Erick Lindgren ist 'Player of the Year'
Erstellt am 08.07.08 10:12 Uhr von
Erick Lindgren setzte sich in der Kategorie des 'Player of the Year' bei der WSOP knapp gegen Barry Greenstein durch. Mit 245 POY-Points lag Lindgren nur 10 Punkte vor seinem Verfolger. Bester Deutscher wurde Jens Vörtmann.
Die Top Ten
Unter den Top Ten für 'Player of the Year-Award' befinden sich in diesem Jahr nur die ganz großen Pokerpros: Ganz vorne auf dem Treppchen stehen Erick Lindgren, Barry Greenstein und Jacobo Fernandez. Das Main Event und das Angestellten-Turnier werden nicht in die POY-Wertung mit einfließen, daher sind die Rankings bereits jetzt entschieden.
Erick Lindgren
Erick Lindgren überzeugte mit fünf Cashes. Er entschied das $5.000 Mixed Hold'em (Limit/No Limit) Turnier (Event 4) für sich. Den letzten Ausschlag gab sein 3. Platz im $50.000 H.O.R.S.E Championship. Außerdem wurde Lindgren Vierter im $5.000 No-Limit 2-7 Draw Lowball w/ReBuys Turnier (Event 18). Seine Turniergewinne bei der diesjährigen WSOP summieren sich auf $1.348.528.J.C. Tran
J.C. Tran cashte sogar sieben Mal und gewann das 49. Event, ein $1.500 NLH-Turnier. Seine Turniergewinne liegen mit $896.392 jedoch ein ganzes Stück hinter Lindgren. Mit 210 POY-Punkten liegt Tran in der Gesamtwertung auf Rang 6.
Barry GreensteinBarry Greenstein befindet im Ranking auf Platz 2. Mit 235 Punkten liegt er nur zehn Punkte hinter Lindgren. Greenstein gewann das $1.500 Seven Card Razz Turnier (Event 26) und cashte fünf weitere Male. Unter anderem wurde er Sechster im $50.000 H.O.R.S.E. Championship.
Jacobo Fernandez
Jacobo Fernandez liegt nur drei Punkte hinter Greenstein. Siebenmal landete der Pro aus Hollywood bei der diesjährigen WSOP im Geld. Auch besetzte er den vierten Platz im $5.000 No Limit Hold'em Turnier (Event 21), einen dritten Platz im $1.500 Pot Limit Omaha W/ReBuys Turnier (Event 34) und einen zweiten Platz im $1.500 Pot Limit Hold'em Turnier (Event 3). Nur für ein Bracelet hat es nicht gereicht. Seine Gesamtgewinne belaufen sich auf $658.100.
John Phan
John Phan war in diesem Jahr der einzige Spieler, der zwei Events gewann: das $3.000 No Limit Hold'em Turnier (Event 29) und das $2.500 2-7 Triple Draw Lowball Limit Turnier (Event 40). Drei weitere Male cashte Phan und gewann so insgesamt $608.464. Mit 220 Punkten liegt er auf Rang 4.
David Benyamine
Auf dem fünften Platz liegt David Benyamine: Er ist punktegleich mit Phan, cashte fünf Mal, aber verbuchte „nur“ einen Sieg. Benyamine gewann das $10.000 Omaha Hi-Low Split-8 or Better Championship (Event 37). Im $5.000 Pot Limit Omaha W/Rebuys Turnier (Event 28) wurde er Dritter. Beim $5.000 No Limit 2-7 Draw Lowball w/ReBuys Turnier (Event 18) erreichte er den siebten Platz. Insgesamt fuhr der Franzose eine Gewinnsumme von $941.651 ein.
Auch topplatziert
Außerdem in den Topplatzierungen waren Farzad Rouhani (195 Punkte) auf Rang 7, Daniel Negreanu (190) auf Platz 8, Chris Ferguson (165) auf Rang 9 und David Singer (165) auf Position 10.
Blair und Grant Hinkle: Erstes Bracelet
Dem Bruderpaar gelang das bisher Einmalige. Sie gewannen beide bei der diesjährigen Series ihr erstes Bracelet. Bisher ist dies nur zwei Brüdern, Puggy und JC Pearson gelungen. Damals allerdings mit 21 Jahren Zeitunterschied (1973 und 1994). Blair Hinkle gewann das $2.000 No-Limit Hold'em Turnier (Event 23). Sein Bruder entschied das $1.500 No-Limit Hold'em (Event 2) für sich, in diesem Turnier wurde dieses Jahr auch der Teilnehmerrekord für ein Nicht-Main Event gebrochen. 3.929 Spieler quetschten sich in den Amazon Room im Rio.
Jens Vörtmann bester Deutscher
Jens Vörtmann machte mit seinem Sieg im $3.000 H.O.R.S.E Turnier (Event 22) und einem 19. Platz im $1.500 H.O.R.S.E. Turnier (Event 51) auf sich aufmerksam. Seine Turniergewinne akkumulieren sich auf $304.939. Mit 110 Punkten liegt auf Platz 50 und ist damit der beste Deutscher der Wertung.Sebastian Ruthenberg
Sebastian Ruthenberg (105 Punkte) und Martin Kläser (100) Punkte liegen dicht hinter ihrem Landsmann. Ruthenberg gewann das $5.000 Seven Card Stud Hi-Low Split-8 or Better Championship (Event 33). Er besiegte im Heads-up niemand Geringeren als Chris Ferguson - der in der Wertung immerhin auf Platz 9 liegt. Sebastian kommt bei der Series auf Turniergewinne im Wert von $333.411. Martin Kläser und Jan von Halle
Martin Kläser gewann das $1.500 Pot Limit Omaha Hi-low Split-8 or Better Turnier (Event 43). Seine Gewinne belaufen sich auf $216.249.
Jan von Halle erspielte 85 Punkte und cashte vier Mal. Im $2.000 Pot Limit Hold'em Turnier (Event 38) wurde er Vierter.
Prominente Nachbarschaft
Die vier Deutschen befinden sich im Ranking damit in sehr guter Gesellschaft: Ähnlich platziert sind Phil Hellmuth (105 Punkte), John Juanda (105), Kenny Tran (105), Dario Minieri (100), Blair Hinkle (100) und Grant Hinkle (100), David Sklansky (80), Johnny Chan (75), Phil Ivey (60), Markus Golser (55), Sam Farha (55) und Patrik Antonius (50).

