29.06.12
Die schönsten WSOP-Momente: Die Entwicklung der World Series of Poker
Kaum eine Turnierserie hat eine solche Entwicklung hinter sich wie die WSOP: Während am ersten Main Event noch sieben Spieler teilnahmen, sind heute allein bei den Side-Events mehrere tausend Teilnehmer dabei. Wir schauen zurück auf die Anfänge und die Entwicklung der WSOP!
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| Binion's Horseshoe |
Als Trophäe gab es für ihn einen Silberpokal, Bracelets wurden bei der WSOP erst sechs Jahre später eingeführt.
Moss konnte sich auch im nächsten Jahr den Titel sichern - dieses Mal wurde die WSOP aber ganz normal ausgetragen, also ohne Wahl des Siegers. Sechs Spieler hatten sich 1971 angemeldet, Johnny Moss erhielt als Belohnung $30.000.
In den kommenden Jahren stieg die Popularität der damals noch weitgehend unbekannten Weltmeisterschaft: 1979 waren es bereits mehr als 50 Teilnehmer, im Jahr 1982 durchbrach man die 100er-Marke.
1987: Der Orient-Express rollt los
Im Jahr 1987 begann die Regentschaft des gebürtigen Chinesen Johnny Chan: Er bezwang im Heads-Up Frank Henderson und erhielt $625.000 Preisgeld. Während 1987 noch 152 Spieler an der WSOP teilgenommen hatten, waren es ein Jahr später bereits 167 Teilnehmer.Erneut gewann Chan den Main Event Titel - dieses Mal gegen Erik Seidel. Dass er damals zu den besten Pokerspielern der Welt gehörte, zeigte Chan zwölf Monate später: Auch 1989 erreichte er den Final Table und schaffte es ins Heads-Up.
Sein Kontrahent war der noch junge Phil Hellmuth, der durch Poker bereits mehr als $350.000 gewinnen konnte. Der damalige 24-Jährige zeigte dem zweifachen Main Event-Champion seine Grenzen auf und in der letzten Hand versuchte es Chan mit A-7 gegen die Pocket-Neuner von Hellmuth...
Stu Ungar gewinnt das Main Event 1997
Auch in den kommenden Jahren kletterten die Teilnehmerzahlen konstant nach oben: 1991 nahmen 215 Spieler am Main Event teil, im Jahr 1994 waren es 268 und beim Sieg von Huck Seed im Jahr 1996 wurden 295 Teilnehmer gezählt.1997 erreichte die WSOP die 300er-Marke, insgesamt 312 Spieler legten das Main Event Buy-In in Höhe von $10.000 auf den Tisch. Bei Side-Events hatten sich damals unter anderem Scotty Nguyen, Dave 'Devilfish' Ulliott, Phil Hellmuth, Johnny Chan und der Deutsche Matthias Rohnacher Bracelets gesichert.
Um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, fand das Main Event zum ersten Mal unter freiem Himmel auf der Fremont Street statt. Weitere Popularität erlangte Poker durch das Comeback des zweifachen Main Event Champions Stu Ungar.
"The Kid" fiel in den Jahren zuvor vor allem durch Drogenexzesse und seiner Schwäche für Sportwetten und Pferderennen auf. Um am Main Event teilzunehmen, lieh er sich das Buy-In von Billy Baxter - und sicherte sich am Ende den Titel und $1 Million Preisgeld.
Anschließend verspielte Ungar aber das komplette Preisgeld, er starb im im November 1998 an einem Herzinfarkt. Hier gibt es die letzte Hand des Main Events 1997:
Moneymaker löst 2003 den Pokerboom aus
Im Jahr 2000 lockte das Main Event zum ersten Mal mehr als 500 Spieler an, damals gewann Chris Ferguson mit A-9 gegen A-Q von T.J. Cloutier. In den nächsten Jahren sicherten sich Carlos Mortensen und Robert Varkonyi das goldene Armband.2003 folgte das wohl einschneidendste Erlebnis der Pokerwelt: Mit Chris Moneymaker gewann ein Amateur das Main Event, der sich mithilfe eines Satellites bei PokerStars das Startgeld erspielt hatte. Auf seinem Weg zum Titel warf der Buchhalter unter anderem Johnny Chan und Phil Ivey aus dem Turnier.
Am Ende spielten Moneymaker und Sam Farha um den Sieg im Main Event und $2,5 Millionen Preisgeld - es war das klassische Duell David gegen Goliath. Doch der Amateur überzeugte mit einer starken Leistung und zeigte einen Bluff, der ihm einen großen Pot und viel Respekt einbrachte...
Anschließend war Moneymaker nicht mehr zu stoppen und er bezwang Farha: Das Pokermärchen war für den völlig unbekannten Amateurspieler wahrgeworden. Dieser Triumph wurde natürlich direkt von der Presse aufgegriffen, Poker wurde dadurch immer bekannter und beliebter - und die Erfolgsgeschichte der WSOP setzte sich fort.
2006 wird zum Rekordjahr: 8.773 Main Event Teilnehmer
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| Das Rio in Las Vegas |
2004 hatte das Binion’s Horseshoe Casino ausgedient - nach 34 Jahren. Harrah’s Entertainment erwarb das Casino und die WSOP-Rechte, um anschließend das Rio All Suite Hotel and Casino zum neuen Austragungsort zu krönen.
2005 kehrte man aber noch einmal ins Binion's zurück, um zum 35-jährigen Jubiläum den Final Table des Main Events auszutragen. Spätestens jetzt war die WSOP weltbekannt und im kommenden Jahr wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt.
Im Jahr 2006 strömten die Spieler nur so an die Tische, die 8.773 Teilnehmer generierten einen Preispool in Höhe von $82.512.162. Der Sieger sollte $12 Millionen bekommen.
Durchsetzen konnte sich Jamie Gold, der anschließend vor allem durch Gerichtsprozesse mit seinem Sponsor Bodog auffiel. Auch wenn nie geklärt wurde, wie das gewonnene Preisgeld letztendlich verteilt wurde: Gold steht durch diesen Turniersieg immer noch auf Platz 7 der All Time Money List.
Die November Nine werden eingeführt
Auch wenn die Teilnehmerzahlen von 2006 anschließend nicht mehr erreicht wurden, hat sich die WSOP zu einem jährlichen Großereignis entwickelt. Tausende von Spielern pilgern im Sommer nach Las Vegas, um bei dieser prestigeträchtigen Turnierserie dabei zu sein.Die Verantwortlichen sind trotz dieses Erfolgs weiterhin bemüht, die WSOP attraktiver zu machen: 2008 wurde der Final Table zum ersten Mal vier Monate nach Beginn des Main Events ausgetragen. Die Organisatoren wollten erreichen, dass die Finalisten bis November eine höhere Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bekommen.
Auch wenn sich sicherlich über Sinn und Unsinn dieser Regelung streiten lässt, ist diese Unterbrechung vor allem für ESPN eine gute Sache: Der US-amerikanische TV-Sender erzielt dadurch jedes Mal im November starke Quoten.
Das erste Main Event seit Einführung der November Nine konnte der Däne Peter Eastgaste für sich entscheiden, anschließend gewannen Joe Cada und Jonathan Duhamel. 2011 war dann das Jahr von Pius Heinz - der PokerStratege setzte sich gegen 6.864 Spieler durch und schnappte sich das Bracelet:
von
Tobias 'Tooobi123' Frey




#1
Kasperkopf, 29.06.12 12:00
schöner Bericht, btw, fürst#2
28111981, 29.06.12 13:06
ich wette dass das phil ivey war mit einer pius-heinz-maske#3
toto200, 29.06.12 13:30
ihr seid spezialisten...moneymaker war buchhalter, nicht buchmacher. es gibt jobs, bei denen verhungert man, wenn man so arbeitet, wie die news-redaktion von ps.de#4
myCQRE, 29.06.12 13:52
nanananananaaaaaaaaaaaa Pius Pius Heinz, Pius Heinz Pius Pius Heinz#5
Didelidi, 29.06.12 14:59
"Während 1987 noch 152 Spieler an der WSOP teilgenommen hatten, waren es ein Jahr später bereits 167 Teilnehmer."Uiuiui. :O
#6
Zugwat, 29.06.12 17:24
Binions ist nuts