18.04.11

PartyPokers Einigung - Die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit?

Im April 2009 einigte sich PartyPoker mit der amerikanischen Staatsanwaltschaft, zahlte 105 Millionen Dollar Strafe und zog sich aus dem US-Markt zurück. Diese Entscheidung könnte sich jetzt ausgezahlt haben.

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105 Millionen Dollar sind viel Geld. Grade dann, wenn man sie als Strafe für ein Vergehen bezahlt, dessen Illegalität fraglich ist. Trotzdem griff PartyGaming, die Firma hinter PartyPoker, im April 2009 tief in die Firmenschatulle und überwies den US-Behörden die genannte Summe, um in der Zukunft nicht mehr für ihre Aktivitäten im amerikanischen Pokermarkt belangt werden zu können.

Hintergrund der Entscheidung war die Verabschiedung des Unlawful Internet Gambling Enforcement Acts (UIGEA) im Jahr 2006, der es den US-Behörden ermöglichte, Gaming-Unternehmen von außerhalb der USA anzuklagen und zu verurteilen.

PartyGaming entschloss sich daher, kein Risko einzugehen und ihr Angebot für US-Amerikaner im Jahr 2006 einzustellen. 2009 folgte dann die Strafzahlung in Höhe von 105 Millionen Dollar, die auf der zusätzlich auch Sicherheit gegen zukünftige rechtliche Konsequenzen bot. Die Reaktionen grade auch der Börsen waren gemischt. PartyPoker zeigte sich zwar optimistisch, durch die folgende Konzentration auf den Non-US-Markt dort stärker werden zu können, doch der unmittelbare Verlust der US-Kunden ließ sich nicht wegdiskutieren.

Auch im Vergleich zu den anderen Pokerräumen, die in den USA weiterhin unbehelligt Geschäfte machten, hielten einige Beobachter die Aktion von PartyGaming für überhastet und übervorsichtig.

PartyPoker gegen Konsequenzen abgesichert

Die jüngsten Geschehnisse, in deren Rahmen PokerStars, Full Tilt Poker, UltimateBet und AbsolutePoker illegale Aktivitäten vorgeworfen werden, lassen PartyGamings Handlungen aus 2009 jetzt in einem anderen Licht erscheinen.

Dank ihrer 'übervorsichtigen' Handlungen können sowohl die Mitarbeiter als auch die Spieler bei PartyGaming nun ruhig schlafen. PartyGaming ist so abgesichert, dass die Games dort wie gehabt - oder sogar besser als bisher - weitergehen können.

Auch die Börse belohnte PartyPoker bereits am Freitag mit einem ordentlichen Kursplus. Die Aktien stiegen um 27,15% und auch die Anzahl der Spieler auf der Plattform liegt etwa 9% höher als zuvor.