erzählt. Und dann irgendwann habe ich's weider angeschaut, und habe es nicht aushalten können.

      Und deshalb traue ich mich auch nicht mehr wirklich das zu lesen. Ich habe eben Angst daß mit einen Autor den ich Jahrelang so bewundert habe genau das passiert wovon Schrank berichtet. Das es mich einfach tiltet.

      Zum Thema Englisch habt ihr natürlich recht. Bukoswki ist wirklich sehr leicht zu lesen in Original, und man sollte sich das zutrauen wenn man ordentlich Englisch spricht.
    • JackAce91
      JackAce91
      Silber
      Dabei seit: 26.11.2009 Beiträge: 155
      Original von Guillaume
      Original von DieBibi
      mal ne frage

      was soll ich von bukowski lesen, wenn ich 'ansichten eines aussenseiters' scheisse fand?
      bzw. kann ich überhaupt irgendein bukowski lesen, wenn ich keinen bock auf einfachnurpimmelfotzendrogensauf geschichten habe?

      dass alles von ihm damit durchtränkt ist, ist mir klar.
      aber in 2-3 essays aus 'ansichten eines aussenseiters' wurde auch deutlich, dass der mann anders kann und stellenweise hat er mich ziemlich umgehauen (mir kommt da grad die stelle mit karl marx im apfelbaum von eden in den sinn)

      ich kann auch einfach nicht glauben, dass er von der ganzen welt so bejubelt wird, weil er geschichten erzählt, wie er 'ne halb tote nutte vögelt und dabei selbst in den arsch gefickt wird (und bevor es jemand sagt: da literarischen tiefgang reinzuinterpretieren halte ich stellenweise für albern)

      irgendwas muss es da ja noch geben, also her mit den vorschlägen
      Um zurück darauf zu kommen. Klar, mit Notes of a dirty Old man hast du dir nicht gleich das leichteste Werk zu Anfang ausgesucht. Ist ne Sammlung von Texten aus nen Underground Zeitschrift und es "musste" etwas krass sein um den Anspruch zu erfüllen, also es sollte schon sowas wie ne Pornographische Chronik sein. Ich würde sagen das wird schon das krasseste von ihm sein, mit vielleicht der Zweite Band der Tales of ordinary Madness, der auch ziemlich krass anfängt (Übrigens unglaublich wie die BuchTiteln in Deutsch teilweise übersetzt werden, daß ist schon merkwürdig. Ich musste jedsmall ne Wikisuche starten wenn ich einen Buch suche, um zu wissen wie er in Original heißt).

      Dennoch würde ich sagen dies gehört auch eindeutig zur Bukowski Universum. Du wirst kaum einen Buch finden der sich nicht irgendwie um Alkohol, Sex, Dreck, Gewalt usw. dreht. Manche weniger, aber wenn dir das immer stört, ist es vielleicht nicht der passendste Autor. Aber noch einmal, es ist in Notes of a dirty Old man schon am krassesten.

      Ich kann aber dir trotzdem empfehlen dich wieder ranzuwagen, mit z.B Ham On Rye oder vielleicht Hot Water Music (short stories). Aber sei gewarnt das es immer etwas dreckig sein wird. Der Bluebird ist halt gut versteckt und läßt sich nur ab und zu blicken.

      Bluebird

      there's a bluebird in my heart that
      wants to get out
      but I'm too tough for him,
      I say, stay in there, I'm not going
      to let anybody see
      you.
      there's a bluebird in my heart that
      wants to get out
      but I pour whiskey on him and inhale
      cigarette smoke
      and the whores and the bartenders
      and the grocery clerks
      never know that
      he's
      in there.

      there's a bluebird in my heart that
      wants to get out
      but I'm too tough for him,
      I say,
      stay down, do you want to mess
      me up?
      you want to screw up the
      works?
      you want to blow my book sales in
      Europe?
      there's a bluebird in my heart that
      wants to get out
      but I'm too clever, I only let him out
      at night sometimes
      when everybody's asleep.
      I say, I know that you're there,
      so don't be
      sad.
      then I put him back,
      but he's singing a little
      in there, I haven't quite let him
      die
      and we sleep together like
      that
      with our
      secret pact
      and it's nice enough to
      make a man
      weep, but I don't
      weep, do
      you?

      in welchem buch ist das gedicht?
    • Guillaume
      Guillaume
      Diamant
      Dabei seit: 20.01.2006 Beiträge: 11.509
      The last night of the earth Poems.
    • JackAce91
      JackAce91
      Silber
      Dabei seit: 26.11.2009 Beiträge: 155
      danke.
      direkt bestellt.
      ansonsten am überlegen ob ich post office ham on rye oder pulp bestellen soll...
    • Guillaume
      Guillaume
      Diamant
      Dabei seit: 20.01.2006 Beiträge: 11.509
      Nimm Ham on rye. Pulp ist so eher ein kleiner Stilversuch, ist ganz nett, aber auch kein Meisterwerk. Ansonsten fand ich auch Women (liebesleben der Hyänen oder sowas auf deutsch) sehr gut. Ist aber relativ lange her das ich es gelesen habe.
    • tnatum
      tnatum
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2005 Beiträge: 311
      Hat hier noch jemand Tipps zu Autoren die ähnliche Sachen schreiben wie Irvine Welsh. Hunter S. Thompson, Chuck Palahniuk und William S Burroughs ?
    • Cuoco199
      Cuoco199
      Silber
      Dabei seit: 23.02.2009 Beiträge: 6.240
      Überleben! - Piers Paul Read

      http://www.amazon.de/%C3%9Cberleben-Pier...
    • FrtZ
      FrtZ
      Black
      Dabei seit: 25.08.2006 Beiträge: 3.382
      Tom Wolfe
    • skedar
      skedar
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2006 Beiträge: 8.840
      Original von FrtZ
      Tom Wolfe
      #2

      Unbedingt The Electric Cool-Aid Acid Test, wenn einen die ganzen Beats interessieren. Ist quasi der Reisebericht des Journalisten Tom Wolfe, der mit den Beatniks unterwegs war.

      Bonfire of Vanities halte ich auch für uneingeschränkt empfehlbar. Geht aber nicht so sehr um Drogen und Beatniks usw, sondern um einen Yuppie-Broker der sein komplettes Highlife nach und nach verliert, nachdem er einen Penner anfährt.
      Tom Wolfe ist einfach ein klasse Autor.


      Wenn man die Beatniks mag, sollte man vll auch was von ihrem Protagonisten, Ken Kesey, lesen. Der ist ja mehr oder weniger der wichtigste Typ in Kerouacs On the Road. Entweder halt die Klassiker One flew over the Cockoos Nest oder Sometimes a Great Notion. Habe das zweite gelesen und kanns uneingeschränkt empfehlen. Ist sozusagen ein Familienporträt.
    • FrtZ
      FrtZ
      Black
      Dabei seit: 25.08.2006 Beiträge: 3.382
      Ken kessey? Neil Cassady meinst oder?
    • skedar
      skedar
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2006 Beiträge: 8.840
      Oh, ist korrekt. Ken Kesey ist eher einer der Hauptdarsteller in Wolfes Bericht, in dem Cassady aber auch vorkommt. Naja, alles schon etwas länger her mit der Beatnik Literatur. ^^

      Naja seis drum.
      Für die Lyriker hier natürlich noch Howl von Ginsberg als Must-Read in dem Bereich.
    • Dodekahedron
      Dodekahedron
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 5.485
      Sooo mal ne kleine Meldung von mir... hab letztens "Pulp" ausgelesen und fands ehrlich gesagt ziemlich mau :/

      Anfangs hats mir noch richtig gut gefallen aber irgendwie kam da dann nix mehr an das ich mich jetzt hätte erinnern müssen. Fand die Sache mit den Aliens auch ziemlich behindert, zuerst dachte ich noch die haben alle nurn Trip aber war wohl ernst gemeint? Ach kein Plan.

      Fang jetzt an "Ham on Rye" (allerdings auf deutsch) zu lesen und hoffe, dass es mich mehr motiviert. Bis jetzt habe ich nur aufm Weg zur Uni und zurück gelesen und das nichtmal regelmaßig.

      Hat vielleicht jemand nochn aktuellen Buchtipp, was so in Richtung "Biografie von amerikanischem Gangmitglied" geht... gerne auch richtig abgefuckt.
    • treshorre
      treshorre
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2008 Beiträge: 1.202
      cody mc fayden!
      die bücher über smoky barrett. crime, krasse storys und gnadenlos.
      du wirsts nicht bereuen!
    • Dodekahedron
      Dodekahedron
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 5.485
      Original von treshorre
      cody mc fayden!
      die bücher über smoky barrett. crime, krasse storys und gnadenlos.
      du wirsts nicht bereuen!
      schau ich mir mal an, danke.
    • Rho0
      Rho0
      Bronze
      Dabei seit: 20.10.2008 Beiträge: 633
      Drogen:

      Fear and Loathing in Las Vegas
      Trainspotting
      Junkie (Burroughs)
      The Invisibles (Grant Morrison)
      One flew over the Cukoos Nest
      Last Exit to Brooklynn
      Naked Lunch


      Crime/stranges Zeug:

      A Clockwork Orange
      Do Androids Dream of electric Sheep?
      Fight Club
      From Hell
    • Sesmar
      Sesmar
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 5.811
      Original von Dodekahedron
      Hat vielleicht jemand nochn aktuellen Buchtipp, was so in Richtung "Biografie von amerikanischem Gangmitglied" geht... gerne auch richtig abgefuckt.
      Howard Marks: "Mr. Nice"
      Kein Gangmitglied, aber Drogenhandel in großem Ausmaß. Sehr unterhaltsam zu lesen.
    • Rho0
      Rho0
      Bronze
      Dabei seit: 20.10.2008 Beiträge: 633
      Wie wär s mit Monster?
    • Dodekahedron
      Dodekahedron
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 5.485
      hab jetzt einiges gelesen aber dabei festgestellt, dass man englischsprachige literatur nicht unbedingt auf deutsch lesen sollte. ;)

      deswegen suche ich junge deutschliteratur... hat da jemand einen heißen tipp?
    • Tarkon72
      Tarkon72
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 14.467
      Horst Evers geht in die Richtung Humor.

      Andreas Eschbach, Frank Schätzing sind noch zwei andere sehr erfolgreiche junge deutsche Schriftsteller.