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FrtZ
Black
Black

Dabei seit: 25.08.2006
Beiträge: 3.378


Nachdem sich beschwert wurde, dass ich den Post ignoriert hab reich ich hier mal noch ne Antwort nach, aber jetzt weiß ic hauch wieder wieso ich damals nich mehr geantwortet hab- gab nich mehr wirkl viel Diskussionsbedarf

Zitat:
Original von stefeu

Ist scheinbar falsch rübergekommen. Ich denke nicht, dass Hemingway das Buch geschrieben hat um eine Geschichte um die "Gruppendynamik" und "Grausamkeit des Krieges" zu schreiben. Für mich waren die Exekutionen bzw. das Massaker in der Kirche einfach extrem anschaulich und erschreckend.
Das Pilar es gutheisst Faschisten zu töten und Pablo dafür bewundert (hat) wie er die Leute anführt das wurde mir schon klar. Nichtsdestotrotz haben beide die Art und Weise wie das z.b. in dem Dorf mit den Zivilisten gemacht wurde absolut nicht gut geheissen. (Ich erinner mich daran, dass einer der Trunkenbolde probiert hat eine Leiche anzuzünden und Pilar dann zu ihm ist)

Right, jenau das hab ich ja geschrieben und gemeint. Die Größe besteht darin die Notwendigkeit des Widerstands und damit einhergehend des Mordens anzuerkennen, aber gleichzeitig nicht das Bewusstsein dafür zu verlieren, dass jeder Mord ein schreckliches Verbrechen und jedes Leben heilig ist.



Anselmo fand ich auch ganz wunderbar. Relativ zu Beginn (vielleicht ist das die Szene die du hier im Kopf hast, in meiner Ausgabe im 3. Kapitel) redet er mit Robert ja über die Notwendigkeit des Tötens und wer einem dann vergeben soll bzw. vergibt jetzt wo es keinen Gott mehr gibt. Fand ich einen der schönsten Dialoge im Buch.

Ja, die Stelle ist wunderbar. Dieses naiv-gute Denken das Theologie äußerlich ablehnt, tatsächlich aber völlig in theologischen Termini und Kategorien verhaftet bleibt, ohne sich dessen Bewusst zu sein


Das kann ich mir so nicht vorstellen. Er hat ja seine eigenen Erfahrungen in dem Buch verarbeitet.

Ja, grade drum ja. Er hat seine Erfahrungen verarbeitet- und wie! Voller Bewunderung für die menschliche Größe dieser Leute. Warum hat er sich denn überhaupt als Freiwilliger gemeldet für einen Krieg der ihn unmittelbar erstma nichts angeht? Warum fliegt er spontan nach Afrika um da auf eigene Faust wilde Tiere zu jagen? Und warum verbringt er sein Lebensabend damit völlig depressiv den ganzen Tag in Bars zu hocken, bis er die Tristesse nich mehr aushält und sich das Hirn wegbläst?Wenn ich sage der Krieg tritt als positives Moment auf, dann mein ich damit selbstverständlich nicht, dass er es geil findet wenn sich Menschen töten und Faschisten mal wieder versuchen die Menschheit zu unterjochen- so eindimensional lässt sich das natürlich nich denken. Aber GERADE WEIL die Zeiten so schrecklich sind, kann es auch die besonders guten, die besonders großen Menschen geben. Und die faszinierten ihn. Die großen Epen mit den großen Helden spielen quasi alle in ner "dunklen" Zeit. Was soll ein hemmingway denn tun, wenns keinen großen kampf zu kämpfen gibt? Golfen? Das meien ich mit positives Moment. Es geht hier nich um moralische Kategorien. Wenn HEmmingway die Wahl hätte, hätte er die Welt ohne Faschisten natürlich auch vorgezogen. Im, wenn man so will, ästhetischen Sinne, ist sie halt trotzdem langweiliger.


Das mit dem "did thee feel the earth move?" war doch nachdem sie mit Pilar El Sordo besucht haben oder? In der Nacht vor der Sprengung hat er mit ihr die Zukunft die die beiden obv nicht haben werden zusammengesponnen iirc.

Ja, klar, kann sein. Is ja jetzt auch ne Weile her dass ich das gelesen hab, kann sein dass ich das verwechselt hab.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von FrtZ: 22.03.2012 20:58.

Neuer Beitrag 22.03.2012 20:57 Beiträge von FrtZ suchen Nimm FrtZ in deine Freundesliste auf
HarryGER
Bronze
Bronze

Dabei seit: 25.12.2007
Beiträge: 3.424


Charlotte Brontë - Jane Eyre

Bin grade etwa in der Hälfte. Kein einfaches Vokabular.

"[...] und, wenn das auch nicht zur Frage gehört, ich halte außerdem den... den roten Mond und den rasenden Wind für ominöse Vorzeichen... denke ich mal."
Neuer Beitrag 24.03.2012 13:18 Beiträge von HarryGER suchen Nimm HarryGER in deine Freundesliste auf
Tarkon72
Moderator
Moderator

Dabei seit: 24.07.2006
Beiträge: 14.405


Werde ich den Thread wieder etwas Leben einhauchen fish pleased

Joe Abercrombie

Kriegsklingen, Feuerklingen und Königsklingen

Zur Abwechslung mal keine hochglanz Fantasy.

Ambercrombie schafft es, dass man alle paar Seiten neue Facetten an den Charakteren entdeckt. Fängt man gerade einen an halbwegs Sympathisch zu finden, wird er innerhalb kürzester Zeit zum Ekel und die Fieslinge entwickeln positive Züge.

Die Handlung spielt in einer Welt in dem der Starke immer Recht hat. Bürgerrechte sind nicht bekannt.

So launenhaft und brutal mache Charaktere auch sind, ich fand sie sehr authentisch.

Es überlebt auch nicht jeder Charakter (unbeschadet) die Trilogie.

Die ersten 3 Bände fand ich sehr lesenswert.

Den 4. Band Racheklinge lese ich aktuell. Das Buch hat seine längen und kommt nicht an die ersten 3 Bände ran. Einige schon bekannte Charaktere bilden hier den Mittelpunkt. Die alten Hauptcharakter bilden nur das Fundament.
Neuer Beitrag 08.07.2012 07:32 Beiträge von Tarkon72 suchen Nimm Tarkon72 in deine Freundesliste auf
skedar
Bronze
Bronze

Dabei seit: 16.07.2006
Beiträge: 8.775


Hab zuletzt den Tod in Venedig und Gidés Immoralisten gelesen und werde die beiden Novellen jetzt in einer Hausarbeit im Hinblick auf die Krankheit der Protagonisten vergleichen.... -.-


Wenn ich dann hier was über Hemingway lese vermisse ich ein wenig die Zeit in der ich vor 10 Jahren ganz unbeschwert in For Whom The Bell Tolls geschmökert habe. ^^
Neuer Beitrag 11.07.2012 21:23 Beiträge von skedar suchen Nimm skedar in deine Freundesliste auf
Guillaume
Diamant
Diamant

Dabei seit: 20.01.2006
Beiträge: 11.509


Zitat:
Original von skedar
Hab zuletzt den Tod in Venedig und Gidés Immoralisten gelesen und werde die beiden Novellen jetzt in einer Hausarbeit im Hinblick auf die Krankheit der Protagonisten vergleichen.... -.-


Wenn ich dann hier was über Hemingway lese vermisse ich ein wenig die Zeit in der ich vor 10 Jahren ganz unbeschwert in For Whom The Bell Tolls geschmökert habe. ^^


Bin nicht ganz sicher ob ich was du damit meinst vestehe.

Du hast gerade Tod in Wenedig und L'immoraliste gelesen und dir fehlt dabei Hemingway, oder fehlt dir die Zeit wo du so ein Buch lesen und genießen konntest ohne direkt ein Hausarbeit schreiben zu müssen ?
Neuer Beitrag 11.07.2012 22:03 Beiträge von Guillaume suchen Nimm Guillaume in deine Freundesliste auf
skedar
Bronze
Bronze

Dabei seit: 16.07.2006
Beiträge: 8.775


Korrekt.
Beide Bücher sind an sich super, aber das referieren darüber macht mich ihrer überdrüssig.
Halte auch nicht viel von Sekundärliteratur usw. Ein wenig hat das Literaturstudium mir das Lesen madig gemacht.
Neuer Beitrag 11.07.2012 22:31 Beiträge von skedar suchen Nimm skedar in deine Freundesliste auf
lemslin
Gold
Gold

Dabei seit: 21.09.2009
Beiträge: 1.510


"Ghost in the wires" von Kevin Mitnick.

Das ist seine mitreißende Lebensgeschichte. Dabei ist hilfreich, wenn man nicht von technischen Begriffen und Erklärungen abgeschreckt wird(auch wenn es kaum möglich ist, das genau zu verstehen), denn hin- und wieder schreibt er doch über Details seiner Hacks.
Neuer Beitrag 18.07.2012 17:37 Beiträge von lemslin suchen Nimm lemslin in deine Freundesliste auf
HarryGER
Bronze
Bronze

Dabei seit: 25.12.2007
Beiträge: 3.424


Fontane - Irrungen, Wirrungen

Hab seinen Stil schon in Effi Briest geliebt. Seine Art, die Oberflächlichkeit der damaligen Adelsgesellschaft bloßzustellen, ist einfach ergötzlich.
Wobei mir die Verherrlichung der einfachen Leute etwas zu weißmalerisch ist.

Jetzt grade: Anne Frank - Tagebuch

Dass das alles tatsächlich erlebt wurde und keine Geschichte ist, und dass ich letzten Monat vor dem Haus gestanden habe, macht das Ganze zu ner recht intensiven Erfahrung.


-

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von HarryGER: 19.07.2012 23:33.

Neuer Beitrag 19.07.2012 23:32 Beiträge von HarryGER suchen Nimm HarryGER in deine Freundesliste auf
Sefant77
Bronze
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Dabei seit: 10.04.2006
Beiträge: 12.573


Rio & andere Drogen von Matthias Bergmann

http://www.amazon.de/andere-Drogen-Speci...

Ist ein Freund von mir, sehr gutes Buch, guter Einblick in Rio de Janeiro abseits der ganzen Klischees und die Kindle-Version gibt es die nächsten 24h kostenlos
Neuer Beitrag 15.08.2012 17:24 Beiträge von Sefant77 suchen Nimm Sefant77 in deine Freundesliste auf
FjodorM
Bronze
Bronze

Dabei seit: 14.02.2006
Beiträge: 11.238


jeder stirbt für sich allein Hans Fallada

Ziemlich gute Beschreibung des Lebens in Berlin in den Wendejahren des zweiten Weltkriegs. Die zunehmende Verrohung des politischen Systems, die ständige Bespitzelung und der Kampf der "kleinen Leute" um eine menschenwürdige Existenz habe ich in der Form noch nicht beschrieben gesehen. Auch eine klare Pflichtlektüre für alle die dem Faschismus noch irgendetwas positives abgewinnen können.
Kleiner Kritikpunkt sind die teilweise etwas überzeichneten (Neben)Figuren, die Hauptprotagonisten sind aber sehr glaubwürdig dargestellt.
Neuer Beitrag 16.08.2012 09:39 Beiträge von FjodorM suchen Nimm FjodorM in deine Freundesliste auf
Tarkon72
Moderator
Moderator

Dabei seit: 24.07.2006
Beiträge: 14.405


Unter Dieben Douglas Hulick

Guter Auftakt einer Triologie.
Das Besondere an diesem ist, dass es eine eigene "Gaunersprache" verwendet. Sie basiert auf historischen Grundlagen wie das Rotwelsch.
Neuer Beitrag 19.08.2012 06:34 Beiträge von Tarkon72 suchen Nimm Tarkon72 in deine Freundesliste auf
MountMikkeli
Bronze
Bronze

Dabei seit: 02.12.2011
Beiträge: 409


Benjamin Franklin Autobiographie


sehr lesenswert

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von MountMikkeli: 30.08.2012 21:00.

Neuer Beitrag 30.08.2012 20:58 Beiträge von MountMikkeli suchen Nimm MountMikkeli in deine Freundesliste auf
Tiltberger
Coach
Coach

Dabei seit: 23.06.2005
Beiträge: 27.217


der hunderjährige der aus dem fenster stieg und verschwand!

Bin grad bei der Hälfte und werde köstlich unterhalten fish love
Neuer Beitrag 02.09.2012 16:33 Beiträge von Tiltberger suchen Nimm Tiltberger in deine Freundesliste auf
cruz
Bronze
Bronze

Dabei seit: 17.12.2006
Beiträge: 1.226


"Das Leben ist in dem Sinne Scheiße, als dass du nur halb besoffen an einem Mittwoch von einem
Kinoabend mit Arbeitskollegen nach Hause kommst, weil dein rationaler Verstand bzw. dein Projektleiter es Dir
gesagt hat.
Zumindest gibt es noch als Entschädigung dafür einen Lamacun und ein Pilsener vom nächsten Dönerladen
den du gefunden hast.
Und wenn Charles Bukowski schreibt, er hätte jeden Abend zu seiner Zeit als Postangestellter 5 Halbe getrunken,
wirkt das nahezu lächerlich im Vergleich zu deinem durchschnittlichen Alkoholkonsum.
Und wenn du dann halbwegs satt, leicht narkotisiert im Bett liegst, nachdem du deine letzte Zigarette
geraucht hast, fühlst du dich schon fast überlegen, wenn du an einige Arbeitskollegen denkst,
die noch den Sinn des Lebens in einer durchzechten Nacht finden wollen und sich dann
am nächsten Tag wundern warum sie so schrecklich müde sind."

Ich liebe diesen Typen... fesselt mich irgendwie schon nach den ersten Zeilen.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von cruz: 05.09.2012 23:41.

Neuer Beitrag 05.09.2012 23:19 Beiträge von cruz suchen Nimm cruz in deine Freundesliste auf
Kowalski80
Bronze
Bronze

Dabei seit: 26.04.2007
Beiträge: 4.485


Zitat:
Original von Tiltberger
der hunderjährige der aus dem fenster stieg und verschwand!

Bin grad bei der Hälfte und werde köstlich unterhalten fish love


Vor ein paar Tagen durch und war begeistert. Es gibt Kritiker die sagen, alles etwas zu sehr konstruiert. Aber worum geht es in Büchern? Die Phantasie anzuregen und manchmal auch anzustrengen.

Wenn es dir bis hierher gefallen hat, wird dir auch der Rest gefallen. Ich habe das Lesen am Ende dermaßen gestreckt, weil ich mich fast schon vor dem (zugegebenermaßen kurzen) Loch, nach der letzten Seite gefürchtet habe Augenzwinkern

Kann Dir ganz besonders ans Herz legen "Tschick" von Wolfgang Herrndorf. Bin ich gerade kurz vorm Ende und es ist einfach ein fantastisches Buch.

Danach werde ich nochmal einen Thriller einstreuen und habe mir bereits Blutiges Schweigen von Tim Weaver bestellt.
Neuer Beitrag 11.09.2012 00:12 Beiträge von Kowalski80 suchen Nimm Kowalski80 in deine Freundesliste auf
Tarkon72
Moderator
Moderator

Dabei seit: 24.07.2006
Beiträge: 14.405


Sam Sykies Die Tore zur Unterwelt
Das Buch fängt vielversprechend an, baut aber noch stärker ab. Wahrscheinlich liest es sich recht gut, wenn man es bekifft liest. So war es für mich eine Zumutung.

Dmitry Glukhovsky Metro 2033
Etwas langatmig das Buch. Die Idee ist sehr gut und die Übersetzung liest sich gut. Habe das Buch auf dem Weg zu Arbeit gelesen und da wohl einige gesellschaftliche Kritikpunkte nicht verstanden bzw. überlesen.
Werde mir auf jeden Fall bei meinem nächsten Moskaubesuch die Metrostationen anschauen.
Neuer Beitrag 30.09.2012 07:09 Beiträge von Tarkon72 suchen Nimm Tarkon72 in deine Freundesliste auf
HarryGER
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Dabei seit: 25.12.2007
Beiträge: 3.424


Victor Hugo - Der Glöckner von Notre-Dame

Hat mir sehr gut gefallen, mit all den Bildern von Paris und seinen Bewohnern im 15. Jh, von der Unterwelt über den wankelmütigen Mob, Priester und Inquisitoren, bis hin zu Adel und König.

Interessant fand ich, dass es außer einer Nebenperson keinen einzigen Sympathieträger gibt.

Überraschend war, dass Quasimodo gar nicht die Hauptfigur des Romans ist, heißt ja auch im Original sinnigerweise nur "Notre Dame de Paris".
Und eben, dass es keine Disney-Lovestory ist mit den Guten und den Bösen, sondern dass alle von Schönheit oder Hässlichkeit geblendete, oberflächliche Narren sind.

Nur hintenraus wurde ein bisschen arg fest auf die Tränendrüse gedrückt.

Ansonsten hats mich noch ziemlich stark an Shakespeare erinnert, weil der ja auch gerne seine Tragödien am Ende so gebogen hat, dass nach einem kurzen Glücksmoment doch noch alles durch dumme Zufälle oder Schicksal den Bach runtergeht.
Neuer Beitrag 09.10.2012 21:22 Beiträge von HarryGER suchen Nimm HarryGER in deine Freundesliste auf
soschautsaus
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Dabei seit: 14.03.2008
Beiträge: 201


Zitat:
"Fritzl, also Fritzl!" rief ich, nachdem mir das gelungen war, auf einmal in ganz anderer Tonart und hieb ihm abschreckend gemein auf die zuckenden Schultern, "Fritz, du bist wirklich unerhört! ...Du bist grandios! ...Du bist noch viel mehr wie Savonarola! ...Du bist wie ein lebendiges Scheißhaus, in dem ein Rilkegedicht drinnen steht! ...Fritzl, ich liebe dich!"


Oscar Maria Graf - Wir sind Gefangene

Ein autobiographisches Buch, welches Grafs Jahre im München der Zeit von 1905 - 1927 beschreibt. Andere Schauplätze sind die Künstler- und Reformer-Kolonie Monte Verità im Tessin, Berlin,
Der Starnberger See
"So zum Beispiel habe ich als Knabe eine Zeitlang bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit den Spruch aus mir heraus gestöhnt: "Ach, vierzigtausend Mark, das wär' jetzt ein Geld!" und bekam darob von meinem Vater, der mich fast nie schlug, einmal heftige Ohrfeigen."

und die Ostfront des Ersten Weltkriegs.
"An einer Ecke pißten wir. Auf einmal schrie Dreier davonstürzend und Römer mitziehend: "Mensch, der Major und der Leutnant! Graf saus!"Ich zuckte zusammen. Die beiden Offiziere standen schon da. Ich machte, ohne mich vorher in Ordnung gebracht zu haben, erschreckt und verwirrt eine Kehrtbewegung und stand stramm da. Die beiden Offiziere starrten wortlos auf mich und schüttelten bloß die Köpfe. "Der Mann ist doch nicht normal", sagte der Major und der Leutnant kläffte: "Schauen Sie, daß Sie nach Hause kommen, Sie Trottel!"

Gerade im Herbst hole ich dieses Buch immer mal wieder gerne raus, da es sich entgegen dem melancholisch-existenziell anmutenden Titel, um ein Werk handelt, welches durchaus in der Lage ist, für eine positive Grundstimmung zu sorgen.

Besonderes:
-geschichtlich so akkurat, dass es sich auch bei Geisteswissenschaftlern größter Beliebtheit erfreut
-Inoffizielle Bibel der Münchner Lumpen-Bohème
-Adolf H. - der zu diesem Zeitpunkt in der Osteria-Bavaria (heutige Osteria-Italiana) nichts mehr angeschrieben bekommt - muss im Schellingsalon Oscar Maria Grafs Rechnung mitzahlen, nachdem dieser seine unaufgefordert dargebotenen Ansichten als nicht sehr erhellend empfunden hat.
-Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lehnte der Schriftsteller eine Rückkehr in die alte Heimat ab: Graf war angewidert von der Tatsache, dass viele Menschen, die dem Nazi-Regime gedient hatten, sich auch in der bundesrepublikanischen Demokratie auf hohen Posten wiederfanden. Solche Standhaftigkeit förderte in der damaligen Bundesrepublik nicht gerade das künstlerische Renommée. Nach Grafs Tod förderte sie vielmehr sein Verschwinden aus dem kollektiven Gedächtnis der Literaturszene.
http://www.rezensionen.ch/buchbesprechun...

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von soschautsaus: 10.10.2012 12:20.

Neuer Beitrag 10.10.2012 11:26 Beiträge von soschautsaus suchen Nimm soschautsaus in deine Freundesliste auf
HarryGER
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Dabei seit: 25.12.2007
Beiträge: 3.424


Kafka - Der Prozess

Man mag mich einen Banausen nennen, aber Kafka ist mir einfach zu abstrakt.
Das Buch ist wie ein wirrer Traum, in dem sich ständig unlogische Orte und Menschen auftun und am Ende wachst du vor der Auflösung auf und kannst nur noch grübeln, ob der Traum irgendeinen Sinn hatte.

Hab zusätzlich zu meinen eigenen Gedanken noch ein paar interessante Interpretationstexte gefunden, aber ich muss einfach zugeben, dass das Lesen ein ziemlicher Kampf war.

Hatte mir noch "Das Schloss" dazu gekauft, aber das wurde jetzt erstmal weggelegt.
Neuer Beitrag 29.10.2012 11:43 Beiträge von HarryGER suchen Nimm HarryGER in deine Freundesliste auf
Guillaume
Diamant
Diamant

Dabei seit: 20.01.2006
Beiträge: 11.509


Jep. Wenn du den Prozess nichts abgewinnen kannst, dann lass erstmal das Schloss schön liegen.

Allgemein würde ich eher so vorgehen.

Die Verwandlung lesen. Dann die andere kurzgeschichten. Dann Amerika. Dann der Prozess. Dann erstmal Kafka liegen lassen, und warten bis der Prozeß dich ins Gedächtnis zurückkommt, und der Bedarf ihn nochmal zu lesen sich breitmacht (war bei mir zumindest so, obwohl ich beim ersten durchlesen ziemlich ratlos geblieben war (ich war aber noch zu jung glaube ich). Und ich fand den beim zweiten mal genial). Nochmal lesen und geniessen. Und dann erst das Schloß.
Neuer Beitrag 29.10.2012 11:54 Beiträge von Guillaume suchen Nimm Guillaume in deine Freundesliste auf
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