18.01.12

Die Top 5 TV-Pokerhände

Kurz vor Erscheinen unseres Interviews mit dem legendären TV-Pokerkommentator Jesse May am Ende der Woche, blicken wir auf die fünf besten TV-Hände der Pokergeschichte zurück.

5. Gus Hansen vs. Daniel Negreanu

Nach der Ausstrahlung dieser Hand im Jahr 2006 gab es zwar etliche größere Pötte, doch die Auseinandersetzung zwischen Gus Hansen und Daniel Negreanu gehört immer noch zu den spannendsten der Pokergeschichte. Damals war der Pot der beiden Pokerprofis der größte, der jemals im TV ausgestrahlt wurde - er betrug satte $575.700. Außerdem wurde durch diese Hand das Ausstrahlen von Cash Game-Pokersendungen im Fernsehen immer beliebter.

Negreanu hat bei High Stakes Poker bereits dreimal gegen Quads verloren, doch die folgende Hand ist und bleibt dabei ein Highlight:



4. Tony G vs. Ralph Perry

Die Hand selbst spielt in diesem Duell zwischen Tony G und Ralph Perry eine untergeordnete Rolle, der Litauer konnte sich am Ende mit A-2 gegen K-J durchsetzen. Viel spannender ist die Unterhaltung beziehungsweise der Monolog von Tony G. Die Hand war die Geburtsstunde von solch bekannten Sätzen wie "Bring more Russians!", "Feel the Power!" oder "On your Bike!":



3. Chris Moneymaker vs. Sam Farha

Vermutlich jeder Pokerspieler kann sich noch an diesen besonderen Moment des WSOP Main Events 2003 erinnern: Der Amateur Chris Moneymaker setzte sich am Ende gegen Pokerprofi Sam Farha durch und konnte sich über $2,5 Millionen freuen. Doch die letzte Hand war nicht einmal die spektakulärste - es ist die Hand zuvor, die es in unsere Top 5 geschafft hat.

Moneymaker verpasst seinen Flush- und seinen Straight Draw und blufft auf dem River, in dem er alle Chips in die Mitte schiebt. Farha überlegt sehr lange mit Top Pair, kann sich aber nicht zum Call durchringen.

"You must have missed your flush huh?" - Ob der Pokerboom ausgelöst worden wäre, wenn Farha gecallt hätte?



2. Tom Dwan vs. Barry Greenstein vs. Peter Eastgate

Diese Hand gehört zu den meist diskutierten in der Geschichte von High Stakes Poker - und das, obwohl es weder einen Bad Beat, einen krassen Call noch einen riesigen Pot gab. Die Szene ist ein gutes Beispiel dafür, wie man eine Hand effektiv spielen kann. Tom Dwan gelingt es mit der schlechtesten Hand, Peter Eastgate mit Trips und Barry Greenstein mit Assen aus dem Pot zu drängen.

Wir wollen nur noch einmal erwähnen, dass Eastgate 2008 das WSOP Main Event gewann und Greenstein drei Bracelets besitzt.



1. Hellmuth verliert dreimal gegen den Loose Cannon-Qualifikanten

Auf den bisherigen Platzierungen sahen wir riesige Pötte, spektakuläre Moves und wüste Beschimpfungen - die folgende Hand ist einfach nur amüsant. Sollte es wirklich Poker-Götter geben, dann haben sie sich in dieser Hand vereint und gegen Phil Hellmuth verschworen.

Der elffache Braceletsieger muss nach einem kleinen Slowroll mit Trips gegen die Kings des Loose Cannon-Qualifikanten ran...



von Barry Carter