Das Raise for free Showdown
von Cornholio
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Einleitung
In diesem Artikel- Bessere Hände müssen folden können
- Ein Calldown kann besser sein
- Die 3-Bet ist der natürliche Feind des Free-Showdown-Raises
Ein Raise for free Showdown, oder Free-Showdown-Raise (Free-SD-Raise), bezeichnet ein Raise am Turn mit der Intention, am River behindzuchecken, wenn sich die eigene Hand nicht verbessert hat. Dieses Konzept ist nur sinnvoll anwendbar, wenn die eigene Hand Showdownvalue hat, so dass man am River mit dem Checkbehind die Hand auch gewinnen kann.
Das Konzept unterscheidet sich von dem des Semibluffs, bei dem man eine Hand mit vielen Outs am Turn raist, um bessere Hände zum Folden zu bringen. Für diesen Move benötigt man keinen Showdownvalue und sollte mit solchen Händen oft auch unimproved am River noch einmal bluffbetten. Eine Hand für einen Free-SD-Raise hat maximal 6 Outs (2 Overcards), entspricht also keinem starken Draw (OESD oder besser). Wenn man einen starken Draw + Showdownvalue hat, ist es allerdings möglich, eine Mischung aus einem Free-SD-Raise und einem Semibluff zu spielen.
Das Konzept des Free-SD-Raises bezieht sich ausschließlich auf den Turn. Ein Raise am Flop mit anschließendem Checkbehind am Turn bezeichnet man entweder als Freecardraise oder CHEAP-SD-Raise, je nachdem mit welcher Intention es geschieht.
Für ein Free-SD-Raise musst du im Heads-up in Position sein. Wenn du den Move gegen mehr als einen Gegner spielst, darfst du zumindest nicht oop sein. Für den Fall, dass noch Gegner hinter dir sind, hoffst du sie zum Folden zu bringen und dir somit die Position zu erkaufen, was dir das Nehmen des free Showdowns ermöglicht.
Ein purer Bluff, der am River aufgegeben wird (z.B. weil eine schlechtere Karte kommt), ist auch nicht mit einem Free-SD-Raise zu verwechseln.
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