Man kann lediglich zeigen, dass es in einer spieltheoretisch optimalen (GTO) Strategie keine Loss Leader gibt.

In einer real-world optimalen Strategie kann es durchaus Loss Leader geben. Ganz einfaches Beispiel: Falls dein Gegner die nächsten zehn Hände tiltet, nachdem er dich mit T2o hat cappen sehen, ist dieser Cap mit T2o wahrscheinlich longterm +EV, obwohl der Handvalue dieser speziellen Hand -EV war.
Meine Vermutung ist allerdings, dass diese Effekte nur sehr gering sind, und dass es auch in der Praxis keine Loss Leader gibt.

btw: Nur weil es in einer GTO Strategie keine Loss Leader gibt, heißt das nicht, dass dort nicht geblufft wird. Gerade in einer GTO Strat sind die Ranges gebalanced, also auch die Capping Range preflop.