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Strategie: Fixed Limit

Calldown

von win81549

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Vorbemerkungen:

  • Im Artikel bezeichnet der Begriff „Made Hand“ eine Hand mit Showdownvalue und nur wenigen Outs.
  • Der Erwartungswert (EV) einer Zufallsvariablen, die nur endlich viele Werte annimmt (bei pokerbezogen Zufallsvariablen fast immer der Fall), ist das mit den zugehörigen Wahrscheinlichkeiten gewichtete Mittel dieser Werte (Beispiel: EV(Augenzahl Würfelwurf)=
    (1/6)*1+(1/6)*2+...+(1/6)*6=1/6*(1+2+...+6)=21/6). Mathematisch gesehen, ist dieser Wert meistens besonders gut geeignet, um den Wert der Zufallsvariablen abzuschätzen.
  • Oft erfordert die Arbeit mit Wahrscheinlichkeiten und Erwartungswerten im Poker Schätzungen auf Grundlage der bisherigen Beobachtungen und gesunden Menschenverstands. Daher sind bestimmte im Artikel angegebene Werte als spekulative Erfahrungswerte oder beispielhafte Annahmen zu sehen. Da es in solchen Rechnungen nicht um den exakten Wert geht, sondern dessen Größenordung, ist diese Vorgehensweise absolut legitim.
Bekanntlich zeichnet sich ein guter Spieler dadurch aus, dass er ein TAG ist, d.h., grob betrachtet gemäßigte WentToSD-Werte und einen hohen Aggression-Faktor besitzt (Isoliert gesehen, machen diese beiden Werte einen natürlich noch nicht zu einem Winning Player! Umgekehrt ist es aber so, dass wenn sie zu stark vom Optimum abweichen, man meist nur sehr schwache Gegner auf Dauer langfristig schlagen kann). Ein hoher Aggression-Faktor bedeutet aber, dass die meisten Züge Folds (bzw. Checks) oder Bets (bzw. Raises) sind. Im Regelfall sind die Calls also zu vermeiden. Wie aus der Anfängersektion bekannt, machen Calls bei drawing Hands Sinn, wenn man die nötigen Odds besitzt. Da Poker ferner ein Spiel mit unvollständiger Information ist, treten immer wieder Situationen auf, in denen man auch bei Made Hands callen sollte, meist bis zum Showdown, der sich ja dadurch auszeichnet, dass dabei der Übergang zu vollständiger Information stattfindet. Genau solche Situationen werden wir im nachfolgenden Artikel unter die Lupe nehmen. Dabei gehen wir immer von einer Post-Flop Situation aus, in der Hero zwischen dem Callen, Raisen und Folden wählen kann (oder besser gesagt: muss).



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