Flopplay - Passives Spiel
Einleitung
In diesem Artikel- Vorteile des passiven Spiels
- Wann du Freecards geben kannst
- Wie du auf Action des Gegners reagierst
Nachdem du neben der Theorie einiges über das aggressive Spiel am Flop gelernt hast, soll es in diesem Artikel nun um die passiven Varianten gehen. Letztlich bedeutet das, dass du am Flop nicht bettest beziehungsweise nicht raist. Die Grundsätze und Vorteile des aggressiven Spiels vernachlässigst du damit, hast aber auf der anderen Seite dadurch andere Vorteile.


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#1
danielish, 12.02.09 16:33
Macht es wirklich Sinn, beim letzten Beispiel (Passives Drawplay) bereits am Turn zu raisen? Extrahiere ich nicht viel mehr Value aus meinem Gegner, wenn ich hier nur calle und am River nach seiner Bet raise bzw. falls er zu mir checkt durch eine (Potsize?) Bet Schwäche vortäusche und ihm zum Callen verleite?#2
Claro, 16.02.09 17:13
Würd' sagen: Kommt drauf an. Im Multiwaypot würde ich auf jeden Fall raisen, da1. gut jemand noch den Ks oder As halten und uns am Ende noch ausdrawen könnte, aber ein Raise am Turn auch entgegen der Odds vielleicht noch callt. Zudem könnte auch jemand ein slowgeplaytes Set halten, das ja noch 10 Outs auf ein FH gegen uns hat, wogegen wir protecten sollten. Selbst ein King geht am Turn möglicherweise noch broke.
2. Hat keiner 'n Draw auf 'n besseren Flush und kommt dennoch ein viertes Spade auf dem River wird es aufgrund des scary Boards wohl sehr schwierig noch Value zu extrahieren von einem schlechteren Flush oder Set oder einem King. Auf einem paired Board stehen wir ebenfalls blöd da.
Kurz: es gibt auch bei unserem Beinahe-Nut-Monster noch genug Karten am River, die unsere Hand zerstören bzw. eine Valuemaximierung schwierig machen könnten.
#3
Claro, 16.02.09 17:18
Ich mein' natürlich, das Set hat 10 Outs auf FH ODER Quads...#4
VMPFC, 13.03.09 14:35
Kann jemand vielleicht gute Tipps geben, wann man eher for Value raist und wann eher way-ahead Strategien verfolgen sollte?!#5
Huckebein, 16.03.09 07:04
@4 Du hast in beiden Fällen ganz unterschiedliche Spielsituationen. Du for Value raist, wenn du entweder schwächere Hände wie Draws vertreiben kannst oder dich schlechtere Hände callen. Bei Way Ahead - Way Behind ist es aufgrund der Textur des Boards unwahrscheinlich, dass sich die Situation ändert: entweder hast du die bessere Hand und bist vorne (way ahead) oder dein Gegner. Deshalb kannst du hier nicht einfach for value raisen. Angenommen du hast AK auf einem K33 rainbow board. Wenn dein Gegner also am Flop setzt, hältst du sehr wahrscheinlich die beste Hand. Wenn du aber jetzt raist, werden dich nicht sehr viele schlechtere Hände callen. Gleichzeitig musst du auch nicht protecten, da es keine Draws gibt.#6
Hopsen3001, 26.04.09 19:32
Bei Bsp 2 is kein Read für den BB angegeben... Dann wird er auf einmal als "recht tight" bezeichnet, und später nur noch als tight... Sollte man bei "Reads" wohl direkt anführen... Soll jetz keine Klugscheißerei sein, is mir halt nur aufgefalln...Selbes Bsp... Der Satz "...ob dein Kicker ausreicht"... Q Kicker...??? Da es sich ja sowieso um das Passiv-Spiel handelt, geht es bei dem Satz ja wohl nur um einen Call oder einen Fold... Sollte man da wirklich auf Verdacht von AK folden...? Klingt für mich etwas zu nitty...
#7
DolphinDiver, 26.11.09 16:25
Frage zu Beispiel 3: Wäre es nicht angebracht mit einer Bet am Flop zu versuchen Baby-Aces bei Vilian zum Fold zu bringen? Wenn Vilian dann nicht foldet, kann ich davon ausgehen auf alle Fälle mit einem Ass konfrontiert zu sein und getrost mein KK folden, wogegen ein Check Vilian mit jedem Baby-Ace geradezu einlädt dabei zu bleiben. Beim anschließenden Turn würde ich immer noch nicht wissen, ob der "vermeintliche" Bluff von Vilian auch wirklich ein Bluff ist oder ein jetzt ermutigtes Baby-Ace. Anders gefragt, kommt mich das check-Flop und call-Turn langfristig nicht teurer als den Flop selbst anzuspielen?#8
Unam, 02.12.09 16:14
Hi DolphinDiver,villain folder hier NIE ein Ace auf eine Bet am flop. Und wenn er das nicht macht, dann müssen wir gegen den Rest seiner Range versuchen max. Value zu bekommen.
#9
tYleZ, 03.01.10 00:06
Noch eine Frage zu 3: Was tu ich denn wenn Villain nach meinem Call am Turn noch einmal bettet. Muss ich ihm da nicht in den meisten Fällen das Ass geben und folden? Er kann mit Ax doch mit seinem Check am Flop selbst den Bluff induziert haben( wir haben ihn schließlich preflop gereraised) und merkt nun, dass wir ihm den Gefallen nicht tun und möchte mit seinem Ass noch etwas Geld verdienen.Ich kann mir irgentwie nicht vorstellen, dass ich hier profitabel den Bluff induzieren können, Villain wird doch öfter, wie schon gesagt das Ass haben, als mit QQ/JJ zu bluffen. Weiterhin ist der Pot bereits ziemlich groß.
Ich hab in solchen Situationen schon Spieler gesehen, die gerade im SnG/MTT hier folden würden... Zu weak?
#10
Adlerjunge, 26.03.10 14:24
Auch eine Frage zum 3. Beispiel:Welche Hände gehören denn deiner Meinug nach zu seiner Range? Da er als Regular beschrieben wird und in der frühen Phase utg raise/call spielt würde ich ihm da eigentlich nur JJ,QQ,KK,AA und AK geben.
Deswegen würde ich eher cotibet/fold spielen.
#11
joepara, 22.06.10 15:01
jll#12
KarlMarx79, 11.02.11 19:28
Auch in diesem Artikel sind Bsp. 1 unvollständig und Bsp. 4 nicht korrekt (es muss heißen 3 folds / MP3 calls 40).