WSOP Main Event: Das Heads-up steht

Erstellt am 08.11.09 15:15 Uhr von Weirutz

Phil Ivey war, trotz seines kleinen Chipstacks, der große Favorit auf den Gewinn des WSOP Main Events. Mittlerweile sind nur noch zwei Spieler im Rennen um die begehrteste Pokertrophäe der Welt und tatsächlich hat sich ein Shortstack ins Finale gekämpft.

17 1/2 Stunden waren gespielt, ehe Joe Cada (Bild rechts) durchschnaufen konnte. Der 21jährige Amerikaner war zwischenzeitlich mit gerade einmal 3 Millionen in Chips sehr short, ehe er ein ums andere Mal verdoppeln konnte und auch Phil Ivey den Wind aus den Segeln nahm, nachdem Cada einen Coinflip gegen den beliebten Pro für sich entschied.

Nach insgesamt 276 gespielten Händen am Finaltisch wird sich Joe Cada nun am Montag gegen Darvin Moon messen und dabei versuchen, der jüngste WSOP Main Event Gewinner aller Zeiten zu werden.

Die Achterbahnfahrt des James Akenhead

Ein anderer startete als Shortstack und benötigte relativ schnell ein Double up: James Akenhead war sich seiner Situation bestens bewusst und schob so ein ums andere Mal all seine Chips in die Mitte, ehe er in eine Hand fand, mit der er All-in ging und schließlich gecallt wurde. Steve Begleiter hatte einen Call annonciert, wurde jedoch von Eric Buchman aus der Hand vertrieben, als dieser seinerseits re-raiste und somit dem jungen Akenhead die Chance auf ein Triple up ermöglichte.

Buchman war mit deutlicher Favorit, doch auf dem River erschien die , welche Akenheads (Bild rechts) Turnierleben rettete und ihn mit nunmehr fast 12 Millionen Chips in eine gute Ausgangsposition brachte. Währenddessen musste sich Kevin Schaffel damit zufrieden geben, die wenigsten Chips am Tisch zu besitzen.

Er sollte jedoch nicht lange auf dem letzten Platz verweilen. Es hatte den Anschein, als hätte Akenhead das Momentum auf seiner Seite, doch bereits neun Hände später verflog dieses Gefühl beinah schneller, als es gekommen war. Kevin Schaffel hatte auf dem Flop all seine Chips gesetzt und war von Akenhead sofort gecallt worden. Der short gestartete Brite zeigte gegen Schaffels und bekam daraufhin keine weitere Hilfe auf dem Board.

Schließlich endete Akenheads Achterbahnfahrt auch gegen Schaffel (Bild links), als er mit vs. gegen den ältesten Spieler am Tisch verlor. Nach 59 Händen hatte somit der erste Spieler am Tisch seinen Platz räumen müssen, doch auch der Nutznießer Schaffel sollte nicht lange von seinem Glück zehren können.

Kurze Zeit später hielt Schaffel erneut und sein Gegner, Eric Buchman, . Schaffels Asse hielten dieses Mal jedoch nicht, denn bereits auf dem Turn hatte Buchman Quads und schickte Schaffel an die Rails.

Moon reaktionslos im Glück

Darvin MoonEs dauerte gut 100 Hände, ehe ein weitererer Spieler den beschwerlichen Gang an die Rails antreten musste, den keiner der anwesenden Zuschauer eliminiert sehen wollte. Phil Ivey war bereits preflop mit All-in und der mit den meisten Chips gestartete Darvin Moon (Bild rechts) hatte mit gecallt, während alle Zuschauer "Ivey! Ivey! Ivey!" skandierten. Doch bereits der Flop ließ den Saal beinah erstummen. Turn und River brachten keinen weiteren König zum Vorschein und Phil Ivey musste sich auf Platz 7 zu verabschieden.

Kurze Zeit später hielt Moon erneut bei einem All-in eines Kontrahenten. Steve Begleiter hatte mit all seine Chips riskiert und schien konsterniert, als der River ein Ass zum Vorschein brachte. Begleiter war eliminiert und Moon, der sich schon den Unmut der Fans zugezogen hatte, nachdem er Ivey einen Suckout verpasste hatte, zeigte ein weiteres Mal keine Reaktion.

Saout obenauf...

Beinah unbemerkt hatte sich derweil Antoine Saout in die Topcounts gespielt. Mit ähnlich vielen Chips wie Phil Ivey gestartet, hielt er zwischenzeitlich den Chiplead und sollte diesen wieder für sich beanspruchen, als er Jeff Shulman an die Rails schickte. Im Blindbattle hatte Saout Shulman All-in gesetzt, welches dieser mit callte. Der Franzose hielt und gewann den Coinflip, nachdem er auf dem Board ein Paar Neuner getroffen hatte. Mit knapp $2 Millionen verabschiedete sich Shulman auf Rang 5.

Antoine Saout spielte währenddessen unbeirrt weiter und gewann kurz darauf den bis dahin größten Pot des Turniers mit gegen von Eric Buchman (Bild links). Buchman hielt daraufhin nur noch wenige Chips und konnte sich von der Konfrontation nicht mehr erholen. Darvin Moon eliminierte ihn schließlich mit , als dieser auf dem Turn den traf, während Buchman mit nur ein Paar Fünfer vorzuweisen hatte.

...und doch im Pech

Joe Cada wiederum hätte beinahe das nächste Opfer des führenden Saouts (Bild rechts) werden können, doch Fortuna war dem jungen Amerikaner hold, als dieser mit All-in gegangen war und gegen Saouts genau zwei Outs vorzuweisen hatte. Bereits der Flop brachte eines dieser Outs zum Vorschein und der Turn und River änderten nichts mehr, sodass Cada nun Chipleader war.

Gerade einmal vier Hände später kam es zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen den beiden Spielern. Saout war nach einem Raise von Cada All-in gegangen, welches dieser nach kurzem Überlegen gecallt hatte. So kam es zum vorerst letzten Showdown in diesem Turnier: Cada hielt , während Saout vorzuweisen hatte. Das Board kam , ehe schließlich der River alle Hoffnungen des großartig aufspielenden Franzosen zunichte machte. Antoine Saout musste sich auf Platz 3 für insgesamt $3.479.670 verabschieden.

Derweil werden sich Darvin Moon und Joe Cada wieder am Tisch einfinden und um den Titel des WSOP Main Event Gewinners, sowie ein Preisgeldunterschied von knapp $3,5 Millionen kämpfen. Moon wird dabei 58.500.000 Chips mit ins Rennen nehmen, während Cada 135.950.000 Chips sein Eigen nennt.

Hier findet ihr die Platzierungen am Final Table des WSOP Main Events 2009:

WSOP Main Event
Final Table
Platz Name Preisgeld
1
  $8.546.435
2
  $5.182.601
3
Antoine Saout
$3.479.485
4
Eric Buchman
$2.502.787
5
Jeff Shulman
$1.953.395
6
Steve Begleiter
$1.587.133
7
Phil Ivey
$1.404.002
8
Kevin Schaffel
$1.300.228
9
James Akenhead
$1.263.602