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Glossar

Chris Moneymaker (English)

Name: Chris Moneymaker
Geburtstag: 21. November 1975 (Atlanta, Georgia)
Wohnort: Farragut, Tennessee
Turniergewinne: $2.800.000
WSOP Bracelets: 1

Es dreht sich zwar nicht alles im Leben um Geld, aber das Zählen der Zahlen bestimmt unsere Gegenwart - Statistiken sind etwas Feines! Genau das muss sich Chris Moneymaker als gelernter Buchhalter auch gedacht haben, als er die Pokerregeln erlernte, die sein Leben verändern sollten. Nicht nur, dass er mittlerweile als Pokerprofi seine Brötchen verdient - nein, er kann auf einen akademischen Abschluss verweisen: den "Master of Accounting" (Rechnungswesen), den er an der "University of Tennessee" erhielt.

Geboren am 21. November 1975, befindet sich der knapp über 30-Jährige in einem Alter, in dem die meisten Sportler eher an das Karriereende denken und sich auf das zweite Standbein vorbereiten müssen. Das ist aber bei den Spielern der früheren Randsportarten, wie Schach, Backgammon oder Poker, nicht unbedingt der Fall, da selbige dank der Internettechnologien ständig neue Anhänger gewinnen.

Doch bevor er seinen Job kündigen konnte und den für viele Pokerspieler erhofften Traum vom Berufsspieler leben konnte, musste er etwas Außergewöhnliches erreichen, was ihm 2003 auch gelungen ist: der Gewinn der "World Series of Poker" (WSOP). Dabei konnte er sich nur über das Online-Poker Wissen und Können aneignen, da der nächste Card Room über 4 Autostunden von seinem Wohnort entfernt war. So kam es, dass er sich via PokerStars über ein Satellite-Turnier mit einem Buy-In von 39 Dollar für den Main-Event der "World Series of Poker" qualifizieren konnte und die Geschichte seines Nachnamens, der kein Künstlername ist, seinen Lauf nahm. Das Startgeld für das Turnier war gut angelegt! Nachdem auch die Schwierigkeiten, wie die Finanzierung des Flugtickets bzw. der Hotelübernachtungen in Las Vegas überwunden waren, konnte er in seinem ersten Live-Turnier (!) einem denkwürdigen Heads-up gegen Sam Farha die Bilanz seines Lebens machen und gewann 2,5 Millionen Dollar.

Die Dramatik im Finale war auch kaum zu überbieten, da Chris Moneymaker nur mit einem König als höchster Karte auf dem River All-In ging und Farha zum Folden seines Neuner-Pärchen zwang. Moneymaker gewann schließlich das Turnier, als er mit 5 4 die Hand J 10 von Farha auf einem Tisch mit J 5 4 8 5 besiegte, wodurch Moneymaker mit einem Full House sein Bracelet sicherte.

Mittlerweile reist er als Repräsentant und Profi-Spieler von Poker Stars durch die Turnierarenen der Welt und konnte auch bei der World Poker Tour Shooting Stars mit dem Gewinn von 200.000 $ für den zweiten Platz sehr zufrieden sein. Als Sprecher von Harrah's Entertainment, dem Veranstalter, der auch die jährliche World Series of Poker veranstaltet und Autor der Autobiographie "Moneymaker: How an Amateur Poker Player Turned $40 into $2.5 Million at the World Series of Poker" hat er weiteren Bekanntheitsgrad erlangt, sodass ihm schweißgebadete Nächte wegen Lücken in den Bilanzen in seinem erlernten Beruf als Buchhalter für den Rest des Lebens erspart bleiben dürften.

Erfolge
Jahr Turnier - Einsatz Platzierung Gewinn
2003 WSOP Main Event - $10.000 1. $2.500.000
2004 WPT Championship - $5.000 2. $200.000
2004 WSOP Pot Limit Omaha - $5.000 10. $21.000
2004 WPT Poker Classic - $6.000 18. $13.000
2006 WSOP Limit Hold'em SO $1.500 28. $7.153

 

Man sagt Chris Moneymaker einen amerikanischen Traum nach, der auch für den in den letzten Jahren anhaltenden Pokerboom verantwortlich ist. Die Pokerszene hat viele Legenden - Chris Moneymaker ist eine der ganz großen ...


Autor: Frank Große