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Probleme mit der Redline? - eroticjesus hilft!

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      • 52
        Blinddefense von A-Z, bzw. vom Preflop-call bis zum River Checkraise.
        51%
      • 40
        Spiel verbessern - Wir arbeite ich effizient?
        40%
      • 9
        Rangekonstruktion - Hier wird sich noch um jede Kombo gestritten
        9%
      Insgesamt: 101 Stimmen
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Hey. Danke fürs Feedback und Fragen. Ich bin noch im Urlaub und am Mittwoch wieder da und gehe dann drauf ein.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      So, bin wieder am Start. Danke für das Feedback. In den nächsten zwei Wochen sollten auch die Vids zum 3betten rauskommen, danach mache ich Postflop-Videos.

      Mal einzeln zu euren Fragen:

      Original von Arboraeer
      Fand des letzte Video mit dem Deadmoney klasse!!!
      Weißt du wo ich noch mehr solchen Content find?
      Also in Bezug auf Deadmoney an sich oder speziell im 3bet Pot
      Ich kenne dazu keinen speziellen Content, ausser aus Easy Game 3 von Baluga Whale. Allerdings finde ich das Buch inzwischen nicht mehr so zeitgemäß, dennoch sollte es seinen Preis wert sein, wenn man selbst herausfinden kann, was geht und was nicht. Prinzipiell ist es schon relativ einfach, gerade auf Lowstakes herauszufinden, wann ein Pot dead ist und wann nicht. In 3bet pötten, gerade Multiway, ist es relativ einfach, weil die Villains dort zu ehrlich sind. Checkt der 3better und man hat einen Freizeitspieler im Pot, der auch checkt, dann ist der Pot nahezu dead und man kann ihn durch simples betten mitnehmen. Auf den Lowstakes interessiert dem Gegner unsere Range auch nicht so sehr, wie auf NL200+, weshalb man auch nicht großartig was reppen muss.

      Ähnlich ist es obv in MW-Singleraised-Pots. In HU-Singleraised-Pots ist die Sache oftmals etwas schwieriger, ausser Villain capped sich selbst (drawlastige boards, auf denen Sets idR geraised werden bspw).

      ACHTUNG

      Es ist ein Fehler Preflop Geld zu investieren, nur um Postflop Deadmoney abzustauben. In Singleraised Pots geht das in Ordnung, wenn es zu einem Multiway-Pot kommt. Allerdings sollte man es irgendwann lassen zu viele Multiway-Pots einzugehen, je höher man in den Limits aufsteigt, weil die Villains immer besser wissen, wie unsere Range aussehen könnte und wir somit oftmals in -EV-Spots dastehen, weil unsere Range schlicht zu weit ist. So lange die Gegner aber relativ ehrlich sind und in MW-Pots kein weiteres Geld investerieren, ausser bei hit, kann man dort gut Deadmoney mitnehmen. Man sollte auf den Lowstakes auch den Rake immer bedenken. Also am besten ist es, wenn man Multiway solide Ranges spielt und die Odds dabei natürlich im Auge behält und erst Postflop anfängt in Deadmoney zu denken, wenn es von nöten ist.

      Es ist Multiway auch attraktiver den BB looser zu callen, als den BU, denn man hat schon Geld investiert und bekommt sehr gute direkte odds + closed die Action (diese Faktoren wiegen den Positionsnachteil imo auf). Hier gibt es dann zwei Pläne. Entweder man donkt, die Range, die man Postflop weiter spielen will direkt am Flop, oder man checkt und donkt fast any Turn. Das ist oft ein Spot, in denen sich overbets gut anbieten.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Original von Witz17
      Hab gerade etwas versucht mehr über diesen SB Limp Only Plan gegen aggressive BB Defender zu finden. Konnte aber nichts finden, außer dem einen Comment in Deinem Blog nachzuschauen.. den konnte ich aber auch nicht finden.. weiß gerade nicht ob zu blöd dafür oder zu ungeduldig..

      daher hier die Frage:
      Wie funktioniert das mit dem Limp Only von SB? Was limp/callt man da, was limp/raist man da?

      Und zweite Frage:
      wo kann ich denn den blog von eroticjesus finden?
      Die Limp-Sache hab ich den Vid nur kurz angesprochen, weil ich da noch nicht so weit im Plan war bzw. gerade noch dabei war das zu lernen.

      Ich glaub ich hatte das angesprochen, dass es dort einen GTO-Ansatz und einen exploitive Ansatz gibt, zweiteren find ich inzwischen nicht mehr so gut.

      Ich würde meinen private-Schülern und Buddies vor den Kopf stoßen, mit denen ich das erarbeitet habe, wenn ich hier meine genauen Ranges preisgebe.

      Generell:

      - Im SB zu tight zu raisen, bedeutet, dass wir zu oft den blind verschenken
      - Im SB zu loose raisen (40%+) bedeutet, dass wir eine zu loose Range haben, die wir oop nur schwer / -EV spielen können (wenn Villain gut defendet)
      - eine grenzwertige Hand wie Q5o hat gegen eine Random Range zu gute Equity um sie zu folden

      Man hat im SB also Probleme, WENN DER BB GUT DEFENDET, mit seiner Range. GTO-Experten (lnternet von hier, lefort und sauce123 von Run It Once bspw) haben irgendwann damit angefangen sich limp-only-Strategien einfallen zu lassen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

      - man bekommt sehr gute direkte Pot-Odds
      - man kann eine sehr weite Range spielen (bis zu 65% gehen in Ordnung)
      - Man bringt den Gegner oftmals aus der Komfort-Zone (er kennt es halt nicht von Regulars), vor allem, wenn er checkt (er hat keine starken holdings in der Range, wenn bspw. das Board AKTr kommt, wir haben alle Sets in der Range, alle starken Ax, alle straights, ein normaler Reg hat das alles NICHT inder Range, weil er es raisen wird und wir können gerade Boards, die seine Raisingrange hitten einfach straight durchbarreln und ggf. mit overbets arbeiten.

      Wie gesagt mit den Ranges will ich mich zurück halten, kurz:

      limp 3bet: obv Valuerange + Bluffs (würde auf Blockercombos zurückgreifen, die man nicht gern limp-callen will)

      limp-call: grob, was man sonst so openraised hätte, abzüglich schwacher suited connectors (lieber mit K6s limp-callen, als mit 65s)

      Rest limp-folden ---> es ist kein Problem viel zu limp-folden, Villain exploitet sich selbst, wenn er zu viel isoliert und unsere Preflop-Odds sind einfach zu attraktiv, sodass wir auch gegen sehr aggressive Spieler viel limpen sollten.

      Was man so limp/raised kommt auch auf den Villain an, es gibt Leute, die reagieren einfach über-aggressiv auf limps und folden dann zu viel auf 3bets, andere leveln sich richtig und folden dann auch auch nicht viel auf 3bets -.- da benötigt man natürlich ein Plan, der dann ähnlich aussehen sollte, als wenn wir normal raisen. Hier beginnt dann der schwierige Teil, den sich jeder selbst erarbeiten sollte ;)



      Auch hier wieder ACHTUNG:

      Der Rake ist hoch auf den Lowlimits, weshalb die default Strategie openraise sein sollte. Wenn Villain 60%+ foldet, dann RAISE, wenn er dann noch wenig 3bettet und eher called, dann sollte man schon ordendlich viel raisen (siehe steal-vid). Foldet Villain nur 50%, dann raised lieber tighter, anstatt mit dem Limpen anzufangen. Gegen Spieler, die ihren BB gegen raises aber sehr gut defenden (also weitaus weniger als 40% folden), dann bietet sich eine limp-strategie sehr gut an.
    • fiveseven
      fiveseven
      Global
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 10.856
      zu limp call: warum eher K6s als 56s? hat 56s nicht die bessere Playbility?
      Oder gehts mehr darum das wir mit dem King nen blocker haben?
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Im Prinzip gilt das gleiche wie, wenn wir den BB vs BU defenden, nur dass wir idR schlechtere Odds für unseren call bekommen. 65s hat zwar eine gute Playabilty, nur ist es schwer oop sinnvoll zu bluffen und diese Hand +EV zu spielen, ich würde damit eher limp-raisen, als Limpcallen. Mit K6s sind wir oft vorn und dominieren noch ein paar draws. Sind obv beides irgendwo grenzwertige Hände in diesem Spot. Suited Connectors spielen sich allerdings immer besser IP, wenn man sie passiv spielt preflop.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Ich hab in einen anderen Thread auch noch mal den Post etwas überarbeitet, auf den die Serie aufbaut, der gehört hier natürlich auch rein. Grüne Schrift sind die "Neuheiten", bzw. was man aus meiner Sicht ändern sollte in Blick auf den Wandel der Games und mit besserem Wissensstand, als zur Zeit, in der ich den ursprünglichen Post verfasst habe.


      Original von eroticjesus
      Die Redline auf den Micros bis Smallstakes sollte aus Fehlern der Gegner resultieren und nicht abgefahrene Triplebarrel-Bluffs, die meist nichts bringen, oder fancy play usw, bzw. sicke herocalls, die leider meist -EV sind. Ich denke das bedeutet für dich "auf Redline spielen".

      Ein Crusher Graph auf den Micros/Smallstakes sieht so aus, dass Red und Blueline in etwa gleich sind und weit drüber ist die grüne Linie (obv Redline+Blueline halt^^). Die Redline kommt auf diesen Stakes von einem guten Spieler folgendermaßen zu Stande (imo stimmt das noch so, aber ich habe auch schon crusher-graphen gesehen, die das Gegenteil beweisen) :

      - massig stealen (wenn ein Villain seinen BB vs SB zu 80% foldet, dann snapraise ich 82o aus dem SB als openraise)
      Hier haben viele Regs leaks, die Redline würde hier schon min. 2bb/100 steigen, weil der Spot öfter vorkommt, als man denkt---> maxEV

      Das stimmt auch in diesem Jahr noch, wobei ich "exploitive" den bottom-Teil meiner Range folde, damit Villain auch sieht, dass ich mal folde und ich so einen sicheren Exploit behalte.

      - im Vakuum stealen ---> wenn BB callt und man eine Hand, die Preflop nur Stealequity hat (am BU oder CO), dann ist die Hand am Flop Geschichte, ausser Villain foldet auch noch zu oft auf Cbets oder man hittet 2 Pair+
      Hier fangen Regs oft an Fancy zu werden und schauen oft in einen lighten downcall am River, oder cbetten nur einmal und geben dann später auf, WOZU? Wenn man das lässt verhindert man ein Fallen der Redline und erhöht gleichzeitig die Overall Winnings--->maxEV

      Verbesserung: Hände die sich nicht in der planmäßigen default-Range befinden und als exploit gestealt werden, fallen in die Kategorie, wenn man bspw. 97s in der default Range hat und ein Board hittet auf dem man entsprechend bluffen will, dann sollte man mit dieser Hand (also mit seiner default-Range halt) auch entsprechend Poker spielen.

      - dünne Valuebets, die meisten Gegner machen eher schlechte Calls als schlechte Folds auf den Stakes, von daher sind dünne Valuebets essentiell, dass da denn öfter mal ne schlechtere Hand foldet ist normal, aber es kommt halt auf die Callingrange an, weiterhin kann man durch ne zu dünne Valuebet auch mal was besseres zum folden bringen)
      Ich muss immer wieder lachen, wenn Villain seine AA auf dem River behind checkt. Dünnes Valuebetten, vA vs. Fisch ist essentiell. Wird gefoldet, dann geht die Redline hoch und man ggf. einen Fehler gemacht, andererseits ist es kein Fehler, weil man dadurch aggressiveres, besseres Poker als die anderen spielt und noch schwerer zu lesen ist. Aufmerksame Gegner werden dich depolarisiert wahrnehmen, weshalb man bei ihnen öfter Equity mit einer polarisierten Range zum folden bringen kann. Insgesamt bringt dünnes Valuebetten ersteinmal mehr Winnings und durch einige folds auch eine steigende Redline.--->maxmaxmaxEV

      Das kann man immernoch so stehen lassen, denn auf den Lowlimits muss man nicht zwingend anfangen, eine dünne Valuehand zu checken, nur weils spieltheoretisch so sein sollte, wenn man noch schwächere Hände callen sieht.

      - dünn for Value squeezen, wenn Fisch vs Reg overcallt. Bspw KJo, die Hand ist vs Fischrange fast immer besser und man kann ggf. KQo oder gute Equity beim Reg zum folden bringen, wärend der Fisch mit einer schwächeren Range callt. Manche Fische spielen auch, und vor allem in 3bet Pots, fit or fold, weshalb man auch da Postflop viel Equity zum Folden bringt. Wenn beide folden ist das Resultat auch nice und viel einfach er zu spielen.
      Hier ist der Redlineboost obv und imo ist auch das ganze--->maxEV

      - b/f statt x/c, wenn man sich unsicher ist, was man machen soll (bsp. KK auf A high board im 3bet Pot oop, als Aggressor, oder Overpair oop am River bei blödem Runout).
      Nicht undbedingt/immer max EV, aber einfacher zu spielen und immer noch +EV ---> Redline erhöht sich, ohne perse -EV zu spielen

      - die line call Flop/fold turn oder noch schlimmer call flop/call turn/fold River mit marginaler Madehand ist quasi nicht vorhanden.
      Die Line ist eh fast nie +EV und hat ein starkes abfallen der Redline und Greenline zur folge, das weitestgehend zu lassen ist--->maxEV.

      Find das inzwischen Bullshit. Wenn man seine Hände ordendlich plant, mit entsprechenden defend-Ranges, dann geht es vollkommen klar, Hand x aus der Range, zwei mal zu callen um am River zu folden (wenn man den River nicht zu oft foldet, mit seiner Range obv). Wenn die Redline aufgrund eines soliden Plans fällt, der in sich +EV ist, dann ist es besser sie fallen zu lassen ;)

      - overbets for Value vs Fische. Die Redline steigt hier nur, wenn der Fisch seine Random Floats foldet, was für dich an sich schlecht ist und du ja auch solche Hände zum callen bringen willst. Der größte EV in der Overbet bspw mit AA auf Q96+ Flushdraw, liegt aber in der immer noch sehr weiten Callingrange (draws, Qx 9x usw.) die der Fisch einfach nicht foldet, hier liegt extremst Value. Das aber nur am Rande, weil es weniger mit Redline zu tun hat.
      Hier machen die Regs halt Fehler, weil sie trotzdem nur 2/3 betten und nicht den maximalen EV sehen, sondern den Fisch nicht verjagen wollen...lol


      - Die Line "one and done" gibt es nur als reinen Exploit (vs fof-Spieler) in einem Handplan eines guten Spielers. Ansonsten plant man seine Hand auf allen Streets durch und gibt entweder gleich am Flop auf, oder plant oft b/f b/f b/f, oder b/f x/r donkshove oder was auch immer, kommt halt drauf an, wichtig ist der Plan und nicht ---> Autocbet---> Villain callt oder raist ---> "mh wasn jetzt ?( "
      Dass das mit einem Anstieg der Redline einhergeht und immer maxEV ist, muss ich nicht erklären, denke ich. Aber hier machen auch noch die meisten Regs arge Fehler, leider sind die neuen PS.de Sachen da ganz gut, ich hoffe einfach es ist wie mit dem anderen guten Content, er wird konsumiert, aber an der Praxis wirds scheitern^^

      Auch hier hab ich nach meinem heutigen Wissensstand etwas zu weit ausgeholt -.- Ein Plan ist natürlich wichtig, sollte aber auch "cbet flop/give up later" beeinhalten. Würde man so "kompakt" spielen, wie ich es overall in dem Post geschrieben habe, dann wäre man in vielen Spots einfach zu gut exploitbar. Hier bsw. kommt das x/f-Leak zum tragen, was viele haben, die den beschriebenen Ansatz spielen.


      - viel 3betten IP. Coldcalls bringen nur bei guten Reads was. Hier muss man überlegen, was wirklich maxEV ist und zwar Spot für Spot, manchmal ist coldcallen maxEV, manchmal ist 3betten maxEV, manchmal ist folden maxEV. In der Praxis ist meist die 3bet das bessere play. Man hält seine 3bet Range weit, baut Druck auf und der Gegner ist unter Zugzwang, wenn man dann noch Postflop je nach Equity gut aggressiv bleibt, erhöht das die Redline nochmal und man spielt nur sehr selten -EV, vor allem bei gutem Handreading und Plan.
      Hier werden die Regs insgesamt immer besser, wobei ich auch auf NL200 noch sehr viele sehe, die viel aus den blinds 3betten und am BU meinen müssen eher coldzucallen, weil sie denken, sie können einen ausspielen, den readapt merken sie scheinbar gar nicht dabei. Es ist viel fieser den Gegner ständig IP zu 3betten, weil er hier viel mehr Fehler macht (großer Fehler ist dabei callen). Wie gesagt ist Fallabhängig, aber bei den meisten Holdings, die sonst geflattet werden ist eher die 3bet ---> maxEV

      Ich finde es inzwischen nicht mehr so "leaky", wenn jemand bspw. eine höhere 3bet-Frequenz aus dem SB, als vom BU aus hat. Bspw. wird eine 3bet-only Range aus dem SB vs. BU immer populärer. Dadurch, dass das defend-game in den Blinds immer weiter voran schreitet und viele Spieler mitbekommen haben, wie wichtig eine gute Defend-Strategie ist, ist es durchaus reasonable auch viel aggressiv zu defenden. Das hat aber auch viel damit zu tun, dass die Leute auch mehr stealen vom BU als zum Zeitpunkt meines Posts (dort wurde NL200 schon viel gestealt und hat sich imo auf den lowstakes auch durchgesetzt). Also weitere Stealranges sollten obv weiter attakiert werden, weshalb man gegen eine 60% BU-Range natürlich öfter aggressiv defendet, als gegen eine 25% CO vom BU.

      - tightes, am besten nittiges oop-Spiel vs. Raises aus frühen Positionen und 3bets oop. AQo vs UTG-Raise ist bei mir ein Standard-Fold. Dieses tighte folden hat meine Winrate in den Blinds ziemlich erhöht. Vs. Steals bin ich obv viel viel looser. Wenn man oop tight ist vs. frühe Raises, dann hat man kaum Spots, wo man guessing Game hat, oder viel gezwungen ist fof zu spielen. Das die Redline dadurch weniger fällt und auch die Greenline weniger angegriffen wird, sollte obv sein. Das gleiche gilt für calls oop auf 3bets. Gerade auf den Micros Smallstakes wird man seltener geblufft, als man denkt. Wenn Villain viel 3bettet IP dann kann man einiges machen um dagegen vorzugehen (wobei folden trotzdem oft noch die beste Line ist) und alle Ansätze (bis auf call Pre und dann durchcallen als Exploit und nicht weil man von seinen 3bets genervt ist) erhöhen die Redline, also das wären light 4betten oder callen mit dem Plan boards zu raisen, die Villain selten hittet. Ein weiterer Ansatz ist eine tightere Range zu openraisen, ob es die Redline erhöht, kommt eher auf Villains Verhalten an.
      Hier machen viele Spieler Fehler am laufenden Band, die ihre Redline oft stark angreifen (callen und fof spielen, keinen Plan haben, 4bet/folden usw.). Ein einfacher fold greift hier die Redline am wenigsten an und zwar meist 3bb auf eine Hand, wenn man openraist, oder halt mal 0,5 oder 1bb wenn man den Blind halt tight foldet

      Mit einigen Einschränkungen kann das so stehen bleiben. Den SB defend ich generell nur noch mit 3bets, ausser ich habe einen Grund. Das 3bet-Game ist imo schon aggressiver auf den Lowstakes geworden, weshalb man dort auch in Sachen passives defenden entsprechende Pläne haben sollte. Auch ein gesundes passives Defend-Game im BB wird immer wichtiger, weil die meisten Regs default sehr weit im BU openen. Das weiter auszuführen, würde eher in die Richtung defend-game gehen und hat weniger mit der Redline an sich zu tun.

      Deadmoney finden und abgreifen. Da gibts sehr viele Spots. Stealen bspw. wurde schon behandelt. Weiterhin gehts da auch wieder Richtung Leaks exploiten. Oder der Spot, CO raist, man callt am BU mit 55 und SB squeezed (er squeezed öfter) CO fold, man shoved halt. Das Deadmoney macht das Play +EV, vA weil man meist 45%+ Equity zum folden bringt, was niemals schlecht ist, vA mit dem Geld im Pot. Oder jemand packt den Deadblind, da sollte man any two isolieren, weil es einfach +EV und gratis Geld ist.
      Hier haben sehr viele Regs Probleme und das oft, ohne es zu wissen. Das Deadmoney abzugreifen erhöht die Redline nochmal und ist ---> maxEV

      - allgemeine Leaks der Regs exploiten wo es nur geht.

      Jeder Villain hat Leaks und viele Leaks, die bestraft werden, erhöhen oftmals die Redline von Hero. Da gibts halt einiges und würde den Rahmen sprengen.
      Die meisten Spieler spielen sowieso ihren Stiefel an 8+ Tischen runter, bis NL200 werden da die Fehler kaum bestraft, weshalb die Limits bis dahin extrem profitabel, vor allem für exploitative Spieler sind, weil ihre Fehler, die aus ihrem Ansatz resultieren kaum bestraft werden.

      Ausser der letzte Punkt, sind auch alles nur Basics. Da sind noch nichtmal Advanced-Konzepte, wie Merged-Range, Madehands in Bluff Turnen usw. drin, die die Redline nochmals erhöhen. Spieler die diese Basics nicht befolgen und Winnings ohne Redline haben, haben eigentlich nur Glück, dass die Games doch noch ziemlich soft sind. Aber keine Sorge, es wird auch so bleiben. Mit diesem Ansatz schafft man selbst auf NL10 eine positive Redline, weil man ganz andere Sachen angreift, als dumme downcalls der Geger.

      Befolgt man nun diese groben Richtlinien, dann gehts in Richtung maxEV play. Alle Richtlinien erhöhen im Endeffekt die Redline, ohne spewy oder zu bluffheavy zu werden und haben zT. viel mehr mit Passivität an richtiger Stelle, als mit purer Aggressivität zu tun.

      So sieht richtiges "auf Redline spielen" aus und das geht mehr Richtung Optimum, als das ganze nicht zu tun und steigert im Endeffekt die Winrate exorbitant, das die Redline dabei steigt ist normal, aber nur ein Nebeneffekt.

      Im Grunde ist das immer noch ein guter Leitfaden, für Playes die Redline zu Gunsten der Greenline beeinflussen, natürlich mit entsprechenden Anpassungen aufgrund eines besseren Wissensstand meinerseits + Entwicklung der Games. Natürlich gibt es noch viele andere Bereiche, die die Blueline erhöhen, aber es geht ja um Redline. Was in dem Post noch fehlt, wäre sowas wie capped Ranges angreifen, den Gegner vom Split moven, oder sowas in die Richtung, aber das werden meine Vids für die Redline abdecken.

      Nun aber mal schauen, wer unser Finalgegner wird :)
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Probleme mit der Redline? 3betten und Squeezen

      Nächstes Vid ist draußen, falls es Fragen gibt, die größeren Klärungsbedarf haben, bitte hier nachfragen :)
    • fiveseven
      fiveseven
      Global
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 10.856
      Will gar nicht aufhören mit lesen..echt sehr gut, freu mich schon aufs Video!!!!

      Dank dir ist meine Redline schon ne weile im Plus :]

      Noch ne Frage: mit welcher Begründung defendest du SB immer aktiv und BB immer passiv? oder hab ich das falsch verstanden?

      oh.. Video ist draussen ... nice! :f_cool:
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Mit dem "immer aktiv" und "immer passiv" das kommt in den 3bet Vids alles ran. Es handelt sich obv um Konzepte, von man denen man Abweichen kann und sollte ;)
    • fiveseven
      fiveseven
      Global
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 10.856
      Ah, ok. .kanns leider erst die tage schaun.

      Mach weiter so :f_cool:
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Btw, die Serie von MxK ist eine sehr gute Ergänzung zu meinen Redline-Vids, weil er sehr ausführlich auf Konzepte eingeht, die ich in meinen Vids (vor allem barreln und deadmoney) nur anschneide. Ich denke, wenn ein NL50 Spieler, der Probleme hat Winner zu sein, seine Serie verinnerlicht und die Konzept-Videos von mir anschaut, dann sollte er eigentlich gut genug gerüstet für die heutigen Games sein, alles andere ist dann nur noch viel Übung Abseits der Tische (auch dazu habe ich ein Vid geplant) + Grinden obv^^
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      "Varierst du die 3Bet Größe IP bzw. oop vom BU?"

      Frage aus den Comments des ersten Vids zu 3betten und squuezen.

      Ich bin mit Absicht nicht aufs betsizing eingegangen, weil es mir in dem Vid um andere Sachen ging, nämlich eher wie man denken sollte, wenn man 3betten will, welche Ranges sinnvoll oder nicht sinnvoll sind usw.

      Aber die Frage ist trotzdem berechtigt und es gibt Faktoren, die das sizing beeinflussen sollten.

      Spieltheoretisch:

      - je weiter die eigene Range, desto kleiner sollte man 3betten
      - mit einer linearen Range 3bettet man eher klein IP und auch kleiner als sonst OOP (7,5-8bb vs. 3x open IP, 7-8bb vs 2x open im SB, vs 3x open vllt. so 9-10bb) mit einer polarisierten Range eher groß (8-10bb vs. 3x open).
      - ich selbst 3bette auch größer, wenn die effektiven Stacks größer sind mit meiner kompletten Range, die ich 3betten möchte

      exploitive:

      - Gegen Fische 3bette ich groß mit meinen Valuehänden, ich denke das wird von anderen Regs einfach nicht exploitet, ich hatte damit mal aufgehört, aber dann wurd ich durch ein lnternet-Vid eines besseren belehrt, es handelt sich ja um NL50 und nicht um NL5k^^

      - Gegen jeden Reg 3bette ich die gleiche size, je nach Strategie, die ich grad spiele, oder je nach Stacksize halt, wenn jemand aber echt viel foldet, dann wird meine Range ja wieder weit und ich 3bette diesmal polarisiert, aber kleiner um meine bluffs billiger zu machen


      Zu den Stacksizes:

      Wenn ich natürlich superdeep (250bb+) bin, dann fange ich obv nicht an 15bb zu 3betten. Die 3bet wird nur aufgrund der SPR größer. Also anstatt 8bb mit einer polarisierten Range IP zu 3betten, 3bette ich halt 9 oder 10bb. Die FE wird höher und gerade IP wird der Druck auf Villain höher, wenn er callt.

      Man sollte auch selbst drauf achten, was die Gegner so machen. Gerade deep haben Regs da sizing Leaks. Bsp: Wir haben effektiv 250bb und openraisen den CO mit 2,5bb, Villain im BB 3bettet auf 8,5bb. Hier würde ich von ausgehen, dass er irgendetwas aus seiner default Range 3bettet. Wenn er bspw. AA oder KK hat, dann werden viele Gegner aus ihrem Autopiloten gerissen, sie sehen die Stacksizes, erinnern sich möglicherweise daran, was SPR ist und 3betten dann größer, hat Villain aber 68s und 3bettet das für gewöhnlich gegen CO, dann wird er es halt einfach mit seinem Standard-Sizing tun. Das kann ein möglicher Exploit sein, muss aber nicht.

      Man muss aber overall nicht zwingend variieren, es macht aber oft durchaus Sinn. Wenn man bspw. deep nicht größer 3betten will, dann muss halt an irgendeiner Stelle in er Hand eine Overbet einplanen.

      Ein anderer Weg ist es einfach random die Size zu wählen, das bringt viele Regs aus der Komfort-Zone. bspw. hat man einen 3bet-Spot und will 3betten, der Sekundenzeiger zeigt meinetwegen zwischen 30-35 Sekunden, wir haben uns überlegt in diesen 5 Sekunden ein unkonventionelles Sizing von 12bb zu nutzen und 3betten entsprechend groß. Zwischen 0-30 Sekunden wählen wir vielleicht ein normales sizing und Villain notet und notet, sieht aber mal mit 7bb AA und mal mit 12bb. Der Ansatz geht auch, nur kann ich nicht ermitteln, welcher EV höher ist.
    • PokerSpass
      PokerSpass
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2006 Beiträge: 1.396
      Super Service

      DANKE für die Antwort zur Größe der 3-Bets

      und natürlich

      "Good Luck" an den Tischen
      PokerSpass
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Original von fiveseven
      lt. Video sollen wir ja hier posten =)

      Also 4 value würde ich im BB ggn SB defenden mit 66+, A8s+, KTs+, QTs+, A9o+, KJo+ JTs .. wir dominieren ja hier noch einen weiten teil seiner SB stealingrange.

      zum bluffen würd ich hände nehmen, die zu schwach sind zum callen aber zu schade zum folden..sowas wie 56o A6o-A8o ... 22-55

      hände mit denen ich einen flop sehen will IP und die auch besten dank ihrer playbility geeignet sind suited conn. 1 and 2 gappers .. A2-A5o, A2-5s

      wären so meine gedanken!

      Noch ne Frage zum 3betting Video:


      1.

      wie sieht denn die BU 3bet-Range gegen CO aus? Vs UTG/MP wurde ja erwähnt(polarisiert) .. Aber gegen CO sollte die doch viel weiter sein oder? Welche Kombos sollte diese beinhalten?

      2.

      Welche hände 3betten wir im SB/BB(glaube da wird nicht differenziert) gegen UTG/MP raises? linear dürfte klar sein und auch sehr tight (QQ+ AKs). Aber was machen wir mit 22-JJ, JTs,QTs,KQs,A2s, AJo? Alles coldcallen?

      3.


      Ist die SB defense Range vs CO ähnlich wie die gegen BU nur etwas tighter? etwa so 13% 66+, A2s+, KTs+, QJs, JTs, ATo+, KJo+

      Im BB dann wieder polarisiert( würde gegen CO fast die selbe Range 3betten wie gegen CO?)


      4.)
      btw: ich glaub ich habe nicht so ganz verstanden warum wir BU vs UTG/MP polarisiert 3betten und im CO/MP gegen UTG/MP linear? Etwa weil wir solche hände wie 77-JJ flatten wollen und dies im CO NICHT machen, weil wir dann den Bu ja noch hinter uns haben und dieser öfter evtl. Squeezen wird?

      Hoffe das nicht schon was davon im Video genauer erläutert wurde und ich es nur übersehen habe!

      Die ranges sind default. Mir ist schon bewusst, das da noch viele Faktoren eine Rolle spielen!

      und sorry, das es so viele Fragen sind, bin aber leider kleinlich bei sowas ;(
      Ich lass das erstmal so stehen und gehe später drauf ein :)
    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.778
      Ohne das Video gesehen zu haben:

      Original von fiveseven
      1.

      wie sieht denn die BU 3bet-Range gegen CO aus? Vs UTG/MP wurde ja erwähnt(polarisiert) .. Aber gegen CO sollte die doch viel weiter sein oder? Welche Kombos sollte diese beinhalten?
      Ich selbst 3bette grundsätzlich, bzw. gegen Reg oder unknown mit Fullstack sehr tight vs. UTG (KK+, manchmal AKs) und habe daher auch nur eine kleine Bluffing-Range.
      Gegen CO broke ich QQ und AK eigentlich immer, gegen manche Gegner kommt sogar JJ dazu und manchmal noch AQs. Mit einer viel größeren Valuerange können wir natürlich auch viel mehr bluffen.

      Ich habe meine 3betting-Ranges bislang nach der "Siete777-Formel" aus Mind the Gap erstellt, denke aber, dass ich auf NL10 und NL25 meinen Bluff-Anteil noch etwas erhöhen kann, da die Gegner eben zuviel folden und ich da erstmal vernachlässigen kann, ob ich unexploitable gegen 4bets bin, was eben Ziel von dieser Formel ist.

      Original von fiveseven
      2.

      Welche hände 3betten wir im SB/BB(glaube da wird nicht differenziert) gegen UTG/MP raises? linear dürfte klar sein und auch sehr tight (QQ+ AKs). Aber was machen wir mit 22-JJ, JTs,QTs,KQs,A2s, AJo? Alles coldcallen?
      Irgendwo hatte ich mal was von einem Call only Ansatz gelesen, weiß aber nicht, ob das von eroticjesus oder von jemand anderem kam. Grundsätzlich stimmt es natürlich, dass wir gegen UTG/MP sehr tight 3betten und OOP gegen eine so starke Range will ich eigentlich auch nicht viel bluffen. Daher finde ich den Call only Ansatz da gar nicht mal so uninteressant.

      Hände wie QTs, A2s, AJo folde ich im SB vs. UTG oder MP insta. Weiß nicht, ob ich da zu tight bin, aber das wären jetzt für mich klare Folds. Pocket Pairs auf Setvalue und die besten suited Connectors wie KQs, QJs, JTs kann man imo noch callen, wobei selbst das keine so tollen Spots werden OOP gegen eine UTG-Range ;)

      QQ ist btw. auf NL10 und NL25 gegen die meisten Regs meiner Erfahrung nach keine Value3bet aus SB gegen UTG mehr.


      Original von fiveseven
      3.

      Ist die SB defense Range vs CO ähnlich wie die gegen BU nur etwas tighter? etwa so 13% 66+, A2s+, KTs+, QJs, JTs, ATo+, KJo+
      Ich denke schon. Ich glaube, irgendwo mal gelesen zu haben, dass man als Faustformel so 1/3 bis 1/4 der gegnerischen OR defenden sollte. Bin mir aber gerade nicht mehr sicher, ob ich das so richtig aufeinander beziehe, daher bitte Vorsicht und ohnehin Rückmeldung von eroticjesus auf meinen Post abwarten ;)
      Wäre dann halt so, dass wir gegen eine 30% CO-Range natürlich weniger defenden, als gegen eine 80% BU-Range. Gegen einen aggro CO mit 40% OR siehts natürlich nicht viel anders aus als gegen einen passiven BU mit 50% OR. Macht ja auch Sinn, das nicht an Positionen, sondern eben an Ranges festzumachen.
      Deine vorgeschlagene Range finde ich gegen Unknown, bzw. gegen den Standard-Reg auf NL25 ganz cool! :)

      Original von fiveseven
      Im BB dann wieder polarisiert( würde gegen CO fast die selbe Range 3betten wie gegen CO?)
      Ich denke schon...
      Im BB sind wir last to act und können daher viele Hände callen, die sich im SB halt irgendwie ungeil spielen. Zum Beispiel ATo. Schöner Call im BB vs. BU, aber im SB wirds irgendwie immer ugly, egal ob wir OOP 3way spielen oder einen Squeeze vom BB kassieren.
      So können wir halt einige Hände gut callen, die automatisch aus unserer 3betting-Range rausfallen, sodass ich im BB auch eher den polarisierten Ansatz wählen würde. Außer natürlich, BU openraist 80% und spielt davon 60% Hälfte auf 3bets weiter ;)

      Original von fiveseven
      4.)

      btw: ich glaub ich habe nicht so ganz verstanden warum wir BU vs UTG/MP polarisiert 3betten und im CO/MP gegen UTG/MP linear? Etwa weil wir solche hände wie 77-JJ flatten wollen und dies im CO NICHT machen, weil wir dann den Bu ja noch hinter uns haben und dieser öfter evtl. Squeezen wird?;(
      Da bin ich auch mal auf eroticjesus' Antwort und das Video gespannt. Ich 3bette IP momentan immer polarisiert, außer wenn Villain wirklich viel auf 3bets weiterspielt. Die Gedanken zu einer linearen 3betting-Range aus CO/MP vs. UTG/MP würden mich da mal stark interessieren :)
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Hey fiveseven, gute Fragen, onese7en hat ja schon ein paar Antworten gegeben, ich schreibe mal was ich zu deinen Fragen denke, ohne auf onese7en einzugehen, wenn ich da Widersprüche habe, dann sollten sie in meinem Post schon deutlich werden.

      Deine BBvsSB Strategie hätte ich gern ausführlicher, also so mit %-en, call-Range und 3bet Range. Bin mir grad nicht sicher, was der Durchschnittsreg da auf deinem Limit so raised aus dem SB, 40%? Bekomme auf NL100 erstaunlich oft walks.

      Zu deinen Fragen:

      Warte mal bitte auf den zweiten Teil des Videos, dort werden einige deiner Fragen beantwortet. Ich mache es erstmal nur kurz, du kannst nach dem zweiten Teil ruhig nochmal fragen, wenn was fehlt:

      1.) Am BU vs CO sollte man default schon etwas looser 3betten, sowohl als Bluff, als auch for Value, das sollte auch die Frage beantworten, ob wir linear oder polarisiert 3betten. Ich glaube das im Vid auch gesagt zu haben. Value-Range wäre schon weit: AA-JJ, AKs/o, AQs/o, dementsprechend kannst du auch polarisiert bluffen, auch hier bieten sich Hände an, die Top of folding-Range sind und Blockercombos. Blockercombos würde ich dann schon aus der Top-of-folding-Range nehmen, sowas wie K7s, A6s und A7s, feel free, du hast gesehen, wie ich die Range vs MP konstruiert habe und somit hast du ja ein Tool eine polarierte Range zu basteln, was für mich eher Sinn des Vids war, als Ranges weiter zu geben, was ich nie tun werde, weil ich meine Ranges meist innerhalb von U2Us erarbeitet habe und ich zahlende Schüler damit vor dem Kopf stoßen würde, ich hoffe das stößt auf Verständnis.

      Poker ist aber nicht gelöst, von daher sind meine Ranges auch nicht der heilige Gral. Ich 3bette bspw. mit 100bb niemals kleine Pockets IP als Bluff, es gibt aber gute Spieler, die meinen das sei +EV.

      Am BU wird es aber sehr wichtig zu explioten. Je mehr Infos desto besser, der CO ist dabei weniger wichtig, es kommt eher auf die blinds an. Fische? lighte Squeezer? usw. Das sollte großen Einfluss auf unser Call und 3bet-verhalten haben. Dazu sage ich Teil zwei mehr.

      2.)

      Oh doch zwischen SB und BB wird klar differenziert (das hab ich im Vid auch angesprochen, vielleicht einfach noch mal schauen, war viel Content ;) ). BB vs CO und BU 3bette ich polarisert, SB gegen alle Posis linear. BB gegen UTG und MP calle ich alles bzw. 3bette da default nicht (kommt in Vid 2), aber auch da gibt es für und wider und deshalb erläutere ich nur den Ansatz und die Theorie dahinter. Warte einfach auf den zweiten Teil, möglicherweise wirft das bei dir dann noch mehr Fragen auf.

      Zum SB gegen andere Posis: Wenn man dort linear 3betten möchte, wäre eine callingrange halt für eine gute Strategie schlecht, weil zu schwach. Ich denke die Formel von onese7n kommt meiner Strategie da ziemlich nahe, wie ich gegen welche Range defende. Im SB kann man vs Early viel mucken, AJo ist bestes Beispiel, es wird schon -EV sein das zu callen, suited Aces sollte man auch nicht 3betten gegen EP, wenn man schon linear 3bettet ist die Range weit genug ---> Im SB wird kein Geld gemacht vs. frühe Posis, das ist der Sinn hinter einer einfachen 3bet-only Strategie + man hat keine Range-Probleme mehr, was gegen thinking-Player ganz nice ist.

      3.) sollte für SB beantwortet sein, im BB 3bette ich da auch polarisiert, aber weitaus weniger als gegen den BU, weil der CO idR. eine Ecke tighter ist, da bin ich mir auch nicht sicher mit den knappen Valuehänden wie TT oder AQo. Ich hab allerdings die Vermutung, dass die Callingranges vs 3bets CO und BU sich auf den Lowstakes nicht so viel nehmen, was für eine weitere Value3bet-Range spricht.

      4. Gehe ich in Vid 2 drauf ein und verfasse in die Richtung noch einen längeren Post, wenn es draußen ist.
    • fiveseven
      fiveseven
      Global
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 10.856
      Erstmal danke..glaub langsam muss ich dir hier Geld geben für deinen Aufwand :D

      Also zum Thema BBvs SB ganz unten.

      Zu 1.)

      hab da mal ne range gebastelt: Value: JJ+, AQs+ Bluff: A7s-A6s, K7s, Q7s, J7s, 96s, 85s, 74s, AQo+, A7o-A6o 8.45% jeweils 56 Kombos

      callen würde ich dann sowas wie J9s T8s, pocket 22-TT, KQs,QJo.

      imho kann man ja bald die Value range noch mehr erweitern? KQs/TT evtl? je nach dem wie loose der CO ist!?

      2.) also spielst du im SB eigentlich ja NUR deine 3betting range? alles andere muck? sprich wir halten 77 im SB utg open raised .. fold.

      Gegen UTG würde ich da aus der range ja nur KK+ AKs spielen? wie schon erwähnt, QQ/AKo AQs ist da einfach zu weak gegen ne Utg range und folde es insta? calllen wollen wir ja nicht!

      3.) kann man da sozusagen als std. defending range hier so anbringen gegen NL25 random reg/unknown? 13% 66+, A2s+, KTs+, QJs, JTs, ATo+, KJo+

      4.) bin ich auch gespannt .. Video her!!!! :P ;)

      BBvsSB: kP ob die Range zu tight ist oder nicht, aber so würde ich das ertstmal handhaben:

      Value: 88+, ATs+, KJs+, AJo+, KQo 8.6 % 114 Kombos
      Bluff: A7o-A6o, 97o, 86o+, 75o+, 64o+, 54o 9.05% 120 Kombos

      ..denke mal ist viel zu tight :f_frown:

      callen würde ich folgende hände: 77-22, A9s-A2s, KTs-K9s, Q8s+, J8s+, T8s+, 97s+, 86s+, 75s+, 65s, 54s, ATo-A8o, A5o-A2o, KJo, QJo, J9o+, T9o, 98o, 87o, 76o, 65o, 54o 348 Kombos 26.24% ... sind halt hände die ich nicht 3betten mag, da sie gute playbility haben und dazu noch in position!
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      1) warum 96s, 85s und 74s? Callst du 97s und drunter default? Ich denke die Valuerange ist in Ordnung, man will ja seine Callingrange auch nicht zu sehr schwächen, imo kann man auch gelegentlich AA oder sowas flatten (gibt exploitive oft gute Gründe dafür, bspw. wenn Fische oder lighte Sqeezer in den Blinds).

      2) Ich spiele im SB eine 3bet-only Strategie gegen alle Posis, bitte keine Fragen stellen, die ich im Vid schon beantwortet habe, dann doch zwei mal schauen. Gegen UTG 3bette ich schon TT+ AQ+, AQ hat halt gute Blockereffekte und TT und JJ performen auch ganz okay, spielt sich schon schwer, aber ich habe keine mittelstarke Callingrange mehr, die auch als solche perceived wird.

      Ich habe im Vid mit Absicht vorgeschlagen, dass man sich das für CO und BU vorbehalten sollte, imo werden mittelstarke Callingranges auf Lowstakes ohnehin nicht exploitet, von daher kann man dann schon Strategie haben, die auch Calls beinhaltet und ggf. polarisiert 3betten.

      3) Bitte ausführlich Fragen, hab den kompletten Zusammenhang verloren tbh.

      Auf 4) gehe ich nochmal gesondert ein, vielleicht posten noch andere Leute ihre Strategie.
    • fiveseven
      fiveseven
      Global
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 10.856
      ok hab selber auch bisschen den faden hier verloren ;)

      nur nochmal zu erstens, also zur bluffingrange von Bu vs CO:

      meinst du damit das ich da lieber 97s 86s und 75s bluffen sollten? 98s und co möcht ich nicht nehmen, da mir diese zu gute playb. haben und diese IP nicht in einen bluff turnen will und da lieber gern mal raise.

      Was sagst du zum rest der Bluffingrange? A7s-A6s, K7s, Q7s, J7s,, A7o-A6o nehm ich halt rein, da diese alle einen blocker haben. A5 calle ich da lieber mal da diese hand mehr equity hat.

      wenn ich es mir aber genau überlege sollte ich ja doch top of folding range nehmen.. also lieber A8 A9 K9s usw?

      finde meine range hier aber auch mehr als suboptimal .. finde KQs könnte noch in die Valuerange, da der CO ja schon meisst sehr loose ist!

      Hoffe du verstehst hier mein aus dem Kontext gerissenes Wirrwarr :D
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Ja, deine Range geht soweit in Ordnung, wichtig ist, dass du sie kennst, nun kannst du ja mal verschiedene Boards "testen" und dir überlegen, was du am CO so vs BU callst, vielleicht stellst du die Range ja nochmal um.

      Ja und ich meine, dass du 97s 3betten solltest, wenn du es nicht in der Callingrange hast. Es würde kein Sinn ergeben, wenn du 97s foldest, aber 96s 3bettest stattdessen. 97s hat slightly mehr Potential und Überraschungseffekt haben wohl beide Hände, wenn sie stark hitten^^

      98s und sowas in die Richtung würde ich dann IP auch nicht 3betten, ausser ich will aus irgendwelchen Gründen linear 3betten und nehm das ggf. als unterstes Ende, aber overall wird der EV im Call wohl höher sein.

      Man muss auch nicht zwingend Top-of-Folding-Range nehmen. Manchmal ist es schon so, dass man einfach seinen EV erhöhen will. Nehmen wir an, du hast K5s an einem normalen Tisch am BU und warst eher tight die ganze Zeit. CO raised, du sagst dir okay, ist nicht in meiner Range, also fold. Dabei hast du jetzt einen sehr profitablen Bluffspot und solltest den auch mitnehmen, auch wenn die Hand nun nicht in deiner Range ist, ich hoffe du weißt worauf ich hinaus will. Also wenn du eine suited Blocker-Hand, oder eine suited-hand hast, die eher in 3bet pots die playability hat und das Szenario einen profitablen 3bet-spot gerade Möglich macht, dann 3betten!

      Generell kann man ohnehin BUvsCO viel 3betten, weil viel gefoldet wird (aber auf Stats achten und auch hier nicht übertreiben).

      KQs spielt sich wunderbar im Singleraised Pot gegen eine Range, die du stark dominierst und Posi hast. Ist aber ein für und wider. Gegen eine 4bet sollte man die Hand schon eher callen usw. Bevor ich KQs hier 3bette, benötige ich Gründe, ich will meine callingrange ja auch nicht zu sehr schwächen. Du willst die Hand ja in der "Valuerange", das bedeutet ja, du willst damit erreichen, dass Villain mit schwächeren callt, oder 4bettet, die Frage ist, willst du damit auf NL25/NL50 wirklich ge4bettet werden, gegen den Standard 22/18-Reg?