01.09.10

"Wer gegen mich spielt, hat keine Zeit, mir in den Ausschnitt zu schielen"

Vom Germanistikstudium zur professionellen Poker-Spielerin: Im Interview mit der "Zeit" berichtet Sandra Naujoks, worauf es beim Poker ankommt, wie sie ihre Stellung als Frau in dem Beruf sieht und welche Tipps sie Anfängern gibt.

sandra naujoks
Bildquelle: PokerStarsBlog
Sandra Naujoks ist bereits seit fünf Jahren in der Pokerszene unterwegs. "Die Zeit" befasste sich in einem Interview näher mit ihrem Beruf als professionelle Pokerspielerin. Dass sie diesen Weg einschlug, ergab sich aus dem Moment heraus: "Durch Zufall bin ich im Internet auf eine Pokerseite gestoßen und habe schnell gemerkt: Das kann ich."

Besuche im Casino folgten, die ersten Turniere und schließlich der Vertrag mit Full Tilt Poker, dem ein Wechsel und die Aufnahme ins Team PokerStars folgte.

Der ganz große Erfolg stellte sich im März 2009 ein, als sie als zweite Frau überhaupt nach Vicky Coren einen EPT-Stop gewann. Für ihren Sieg bei der EPT Dortmund erhielt sie damals €917.000, der bislang größte Gewinn ihrer Karriere.

"Pokern hat keinen James-Bond-Glamour"

Auch ihre Stellung als Frau in einer Männerdomäne kommt zur Sprache. Begegnet ihr das andere Geschlecht anders als mit angemessener Höflichkeit, hat sie ihre eigene Art gefunden, damit umzugehen: "Kommt mir einer besonders blöd, versuche ich, den am besten gleich vom Tisch zu nehmen."

Dem immer noch vorherrschenden Klischee, Turniere würden im James-Bond-Stil ablaufen, nimmt sie mit ihrer Beschreibung eines "sterilen Raums mit Teppichboden, sechzig, siebzig Tische mit hunderten, schwitzenden Spielern" schnell den Glamour und zeigt, was Pokern wirklich ist: harte Arbeit, Konzentration und Disziplin.

Das komplette Interview könnt ihr auf der Webseite der Zeit nachlesen.

Außerdem sind bereits einige User auf das Interview aufmerksam geworden, über das sie im folgenden Foren-Thread diskutieren:

Sandra Naujoks im Interview mit der "Zeit" - Diskutiert mit!