Diese Seite verwendet Cookies, um die Navigation auf unserer Website zu verbessern. Durch Weiternutzung unserer Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Details dazu und Einstellungsmöglichkeiten findest du in unseren Cookie-Richtlinien und unserer Datenschutzerklärung.Schließen

[NL 10.000] Der Boss analysiert seine Hand

    • KTU
      KTU
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 24.01.2007 Beiträge: 6.488
      Original von ownage4u
      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $100(BB) Replayer
      Hero ($30,375)
      ($10,000)

      Dealt to Hero J:diamond: T:diamond:

      raises to $300, Hero raises to $900, calls $600

      FLOP ($1,800) T:heart: 3:diamond: 9:heart:

      Hero bets $1,150, calls $1,150

      TURN ($4,100) T:heart: 3:diamond: 9:heart: 5:club:

      Hero checks, checks

      RIVER ($4,100) T:heart: 3:diamond: 9:heart: 5:club: 6:heart:

      Hero bets $3,073, calls $3,073

      Hero shows J:diamond: T:diamond:
      (Pre 48%, Flop 80.7%, Turn 88.6%)

      shows A:spade: 3:club:
      (Pre 52%, Flop 19.3%, Turn 11.4%)

      Hero wins $10,245

      hand ist oct14 gespielt worden gegen nen guten nlhu reg.
      tbh habe ich solange kein match mehr in nlhu gespielt, dass ich jetzt keine hand verfügbar habe, die ich im super close fand und über die ich lange nachgedacht habe. weiß auch nicht was für spots tendenziell am ehesten irgendwie interessante gedanken beinhalten. aber ich versuchs mal hiermit:

      preflop ist mein gedankengang, dass ich JTs habe und die hand immer 3bette weil sie einfach ziemlich stark ist :)

      am flop ist mein erster gedanke eigt immer wie gut der gegner das board hittet und wie gut ich es hitte und wieviel ich cbetten will. bei dem board ist es so, dass meine 3betrange das board relativ gut hittet, meine schlechtesten hands auf dem board sind die niedrigsten suited connector und halt sowas wie A4/A5 ohne bFD die alle zu wenig equity haben zum betten. ich habe auch relativ viele hands wie 98,J9 die nicht unbedingt cbetten müssen und halt so hands wie AK die zu schwach sind auf dem board zu XC gegen seine range, die das board nochmal nen ticken besser trifft als meine range. die einzigen offsuit hands die von ihm das board krass verfehlen die mir einfallen sind so hands wie A5o,A6o und die hat er vmtl auch nicht alle in der range (A5o natürlich schon, A6o aber vmtl nicht). natürlich hat er auch die kleinen SC,S1G in der range und so ein zeug, aber das macht frequencytechnisch nicht sehr viel aus. wenn man viele hands aufgibt auf nem board, bietet es sich natürlich an auch starke hands zu checken, weil der gegner sonst mit seinen trash hands klar zuviel equity realisieren könnte. sollten das überwiegend starke XC hands sein oder XR hands? man sollte auf dem board sicherlich ein wenig checkraisen, aber letztlich hat man dafür zu wenig solide draws um das zu machen und die draws sind auch nicht besonders toll zum XR bei der SPR, weil man am turn dann schon quasi pushen sollte und dabei oft action von schlechteren draws verliert.
      anyways, der plan ist also, ne relativ weite checking range zu haben, auch mit ziemlich guten hands. von ihm erwarte ich auf dem board eigt erstmal keine pure bluff bets, ich denke er wird einige hands wie KQ hier nochmal behindchecken als sd value und weil es wichtiger für ihn ist mit schwächeren hands, also sowas wie 86 zu betten und halt seinen ganzen soliden draws. er wird auf keinen fall jede T betten und relativ wenige 9.
      JT bietet sich recht stark zum betten an, weil ich halt bei nem J und ner Q ne recht vernünftige hand in der range habe und da sonst immer ziemlich aufgeschmissen wäre, mit sowas wie aces oder AT (natürlich habe ich auch KQ,KJ in der range, aber teilweise je nach suits werde ich die nicht cbetten am flop). der backdoor draw spricht auch eigt eher dafür zu betten. ich bette also. betsize ist eher groß, viel größer bette ich bei der stacksize eigt nicht. für ne sehr kleine betsize bietet sich das board nicht an, weil wir es beide recht gut hitten und die ranges nicht so polarisiert auf dem board sind.

      er callt, das sagt mir noch recht wenig über seine range. er sollte keine sehr loosen floats auf dem board machen und er wird nicht sehr viel raisen. in dem moment überlege ich eigt immer als erstes was die richtig schlechten hands sind die er haben könnte wenn der turn kommt. 55 hat er obv nicht in der range, 99 ist möglich aber unlikely, TT ist unmöglich, 33 hat er immer preflop in der range und vmtl zu 70-80% noch nach dem call. ansonsten ist die turnkarte natürlich super, sie nimmt seinen draws extrem viel equity.
      der spot am turn sieht jetzt also tendenziell so aus dass ich einige sehr starke hands in der range habe (99+,T9), dann paar so hands die halt weiter betten müssen (87,J- FDs) und ein paar der draws mit sd value wie QJ (wobei der sd value obv sehr limitiert ist),KQ,KJ und seine range hauptsächlich ähnliche draws sind und einige T,9.

      hands die ich am flop cbette und am turn folden will, habe ich eigt sehr wenige außer den paar diamond bFDs die ich am flop cbette. wenn ich wenig check/folde, sollte er ziemlich tight am turn betten und d.h. es gibt wenig grund mit starken hands für mich zu checken. JT spielt sich hier aber mehr oder weniger von alleine, die hand ist halt zu schwach zum barreln. mein plan ist es auf der karte ziemlich wide zu barreln und nur mit paar hands wie AKhh oder TT etc hier zu checken und das halt auch mit den Tx,9x machen die ich am flop cbette. Tx bette ich am turn eigt nurnoch AT.

      wenn er behind checkt und der river kommt ist mein gedanke, dass er halt jetzt wirklich gar kein monster mehr in der range hat, außer vllt super super selten irgendnen fancy slowplay mit 99 oder sowas, ist aber wirklich extrem unwahrscheinlich bzw ausgeschlossen. es macht recht viel sinn für ihn hands wie KQ am turn behindzuchecken und es ist durchaus auch möglich dass er andere draws mit weniger sd value behindcheckt. ansonsten hat er halt quasi A3,K3s,Q3s,J3s,43s, quasi alle 9 aus der defending range und dann paar T, T8 und schlechter. meine range hat halt die bFD hands vom flop und ganz wenige andere hands die keinen sd value haben, ein paar sehr seltene monster und dann hands mit mehr oder weniger viel sd value (eher weniger nach dem turn checkback). will hier eigt keine 2 betsizes haben, weil das zu schwer ist zum balancen. seine bettingrange ist obv ziemlich niedrig, weil er halt überwiegend bluffcatcher hat und recht wenige hands die incentive zum bluffen haben, d.h. er wird nur sehr wenige hands bluffen wollen und dementsprechend wenige hands vbetten können, außer ich habe ne total verrückte checking range. ich will also recht viel betten hier. ich bluffe natürlich mit allen hands ohne sd value, weil es recht wenige sind. da ich am turn wide betten wollte mit starken hands, ist JT schon eine meiner stärksten hands in der range. wie groß ich bette hängt davon ab wieviele hands ich bluffen will und wieviel equity jeweils meine valuerange hat, wenn er dagegen balanced callt, wenn ich balanced bette. im nachhinein hätte ich es gut gefunden hier pot zu betten in etwa, aber 3/4p ist auf jeden fall auch ok
      Original
  • 4 Antworten
    • KTU
      KTU
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 24.01.2007 Beiträge: 6.488
      Errata

      Original von alderfalder
      Original von ownage4u
      wenn er behind checkt und der river kommt ist mein gedanke, dass er halt jetzt wirklich gar kein monster mehr in der range hat, außer vllt super super selten irgendnen fancy slowplay mit 99 oder sowas, ist aber wirklich extrem unwahrscheinlich bzw ausgeschlossen.
      missreade ich irgendwas oder gehst du aus anderen Gründen nicht auf mögliche A-high und K-high Flushes ein, die villain am Turn mit SDV backcheckt und jetzt obv zu nuts improved hat?
      Da stolper ich bischen drüber, wenns ums Riverbetsizing geht, ansonsten list sichs top:D
      Original von ownage4u
      fwiw, war zu dem zeitpunkt so müde, dass ich dachte die 6 wäre ein non heart.
      wenn die 6 nen heart ist, dann muss man definitiv kleiner betten als pot, imo auch recht klar kleiner als 3/4p. vllt so halfpot in etwa. seine flushcombos machen keinen unerheblichen teil seiner range aus.

      habe die hand in "echtzeit" geschrieben, so detailiert sind meine gedanken natürlich nicht beim spielen. war mir schon klar, dass die ursprüngliche frage eher am live gedanken interessiert war, aber das problem dabei ist, dass das fast ausschließlich über intuition geht, die auf den gedanken fundiert, die ich hier geschrieben habe. also so grob sind die gedanken halt am flop "ok ich hitte das board teilweise gar nicht und er hittet es ganz gut, ich checke also viel" "JTdd hat gute equity am turn auf karten die ich meistens ungerne sehe" -> bet ; "ok blank turn ich will meine starken hands durchbetten aber die hand ist nen nobrainer check"; "ok er checkt behind am turn auf der karte und der river blankt (wie gesagt ohne heart), er hat quais nur bluffcatcher und ich habe wenig total air, da weiß man dann auch quasi auswendig dass groß betten gut ist, je nach genauer range zusammensetzung von beiden"

      intuition zu beschreiben ist sehr schwierig. seine genaue range habe ich obv nicht im kopf, aber man entwickelt ein sehr gutes gefühl für die ungefähre verteilung und frequencies und solange kein richtig tougher spot kommt weiß man dann immer recht genau, worüber man jetzt schnell nachdenken muss
    • stiftII
      stiftII
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2012 Beiträge: 2.225
      Ich finde die Riverbet ist zu groß.
      Würde da so 40% betten um Value von random pairs zu bekommen. Das sollte ja am wahrscheinlichsten bei Villain sein (neben A high).

      Villains call finde ich ziemlich schlecht. Du hast meistens mind A high oder nen Random Pair was man runterchecken kann (?). Daher wird deine Riverbetting Range wenig polarisiert sein und wohl Tx, gute 9x, flushes und evtl mal ne straight/2p (je nachdem wie du preflop 3bettest).

      Aber ich sehe das extrem oft, sobald man den Turn checkt bekommt man am River sehr Frequent einen Call :D ... Also eher schlechter Spot für einen Bluff.

      Wie hättest du hier nen FD ohne Hit gespielt ?
    • KTU
      KTU
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 24.01.2007 Beiträge: 6.488
      Original von ownage4u
      Original von Trilogy
      Original von ownage4u
      fwiw, war zu dem zeitpunkt so müde, dass ich dachte die 6 wäre ein non heart.
      wenn die 6 nen heart ist, dann muss man definitiv kleiner betten als pot, imo auch recht klar kleiner als 3/4p. vllt so halfpot in etwa. seine flushcombos machen keinen unerheblichen teil seiner range aus.
      wie alderfalder schon erwähnte hat ja auf der 6h schon einige A-high K-high (denke auch evtl. 3x oder 5x) flushes in seiner range.
      dementsprechend kann villain schon mehrerer weake bis non sd kombos in seine riverbluffing range (when x to) aufnehmen.

      ich würde davon ausgehen, dass villain auf diesem river hände wie Qjo,KJo,KQo,J8s,QJs,KJs,KQs (non heart obv) in seine bluffingrange nehmen würde weil sie SD value aus meiner sicht zu klein ist. siehst du das anders?

      wenn ich dich richtig verstanden habe hast du relativ wenige schwächere bluffcatcher in deiner b/x/x range als JT weil du 9x etc. am flop x/c spielen würdest?
      im umkehrschluss stellt sich mir dann die frage ob JT auf dieser 6h nicht mehr EV als x/c hat im vergleich zur vbet.

      (problem: wir könnten uns einem riverraise aussetzen?)
      du schreibst auch dein plan ist desweiteren am turn weit zu barreln, würde für mich also bedeuten dass du nach b/x/x mit nur wenige flush kombos (ausnahme zB AKhh) zum river kommst. somit sind wir nach meinem verständnis am river schon etwas capped wegen der stark reduzierten flush combos, villain ist dagegen uncapped. demzufolge könnte villain hier doch am river nicht allzu unlikely einen gewissen teil seiner non sd hände raisen, zusammen mit seinen flushes.


      aufgrund dieser umstände würde ich JT hier intuitiv (ohne sämtliche kombos zu zählen) lieber als x/c spielen.
      bin gespannt auf deine gedanken, danke auch von mir für den interessanten post :f_drink:
      die aussage die du von mir gequoted hast, war mehr meine generelle idee für den river und nicht unbedingt für die hand.

      stimme dir bei deinen annahmen und schlussfolgerungen weitgehend zu, ein paar punkte die ich anders sehe:
      - ja bette den turn wide, aber habe schon noch mehr FDs als AK in der range, manche FDs eignen sich schon ziemlich gut am turn zum checken, z.b. auch KQ,AQ,AJ. wobei ich die natürlich schon teilweise am flop checke
      - denke ich habe AT z.b. auch recht oft in der range und er hat sehr selten JT-AT, d.h. JT und AT sind effektiv die gleiche handstärke. was an der range die du ihm als hands die er blufft (stimme der weitgehend zu), auffällt, ist dass sie sehr viele Q und J beinhaltet. hier wäre es z.b. deutlich besser AT zu checken dann und QJ/JT zu betten.

      stimme dir aber zu, dass JT auf dem river keine gute vbet wäre. wie gesagt waren meine überlegungen zur betsize v.a. auf die betsize der range bezogen, nicht unbedingt zu der hand hier

      und ja sind recht stark capped am river, dem problem gehen wir mit ner kleinen betsize ein wenig aus dem weg, allerdings ist die angst vor raises schon stark überschätzt imo. aber ja, JT ist intuitiv def nen check auf dem river. man sollte natürlich in so fällen wo es ne recht große raising range gibt und der gegner ansonsten aber kaum calling hands hat die equity gegen unsere vbet range haben, meistens recht klein betten
    • Beitrag gelöscht