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Glossar

Seven Card Stud (English)

Einleitung

Seven Card Stud ist eine im Regelfall nur als Fixed Limit gespielte Pokervariante ohne Gemeinschaftskarten für zwei bis neun Spieler. Jeder von ihnen erhält zu Beginn zwei verdeckte und eine offene Karte, die beiden Holecards und die Doorcard. Im Verlaufe einer Runde werden jedem noch aktiven Spieler sukzessive drei weitere offene und abschließend eine verdeckte Karte geteilt, aus denen er am Showdown die Kombination von fünf besten Karten auswählt, die seine Pokerhand darstellt. Der Spieler mit der besten Pokerhand gewinnt die Runde und den Pot.

Spielablauf (Fixed Limit)

1. Wettrunde
Vor dem Teilen der Karten zahlt jeder Spieler eine Ante, einen Zwangseinsatz, in den Pot. Anschließend erhält jeder zwei verdeckte und eine offene Karte, die beiden Holecards und die Doorcard. Der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte muss die Wettrunde eröffnen und das so genannte Bring-in zahlen, das die Hälfte der Small Bet oder eine ganze Small Bet betragen kann. Haben zwei Spieler eine gleich hohe Doorcard, so entscheidet die Farbe der Karte über den Bring-in in der aufsteigenden Reihenfolge: Kreuz, Karo, Herz, Pik.

Dem schließt sich die erste Wettrunde an, in der die Spieler ausgehend vom Spieler, der den Bring-in gebracht hat, erhöhen, mitgehen oder ihre Karten ablegen können.

2. Wettrunde (4th Street, Turn) bis 4. Wettrunde (6th Street)
Die noch aktiven Spieler erhalten je eine weitere offene Karte geteilt und es schließt sich die nächste Wettrunde an, die von dem Spieler eröffnet wird, dessen offene Karten die derzeit beste Kombination bilden.

5. Wettrunde (7th Street, River)
Die noch aktiven Spieler erhalten zum Abschluss eine weitere verdeckte Karte geteilt und es schließt sich die nächste Wettrunde an, die von dem Spieler eröffnet wird, dessen offene Karten die derzeit beste Kombination bilden. Sind nicht mehr genügend Karten im Deck, um jedem Spieler eine Karte zu geben, wird stattdessen eine einzelne Karte, die Common Card, offen auf den Tisch geteilt, die jeder Spieler seinem Blatt hinzurechnen kann.

Showdown
Jeder noch aktive Spieler wählt aus den sieben ihm gegebenen Karten die bestmögliche Kombination von fünf Karten aus. Der Spieler mit der besten Kombination gewinnt die Runde.

Ablauf einer Wettrunde

Allgemein kann ein Spieler in einer Wettrunde fünf Aktionen durchführen.

Weitergeben/Checken Ein Spieler checkt, wenn er zum nächsten Spieler abgibt
Setzen/Betten Ein Spieler bettet, wenn er einen Einsatz in Form von Geodl oder Chips setzt.
Einen Einsatz mitgehen/Callen Ein Spieler callt, wenn er den Einsatz eines anderen Spielers mitgeht, indem er genau den gesetzten Betrag bezahlt.
Einen Einsatz erhöhen/Raisen Ein Spieler raist, wenn er den Einsatz eines anderen Spielers nicht nur mitgeht, sondern den Einsatz noch einmal erhöht
Seine Hand ablegen/Folden Ein Spieler foldet, wenn er seine Karten ablegt und aus der aktuellen Spielrunde aussteigt.


Hat noch niemand etwas gesetzt, kann ein Spieler weitergeben, ohne etwas zu setzen, oder selbst setzen. Hat ein Spieler etwas gesetzt oder einen Einsatz erhöht, dann können die nachfolgenden Spieler den Einsatz mitgehen, ihre Karten ablegen oder den Einsatz noch einmal erhöhen, sofern das Höchstmaß an möglichen Erhöhungen in einer Wettrunde nicht schon erreicht wurde. Dieses hängt von den jeweiligen Hausregeln ab. Häufig ist es der Fall, dass pro Wettrunde vier Erhöhungen erlaubt sind.

In der ersten Wettrunde beginnt der Spieler mit der niedrigsten Doorcard die Wettrunde, in den nachfolgenden Wettrunden der Spieler mit der höchsten Kombination in seinen offenen Karten. Die Aktion wandert anschließend solange im Uhrzeigersinn um den Tisch, bis alle Spieler entweder ihre Hand abgelegt oder den höchsten in der Wettrunde gebrachten Einsatz bezahlt haben. Ausnahme davon ist, wenn ein Spieler nicht mehr genügend Geld bzw. Chips hat, um den notwendigen Einsatz zu bezahlen. Dieser kann das bezahlen, was er noch übrig hat, und wird dann als All-In behandelt, d.h. er kann, da er kein Geld oder keine Chips mehr hat, nicht mehr am Wettgeschehen teilnehmen, seine Karten bleiben aber dennoch im Spiel und nehmen auf jeden Fall am finalen Showdown teil, wenn die verbliebenen Spieler ihre Karten aufdecken und den Sieger ermitteln.

Seven Card Stud Hi/Lo

Seven Card Stud Hi/Lo ist eine Spielvariante, in der sich der Spieler mit der besten Hand und der Spieler mit der schlechtesten Hand den Pot teilen. Eine so genannte Lo-Hand liegt dann vor, wenn alle Karten kleiner oder gleich 8 sind. Daher nennt man diese Variante auch Seven Card Stud eight or better oder kurz: 7stud8b.

Die Wertigkeit der Karten für eine Lo-Hand sieht wie folgt aus: Ass, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, wobei das Ass die kleinste Karte ist und quasi als Eins zählt. Straights und Flushs spielen keine Rolle und werden ignoriert. Die beste Lo-Hand ist daher 5, 4, 3, 2, Ass. Paare, Drillinge und Vierlinge zählen wiederum nicht für eine Lo-Hand, weshalb beispielsweise 5, 4, 4, A, A nicht als Lo-Hand qualifiziert.

Die Karten der Lo-Hand werden von der 8 her und nicht, wie von Anfängern häufig angenommen, von der kleinsten Karte, dem Ass, her gewertet. So wird beispielsweise die Hand 8, 5, 4, 2, Ass von der Hand 7, 6, 5, 4, 3 geschlagen.

Gibt es keine qualifizierende Lo-Hand, gewinnt der Spieler mit der besten Hi-Hand den gesamten Pot. Im Prinzip kann man sich die Aufteilung des Pots so vorstellen, dass eine Hälfte für die Lo-Hand, das schlechteste Blatt, und eine Hälfte für die Hi-Hand, das beste Blatt, reserviert ist. Gibt es also mehrere gleich starke Hi- oder Lo-Blätter teilen sie sich die jeweilige Hälfte des Pots. Haben beispielsweise zwei Spieler eine gleich starke Hi-Hand und ein dritter Spieler die beste Lo-Hand, so gewinnen die ersten beiden Spieler je 1/4 des Pots und der dritte 1/2 des Pots.



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