Woche 49: AQ - zu Unrecht unterschätzt?
von PokerStrategy.com
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Einleitung
Heute möchte ich mich einmal mit AQ beschäftigen, einer Hand, die wie ich finde auf den low Buy Ins zu wenig Beachtung findet und auch zu weak gespielt wird.
Warum ist AQ so stark?
Dazu müssen wir uns unsere Gegner ansehen, sie spielen gerade in der frühen Phase des Turniers immer sehr loose und sehen auch Hände von denen wir wissen, dass sie -EV sind, als durchaus interessant und spielbar an. Wir nehmen einen wohl durchschnittlichen Gegner auf den 22ern an, für ihn sind alle Pocketpairs, wohl alle Kombinationen aus Facecards und viele Ax Kombinationen gute Hände und werden somit auch gespielt.
Was heißt das für unser AQ?
Wenn wir seine Range betrachten, dann können wir davon ausgehen, dass er uns mit AA, KK und QQ reraisen wird. Wir folden AQ aber in der frühen Phase eines SNG auf jedes Raise und haben somit gar kein Problem, wir verlieren also kaum Chips gegen diese Hände. Aber was bekommen wir dafür?
Für alles weitere nehme mit Absicht, einen noch eher tighteren Gegner, einfach weil wir gegen die Range eines Fishes noch besser stehen. Wenn wir vor dem Flop also nur gecallt werden, dann sind wir am Flop mit AQ gegen folgende Hände im Spiel, Pockets zwischen 22 und JJ, KQ und A9 - AK.
Gegen die Pockets, wir machen unsere Contibet und hoffen den Pot mit zu nehmen, gelingt uns das nicht so geben wir die Hand meistens auf, teuer wird es für uns dabei nur, wenn uns ein Set stacken kann, da wir getroffen haben, dieses Risiko besteht aber immer und da wir mit AQ noch treffen müssen und mit KK z.B. nicht sind die Verluste gegen ein Set mit AQ geringer.
Dann zu KQ, diese Hand hat gegen uns 3 Outs und das ist für uns super, denn wir werden uns von KQ nie stacken lassen, denn wenn wir dagegen behind sind, dann ist entweder mit einer Karte eine Straight möglich oder aber wir haben dann nicht Toppair, wenn das Board z.B. KQ4 ist, dann sind wir nicht bereit noch viele Chips zu investieren.
Und nun die Hände, von denen wir viel Value bekommen. A9 – Ak, diese Hände muss ich noch einmal aufteilen:
- AQ
Gegen AQ splitten wir meistens, haben aber durch den Vorteil, dass wir preflop Aggressor sind eine Chance, den Gegner zum folden zu bringen, wenn beide nicht treffen. - AK
Wenn wir gegen AK spielen haben wir ein Problem, gut für uns ist, dass viele Gegner AK overplayen und wie AA und KK spielen, das heißt wir müssen postflop nicht so oft gegen diese Hand spielen, wie wir das vielleicht fürchten. Gute Gegner werden uns mit der Hand aber sehr wahrscheinlich nur callen preflop, da wir aber mit TP gegen gute Gegner eigentlich nicht broke gehen sollten, da sie das meistens geschlagen haben, müssen wir diese Gegner nur erkennen und können auf Gegenwehr von ihnen unsere Hand noch folden. - A9 – AJ
Diese Hände sind der Grund, warum wir AQ spielen wollen, wie auch gegen die anderen Hände sind wir preflop ja der Aggressor und können einige Pötte mit einer Contibet mitnehmen.
Unsere Gegner sind nicht in der Lage sind, sich von guten Händen zu trennen, und schon gleich gar nicht, wenn sie mit ihren guten Händen auch noch so etwas wie Toppair getroffen haben, das heißt für uns konkret, wir bekommen ihren ganzen Stack, auch wenn sie Angst haben, wir könnten wirklich etwas besseres halten, selbst dann werden sie versuchen irgendwie den Pot klein zu halten, aber trotzdem nicht folden.
Wie ihr jetzt sicher schon gemerkt habt, ist Aggression trotz der Stärke unserer Hand einer der wichtigsten Faktoren bei diesem Play, da wir unsere Aggression am besten in Position ausspielen können ist es dort auch am stärksten.
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