02.08.12

Daily Rewind: PokerStars-Memo, Burtnick verhaftet, Greensteins Schulden

Im heutigen Daily Rewind werfen wir einen Blick auf ein internes PokerStars-Memo, beobachten einen weiteren Coup des Department of Justice und erfahren Neues über Barry Greensteins Vorhaben, seine Schulden zu bezahlen.

Der Daily Rewind ist eure Anlaufstelle für eine kurze und knackige Zusammenfassung des Pokertages. Hier findet ihr einen bunten Nachrichtenteller mit News und all den Dingen, die sonst noch passiert sind. Heute haben wir folgende Themen für euch:

Jubel bei PokerStars

PokerStars
 
Ein jüngst durchgesickertes internes Memo enthüllt Reaktionen und Gedanken zur Übernahme von Full Tilt.

Der Erwerb von Full Tilt wird als "einzigartige und aufregende Möglichkeit" gefeiert, eine "noch gößere und stärkere" Onlinepoker-Plattform aufzubauen, so Mark Scheinberg von PokerStars.

Dem EGR Magazine zufolge ist die Stimmung unter den PokerStars-Mitarbeitern geprägt von Jubel und Dankbarkeit.

Das Memo enthält noch weitere Reaktionen auf den Erwerb von Full Tilt, so zum Beispiel folgende:

“Glückwunsch PokerStars! Wieder einmal stolz darauf, für den Branchenführer zu arbeiten!" und "Einfach fantastisch, an solch einem bedeutsamen Tag Teil dieses großartigen Unternehmens zu sein. Klasse Arbeit PokerStars!"

Zwar glaubt Scheinberg, dass die richtig harte Arbeit jetzt erst noch bevorsteht, sollte diese aber gut erledigt werden, so böten sich einige "Chancen auf Wachstum und Expansion".

Tatsächlich befindet sich die Poker-Community momentan in einem Zustand der Begeisterung und die Spieler schauen nun in die Zukunft und warten nur auf den endgültgen Re-Launch der Seite.

Weiterer Zahlungsdienstleister verhaftet

Während PokerStars in den letzten Tagen die Rolle des weißen Ritters der Pokerwelt eingenommen hat, schwingen die dunklen Ritter vom DOJ weiterhin die Sense.

Vor lauter Schlagzeilen über die Übernahme von Full Tilt, gingen die Nachrichten über Nelson Burtnicks Verhaftung dabei fast unter. Burtnick ist einer der elf Angeklagten im Zuge der Ereignisse des Black Friday.

Der ehemalige Leiter der Zahlungsabwicklung für Full Tillt und PokerStars stellte sich am Dienstag den Behörden am Flughafen Newark.

Auf die Anklage, ein illegales Onlinepoker-Geschäft zu führen, erklärte sich Burtnick für nicht schuldig und wurde gegen einen Kaution von $500.000 wieder auf freien Fuß gesetzt.

Zusammen mit Bradley Franzen, Chad Elie und Ryan Lang wartet Burtnick nun auf das Urteil der US-Regierung zu ihrer Beteiligung im Fall des großangelegten Bankenbetrugs.

Barry will Schulden begleichen

greenstein
Barry ist bereit, das Geld auszuhändigen
Die Schulden einiger bekannter Pros bei Full Tilt zogen in der Folge der Schließung des Unternehmens das Interesse der Community auf sich.

Zu den Schuldnern gehören neben anderen Phil Ivey, Mike Matusow und Barry Greenstein, jedoch gab es bisher auch keinen Gläubiger.

Mit dem Bekanntwerden des neuen Eigentümers richten sich die Diskussionen in den Foren nun auf die Frage, wann sie ihre Schulden zurückzahlen.

Ein Spieler, der immer offen mit der Situation umgegangen ist, ist Barry Greenstein.

In einem kürzlich veröffentlichten Posting bekräftigte der PokerStars-Pro seine Absicht, die Schuld zu begleichen, und fragt sich weiterhin, wer seinem Beispiel folgen wird:

Wer auch immer Full Tilt besitzen würde, ich hatte immer vor, zu bezahlen (Nicht was die Tapie-Gruppe versucht hat, die nur das Kapital, aber nicht die Schulden besitzen wollte). Nun, da klar ist, dass Full Tilt in ein absehbarer Zeit zu PokerStars gehören wird, weiß ich endlich, wen ich bezahlen muss. Ich bin neugierig, ob sie noch von Anderen etwas sehen wollen".

High Stakes Ecke

Ein großer Tag am virtuellen Filz brachte dank einiger Action beim $200/$400 PLO einige noch größere Gewinner hervor.

Die Aussicht, ihre Bankrolls bei Full Tilt zurückzuerhalten, stachelte Joeri "L0ve2playU" van der Sman und Daniel ' junglemandan' Cates womöglich an, ihr Spiel zu öffnen und große Gewinne zu vermelden.

Mit einem Gewinn von $468.143 hatte van der Sman die Nase am Tisch vorn, während Cates nach einer starken Session gegen "wilhasha" $249.534 einsacken konnte.

cates
Ein guter Tag für Cates

"wilhasha" beendete den Tag dann tatsächlich als größter Verlierer (-$226.401), dicht gefolgt von "10IsTheYear" mit einem Verlust von $224.838 in nur 128 Händen.

Daily Sign-Off

Als Barry Greenstein die Rechnung von PokerStars über seine Schulden bei Full Tilt erhalten hat, mag er sich wohl dasselbe gedacht haben, wie nach dieser Hand gegen Tom 'durrrr' Dwan: "Math is idiotic."