01.02.12

Full Tilt Update: Einigung Ende Februar, Anklage abgewiesen, Fall Ferguson

Heute gab es einige Neuigkeiten zu Full Tilt Poker: Laurent Tapie hat Gerüchten widersprochen, nach denen Chris Ferguson die Übernahme von Full Tilt sabotieren wolle. Außerdem hieß es, dass man das Geschäft bis Ende Februar unter Dach und Fach bringen will. Aus dem Gerichtssaal gibt es ebenfalls Neues zu berichten.

Laurent Tapie: Full Tilt-Übernahme "Ende Februar"

Bernard Tapie
Sieht so der Retter von Full Tilt Poker aus?
Laurent Tapie, Sohn des gleichnamigen Gründers der Groupe Bernard Tapie (GBT), hat Gerüchte zurückgewiesen, Chris Ferguson würde die Übernahme von Full Tilt Poker durch Tapie sabotieren wollen.

Kurz nachdem Gerüchte aufkamen, dass Full Tilt Poker und das US-Justizministerium sich auf die Bedingungen der Ablösungsvereinbarung geeinigt hätten, bestätigte Tapie: "Der Kaufprüfungsprozess ist beinahe abgeschlossen... und wir hoffen, ohne unvorhergesehen Ereignisse, das Geschäft bis Ende Februar abschließen zu können."

Dazu sollte aber gesagt werden, dass sich daraus nicht auf den Zeitpunkt der Rückkehr von Full Tilt Poker schließen lässt, da es sich nur um die rechtliche Übernahme des Unternehmens durch die GBT handelt.

Chris Ferguson mischt sich nicht ein, Fall abgeschlossen?

Chris Ferguson
Chris Ferguson mischt sich nicht in die
GBT-Übernahme ein und könnte seinen
Fall mit dem Justizministerium bald
abschließen
In einem Artikel von iGamingFrance widersprach Tapie Gerüchten über eine Einmischung von Chris Ferguson, der bereit gewesen wäre, den möglichen Geschäftsabschluss zu torpedieren:

"Das entspricht nicht der Wahrheit", sagte Tapie. "Chris Ferguson steht dem unmittelbar bevorstehenden Abschluss einer Übernahmeerklärung nicht im Wege. Selbst wenn er es wollte, wäre dies aufgrund der bereits erfolgten Bestätigung der Erklärung nicht möglich."

Chris Ferguson geriet kürzlich unter Druck als Subject: Poker berichtete, er habe rund $60 Millionen seiner Full Tilt-Zahlungen auf mehrere seiner Bankkonten umgeleitet.
Tapies Aussagen zufolge war dies allerdings nicht der Fall.

Für Ferguson gab es noch weitere positive Nachrichten: seinem Anwalt Ian Imrich zufolge hatte Ferguson "sehr positive Gespräche" mit dem Justizministerium und sieht dem Abschluss seines Verfahrens noch im Frühjahr 2012 entgegen.

Todd Terrys Klage gegen Full Tilt Poker abgewiesen

Des Weiteren wurde die vom Anwalt und Pokerprofi Todd Terry gegen Full Tilt Poker angestrengte Sammelklage abgewiesen. In der Klage, die neben Ferguson, Howard Lederer, Ray Bitar und Phil Ivey auch neun andere mit Full Tilt Poker verbundene Unternehmen betraf, wurden heute viele Vorwürfe zurückgewiesen.

Richter Sand lehnte alle Vorwürfe gegen Einzelpersonen außer Ray Bitar und dem Kanadier Nelson Burtnick ab. Er sagte, dass "weiterhin unklar ist, ob die direkte Ursache für den Schaden der Antragsteller die Entscheidung des US-Staatsanwalts zur Schließung von Full Tilt Poker und Beschlagnahmung der Vermögenswerte war... oder ob es an einer nachfolgenden Handlung eines oder mehrerer Beschuldigter lag."

PokerStrategy.com wird euch weiterhin über alle Entwicklungen im Fall Full Tilt Poker auf dem Laufenden halten!