22.11.07
UIGEA Kolumne: Freiheit und Kultur?
Ein Gesetz verbietet den Menschen in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten das Onlineglücksspiel. Doch wie konnte es eigentlich dazu kommen? Und was spricht überhaupt dagegen?
Von itachi:
Das Glücksspiel ist eines der ältesten Hobbys der Menschheit. Archäologen fanden zu Würfeln verarbeitete Knochen, die 40.000 Jahre alt sind. Höhlenmalereien, in denen gespielt wurde, lieferten weitere Beweise auf frühe Spiele.
In China wurde 2300 v.Chr ein Glücksspiel erfunden, Griechenland und Ägypten folgten ca. 1000 Jahre später mit Würfelspielen. Auch in der römischen Antike war das Würfelspiel weit verbreitet; man betrachte das Sprichwort "alea iacta est" - die Würfel sind gefallen. Der Kaiser Caligula ließ sogar Eigentum von Rittern beschlagnahmen, um seine Spielschulden bezahlen zu können.
In Amerika nahm das Glücksspiel schon vor der Gründung der Vereinigten Staaten eine enorme Rolle ein und ist bis heute nicht mehr aus deren Geschichte wegzudenken. Schon die Ureinwohner Nordamerikas glaubten, dass das Glücksspiel von den Göttern selbst erfunden wurde. Sie spielten nicht nur um ihre Besitze, sondern auch um kranke Stammesmitglieder zu heilen oder die Zukunft vorherzusagen.
Als die Briten nach Amerika segelten um die ersten Kolonien zu gründen, dauerte es auch nicht lange, bis das Glücksspiel seinen Weg dorthin fand. Im Unabhängigkeitskrieg 1775-1783 finanzierten Lotterien noch die europäische Armee. Zehn Jahre später kaufte George Washington selbst das erste Ticket der amerikanischen Staatslotterie. Bis zum 19. Jahrhundert waren Lotterien ein beliebtes Geldbeschaffungsmittel.
Eine Reform nach dem Bürgerkrieg löste die meisten Lotterien auf und in Folge eines Betrugsskandals in den 1890ern erklärte der Kongress die übrigen Spiele für illegal. Nur Louisiana stellte sich diesem Beschluss entgegen und führte eine Lotterie ein, mit der der Wiederaufbau nach dem Bürgerkrieg finanziert wurde.
Erst in den 1930ern löste man die Verbote nach und nach wieder. Zunächst wurden Pferdewetten legalisiert und wenig später entstand in Nevada ein Casino nach dem anderen.
Doch nicht überall wurde legal gespielt. Man denke nur an die frühen Jahre von Doyle Brunson, der in den 50ern in illegalen Untergrundspielen in Texas pokern musste.
Illegales Glücksspiel war in dieser Zeit so verbreitet, dass sich Politiker überlegten, Bingo und andere Spiele wieder zu legalisieren, um durch Steuern an den enormen Summen zu profitieren.
1967 begann die Privatisierung der Glücksspielindustrie in Nevada, indem man dort legal Lizenzen erwerben konnte. Als das Geschäft in Las Vegas zu blühen begann, wurden auch die anderen Staaten hellhörig. Im ganzen Land gab es bald wieder Lotterien. In Atlantic City versuchte man sogar, den Erfolg von Las Vegas zu kopieren.
Mit dem Federal Wire Act von 1961 wurde es verboten, durch Fernkommunikation Wetten abzugeben, die in einem anderen Staat oder Land angenommen werden. Die amerikanische Justiz wollte dieses Gesetz später so interpretieren, dass jede Form von Onlinespiel verboten sei. Ein Gerichtsurteil erklärte den Act aber nur für Sportwetten gültig.
1999 war das Jahr des "Internet Gambling Prohibition Act" (IGPA). Die Kongressmitglieder Bob Goodlatte und Rick Boucher entwarfen den Gesetzesentwurf, der das Spielen im Internet komplett verbieten sollte. Bisher war das Spielen für Amerikaner nicht verboten, solange die Server sich nicht im Land befanden. Die IGPA sollte diese Bestimmung ändern.
Der Abgeordnete Goodlatte begründete den Entwurf unter Anderem dadurch, dass das Internet-Glücksspiel besonders verlockend für Jugendliche, Spielsüchtige und Kriminelle ist. Es kann seiner Meinung nach zu Bankrott, Scheidung, Kriminalität und moralischem Verfall führen, wie wenn ein Casino direkt vor der Haustür gebaut werden würde.
Dieser Entwurf wurde noch abgelehnt, was größtenteils dem Lobbyisten Jack Abramoff zu verdanken ist.
Allerdings wurde eine neue Version dieses Entwurfs, der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA), zusammen mit dem SAFE Port Act im Oktober 2006 Gesetz. Der UIGEA verbietet, dass Geld von einem Finanzinstitut zu einer Online-Glücksspielseite transferiert werden darf - ausgenommen sogenannte "Fantasy Sports", Lotterien und Pferderennen. George Bush unterzeichnete dieses Gesetz am 13. Oktober 2006.
Sinn und Unsinn dieses Beschlusses sind umstritten. US-Senatoren geben auf Nachfrage meistens vorgefertigte Standardantworten. Für Minderjährigen ist es zu leicht, online unter dem erlaubten Alter zu spielen. Das Internet sei durch Pornografie, Glücksspiel und Betrugsmöglichkeiten gefährlich geworden, und die Regierung muss die Geschehnisse im Netz unter Kontrolle kriegen. Dass das nicht durch Regulation, sondern striktes Verbot alles "Gefährlichen" geschieht, ist wohl der typisch amerikanische Weg.
Direkt mit der Fragestellung konfrontiert, gingen die meisten Abgeordneten der Antwort (durch einen Formbrief) aus dem Weg. Senator Roberts aus Kansas zum Beispiel versuchte das Thema durch absurde Argumentationen unter den Tisch zu kehren: Terroristen hätten dank der Onlineplattformen eine leichte Möglichkeit zur Geldwäsche. Dass es bisher keinen Beweis der Geldwäsche durch Terroristen gibt, ist natürlich eine andere Geschichte.
Nur selten hört man von einzelnen Politikern, dass eine Regulation und eventuelle Besteuerung eine denkbare Lösung ist.
Die Meinung amerikanischer Profispieler reflektiert (natürlich) das extreme Gegenteil. Das Problem sei, dass die Regierung überreagiert. Ihr Hauptfehler ist zu denken, dass ein Verbot das Problem der Spielsüchtigen lösen wird. Neuseeland und Großbritannien seien gute Vorbilder, da sie das Internetspielen schon erlaubt und lizenziert haben.
Die Webseite der Safe and Secure Internet Gambling Initiative sammelt Argumente und Zitate von Abgeordneten gegen das Verbot. Der Abgeordnete Barney Frank (Massachusetts) zum Beispiel besteht darauf, dass ein Amerikaner mit seinem selbst verdienten Geld machen darf, was er will. Auf der Webseite wird argumentiert, dass das Verbot ein Einmischen in das Privatleben der Menschen ist. Und viele Amerikaner spielen trotz des Gesetzes weiter - genießen so aber keinen Kundenschutz, den ein legaler Rahmen gewährleisten könnte.
Sicherheitsvorkehrungen würden Minderjährige und Süchtige vor dem Spielen abhalten, sowie Betrug, Identitätsdiebstahl und Geldwäsche verhindern.
Desweiteren verpasst die Regierung durch den Act jährlich Steuergelder in Milliardenhöhe.
Es existieren auch Technologie, die gefährdeten Spieler auf einer Plattform zu bestimmen. Großbritannien schlägt eine Variante vor, die von der Spielindustrie verlangt, ihre Spieler besser im Auge zu behalten.
Im besten Falle ist der UIGEA nur ein Versuch der Regierung, sich Zeit für eine dauerhafte Lösung des Problems zu kaufen.
Eine der wahrscheinlichen Möglichkeiten sei es, Poker per Definition nicht mehr als Glücksspiel, sondern als Strategiespiel zu erklären, was es von der Regulation befreien würde.
Eine endgültige Lösung kann wohl nicht vor Mitte 2009 erwartet werden. Der Regierungswechsel sowie der neue Kongress würde es wieder möglich machen, die Lage neu zu überdenken. Die "Poker Players Alliance" in den USA übt weiterhin starken Druck auf die Regierung aus.
Auch die Mehrheit der Öffentlichkeit steht dem Act negativ gegenüber. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage unter 1000 Erwachsenen sprachen sich 51% gegen das Verbot der Regierung, wobei nur 21% dem Beschluß zustimmten. 29% antworteten mit „nicht sicher".
In Ländern wie Norwegen und Deutschland ist die zukünftige rechtliche Lage ebenfalls unklar. Die deutschen Bundesländer haben den Staatsvertrag unterzeichnet, das staatliche Glücksspielmonopol vorerst beizubehalten. Allerdings hat sich die EU eingeschalten, und meint, dass dies nicht mit dem EU-Recht vereinbar sei. Der Staatsvertrag verstoße gegen die Dienstleistungsfreiheit des EU-Binnenmarkts. Die Bundesländer nutzen ihre legislative Macht aus, um unter dem Vorwand der Suchtprävention die wirtschaftlichen Erträge der Glücksspielindustrie zu kontrollieren.
Eine endgültige Entscheidung ist bisher weder in den USA noch in Deutschland gefallen. Wir dürfen gespannt sein, was die aktuellen Anstrengungen der EU, Poker Player Alliance und einiger US-Abgeordneter für die Zukunft bringt.
» Mehr zu diesem Thema: UIGEA - Der Druck auf die USA wächst



#1
Crouch123, 22.11.07 16:02
tl; dr#2
GeneralLee, 22.11.07 16:04
"Jugendliche die (um kleinere Beträge) spielen, verstehen vielleicht einfacher, dass ein gewagtes Spiel um Schulnoten, eine Schwangerschaft oder sogar ihr Leben unklug ist.":P
Schöne Kolumne finde ich, jedenfaöös aus Sicht eines Pokerspielers.
#3
DajosWorld, 22.11.07 16:07
Nette Geschichtsstunde mit anschließenderaktueller Diskussion...
#4
CaspaJena, 22.11.07 16:08
mal was lesenswertes#5
Dschan, 22.11.07 16:08
wie/wo zocken eigentlich die pros aus den usa online? und warum dürfen die das? :D#6
Thomas6409, 22.11.07 16:20
"Der UIGEA verbietet, dass Geld von einem Finanzinstitut zu einer Online-Glücksspielseite transferiert werden darf"bedeutet das, dass ausschließlich der Geldtransfer verboten ist, man in den USA aber online pokern darf? oder machen sich die Amis strafbar, die auf ft und stars zocken und könnten verhaftet werden?
#7
Schelm, 22.11.07 16:51
Den Teil, der Poker als Lehrbespiel nennt und Jugendlichen "hilft" finde ich etwas übertrieben..natürlich stimmt das z.B. bei gewissenhaften ps.de Mitgliedern aber man das gilt ja bei weitem nicht für alle (zum Glück, sonst würden die Fische verschwinden). ansonsten ein Interessanter Artikel!
#8
SPlayer18, 22.11.07 17:07
dann kaufen sich halt alle paysavecards und spielen trotzdem.Bei Stars spielen dermaßen viele Amis, das macht das Spiel nachts fast schon zu fishy + die kennen alle SSS nicht :P
#9
Slowbie, 22.11.07 17:18
Gute Kolumne. Gut zu lesen#10
TurboMaN, 22.11.07 17:45
Ich finde die Kolumne ist gut gelungen, bleibt abzuwarten, wie die Zukunft wird.#11
cryx, 22.11.07 18:03
"Poker kann auch ein großartiges Lehrspiel sein. Man lernt, Risiko-Nutzen-Analysen durchzuführen. Das Leben an sich ist risikoreich, und man lernt durch das Pokern, diese Risiken einzuschätzen. Jugendliche die (um kleinere Beträge) spielen, verstehen vielleicht einfacher, dass ein gewagtes Spiel um Schulnoten, eine Schwangerschaft oder sogar ihr Leben unklug ist."GSCHWÄTZ :D ansonsten gut
#12
hooni, 22.11.07 18:40
sehr subjektiv, aber gut zu lesen ^^#13
cymey, 22.11.07 19:17
als Pokerspieler sollte man doch auch Rechnen können oder?bei mir sind 51% + 21% + 29% = 101% (hä?)
#14
TerribleJoe, 22.11.07 19:28
schon mal was von auf-/abrunden gehört?#15
KingPink, 22.11.07 19:29
Rundungsfehler...durchaus im vertretbaren Rahmen#16
MFR, 22.11.07 19:56
Ich halte das Argument auch fuer uebertrieben, dass Jugendliche durch das Pokerspiel fuers Leben lernen. Aber wenn man eine Pokerstrategieseite betreibt, muss man wohl so denken. :-)#17
aporiano, 22.11.07 20:12
"Alea acta est" heißt "Der Würfel ist gefallen" :P#18
Kofi, 22.11.07 20:43
"Poker kann auch ein großartiges Lehrspiel sein. Man lernt, Risiko-Nutzen-Analysen durchzuführen. Das Leben an sich ist risikoreich, und man lernt durch das Pokern, diese Risiken einzuschätzen. Jugendliche die (um kleinere Beträge) spielen, verstehen vielleicht einfacher, dass ein gewagtes Spiel um Schulnoten, eine Schwangerschaft oder sogar ihr Leben unklug ist."Also solche Abschnitte finde ich absolut bescheuert. Wo ist bitte der Beleg? Genauso kann ich sagen, dass Glückspiel abhängig macht und zum moralischen Verfall führt. Das ist genauso schlüssig.
Der Artikel ist viel zu einseitig geraten und vernachlässigt obendrein, dass es sicherlich für viele Menschen besser (gewesen) wäre, nie mit Glücksspiel anzufangen, und die Zahl der Menschen, die dadurch ruiniert werden (ja, auch vom Pokern!).
Und klar, Poker KANN mathematische Fähigkeiten entwickeln, aber sicherlich geschieht dies nur bei der MINDERHEIT, sonst würden wir sicherlich nicht alle gewinnen.
Ich bin für Legalisierung von Glücksspiel, aber aus ähnlichen Gründen, aus denen ich auch für Legalisierung von Haschisch oder gegen Prohibition bin: Eher darwinistisch begründet als vernünftig und humanistisch. Denn eine humanistische Begründung hinkt immer.
Hier sehen wir dafür ein Paradebeispiel.
#19
alpharising2, 22.11.07 21:20
Die Situation für US ist sehr schwierig geworden. Keiner der Geldtransferfirmen (moneybookers, netteller, clicktopay usw.) dürfen mehr Geld ein- und auszahlen. KreditK. gehen nicht mehr und Tranfers innerhalb der Sites sind auch verboten (Geldwäsche).Einige Sites sind schon für US geschlossen worden. Paysafecard nutz nichts, da man ja auch ma auscashen will.Spielen ist nicht ungesetzlich,ein- und auszahlen schon.
Der Weg ist effectiv, für mich aber der falsche. Schweden hat das Glückspiel zur Staatssache gemacht und verdient gut daran, die Zahl der Spielsüchtigen soll stark rückläufig sein. Vielleicht ist dies der bessere Weg.
#20
Marinho, 22.11.07 21:54
Laut einer britischen Studie haben sich die Zahlen der Spielsüchtigen nach der Legalisierung nicht verändert."Ihr Hauptfehler ist zu denken, dass ein Verbot das Problem der Spielsüchtigen lösen wird."
-Argument trifft vollkommen zu.
-Sowie Süchtige ihre Drogen nehmen, da ists egal obs verboten oder nicht ist, gibt immer einen Weg.
Ich bin auch mehr für eine REGULIERENDE Lösung.
#21
MalagaNt, 22.11.07 22:34
"Poker kann auch ein großartiges Lehrspiel sein. Man lernt, Risiko-Nutzen-Analysen durchzuführen. Das Leben an sich ist risikoreich, und man lernt durch das Pokern, diese Risiken einzuschätzen. Jugendliche die (um kleinere Beträge) spielen, verstehen vielleicht einfacher, dass ein gewagtes Spiel um Schulnoten, eine Schwangerschaft oder sogar ihr Leben unklug ist.Poker entwickelt mathematische Fähigkeiten, es schult die Logik, Konzentration, Disziplin. Man lernt sich anzupassen, Menschen einzuschätzen, wie man mit Verlusten umgeht. Solange man bodenständig und nicht über seinen Limits spielt, kann einem das Spiel wichtige Lektionen für das Leben beibringen."
Oh mann bitte. Der Artikel soll doch PRO Poker sein? Dann unterlasst blos solche peinlichen Passagen. Jeder Unbefangene schaltet spätestens hier ab und hält euch für süchtig/bescheutert oder was auch immer.
#22
Casajonsen, 23.11.07 01:10
Aber irgendwie müssen die Amis doch auscashen können. Habe mal gehört, dass es da einen Trick geben soll. Weiß aber nicht mehr, wie es was. loool#23
Mooharius, 23.11.07 02:18
@ #17 "alea iacta est" heisst "Der Würfel ist geworfen worden" :P#24
mohnkugel, 23.11.07 03:34
*klugscheissmoduson*der würfel ist gefallen*klugscheissermodusoff* :D#25
HomerJ, 23.11.07 04:45
Finde den Artikel ganz informativ aber an einige Stellen viel zu polemisch, das ist einfach unglaubwürdig. Mit der Argumentation können wir auch Schusswaffen und Drogen in Grundschulen verteilen damit die Kinder mit dem Risiko umgehen können und sehen was für schlimme Folgen das hat. ^^Und JA, ich bin für die Legalisierung (also von Poker ;-) )
#26
Crouch123, 23.11.07 11:03
@23 und @17:[klugscheißer] Muss 23 zustimmen, "Alea iacta est" heißt der Würfel ist geworfen, nicht gefallen. Wird immer wieder falsch übersetzt. Im Sinne Caesars bedeutet dies, dass noch ungewiss ist, wie die Sache ausgeht ("geworfen" = befindet sich noch im Flug = ungewiss was dabei rauskommt). "Gefallen" hingegen bedeutet , dass das Ergebnis schon feststeht....
[/klugscheißer]
#27
Hansshi, 23.11.07 11:33
Die USA haben halt erkannt dass auf diesem Weg Milliardensummen aus dem Land fließen - weil die meißten amis halt zu blöd sind.#28
TribunCaesar, 23.11.07 11:40
genauso isses#29
Bierbaer, 23.11.07 12:12
Ende 9. Abschnitt:"lizenziert"
Zum Inhalt:
Ich find das, wie auch schon einige vor mir, ziemlich lächerlich Poker als "Schule fürs Leben" hinzustellen, das mag vll auf manche Winningplayer zutreffen (lange nicht auf Alle) und damit auf vll 5% aller Pokerspieler, wenn überhaupt.
#30
FreshFrozenMikel, 23.11.07 12:27
Wie bei den meisten schlechten/zwiespältigen Angewohnheiten (aka Suchtgefährdungen) helfen Verbote nicht. Die Prohibition hat ja als Lehrbeispiel gezeigt, was bei solchen Verboten herauskommt. Und (zumindest zu meiner Zeit als DDR-Armist) ich kann mich an keine so großen Sauforgien erinnern wie zu Armeezeiten, wo Alkohol auch strikt verboten war.Bei den eher legalen Drogen (also z.B. Alkohol, aber auch Glücksspiel) sind solche Verbote eh nur ein Deckmäntelchen. Wenn man konsequent gegen Glückspiel vorgehen wollte, müßte man ja konsequenter Weise Vegas schließen, aber da verdienen schließlich Amerikaner.
Wenn Amis was verbieten, muss ich sowieso immer lachen: Ich darf nicht online pokern, aber mir drei MPis kaufen und meine Nachbarn plattmachen. Das ist doch Doppelmoral hoch drei.
#31
evilkrause, 24.11.07 13:54
kompakte Zusammenfassung,sehr guter Artikel!
#32
BobRooney555, 25.11.07 21:08
Man denke nur an die frühen Jahre von Doyle Brunson, der in den 50ern in illegalen Untergrundspielen in Texas pokern musste.:D:D:D
Der arme TexasDolly musste pokern, wer hat ihn denn gezwungen?^^
#33
mz89, 26.11.07 14:16
ist doch logisch dass pokerstrategy wie gebannt darauf hofft, endlich auf den amerikanischen Markt zu dürfen. Dort warten unglaublichen Mengen die an Rake produziert werden können....^^