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[Live NL250] EV-Berechnung so korrekt?

    • newbyz
      newbyz
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2013 Beiträge: 106
      Heyho Leute,

      ich hatte gestern eine Hand, in der ich mir überlegen musste was das korrekte Play hier ist gegen einen bestimmten Spielertypen. Erstmal die Hand:

      Gespielt wird 2,5€/2,5€ (NL250).
      Alle folden bis zum CO (wir, mit ~ 250) und wir eröffnen mit KcKd auf 10 (4 BB, late pos, BTN und Blinds sind recht tight, sonst wird standardmäßig auf 15, 6bb erhöht). BTN hat ~350, foldet aber. Nur SB callt mit 192,5 total.

      Flop (22,5€): KsAdTh
      Check, bet 10, call
      Turn (42,5): 2s
      Check, bet 25, call
      River (92,5): Ah
      Bet 50, Hero ai 147,5 (eff.), call


      Ich hab dann mal ne Range für besagten Spieler (sehr tight, kein Bluff gesehen) erstellt, die nur aus Valuehänden besteht:
      AT (6 Combos), TT (3), AK (2), AQ (8), AJ (8).. davon schlagen wir 19 (von 27 total),.. also 70% seiner Valuerange.. Ich hab es folgender Maßen gerechnet.. Er callt jedes Mal mit Händen die uns schlagen (obv) und 11 der 19 Combos die wir schlagen callt er auch (callt TT jedes Mal und foldet 50% der Zeit mit AQ AJ). Ich weiß, dass diese Annahme aus der Luft gegriffen ist, aber denke das passt so, da besagter Spieler schon recht tight ist und wir erstmal darauf basierend rechnen wollen (wenn er noch weiter callt ist ja definitiv besser)
      Da komme ich auf:
      EVpush = (0,4053)(240)+(0,2947)(142,5)+(0,3)(-147,5)
      ...... = 97,272 + 41,99 - 44,25 = 95,012€
      und
      EVcall = (0.7)(142,5)+(0,3)(-50)
      ...... = 99,75 - 15 = 84,75€

      Also ist es doch immer besser, selbst gegen so einen tighten Spieler ai zu gehen oder?
      Ist diese Berechnung überhaupt korrekt? Wie kann ich sowas am Tisch schneller berechnen?

      Grüße
      newbyz
  • 2 Antworten
    • leo7689
      leo7689
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2007 Beiträge: 1.314
      Dem Gegner als Außenstehender, der nicht am Tisch gesessen ist, eine Range zu geben ist schwierig, aber ich denke, dass du ihm zumindest auch QJs in die Range geben solltest.
      Weiter geh ich jetzt nicht auf die Ranges ein und erklärs dir allgemein (den Rake vernachlässige ich jetzt in meinen Berechnungen):

      Villain bettet am River 50 in 92,5. Um zu wissen, ob du callen kannst, musst du wissen, wie oft du jetzt gut sein musst.

      Wenn er eben diese 50 in 92,5 bettet, musst du zu ca 26% gut sein (Du rechnest einfach die 50 durch den Gesamtpot, den du gewinnen kannst, wenn du gecallt hast, also 192,5).
      Was heißt dieses 26% jetzt? Das heißt, du musst am River zu 26% (also ungefähr jedes 4. Mal) den Pot gewinnen. Wenn du öfter gewinnst, umso besser natürlich. Wenn du aber der Meinung bist, dass du nicht sooft gewinnst, solltest du folden.

      Falls du also diese 26% zusammen bringst, stellt sich aber noch die Frage, ob hier ein Raise besser ist als der Call.

      Hier ist es ziemlich leicht: Ein Raise (for Value) macht nur dann einen Sinn, wenn der Gegner mit mindestens soviel Combos schlechteren Händen callt, als mit besseren.

      Das einzuschätzen liegt jetzt bei dir :)

      GL weiterhin
    • newbyz
      newbyz
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2013 Beiträge: 106
      Danke erstmal für die Info.

      Wie ich berechne, wie oft ich gut sein muss, weiß ich ja..

      Es geht mir lediglich darum, ob meine Berechnung oben so korrekt ist (müsste eigentlich) und wie man sowas am Tisch eventuell schneller berechnen könnte.. vielleicht gibt es da ja Tricks.. Es gibt ja z.B. Tricks um seine Equity gg eine bestimmte Range zu berechnen.. :thinking: