Wie spielst du vor dem Flop?
Einleitung
In diesem Artikel- Wie du die Starting-Hands-Charts benutzt.
- Was Blindsteals und Stealreraises sind.
- Wie du die späte Phase meisterst.
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Du hast schon erfahren, dass ein Sit and Go drei Spielphasen durchläuft: die frühe Phase mit kleinen Blinds und dazu relativ hohen Chipständen, die mittlere Phase mit schon merklichen Blindgrößen und die späte Phase mit sehr hohen Blinds.
Da das Ziel in einem Sit and Go ist, möglichst lange zu überleben, ist auch alles auf das Endspiel in der späten Phase hin ausgerichtet. Unbedingt früh Chips zu gewinnen oder möglichst viele Gegner rauszuwerfen, ist nicht dein Ziel.
In diesem Artikel findest du für die frühe und mittlere Phase so genannte Starting-Hands-Charts. Das sind mit Hilfe von mathematischen Berechnungen und den praktischen Erfahrungen professioneller Turnierspieler erstellte Übersichten aller Startkarten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt spielbar sind.
Für das Spiel in der späten Phase findest du ein spezielles Trainingsprogramm, mit dem du die optimale Strategie erlernen kannst. Das Programm ist für dich kostenlos und du kannst es über den folgenden Link herunterladen.
Lade hier das Lernprogramm für die späte Turnierphase herunter
Wie spielst du in der frühen Phase?
Die frühe Phase kennzeichnet, dass die Blinds klein sind. Dein Chipstand und die Chipstapel deiner Gegner sind im Verhältnis dazu groß. Als Faustregel kannst du dir merken: Die frühe Phase endet, wenn dein Chipstapel nur noch 24 Big Blinds groß ist.
Im Prinzip ist deine Strategie jetzt darauf ausgerichtet, dich nur in Situationen zu begeben, in denen du klar das beste Blatt hältst. Man sagt auch: No tough decisions! Keine schweren Entscheidungen! Das bedeutet, dass du nur mit den Karten einsteigst, mit denen du auch nach dem Austeilen der Gemeinschaftskarten oft das beste Blatt halten oder treffen kannst und die auch über die vielen Setzrunden ohne großes Grübeln und Kopfschmerzen zu spielen sind.
Unten siehst du das Starting-Hands-Chart (SHC) für die frühe Phase. Darin findest du alle Startblätter, die profitabel spielbar sind, und dazu die jeweils beste Spielweise. Wenn du dich nach diesem Chart richtest, wirst du automatisch zu einem großen Teil die oben genannten Spielsituationen erzeugen.
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Starting-Hands-Chart für die frühe Turnierphase
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Wie liest du das Chart?
Ganz links siehst du die möglichen Startkarten (Hände) aufgelistet. Was nicht in dieser Liste ist, solltest du auch nicht spielen - ergibt nur Ärger.
Jede einzelne Karte ist durch einen Buchstaben oder ein Zahl angegeben. Die Buchstaben richten sich nach den englischen Bezeichnungen, z.B. Q für Queen.
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Verwendete Kartenbezeichnungen
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Hast du ein eventuell spielbares Blatt, kommt es jetzt noch darauf an, was die Spieler vor dir gemacht haben. Hat schon jemand erhöht oder gab es noch keine Erhöhung?
Deshalb findest du in der zweiten Spalte des Starting-Hands-Charts die verschiedenen Möglichkeiten unterschieden. Je nachdem, ob schon jemand erhöht hat, ergibt sich deine Spielweise, die du ab der dritten Spalte findest. Da siehst du, ob du besser mitgehst, erhöhst oder aussteigst.
Nach deinen Karten und den Aktionen der Spieler vor dir, ist noch ein dritter Faktor entscheidend, nämlich deine Position.
Position ist im Poker eigentlich nur ein anderes Wort dafür, wann du in einer Setzrunde an der Reihe bist. Da sich die Reihenfolge in einer Setzrunde danach richtet, wer gerade der Kartengeber (Dealer) ist, richten sich auch die Positionen danach.
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Die Positionen am Pokertisch SB BB UTG1 UTG2 UTG3 MP1 MP2 MP3 CO BU
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Die zwei Blind-Positionen SB und BB
Die beiden Spieler, die den kleinen und den großen Blind-Einsatz bezahlt haben, nennt man SB für Small Blind und BB für Big Blinds. Sie sitzen im Uhrzeigersinn gleich links neben dem Kartengeber.
Die drei frühen Positionen UTG1, UTG2 und UTG3
Die drei Spieler, die im Uhrzeigersinn links von den Blinds sitzen, sind in früher Position. Sie werden mit UTG1, UTG2 und UTG3 bezeichnet. Die Abkürzung stammt vom englischen under the gun, da die frühen Positionen mit die schlechtesten sind und man sozusagen immer in den Pistolenlauf schaut.
Die drei mittleren Positionen MP1, MP2 und MP3
Dann folgen noch einmal drei Spieler, die in mittlerer Position sind.
Die zwei späten Positionen CO und BU
Den Abschluss bilden der Spieler direkt vor dem aktuellen Kartengeber und der Kartengeber selbst. Sie heißen Cutoff (CO) und Button (BU). Letzteres kommt vom Chip oder Button, mit dem der Platz des aktuellen Kartengebers markiert ist.
Sind nur neun Spieler am Tisch, gibt es eine frühe Position weniger. Bei acht Spielern gibt es sogar nur noch eine von ursprünglich drei frühen Positionen.
Für jeden Spieler, der den Tisch verlässt, wird ausgehend von den frühen Positionen über die mittleren bis hin zu den späten eine Position weggelassen.
QUIZWie hoch sind deine Einsätze?
Mit manchen Karten erhöhst du vor dem Flop. Wenn du das machst, solltest du immer einige Regeln für deine Einsatzhöhe beachten.
- Deine Grunderhöhung beträgt 4 Big Blinds. Die machst du immer dann, wenn vor dir noch niemand eingestiegen ist.
- Für jeden Spieler, der vorher eingestiegen ist, legst du einen Big Blind oben drauf.
- Gab es vor dir schon eine Erhöhung, dann erhöhst du auf das Dreifache dieser Erhöhung.
- Gab es mehrere Erhöhungen, dann erhöhst du auf das Dreifache der letzten Erhöhung.
- Für jeden Spieler, der eine Erhöhung schon mitgegangen ist, legst du noch einmal die Erhöhung oben drauf.
- Musst du für eine Erhöhung mehr als die Hälfte deiner Chips einsetzen, dann geh direkt All-In.
Diese Regeln haben sich in der Praxis bewährt, denn auf keinen Fall darf deine Erhöhung zu klein ausfallen und somit deinen Gegnern einen zu guten Preis vorgeben. Sie darf aber nicht zu hoch sein, so dass du nur noch dann Kundschaft findest, wenn du geschlagen bist.
- Niemand hat erhöht: 4 Big Blinds + 1 Big Blind pro eingestiegenem Spieler
- Jemand hat erhöht: 3 * die Erhöhung + 1 * die Erhöhung pro mitgegangenem Spieler
- Deine Erhöhung würde mehr als die Hälfte deiner Chips kosten: Geh direkt All-In
Es ist gar nicht so viel Rechnerei, wie es auf den ersten Blick erscheint. Diese Regeln werden dir schnell in Fleisch und Blut übergehen.
1. Der Big Blind beträgt 10 Chips. Vor dir ist kein Spieler eingestiegen. Dann erhöhst du auf 40 Chips.
2. Der Big Blind beträgt 10 Chips, es sind vor dir aber schon zwei Spieler eingestiegen. Dann erhöhst du auf 60 Chips, vier Big Blinds + einen Big Blind für jeden der beiden Spieler.
3. Vor dir hat ein Spieler auf 40 Chips erhöht. Dann erhöhst du, sofern du dafür die Karten hast, auf 3 * 40 = 120 Chips, das Dreifache der Erhöhung.
4. Vor dir hat ein Spieler auf 40 Chips erhöht, es sind aber zwei Spieler die Erhöhung mitgegangen. Dann erhöhst du auf 3 * 40 + 2 * 40 = 200 Chips, das Dreifache der Erhöhung + einmal die Erhöhung für jeden der beiden Spieler.
QUIZBeispiele aus der Praxis
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Du bist in MP1
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In diesem Fall bist du in der ersten mittleren Position (MP1) und hast ein kleines Paar Vieren. Für alle Paar von 99 bis 22 steht im Starting-Hands-Chart, dass du vor dem Flop mitgehen kannst, solange niemand erhöht hat. Das ist hier gegeben, weshalb du mitgehen kannst, um zu schauen, ob du am Flop den Drilling triffst.
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Du bist in MP3
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Das ist eine typische Situation, die Einsteigern immer wieder das Genick bricht. Du hast ein Ass mit gleichfarbiger Beikarte und vor dir hat niemand erhöht. Eigentlich könntest du doch einmal mitgehen und schauen, was der Flop bringt.
Das Problem ist aber nicht nur, dass hinter dir noch Spieler kommen, die erhöhen können. Das größere Problem sind die Blätter, die du am Flop treffen kannst. Triffst du ein Paar Vieren, ist das nicht viel wert. Triffst du ein Paar Asse, dann hast du eine schwere Zeit vor dir, sobald dir auch nur irgendjemand Action gibt. Dein Paar ist aufgrund der niedrigen Beikarte nicht wirklich gut.
Einen Flush wirst du nur sehr sehr selten treffen. Viel eher bringt der Flop zwei weitere Herz-Karten und dir fehlt ein fünftes Herz - du hast dann einen so genannten Flushdraw. Dein Flush kann zwar am Turn oder River ankommen, nur wirst du bis dahin häufig ordentlich bezahlen dürfen und damit gegen Regel Nr.1 verstoßen: Riskier nicht unnötig deine Chips!
Du hast gar keine Veranlassung, viele Chips auf ein spekulatives Blatt zu verschwenden. Da du also fast keine Chancen hast, mit Ass Vier eine profitable Situation nach dem Flop zu erzeugen, steigst du schon vor dem Flop aus. Dass du das tun solltest, erkennst du daran, dass dieses Blatt im Starting-Hands-Chart nicht aufgeführt ist.
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Du bist in MP2
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Ein Paar Könige auf der Hand ist immer ein schöner Anblick. Du weißt es sicherlich von allein, aber zur Not steht auch im Starting-Hands-Chart, dass du damit am besten vor dem Flop so viele Chips wie möglich in die Mitte bringst. Du solltest hier also erhöhen. Die Frage ist, auf wie viel?
Der Big Blind beträgt 20 Chips. Es sind 2 Spieler eingestiegen. Deine Erhöhung beträgt, wenn vor dir noch niemand erhöht hat, immer 4 Big Blinds + 1 Big Blind pro schon eingestiegenem Spieler. Insgesamt macht das also 6 Big Blinds, was 120 Chips entspricht.
Wie spielst du in der mittleren Phase?
Die mittlere Phase beginnt, wenn dein Chipstand 24 Big Blinds oder weniger beträgt. Sie endet, wenn er auf 13 Big Blinds oder weniger fällt und du in die Push-or-Fold-Phase kommst.
In dieser Phase spielst du, wie du unten im Starting-Hands-Chart siehst, zwar standardmäßig etwas weniger Blätter, dafür ergänzt du deine Strategie aber durch zwei besondere Spielzüge: Blindsteals und Stealreraises.
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Starting-Hands-Chart für die mittlere Turnierphase
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Du siehst, dass die kleinen Paare weggefallen sind. Der Grund dafür ist, dass sich diese durch ein einfaches Mitgehen vor dem Flop nicht mehr profitabel spielen lassen. Wenn überhaupt kannst du sie nur aggressiv spielen und zwar im Rahmen eines Blindsteals oder Stealreraises.
QUIZWas ist ein Blindsteal?
In Texas Hold’em müssen vor jeder Spielrunde zwei Spieler einen blinden Zwangseinsatz bezahlen, die Blinds. Damit sind schon von vornherein einige Chips im Pot. In der mittleren Phase eines Sit and Goes wachsen die Blinds auf eine Höhe an, dass es sich lohnt, ein Risiko in Kauf zu nehmen, um diesen Pot zu gewinnen.
Ein Blindsteal, das Stehlen der Blinds, besteht nun darin, vor dem Flop durch eine Erhöhung eine Drohkulisse aufzubauen, so dass alle Spieler aussteigen und du die Blinds einsammeln kannst. Das funktioniert natürlich umso besser, je später deine Position ist und auch nur wenn vor dir schon alle ausgestiegen sind.
Daher folgende Regeln für das Anwenden eines Blindsteals:
- Vor dir sind alle Spieler ausgestiegen.
- Du bist in später Position (Cutoff CO oder Button BU) oder in der des Small Blinds SB.
- Du willst die Spieler zur Aufgabe zwingen und nicht etwa um einen großen Pot mit ihnen spielen.
Sprich: Steigen alle Spieler vor dir aus und du bist in später Position oder im Small Blind, dann erhöhst du. Das ist noch nicht alles, denn ein Blindsteal kannst du auch nicht mit allen Karten durchführen. Sie können zwar schwächer sein als normal, sollte aber auch noch ein wenig Gewinnchancen haben, falls du damit doch nicht durchkommst und ein Spieler deine Erhöhung mitgeht.
Am besten fährst du mit der folgenden Übersicht.
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Übersicht aller möglichen Blindsteal-Blätter
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Es ist kein Beinbruch, wenn ein Spieler deine Erhöhung mitgeht. Dann spielst du ganz normal weiter, als hättest du ganz regulär erhöht, wie du es im Artikel zum Spiel nach dem Flop noch lernen wirst.
Unangenehm wird es, wenn ein Spieler hinter dir erhöht. Dann musst du wohl oder übel alle Blindsteal-Blätter weglegen. Manchmal fühlst du dich vielleicht dem Pot verpflichtet. Widersteh diesem Gefühl und zieh deine Strategie durch, d.h. steig aus!
QUIZWas ist ein Stealreraise?
Beim Thema Blindsteals hast du gerade erfahren, dass eine Erhöhung in der mittleren Phase nicht unbedingt ein wahnsinnig starkes Blatt bedeuten muss. Das eröffnet die Möglichkeit für einen zweiten Spielzug: das Stealreraise.
Ein Stealreraise ist ein ziemlich simpler Spielzug. Wenn vor dir genau ein Spieler erhöht hat und sonst noch kein anderer Spieler eingestiegen ist, dann gehst du direkt All-In und versuchst so, den Pot zu stehlen.
Das funktioniert auf lange Sicht nur, wenn du drei Regeln einhältst:
- Es hat genau ein Spieler erhöht.
- Es ist bis auf ihn noch kein anderer Spieler eingestiegen.
- Ein Stealreraise bedeutet immer, dass du direkt All-In gehst und all deine Chips einsetzt.
Ist vor der Erhöhung schon jemand eingestiegen oder ist hinterher jemand die Erhöhung mitgegangen, ist das keine Situation für ein Stealreraise.
Wie schon beim Blindsteal gilt, dass du das Stealreraise nicht mit allen Karten ausführen kannst. Sie sollten zumindest so gut sein, dass du nicht hoffnungslos verloren bist, wenn dein Gegner nicht aufgibt, sondern dein All-In mitgeht.
Bisher war auch immer nur von Bedeutung, in welcher Position du dich befindest. Beim Stealreraise ist aber wichtig, in welcher Position derjenige ist, der vor dir erhöht hat. Der Grund ist einfach: Zwar kennen nicht alle Spieler das Positionsprinzip, doch im Normalfall wird ein Spieler mit umso stärkeren Karten erhöhen, je früher seine Position ist.
Die folgende Übersicht zeigt dir, mit welchen Blättern du in einer geeigneten Situation eine gegnerische Erhöhung mit einem All-In beantworten solltest. Der Einfachheit halber sind hier auch die Blätter aufgeführt, mit denen du so oder so all deine Chips setzen würdest, z.B. ein Paar Asse.
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Übersicht aller möglichen Stealreraise-Blätter
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Beispiele aus der Praxis
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Du bist im CO
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Wieder ein Blatt, das gut aussieht, aber leider in dieser Situation nicht gespielt werden sollte. Vor dir sind schon Spieler eingestiegen, was bedeutet, dass es sich hier nicht um eine Blindsteal-Situation handelt. Vielmehr musst du jetzt nach dem normalen Starting-Hands-Chart spielen. In diesem ist Ass Zehn (AT) aber gar nicht aufgeführt. Das bedeutet, dass du aussteigen solltest. Es lohnt einfach nicht. Das Blatt sieht nur gut aus.
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Du bist im SB
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Du siehst eine typische Blindsteal-Situation. Vor dir sind alle Spieler ausgestiegen und du bist in der Position des Small Blinds (SB). In der Übersicht siehst du, dass Dame Zehn (QT) gerade noch zu den Blättern gehört, mit denen du im Small Blind einen Blindsteal-Versuch unternimmst. Deshalb erhöhst du.
Dein Ziel ist es, den Spieler im Big Blind (BB) zur Aufgabe zu zwingen und den Pot einzusammeln. Funktioniert das nicht und der BB geht deine Erhöhung mit, spielst du so weiter, als hättest du ganz regulär erhöht und wie du es im Artikel zum Spiel nach dem Flop noch lernst.
Erhöht dein Gegner sogar, ist die Sache für dich gelaufen. Auf jeden Fall solltest du dann aussteigen. Zum Stehlen der Blinds ist QT gut, zu mehr aber auch nicht.
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Du bist im BU
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Du siehst, dass ein Spieler vor dir erhöht hat und alle anderen ausgestiegen sind. Dann sollte in deinem Kopf sofort ein Signal ertönen: Stealreraise möglich! Jetzt musst du nur noch in die Übersicht schauen, ob dein Blatt dafür geeignet ist.
Nach dem normalen Starting-Hands-Chart für die mittlere Phase wäre ein Paar Zehnen (TT) gegen eine Erhöhung nicht profitabel zu spielen. Normalerweise würdest du also aussteigen, z.B. wenn noch andere Spieler eingestiegen sind.
Hier aber zählt das Starting-Hands-Chart nicht, sondern die Übersicht zum Stealreraise. Dein Gegner hat in der zweiten mittleren Position (MP2) erhöht. Und siehe da, die Übersicht sagt: Hat dein Gegner in mittlerer Position erhöht, dann kannst du mit TT ein Stealreraise machen, sprich: All-In gehen.
Wie spielst du in der späten Phase?
Die späte Phase wird auch Push-or-Fold-Phase genannt. Du stehst aber nur dann vor einer Push-or-Fold-Entscheidung, wenn ...
- ... du 13 Big Blinds oder weniger hast ...
- ... oder wenn alle Spieler nach dir und auch alle Spieler, die vor dir schon eingestiegen sind, 13 Big Blinds oder weniger haben.
Ist keiner dieser beiden Fälle gegeben, dann spiel weiter nach der Strategie für die mittlere Phase. Letztlich kannst du die Regel auf einen einfachen Nenner bringen: Kannst du in einer Runde mehr als 13 Big Blinds verlieren, bist du nicht in der Push-or-Fold-Phase.
In der Push-or-Fold-Phase gibt es nur zwei mögliche Spielzüge für dich. Entweder gehst du vor dem Flop All-In (push) oder du steigst aus (fold). Das klingt einfach, kann aber kompliziert werden, denn je nach Chipstand und Spielsituation gehst du mit einer ganzen Menge Karten All-In.
- Je später deine Position, mit desto mehr Karten gehst du All-In.
- Sind vor dir schon Spieler eingestiegen oder hat sogar jemand erhöht, gehst du mit weitaus weniger Karten All-In.
- Je kleiner dein Chipstapel oder der deiner Gegner, die noch kommen, mit desto mehr Karten gehst du All-In.
- Behalte immer die Tischkonstellation im Auge, wer dir gefährlich werden kann und wer stark unter Druck ist.
Hierfür gibt es ein mathematisches Modell, das genau beschreibt, mit welchen Karten du wann All-In gehen solltest. Es betrachtet nicht nur die tatsächlichen Chipstände, sondern auch die Auswirkungen von möglichem Chipgewinn und Chipverlust auf deine Platzierung im Turnier und damit den tatsächlichen Geldgewinn. Du spielst ein Turnier schließlich nicht, um Chips zu gewinnen, sondern um eine hohe Platzierung zu erreichen.
Dieses Modell heißt Independent Chip Model (ICM). Es würde jetzt sehr kompliziert werden, dir das genau auseinanderzusetzen, und auf einen langatmigen Mathe-Exkurs hast du sicherlich keine Lust. Wenn du magst, findest du in den fortgeschrittenen Strategiesektionen ausführliche Artikel zum Thema. In der Bronze-Sektion gibt es u.a. auch vier Starting-Hands-Charts für das Spiel in der späten Phase.
Um dir die Praxis des ICMs näherzubringen, hat die Softwareabteilung von PokerStrategy ein Lernprogramm entwickelt. In mehreren aufeinanderfolgenden Lektionen erfährst du, mit welchen Blättern du pushst und mit welchen du foldest.
Der erste Schritt besteht natürlich darin, sich das Programm herunterzuladen und zu installieren.
Lade hier das Lernprogramm für die späte Turnierphase herunter
Lade die Software herunter und führe das Setup-Programm aus, um das Programm zu installieren. Hast du den ICM-Trainer einmal gestartet, beginnst du mit einer neuen Lektion, indem du auf den Button Lektion starten klickst.
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Lektion starten ![]() |
Nun gibt das Programm dir Spielsituationen vor, in denen du entscheiden musst, ob du All-In gehst(Push) oder aussteigst(Fold). Du bist dabei immer der Spieler Hero. Du siehst deine Karten und was die Gegner vor dir getan haben.
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Wer bist du? ![]() |
Ebenso kennst du alle Chipstände. Schau dir die Situation an und versuche, die korrekte Entscheidung zu treffen. Klicke dann entweder auf den Button Push, um All-In zu gehen, oder Fold, wenn du deine Karten weglegen würdest. Zu deiner Unterstützung erhältst du auf der rechten Seite des Fensters Tipps und Hinweise.
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Eine Entscheidung treffen ![]() |
Ob du richtig entschieden hast, wird dir anschließend angezeigt. Ebenso zeigt dir das Programm an, mit welchen Händen du in der gezeigten Situation alles hättest korrekt, also profitabel, All-In gehen können. Du siehst eine Auflistung des kompletten Handbereichs. Im unteren Beispiel siehst du z.B., dass du in der Situation mit jedem Paar ab einem Paar Zweien (22+) All-In gehen solltest, ebenso auch mit jedem gleichfarbigen Ass ab A8 (A8s+), usw.
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Das Ergebnis ![]() |
Es ist klar, dass du die perfekte Strategie nicht in 5 Minuten erlernen kannst. Wenn es so einfach wäre, würden deine Gegner das auch können. Investiere ein bisschen Zeit und spiel die Lektionen durch. Es lohnt sich wirklich.
QUIZZusammenfassung
Man könnte den für deine Spielpraxis wichtigen Inhalt dieses Artikels in zwei Punkten wiedergeben:
- Lad dir die Starting-Hands-Charts herunter, druck sie aus und spiel danach.
- Lad dir das Lernprogramm zur späten Phase herunter und spiel es durch.
Für jede der drei Turnierphasen gibt es eine eigene Strategie. Was Turniere stark von anderen Pokerformen unterscheidet, ist die Tatsache, dass es nicht darum geht, die meisten Chips zu haben. In einem Geldspiel suchst du immer nach der Entscheidung, die für dein Blatt den größten Gewinn einbringt. In einem Turnier suchst du nach der Entscheidung, die dich am weitesten bringt. Gerade in der frühen und auch mittleren Phase heißt diese Entscheidung häufig: Steig aus!
Das ist etwas, was viele Spieler nicht verstehen. Sie halten ein irgendwie gutes Blatt, schieben ihre Chips in die Mitte und hoffen das Beste. In einem Geldspiel kann ihr Spielzug sogar richtig sein, in einem Turnier kann er katastrophal sein, weil er einfach vollkommen ignoriert, dass Turniere eine eigene Form von Poker mit eigenen Regeln sind.
Der dritte und letzte Artikel aus dieser Reihe befasst sich nun mit dem Spiel nach dem Austeilen der Gemeinschaftskarten. Du erfährst, mit welchen Blättern du Gas geben und mit welchen du lieber auf die Bremse treten solltest.
Gehe hier zum nächsten Artikel: Wie spielst du nach dem Flop?
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#1
Meta27, 08.11.08 12:00
ab 13 big blinds wird man ganz schön agressiv :P#2
Ullar300, 03.01.09 21:07
so muss das sein immer schön blinds stealen und dumme raise z.b. auf 3 Bigs ^^ baer halt au nur wenn man ne gute Hand hat#3
Knusperklaus, 02.02.09 04:27
der ICM trainer lässt sich nach der installation nicht starten!(ich habe den flashplayer natürlich längst installiert)
#4
Max1303, 27.02.09 11:35
bei dem 3ten beispiel zu blindsteals und stealreraises wundert mich, dass ich im button mit TT all-in gehe, mir wird doch eigentlih gar kein blind gestohlen, da ich keinen gesetzt habe. ich dahcte immer stealreraises spiele ich nur aus SB/BB position?#5
schoxx, 01.03.09 14:44
@MaxDas ist dann kein Blindsteal (= du klaust die Blinds),
sondern ein Steal-Raise (du klaust einen Raise).
#6
hankeymann, 21.03.09 14:11
ich habe einen fehler gefunden...ABER DEN BEHALTE ICH! so !#7
Huckebein, 23.03.09 12:25
@6: dann kanns so schlimm ja nicht sein....#8
goxie, 26.03.09 09:07
Frage zum Startinghand-Chart:Ich mag es eigentlich nicht gern open zu limpen wie hier mit JJ-22 vorgeschlagen. Dann raise ich lieber.
Wenn vor mir jemand limpt und ich Position auf ihn und ein gutes Blatt halte raise ich meistens.
Und auf ein Raise hin sollte man solche Hände (kleine und mittlere Paare) ja wohl wegschmeißen!?
#9
goxie, 26.03.09 09:09
Ich finde es etwas fragwürdig mit kleinen und mittleren Paaren einen open limp zu spielen.Wenn das jemand aus früher Position macht und ich ein gutes Blatt und Position auf ihn habe, dann raise ich im Normalfall.
Und auf ein Raise hin sollte man solche eher spekulativen Hände ja wohl wegscheißen
#10
shpongle, 28.03.09 06:54
Ich gebe goxie recht, ein limp aus früher pos.mit kleinen paaren vermeide ich. denns wenn goxie hinter mir einen raise bringt werde ich auf jedenfall folden. spiele diese wenn überhaupt aus später pos. und auch nur dann wenn ich schon einige limper im pott habe, oder einige loose limper hinter mir vermute.für mich erscheinen die tabellen verdreht. die tabelle über 24BB würde ich als 13-24BB nehmen und andersherum.
müssten bei den blindstealhänden nicht auch suitedkarten dabei sein?
habe insgesammt die tabellen anders in erinnerung...großes?
#11
royal1000, 24.06.09 19:08
hallo eine frage! das ist die sng aber auch turnier sektion! und die starting hands charts zumindest für 2. und 3. phase können für turniere nicht stimmen da sie viel zu tight angelegt sind. es ist generell unübersichtlich was für sng gilt und was für große turniere. meine fragen sind folgende : wie spielt man in den einzelnen phasen welche range hat man in der frühen bis späten phase? gibt es da ein sh-chart für`? und sollte man wie erwähnt im artikel draws garnicht spielen? dies kann ja auch nicht sein weil man eig in der frühen phase günstig suited connectors spielen soll und diese ja zwangsläufig draws ergeben die man zu treffen hofft um einen großen pott zu akkumulieren!? bitte um ausfürliche antworten ;) mfg#12
Huckebein, 25.06.09 08:03
@11: Die Sektion heißt Sng/Turniere, weil es Content für SnG und Turniere gibt. Die meisten Artikel beziehen sich aber auf SnG, können aber auch auf MTTs angewendet werden.Du liegst aber genau richtig, wenn du sagst, dass du dich in Turnieren dann anders verhalten musst.
Wir arbeiten derzeit an einer MTT-Sektion, die voraussichtlich Ende Juli online gehen wird. Dort wirst du dann fündig werden und ausführliche Antworten erhalten.
Noch einmal kurz zu deiner FRage mit den Draws. Da du Turniere nicht in der frühen Phase entscheiden kannst, ist es kein Fehler, Draws nicht zu spielen. Du vermeidest dann etwas Varianz. Wenn du Draws immer nur nach Odds callst, kannt du bereits in der frühen Phase so viele Chips verlieren, dass dein Stack zu klein ist, um in dem Turnier etwas zu reissen.
Du kannst natürlich auch deine starken Draws aggressiv spielen. Dann kalkulierst du ein, dass du in 2 von 3 Turnieren (ganz grob mal mit 33% Equity gerechnet) ausscheidest. In dem anderen Turnier, in dem du deinen Draw triffst, doppelst du früh auf und kannst dann von deinem großen Stack profitieren und die anderen unter Druck setzen.
Letztere ist aber die sehr viel schwierigere Variante. Ich würde jedem empfehlen, erstmal in der frühen Phase sehr tight zu spielen und schwer einzuschätzende Spots zu vermeiden.
#13
royal1000, 25.06.09 10:23
ja ok bist du auch der meinung das das sh-chart der frühen phase anwendbar ist auf mtts?welche karten spiele ich allgemein bei mtts in der mittleren und späten phase?und eineletzte frage : wenn du sagst es ist nicht alles sng artikel und manche auch mtt welche sind denn keine sng und welche artikel sind auch anwendbar auf mtts? ich benötige leider so viele ausfürhliche antworten da ich exakt richtig lern will. mfg#14
royal1000, 29.06.09 12:37
bekomme ich noch eine antwort?:D danke sehr;)#15
bese29, 06.07.09 12:28
In der Druckversion ist ein anderes Chart für die mittlere Turnierphase. Welches gilt?#16
pokerflash09, 17.07.09 08:43
hallo,hab eine kleine frage und zwar:" Nach der Stealraise Tabelle push ich mit AQ drüber. aber nach der Tabelle der mittleren Phase schmeiß ich AQ weg. Wie verhält man sich jetzt richtig??"
Vielen Dank im voraus.
#17
maxi132, 09.08.09 10:14
ich finde man spielt zu viel und stur nach der tabelle man sollte sein eigenenes spiel spieln aber sonst ist das hier richtig gut#18
nepal, 11.08.09 17:38
weshalb sind in der blindsteal-tabelle JJ und TT bei den paaren nicht aufgeführt?#19
nepal, 11.08.09 18:17
und noch eine zweite frage: weshalb gibt es in der stealraise-tabelle keinen BB?#20
Mietsch09, 11.08.09 21:30
@16: Wenn der Raiser noch alleine im Spiel ist, also keiner limpt und keiner den Raise gecallt hat, Push AQ. Sonst Fold. So verstehe ich das.@18: Mit JJ und TT darf man ja nach SHC auch dann erhöhen, wenn schon jemand eingestiegen ist. Vielleicht sind sie nicht im Steal-Chart, damit sie nach einem Limper nicht weggeworfen werden ;)
@19: Du bist im BB und vor dir ist noch keiner eingestiegen. Was passiert?
#21
Neo09, 28.08.09 13:02
gibt es das lernprogramm auch fürn mac?#22
Quambo, 26.09.09 14:26
@17: Finde ich ehrlich gesagt auch, aber es ist ja auch wirklich ein Artikel für Anfänger und da sind solche Tabellen schon hilfreich, weil ich in privaten Runden oft merke, dass viele zwei Bildkarten automatisch für extrem stark halten. Ich denke nach einer Zeit wird man schon selbst merken was richtig und falsch ist und dann sein Spiel anpassen, vor allem an die Gegner mit denen man am Tisch sitzt#23
rippstar84, 16.12.09 20:42
hab ne frage zu den blindsteals. wie viel bb wird da erhöht 3 oder 4??#24
Snocumn, 27.12.09 15:21
Hab das Programm mit den Charts getestet. Wenn ich nix falsch gemacht hab, weichen die Tabellen von den Regeln des ICM-Trainer ab.Comments bitte.
#25
SkillSeeka, 30.12.09 20:02
Für die späte Phase gibts doch gar keine Tabelle.Daher muss man im ICM Trainer einfach "raten"
Oder versteh ich was falsch?
#26
David, 05.01.10 08:53
@25: Das ICM beruecksichtigt nicht alle Faktoren, es liefert dir mit Hilfe der Kenntnis aller Stacks und der Auszahlungsstruktur nur den derzeitigen Geldgegenwert deiner Chips. Dazu gibt es einen interessanten Artikel "Advanced ICM" (ab Platin) der die Grenzen und Schwaechen des ICM aufzeigt. Ausserdem empfehle ich ebenfalls das Video "Einfuehrung ICM" http://de.pokerstrategy.com/video/8690 .#27
SHARKY5, 06.01.10 18:45
Ich halte AA od. KK, Gemäss Starthandtabelle müsste ich bei mehr als einem raise vor oder hinter mir all-in gehen. Ist dies in einer frühen Phase nicht sehr riskant, wenn ich davon ausgehe das auch mal jemand callt der eine schlechtere Starthand hat und diese trifft? (two pair, streight, etc.)#28
Huckebein, 07.01.10 13:33
@27: Es ist sicherlich richtig, dass du in der frühen Phase eines Turniers nicht ausscheiden willst. Allerdings sind AA und KK so gute Starthände, dass ein All-in vor dem Flop immer profitabel ist. Deine Gewinnwahrscheinlichkeiten liegt bei ca. 70-80%. Natürlich wirst du dann von schlechteren Händen gecallt, aber das ist genau das, was du eigentlich willst. Zwar wirst du ein paarmal gegen schlechtere Hände verlieren, aber sehr viel öfter gewinnen. Im Poker gibt es keine 100% Gewinnwahrscheinlichkeiten.Ein All-in ist die beste Möglichkeit die Hände AA und KK zu spielen. Du kannst sie nicht preflop folden, und auch ein Call wäre nicht gut, da du deine Hand meistens nicht verbesserst, aber den anderen die Chance gibst, sich zu verbessern. Das jedoch willst du nicht und solltest All-in gehen.
#29
daegga, 26.02.10 16:52
ich schreibs auch hier noch mal hin:warum gehe ich laut SHC mit AK im early game bei einem reraise nach mir all-in? gegen die meisten gegner hab ich hier ja maximal einen coinflip, den ich gerade im early game vermeiden will.
antwort/diskussion auch gerne hier: http://de.pokerstrategy.com/forum/thread.php?threadid=834576
#30
John432, 27.03.10 13:24
Also ganz großes Lob für den ICM Trainer, ich finde echt genial und er hilft!#31
NoLimit1488, 21.05.10 12:08
gibt es für die push or fold phase charts zum runterladen oder muss man sich das jetzt selber aus dem icm trainer rausschreiben...?#32
NoLimit1488, 21.05.10 17:01
Irgendwie hat der ICM Trainer Macken... wollt mir grad ne excel tabelle zu den push or folds in den verschieden situationen machen: hero bb; raise vom BU : einmal sagt er: paare ab 77+; Gleichfarbig: ATs+ ... einmal sagt er: paare: 66+ ; A5s+, KTs+ ... und was is nu richtig??? ich will nen chart!!!!!#33
NoLimit1488, 21.05.10 17:41
hat sich erledigt... grad das video gesehen und außerdem die charts in der bronze sektion gefunden; ...#34
TigerTom, 30.08.10 05:29
AQ, JJ + TT werden in der mittleren Phase in früher und mittlerer Position gefoldet, wenn wir als erster dran sind. Bei einer Erhöhung vor oder nach uns werden sie auch gefolded. D. h. diese Hände werden für solche Situationen nicht für gut genug befunden zu setzen oder zu erhöhen. Dann soll ich mit diesen und schlechteren Händen einen resteal machen. Das widerspricht sich doch. Wieso gehe ich dann mit z. B. JJ auf eine Erhöhung aus früher Position all in oder mit TT, wenn der Raise aus mittlerer Position kommt? Womit raisen denn die Leute in früher Position? Doch fast nur mit hohen A oder hohen Pockets. Wir sind doch in diesen Fällen oft dominiert. Ich glaube nicht, daß ein solcher Spielzug profitable ist.#35
Mischu1, 22.09.10 12:29
Hallo beisammen, in der Rubrik "wie hoch sind deine Einsätze" steht: gab es mehrere Erhöhungen, dann erhöhst du auf das Dreifache der letzten Erhöhung. In der Starthandtabelle für die frühe Phase heisst es, dass dass bei mehr als einer Erhöhung all in zu gehen ist. Ist dies ein Widerspruch oder habe ich etwas falsch verstanden? Vielen Dank für die Aufklärung und viel Glück an alle, Mischu1.#36
David, 23.09.10 08:50
@35: Hallo Mischu1, die Rubrik besagt ebenfalls:"Musst du für eine Erhöhung mehr als die Hälfte deiner Chips einsetzen, dann geh direkt All-In."
Haben also mehrere Leute vor dir erhöht, und das 3fache der letzten Erhöhung würde mehr als die Hälfte deiner Chips kosten, gehst du All-In.
#37
laghorn711, 28.09.10 08:30
ich muss sagen insgesamt verwirrt ihr richtig krass...das was man hier gesagt bekommt und was zum beispiel beim posten einer Hand von einem lowlimit Handbewerter zurückgegeben wird, korrespondiert mal gar nicht. Hier wird man mit nittigen charts zugemüllt und im Forum kriegt man auf einmal equity analysen vorgesetzt -.-
#38
Bosen, 16.10.10 19:08
ich hab auch das gefühl, dass diese strategien insgesammt nicht zum erfolg führen, da man einfach viel zu selten eine der wenigen hände bekommt, die man laut den charts spielen darf. man wird viel zu oft von den blinds aufgefressen und muss dann gegen ende hin mit müll allin gehen...#39
soulflyer860, 17.11.10 15:41
ich muss sagen dass ich mit den handcharts nicht ganz daccord bin. gerade in einem SNG wo alle 10mins erhöht wird (und das drastisch) nehme ich AQ und JJ schon mal gern als gute möglichkeit auf. greetz#40
Jadino, 31.01.11 00:08
Muss sagen, finde diese sit and go artikel umwerfend endlich versteh ich mal wie ein fisch denkt. Macht weiter so haltet die kleinen Level profitabel;-).Ne ganz ehrlich glaub nicht das diese oder ähnliche spielweisen noch profitabel sein können. punkt
#41
TigerTino, 06.02.11 17:06
Welche Positionen kommen für ein Stealreraise in Frage? Oder konkret: kann ich z.B. in MP3 Mit AQo All-In pushen, wenn ein Raise aus UTG erfolgt?#42
TAHG2010, 14.02.11 14:40
@41 laut stealreraise HC machst du den push mit AQ aus allen positionen#43
TigerTino, 15.02.11 23:29
So habe ich den Chart auch verstanden - aber es scheint mir doch etwas gewagt in Anbetracht der Tatsache, dass ein Raise aus UTG bereits eine sehr gute Starthand signalisiert und nach mir noch 4 Gegner kommen.#44
PetervanNostrand, 07.03.11 10:27
Nochmal die Frage von weiter oben: Gibts den ICM Trainer auch in einer Mac Version?#45
Boomzman, 08.05.11 21:43
Der ICM Trainer ist ja eiglt ganz gut stimmt aber nicht mit den Push or Fold tabellen überein! Da ich da jetz schön lansgam ein bisschen durchsteige ist es jetz für mich kein großartiges problem, allerdings hat mich doch sehr verwirrt!#46
motar, 09.05.11 13:08
Eine Frage, warum wird bei diesen charts off suite und suite nicht berücksichtigt?#47
HulkHaukn, 16.05.11 12:48
sh** on intelli, pokerstategy is best !#48
maruthecat, 19.05.11 19:22
Aus welcher Position macht man einen Stealreraise, nur wenn man in später Position ist? Das steht leider nicht im Text.Bsp: Ich bin in früher Turnierphase und UTG2 mit JJ, UTG1 bets. Nach SHC müßte ich jetzt aussteigen. Aber als Stealreraise (es ist ja erst einer eingestiegen vor mir) würde ich jetzt nach "Stealreraise-Tabelle" mit JJ aus früher Position pushen... (?)
#49
maruthecat, 19.05.11 19:32
Ok, schlechtes Beispiel, in früher Phase sollte man ja keine Stealreraises machen. ;)Neues Bsp: Mittlere Phase, ich bin UTG2 und hab AQ, UTG1 bets. Nach SHC für mittlere Phase steig ich aus, nach Stealreraise-Charts push ich... (?)
Was ist richtig? Darf ich da überhaupt "stealreraisen"?
#50
NPtuOZH6, 19.06.11 16:41
aus irgendeinem grund kann ich die charts nicht laden, weil es mir forbidden ist.wieso das denn ? - ich habe doch den quiz geschafft...
#51
Metal20, 02.10.11 09:27
frage:also bestimmt mein stack zum verhältnis zu den blinds in welcher Phase ich mich befinde?#52
Andi807x, 24.11.11 19:56
HaHa!!!!Habe gerade das erste SnG nach dieser Strategie gespielt.
Ich habe mich natürlich streng daran gehalten.
In der Übergangsphase von der frühen in die mittlere Phase bekomme ich meine erste spielbare hand in der dritten mittleren Position. Es waren die Könige.
Ich raise 4x cut off verdoppelt und ich setze all in.
kurz gesagt: cut off hält die Asse und ich bin nach der ersten Hand raus.
#53
WaZLee, 01.12.11 01:48
Auch für mich als Anfänger wirkt die Anzahl der Hände, die man spielt, gering.Viel wichtiger finde ich bei diesen Strategien zu lernen, welche Fehler man normalerweise macht und wie man diese Vermeiden kann.
Auf den unteren Limits kann man sich eh nicht stur an irgendeine Strategie fesseln. Da spielen schon die Gegner nicht mit. Aber mir hat es geholfen zu lernen um wieviel ich erhöhe und dass ich öfter folde.
@Metal20 Ja
#54
henrich147, 22.12.11 16:25
Stealreraise, wenn der gegner in früher position ist mit J,J....??? Is das nicht ein bisschen krass, läuft man ja 60 Prozent in two over cards rein und hat ständig nen coinflip... Oder seh ich das falsch???#55
henrich147, 22.12.11 16:36
also ich meine wenn man selber die Jacks hält und der gegner in früher position ist...#56
0815Danny0815, 06.04.12 11:32
Erstmal vielen Dank für die tollen Einführungen. Für mich als absoluten Noob haben sie sich schon etwas bezahlt gemacht.Hier habe ich aber einen Wiederspruch gefunden. In der Starting Hands Chart zur frühen Phase heißt es, mit KK und 2 Erhöhungen vor einem All-In zu gehen. In Beispiel 3 zur frühen Phase wird lediglich erhöht. Davon abgesehen, daß ich selbst auch nicht All-In gehen würde (allein aus Unerfahrenheit heraus und nicht aus irgendwelcher Überzeugung), frage ich ich trotzdem, was hier der ideale Weg wäre.
Wäre nett, wenn man mir da weiterhelfen könnte.
Cheers!
#57
dcvdns, 16.04.12 15:21
@danny: in Beispiel 3 hat keiner erhöht, es sind nur zwei Spieler eingestiegen bzw. mitgegangen (gecallt) d.h. man erhöht ganz normal 4 BB +1 BB pro "Caller"Gruß
#58
0815Danny0815, 17.04.12 09:47
Danke dcvdns! Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Da hab ich wohl was durcheinandergebracht.#59
Jblo88, 25.04.12 16:47
hm also ich find die tabelle auch sehr tight. in einem turnier grad 60 hände gespielt und wirklich nicht ein mal eine von den obigen händen (tabelle: frühe phase) gesehen. vielleicht auch viel pech dabei gewesen ^^.#60
Kral87, 07.05.12 14:13
Warum kaum AQ spielem in der frühen phase?#61
seinett68, 24.06.12 09:22
Ass Dame in früher Position nicht spielbar#62
my74beatyourAA, 30.06.12 03:13
4bb raise .....44Limp in Mp.....Fold Aq Utg.....selten so gelacht#63
Pedrenko, 02.08.12 21:53
Was mache ich in der frühen Turnierphase mit folgenden Karten AA KK QQ AK wenn mehr als einmal HINTER mir erhöht wurde?#64
Chengchoko, 13.08.12 22:23
all-inn pushen#65
HerrSchulle, 21.12.12 15:50
Es geht erstmal darum grobe Fehler, die ein Anfänger macht zu vermeiden.(daher Einsteigersektion) Zum Beispiel ist AQ UTG zu oft dominiert oder es reicht max für einen coinflip. Es geht darum langfristig profitabel zu werden, Verfeinerungen und Anpassungen sind nötig, um euer Spiel weiter zu optimieren. Für Einsteiger aber ein gelungener Artikel.#66
Topalov, 04.01.13 21:39
Gibt es eigentlich auch Überlegungen zu Ante? Sollte die Turnierphase nicht auch davon abhängen?