14.01.12
Dominik 'Korn' Kofert: Der verborgene Wert der Winning Player
In Dominik 'Korn' Koferts neuester Kolumne erklärt der CEO von PokerStrategy.com im Detail, warum Winning Player ein wesentlicher Bestandteil des Pokermarktes sind und erläutert, warum sie unverzichtbar für ein profitables Pokersystem sind.
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Dominik Korn Kofert |
Als Gründe habe ich angeführt, dass Poker zum einen nicht als Spiel gelten sollte, bei dem Gewinner nicht willkommen sind. Zum anderen sorgen Winning Player dafür, dass die Anbieter mehr Geld erwirtschaften können.
Neben der Tatsache, dass sie für ständige Action an den Tischen sorgen, sind sie im Vergleich zu Freizeitspielern besser in der Lage, Einzahlungen in Rake umzuwandeln.
Im Anschluss an meine Kolumne wurde in den darauf folgenden Diskussionen, vor allem in den TwoPlusTwo-Foren, besonders die letzte Aussage infrage gestellt.
Um zu zeigen, dass diese Aussage korrekt ist, möchte ich in diesem Artikel detaillierter erklären, inwieweit eine geringere Anzahl von starken Spielern dafür sorgen würde, dass ein Pokeranbieter pro eingezahlten Dollar weniger Geld erwirtschaftet.
Dies zu veranschaulichen, ist aus zweierlei Gründen äußerst wichtig:
• Den meisten Anbietern ist der wahre Wert eines Winning Players nicht bewusst. Aufgrund dessen treffen diese Anbieter falsche geschäftspolitische Entscheidungen, indem sie die den Wert ihrer Spieler nicht anhand des von ihnen generierten Rakes sondern anhand der Höhe ihrer Verluste bestimmen.
• In Diskussionen mit Anbietern brauchen Pokerspieler Argumente, die nicht mühelos abgewiesen werden können, indem man sie als puren Eigennutz abtut.
Verschiedene Sichtweisen hinsichtlich des Wertes eines Spielers
Im Wesentlichen sind im Hinblick auf die Wertschöpfung eines Pokerraumes zwei Möglichkeiten zu betrachten. Der Einfachheit halber werde ich in den nachfolgenden Erläuterungen Faktoren wie Bonuskosten, Transaktionsgebühren etc. nicht berücksichtigen. Gehen wir außerdem davon aus, dass die Verteilung des Rakes stets durch das "Weigthed Contributed"-Modell geregelt wird.Die klassische Sichtweise
Value = Rake
Beispiel: Ein Spieler, der $100 Rake generiert und $10 verliert, ist zehnmal mehr wert, als ein Spieler, der nur $10 Rake generiert und $100 verliert.
Die Casino-Sichtweise
Value = Nettoverlust
Beispiel: Ein Spieler, der $100 verliert und $10 Rake generiert, ist zehnmal mehr wert, als ein Spieler, der nur $10 verliert und $100 Rake generiert.
Zusammenhang der zwei Sichtweisen
Geld kann nur auf eine Art seinen Weg in den Kreislauf eines Pokerraumes finden: Es muss von einem Spieler eingezahlt und verloren werden. Auf zwei Wegen kann es einen Pokerraum verlassen: Entweder es wird von einem Spieler gewonnen und anschließend ausgezahlt oder es wird in Rake umgewandelt.
Innerhalb eines Pokerraumes:
Rake = Gewinne – Verluste, d.h. Rake = Nettoverlust
Wenn ein Pokerraum von der klassischen zur Casino-Wertbestimmung übergehen würde, bliebe letztendlich die Gesamtsumme der beigemessenen Werte gleich - man würde sie lediglich anders auf die Spieler verteilen. Die größten Verlierer würden intern, als die wertvollsten Spieler angesehen werden, während man die größten Gewinner, als negativ beurteilen würde.
Beide Sichtweisen können kombiniert werden, indem man die folgende Formel nutzt und für c einen Wert zwischen 0 und 1 wählt:
Rake = Nettoverlust = c*Rake + (1-c)*Nettoverlust
Ein weiterer wichtiger Aspekt, der in dieser Hinsicht eine Rolle spielt, ist das Geld, das schwache Spieler einzahlen und verlieren. In diesem Fall gilt Rake = Bruttoverluste * Umwandlung von Bruttoverlust zu Rake, wobei der Bruttoverlust, die Menge an Geld ist, die Losing Player verlieren (ohne dass man dabei die entsprechenden Profite der Winning Player berücksichtigt, wie es bei der Berechnung des Nettoverlusts der Fall wäre).
Hierbei gilt es zu beachten, dass der Wert "Umwandlung von Bruttoverlust zu Rake" nicht statisch ist. Er wird von den Spielern, die sich an denselben Tischen befinden, beeinflusst. Grundsätzlich kann man sagen: Je geringer der durchschnittliche Skillunterschied zwischen den Spielern, desto höher dieser Wert - je größer der Skillunterschied, desto geringer der Wert.
Dieses Verhältnis hat zur Folge, dass es einem Pokeranbieter nichts bringt, vermehrt Losing Player für seine Plattform zu gewinnen, wenn das zusätzliche verlorene Geld nicht in Rake umgewandelt wird. Ich denke, über diese Kausalität sind sich die meisten Anbieter nicht ausreichend im Klaren.
Der Fehler: Nicht beachten, dass ein Pokerraum ein Ökosystem ist
Pokeranbieter könnten geneigt sein, von der klassischen zur Casino-Sichtweise zu wechseln, weil sie davon ausgehen, dass das Vorhandensein von Freizeitspielern dafür sorgt, dass auch Spieler mit hohem Spielvolumen ihren Weg zum entsprechenden Pokerraum finden. Diese Annahme ist zwar nur teilweise korrekt, aber gehen wir zur Vereinfachung davon aus, dass sie komplett richtig ist.Wenn also ein Pokeranbieter zur Casino-Sichtweise wechselt, wird er dazu neigen, in einer Art und Weise zu agieren, die einen beträchtlichen Teil seiner professionellen Spieler verschreckt.
Nehmen wir der Einfachheit halber an, dass es zwei Kategorien von Spielern gibt: solide Spieler und schwache Spieler. Ein solider Spieler verfolgt eine grundsätzliche Strategie, hat relativ solide Preflop-Stats und kann ein gewisses Maß an Erfahrung vorweisen. Ein schwacher Spieler ist jemand, den manche Leute schlicht und einfach einen Fisch nennen würden.
Nehmen wir nun unter dieser Voraussetzung an, dass 80% der Plätze in einem Pokerraum von soliden Spielern belegt werden und 20% von schwachen Spielern. Gehen wir außerdem von einem vereinfachten Pokermodell aus, bei dem stets nur zwei Spieler eine Hand unter sich ausmachen und alle Spieler mit derselben Wahrscheinlichkeit in eine Hand einsteigen.
Was passiert, wenn die besagten Spielertypen aufeinandertreffen?
Der durchschnittliche Skillunterschied zwischen zwei soliden Spielern - wenn man davon ausgeht, dass es sich um eine große Gruppe von Spielern handelt - ist natürlich nicht gering (sagen wir im Durchschnitt 3BB/100), allerdings ist der durchschnittliche Skillunterschied zwischen einem soliden und einem schwachen Spieler mit Sicherheit deutlich größer (sagen wir in diesem Fall 10BB/100).
Wie sieht es jedoch mit dem durchschnittlichen Skillunterschied zwischen schwachen Spielern aus?
Natürlich fällt dieser kleiner aus als der Unterschied zwischen einem soliden und einem schwachen Spieler, aber er ist auf jeden Fall größer als der Unterschied zwischen zwei soliden Spielern.
Warum? Nun, viele von euch wissen sicherlich aus Erfahrung, dass es sogar zwischen zwei schwachen Spielern immense Skillunterschiede geben kann. Denkt zum Beispiel an jemanden, der Echtgeld-Poker zum ersten Mal in seinem Leben spielt, und jemanden, der zwar schon eine Weile pokert, aber einfach gerne seinen Draws nachjagt und sehr oft dazu neigt, zu gamblen.
Die Konsequenz der verschiedenen Skillunterschiede: Je ähnlicher sich zwei Spieler im Hinblick auf ihren Skill sind, desto mehr Rake produzieren sie in direkten Duellen, denn es dauert länger, bis einer der Spieler seine gesamte Bankroll an den anderen verliert.
Wenn jedoch zwischen zwei Spielern eine große Diskrepanz im Hinblick auf ihren Skill vorliegt, wird der schwächere Spieler schneller seine gesamte Bankroll an seinen Gegner verlieren, folglich wird in solch einem Fall weniger Rake generiert.
Dies hat also stets einen Einfluss auf den Wert "Umwandlung von Bruttoverlust zu Rake". Zur Erinnerung: Der Bruttoverlust ist die Menge an Geld, die Losing Player verlieren, ohne dass Gewinne von Winning Playern abgezogen werden.
Mit den oben angegebenen Daten stellen sich die Konstellationen wie folgt dar:
| Konstellation |
Wahrscheinlichkeit |
Umwandlung von Bruttoverlust zu Rake |
| Solide vs. Solide |
64% | Hoch (3) |
| Solide vs. Schwach |
32% | Niedrig (1) |
| Schwach vs. Schwach |
4% | Mittel (2) |
Geht man von der angegebenen Gewichtung aus (eine weitere Vereinfachung), so erhält man für "Umwandlung von Bruttoverlust zu Rake" einen Gesamtwert von 2,32.
Was würde nun passieren, wenn ein Pokerraum sich hauptsächlich darauf konzentriert, sein Geschäftsmodell für schwache Spieler interessant zu gestalten, sodass 50% der Plätze von diesen Spielern belegt werden?
Die Tabelle würde sich wie folgt ändern:
| Konstellation |
Wahrscheinlichkeit |
Umwandlung von Bruttoverlust zu Rake |
| Solide vs. Solide |
25% | Hoch (3) |
| Solide vs. Schwach |
50% | Niedrig (1) |
| Schwach vs. Schwach |
25% | Mittel (2) |
In diesem Fall erhält man für "Umwandlung von Bruttoverlust zu Rake" einen Gesamtwert von 1,75.
Die erhöhte Fokussierung auf schwache Spieler hat also dazu geführt, dass sich der Wert "Umwandlung von Bruttoverlust zu Rake" deutlich verringert hat. Daher müssten die Einzahlungen der schwachen Spieler beträchtlich steigen, damit die entstandene Differenz ausgeglichen werden kann.
Gleichzeitig profitieren die starken Spieler, die trotz eines auf schwache Spieler ausgerichteten Geschäftsmodells weiterhin bei solch einem Anbieter bleiben, in einem unverhältnismäßigen Ausmaß von der Änderung.
Die Auswirkungen
Die Folge des zuvor Gezeigten ist: Um zu ermitteln, was passieren würde, wenn man zur Casino-Sichtweise übergeht, kann ein Pokerraum die entsprechende Analyse nicht auf Daten basieren, die man in einem Zeitraum gesammelt hat, als man zur Beurteilung des Wertes der Spieler die klassische Sichtweise gewählt hatte.Die Casino-Sichtweise würde die zugrunde liegende Spielerzusammensetzung verändern, was wiederum einen Einfluss auf den Wert "Umwandlung von Bruttoverlust zu Rake" hätte. Angesichts einer Überkompensation des gestiegenen Bruttoverlusts durch die verbliebenen starken Spieler, die nun viel mehr gewinnen, würden sich Rake und Nettoverlust verringern.
Das kann auf einfachem Wege bestätigt werden, indem man die Statistiken der großen Gewinner bei toughen, VIP-freundlichen Seiten mit den Gewinnstatistiken von VIP-unfreundlichen Seiten vergleicht. Wie man an diesem Beispiel erkennt, sollten die Gewinnraten der guten Spieler auf den softeren Seiten weitaus höher sein.
Ich bin überzeugt, dass die in dieser Kolumne erläuterte Kausalität bei Weitem das stärkste Argument ist, um für Unterstützung der Winning Player und VIPs seitens der Pokerräume zu werben, da dies schlichtweg im eigenen Interesse der Anbieter ist.
Wenn man darüber hinaus noch bedenkt, dass Poker darauf angewiesen ist, in erster Linie zu vermitteln, dass das Gewinnen möglich ist und dass Gewinner willkommen sind, erkennt man sehr leicht, dass der momentane Kreuzzug gegen starke Spieler unangebracht ist und auf irrigen Annahmen beruht.
Um Poker voranzubringen, muss man das Spiel für Freizeitspieler und professionelle Spieler zugänglicher und attraktiver gestalten, indem man sein Augenmerk zwar vermehrt auf Freizeitspieler richtet, ohne dies jedoch mit negativen Konsequenzen für professionelle Spieler zu verbinden.
Seid euch gewiss, dass wir unsere Meinung zu diesem Thema den Pokerräumen bereits mitgeteilt haben und weiterhin mitteilen werden - und wir wollen auch jeden Einzelnen von euch dazu ermutigen, dasselbe zu tun.
Angesichts der Tatsache, dass dieser Artikel jede Menge Annahmen und Schlussfolgerungen beinhaltet, werden wir nun ein detailliertes Modell erarbeiten, das auf realen Daten basiert, um die obige Analyse statistisch zu untermauern.
von Dominik
Korn KofertFür weitere Einblicke und Expertisen zur Pokerbranche empfehlen wir euch unseren Confidential Blog.




#1
Pokerprinzl, 14.01.12 11:30
1#2
xEr, 14.01.12 11:34
2#3
derf0s, 14.01.12 11:40
Gab's genau die gleiche news nicht schonmal vor einiger zeit??#4
BurneyGumble, 14.01.12 11:48
Ne ist Ne neue...n1 da merkt man ihm wieder seinen Abschluss an :)
#5
Hareth999, 14.01.12 11:54
@3 meine auch es mal gelesen zu haben, war aber glaub ich ein Forenpost von Korn zum Thema Pokerökologie.#6
RaucheCh1987, 14.01.12 12:03
Sollte einem ja auch der Hausverstand sagen, dass zwei Spieler mit gleichem Skill länger brauchen werden bis einer von beiden broke is und damit halt mehr Hände gespielt werden müssen also mehr Rake produziert. Trotzdem guter Artikel...#7
vvolf69, 14.01.12 12:10
da kämpft jemand hart für sein geschäft. zumindest für das was er als sein geschäft ansieht. zeigt wo für affiliates das geld ist.als spieler ist mir die sichtweise der rooms übrigens lieber, weil sie mir softere games bringt. wenn ich hauptberuflich affiliate wäre, würde ich natürlich auch auf die spieler scheißen und nur auf den umsatz sehen.
#8
PFaceBase, 14.01.12 12:11
Is doch ganz easy: Der "Pokerraum" schnappt sich deine Verluste.Korn schnappt sich deinen Rake.
Room = böse, Korn = gut
Spielst du viel hat Korn dich lieb, verlierst du viel hat der Room dich lieb. Ergo: alle hm mich lieb, jippi!
#9
Furo, 14.01.12 12:15
http://www.youtube.com/watch?v=azTBylhcCxY&feature=youtu.be#10
Mar0, 14.01.12 13:03
Kann mich dem nicht anschliessen für den Raum ist es einfach am besten wenn alle Games soft sind bzw. keiner ne Edge hat.1. Wenn EV bei 50 %, jeder die gleiche Edge besitzt und fast Breakevenplayer ist wird statistisch
am längsten gespielt.
2. Winning Player cashen deutlich öfter aus. Es ist besser das Geld auf alle Spieler zuverteilen als auf einzelne Spieler zu konzentrieren.
#11
basta11, 14.01.12 13:58
und der gef*ckte ist imma der spieler =)#12
Falco35, 14.01.12 14:22
Imo müsste auch endlich irgendetwas unternommen werden um das Bumhunting zu erschweren! Denn dabei wird wohl nicht so viel Rake erzeugt als wenn zwei solide Spieler gegeneinander spielen würden. So wie es atm zB im HU Bereich läuft, ist es klar das die Pokeranbieter sich Sorgen machen. Drölfionnen Heros belegen alle HU Tische und spielen nur weak spots. Ich denke es wurde auch schon oft von einigen Heros hier erwähnt, was man dagegen machen könnte. Man kann bei HU Tischen nur max 2 Tische oppensitten usw.Da sollten die Pokerräume wohl auch ansetzen wenn der erzeugte Rake die wichtigste Einnahmequelle sein sollte!
#13
Evilpet, 14.01.12 14:40
Das Problem, solide Spieler spielen einfach weniger gegeneinander weil sie wissen das sie wenig/kaum edge haben. Ergo, selbst wenn 80% einer Plattform solide Spieler sind werden sie deutlich weniger gegeneinander spielen als gegen Fische.#14
SonnyPeda, 14.01.12 15:06
Meiner meinung nach bullshit. "winningplayer unverzichtbar für ein profitables Pokersystem"... LOLNaja, wenn nur schlechte spieler wären, würden die wohl average breakeven spielen und hätten viel mehr fun am pokern als wenn sie ohnehin zu 99% verlieren nach ein paar sessions. Würde es nicht so viele winningplayer geben, würden fische viel mehr und öfters pokern.
Merkt euch, fische quitten meistens nicht weil sie keine lust mehr haben sondern ganz einfach weil sie broke sind und kein geld mehr haben.
Die argumentation "winningplayer spielen mehr, mehr rake" ist doch vollkommener schwachsinn, weil fische würden auch viel mehr spielen wenn sie nicht immer gleich verlieren würden.
Bin mir ziemlich sicher, dass es für den pokermarkt 100 mal besser wäre wenns keine so starken winningplayer gebe... es würden viel mehr leute viel öfter pokern und rake würde etwa gleich bleiben.
Korn sagt ja dass auch nur, weil es für ihn besser ist. Ist doch logisch. Ps.de handelt so wie fast alle firmen, profit >all und der rest ist nicht so wichtig.
Schaut euch mal ps.de an, leute die rake generieren sind viel lieber gesehen und werden auch im froum nicht so schnell verwarnt usw... aber e klar, immer schön die meinung "jeder soll gleich berechtigt werden" unterstüzten, aber bei dem eigenen unternehmen ists nicht so.
Bin mir ziemlich sicher, wenn korn keine pokerschule sondern einen pokerraum hätte, würde sein artikel einen anderen inhalt haben.
Aber naja, thats business
#16
g3no, 14.01.12 15:33
tststst.. an mb, neteller und CC firmen denkt wieder keiner. das beste sind vielspielende loosing player die täglich eincashen.#19
cjuxx, 14.01.12 16:25
das korn an der produktion von rake interessiert ist, ist ja wohl klar, schliesslich hat er ja auch genug investiert (ca. 5 Mio. Mitglieder mal$ 50 Startkapital sind halt doch
$ 250.000.000), aber in dieser Diskussion ist Korns Gewinn nur ein Nebeneffekt, da für seinen Gewinn erstmal der Pokerroom Gewinn machen muss.
Ich finde der folgende zitierte Absatz bringt's auf den Punkt:
"Um Poker voranzubringen, muss man das Spiel für Freizeitspieler UND professionelle Spieler zugänglicher und attraktiver gestalten, INDEM MAN SEIN AUGENMERK ZWAR VERMEHRT AUF FREIZEITSPIELER RICHTET, OHNE DIES JEDOCH MIT NEGATIVEN KONSEQUENZEN FÜR PROFESSIONELLE SPIELER ZU VERBINDEN".
Ausserdem verstehe ich Korns Argumentation so, dass er vor den negativen Folgen für den Profispieler (und den der das werden möchte) warnt, weil diesen ja das Pokerspielen vermiest wird, und die sich dann anderswo Möglichkeiten suchen werden.
#20
vipman007, 14.01.12 16:32
...das ist keine Ökologie sondern Ökonomie ;)Money Money Money^^
#21
Th0m4sBC, 14.01.12 17:30
Wenn alle Pokerräume mit der Ökologie brechen, wohin sollen die Spieler dann abwandern?Das Problem haben in erster Linie ja irgendwann die 'Pros' aus den teueren Ländern (Schweiz, Deutschland, etc. pp). Der Pro in Brasilien hat ein bisschen weniger Luxus wenn er auf NL200 etwas einbussen hat, aber kann immer noch einen, für sein Land, überdurchschnittlichen Standard halten und wird folgerichtig schön weiter Rake produzieren.
Das Statement mag zwar richtig sein und seine Begründung haben, nur weshalb sollten die grossen Pokeranbieter etwas ändern? Siehe Stars --> riesen Aufruhr zum Jahresauftakt. Ist der Traffic zum erliegen gekommen? Nö.
Wäre es für Stars interessanter gewesen den Rake um 1% zu senken? Kaum.
Niemand greift den Marktführer an, also wird der auch nichts zu seinen (momentanen) ungunsten ändern und es wird keine Verbesserung für die Spieler selbst geben.
Davon abgesehen wird der Mensch jedes Ökosystem zerstören. Das war so, ist so und wird immer so bleiben. Irgendwann ist das Wachstum vorbei und dann geht es nur noch ans melken.
#22
2phil4u, 14.01.12 17:35
Das ganze ist sehr komplex.Wenn ein Gewinnspieler bsp kein Gewinnspieler mehr ist, weil zu viele andere Spieler auch gut sind und er ganz aufhört zu spielen, so fehlt er auch wieder dem Markt.
Insofern ist es auch von mir zu begrüßen Games möglichst soft zu halten, sei es durch Tischreduktion oder durch Tische, die eben die besten ausschliessen. Gibt ja dann andere Tische, oder man muss absteigen.
Wobei ich schon einige bei Pokertableratings gesehen habe, die hier Videos erstellten auf bsp Limit 30/15, dann Loosingplayer wurden und anstatt abzusteigen einfach gar nicht mehr gespielt haben.
#23
NoBoGeR, 14.01.12 17:38
@21 es gibt halt kaum alternativen zu stars, quasi monopolstellung#24
Nani74, 14.01.12 17:41
Dominik, mach doch einfach einen Pokerraum auf, ich denke Du hättest genug KnowHow um da was konkurenzfähiges zu schaffen.#25
LLficfac, 14.01.12 17:42
ist schon okay, wenn man für alle spieler einstehen will. (und es gibt auch noch andere motivationen. man muss ja nicht immer gleich profitgier unterstellen.)schikane am winningplayer bringt einem pokerroom nichts, da er vorrangig interesse am traffic haben müsste. wenn alle spieler gut sind, gewinnt nur noch der poker-raum. wenn ein schlechter spieler dabei ist, muss der pokerraum profit teilen. (von ewig schlechten spielern kann man eh nicht ausgehen)
#26
Th0m4sBC, 14.01.12 18:02
@23 ist mir auch klar. Aber das war ja absehbar. Deshalb habe ich die Frage, was wohl die Auswirkungen sein werden, bereits im Oktober/November letzten Jahres im Pökerokolige-Thread gestellt. Antwort gabs ja keine von PST und die Antwort von Usern war uni solo, dass Stars das bis jetzt ja im Sinne der Kunden macht. Naja... :]#27
muehlenzwick, 14.01.12 18:23
@24: Da würde ich nich spielen, da mit die dort die anzahl an psdlern viel zu hoch wäre. :D#28
g3no, 14.01.12 18:25
hätt ich einen pokerraum würd ich auch lieber 1k freizeitspieler pushen als 50 supernova freaks. auf 1mio gedealte hände verdien ich als betreiber das gleiche und verliere nur unbedeutend an wachstum. korns argumentation geht von einem vakuum aus#29
schwek, 14.01.12 19:01
so wie das Thema vom Chef auf der Agenda steht riechts stark danach das Restriktionen gegen Winner bevorstehen#30
OHMEZzz, 14.01.12 19:11
1. Wie soll so eine Diskriminierung überhaupt aussehen?2. Pokerräume betreiben Werbung, in der man dem potentiellen Spieler verspricht, dass es jeder zum Profi schaffen kann. Wenn ich es schaffe braucht sich also keiner zu beschweren, dann ist es meine Sache wieviel ich verdiene oder verliere.
3. Wenn es keine Winningplayer sondern nur noch Break-even-Grinder gibt, wird früher oder später jeder die motivation und den Spaß verlieren.
Es gibt schließlich dann auch keine Vorbildfunktion mehr, und wenn dieser Punkt keine Rolle spielen würde bräuchte man keine gesponserten Spieler und keine Marionetten-Pro´s, die man zu Werbezwecken einsetzt.
4. Verdienen die Pokerrooms eigentlich nicht genug? Man redet doch immer von Pokerrooms als "Gelddruckmaschinen"?! Vielleicht sollte man manche Betreiber mit körperlicher Arbeit konfrontieren damit die Verhältnismäßigkeiten wieder klar werden.
5. Wenn die jetzigen Winning-Player aus irgendeinem Grund weniger werden oder gar komplett verschwinden, werden die "nächstschlechteren" deren Plätze einnehmen. Es wird also immer Winning-Player geben weil niemals alle Spieler gleich gut sein werden.
Sogar der zweitgrößte fish ist ein Winningplayer, wenn er gegen den größten fish spielt.
6. Hat man als Winningplayer nicht genug Schwierigkeiten sodass man sich gleichzeitig noch um den Profit der Rooms kümmern muss? Ist es soo leicht zu gewinnen dass man sich dafür am Ende noch rechtfertigen muss?
#31
lui69, 14.01.12 19:33
#8<3 ^^
#34
praios, 14.01.12 21:44
macht alles sind go korn :) und sorg dafür das die seiten wieder bischen winning player freundlicher werden#35
sylverm00n, 14.01.12 22:00
#19 du glaubst nicht wirklich, dass PS die $50 springen lässt?! dann müsste es ja das startkapital für alle räume geben. von daher läuft diese "investitionsrechnung" eher ins leere.in der sache glaube ich auch, dass es den rooms am liebsten sein dürfte, nur gleichschwache (oder -starke) spieler zu haben. dann schieben die sich die stacks hin und her, während immer ein entsprechender teil rake hängen bleibt.
bei einem großen gefälle holen sich die starken spieler die stacks von den schwachen. im extremfall casht der starke spieler dann aus und der schwache ist pleite und steigt aus. bleibt für den pokeranbieter nix.
(darum liebe ich ja auch splitpots so, da biste formal halber sieger, hast unterm strich aber trotzdem verloren. so kann man dem rake direkt ins gesicht sehen ;))
#36
FreakinBitch, 14.01.12 23:20
@9 n1 xD#38
Ignitron, 15.01.12 15:32
es braucht keine Winning Player von Heute und Gestern, sie entziehen dem System Geld. Wenn diese weg sind, dann rücken welche nach und es hat wieder winning Player. Es wird nie an Winning Player mangeln. Warum diese also schützen? Warum den Winning Player das Rake Back auch noch in den Rachen stopfen? @ Pokerräume, Gebt das Rake Back den Spielern die Geld in das System pumpen und sie werden länger Geld reinpumpen... IMHO as novice#39
Fingerprint, 15.01.12 16:34
Die klassische SichtweiseValue = Rake
Beispiel: Ein Spieler, der $100 Rake generiert und $10 verliert, ist zehnmal mehr wert, als ein Spieler, der nur $10 Rake generiert und $100 verliert.
Die Casino-Sichtweise
Value = Nettoverlust
Beispiel: Ein Spieler, der $100 verliert und $10 Rake generiert, ist zehnmal mehr wert, als ein Spieler, der nur $10 verliert und $100 Rake generiert.
....
Wie soll ich das denn verstehen? Das Casino verdient doch ausschließlich über Rake also ist die klassische Sichtweise die einzig richtige...sry for noobaments!
Da meine Verluste nicht an den Pokerraum sondern an Villian gehen ist mein Verlust vollkommen irrelevant für den Anbieter!
Ganz einfach gesagt sind Spieler die sehr oft Spielen, am wertvollsten für den Pokerraum. Unabhängig davon ob sie Loosen oder Winnen, hauptsache sie hören nicht auf zu spielen!
Right?
MfG
Print
#40
funkphenomena, 15.01.12 17:50
dem meisten anbietern ist nicht bewusst, dass rakegenerierung den wert eines players ausmacht?hard 2 believe.
#41
caeci, 15.01.12 18:38
Analyse statistisch untermauern,bitte.Da seid Ihr echt auf dem richtigen Weg.
Der Chef hat den Überblick,gut zu wissen...
#42
Taxer77, 15.01.12 21:11
@14 q.e.d. --->Taxer77,
08.12.11 14:08: ehm, keine Antwort mehr?
mal ne enrsthafte frage: wird hier nach gutsherren art gerichtet?
also ich wüsste nicht wieso meine beiträge das dikussionsklima mehr stören würdem bzw sie weniger sinnvoll sein sollten als der von mir oben angeführte.
manche blackies hauen hier dinger raus das ist nicht mehr feierlich... bsp findets zu genüge.
2eirlei maß?
HannesZ,
08.12.11 19:01: Hallo Taxer77,
ja, es macht einen Unterschied aus, ob jemand über 500.000 SPs erspielt oder nicht einmal 200.
Der von dir gemeldete Newskommentar wurde damals auch entfernt.
Viele Grüße
Hannes
Taxer77,
09.12.11 11:55: ok, wieso wird dann argumentiert:
"Solche Beiträge stören das Diskussionsklima und leisten keinen sinnvollen Beitrag."
wenn dasselbe aber bei blackies nicht stört?
Objektivität? Stringent?
desweiteren kamen von mir 2 beiträge die in diese kategorie fallen; von anderen usern (auch NICHT- blackies!!!) 10mal mehr.
HannesZ,
09.12.11 13:24: Hallo Taxer77,
das streitet ja auch niemand ab. Nur die Konsequenzen sind eben unterschiedlich.
Viele Grüße
Hannes