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Trinkgeld für Pizzaboten

    • sarc
      sarc
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2008 Beiträge: 12.648
      Bei ner "normalen" Bestellung rund ich eigentlich immer so auf, dass es ungefähr auf 10% rausläuft.

      Interessant fänd ich aber, wie das standardmäßig bei Großbestellungen gehandhabt wird. Ich mein, der Fahrer hat jetzt auch nicht mehr viel Aufwand damit, ob er zwei Pizzen ausfährt oder 20. Dem dann aber 10€ oder mehr Trinkgeld zuzusteckend find ich dann auch etwas übertrieben. Habs bis jetzt immer so gehandhabt, dass es ungefähr 3€ geworden sind, das dürft mehr sein als er auf seiner üblichen Tour kriegt. Hat da vielleicht jemand, der aus der Szene kommt, Erfahrungen, wie man das am Besten handhabt?


      Was mir aber auch aufgefallen ist: Scheinbar scheint ne ganze Menge an Fahrern keinen Bock drauf zu haben, Trinkgeld zu kriegen. Wenn ich bei ner größeren Bestellung erst mal mit "habt ihr das Geld da?" begrüßt werd, bin ich schon mal sehr begeistert. Dann stellt der Fahrer das Zeug nur ab und lässt uns alle Kisten schleppen, nicht ohne noch ein "aber beeilt euch, ich muss weiter!" hinterherzurufen. Keins davon freundlich... Das klingt für mich schon nach "he Jungs, schön dass ich euch beliefern darf, aber Trinkgeld mag ich dafür keins..."

      Den Vogel abgeschossen hat aber mal ein anderer Laden, bei dem seitdem auch nicht mehr bestellt wird. War ne Sammelbestellung von ungefähr 10 Leuten, also schon nicht so schlecht. Beim Geld zusammenkratzen das übliche Problem: Jeder hat nur n 10er in der Tasche, keiner kann seine Pizza halbwegs genau zahlen. Das war in der Tat ein Problem, weil die meisten Anwesenden von Außerhalb kamen und wir die die nächsten paar Wochen nicht mehr sehen würden. Wenn jetzt also einer für die Pizza zahlt ist er ewig dabei, die Schulden einzutreiben.
      Also die geniale Idee: Wir schmeißen schon mal so viel zusammen wie geht, zahlen dann zwei Pizzen jeweils mit nem 10er, haben dann genug Wechselgeld, um den Rest vernünftig aufzuteilen, und alle sind glücklich. Außer der Pizzamensch...
      Auf diesen Vorschlag hin ist der Typ völlig ausgeflippt, fing an mit "ne Jungs, das glaub ich jetzt nicht, so geht das nicht", hat dann rumgeschrien, dass er keine Zeit hat, und dass wir jetzt auf der Stelle bezahlen sollen. Wir haben vorsichtig versucht, ihm den Grund zu erklären, was ihn nur noch wütender machte, gefolgt von "ich hab überhaupt kein Wechselgeld, was soll ich denn jetzt machen?". Interessante Frage, vor allem, dass wir anscheinend Schuld daran sind, dass er keine 10€ Kleingeld in der Tasche hat...
      Wir haben dann doch versucht, aus irgendwelchen Ecken Kleingeld zusammenzukratzen, um die Scheine zu wechseln. Hat am Ende tatsächlich geklappt, allerdings ist der Typ noch mehr ausgerastet, weil wir ja immer noch nicht bezahlt haben und er keine Zeit hat und das hätt er ja noch nie erlebt und so weiter und so fort.
      Na ja, irgendjemand hat ihm dann sein Geld (auf den Cent genau) vor die Füße geschmissen, gemeint "wenns nicht passt klingeln" und die Tür zugehauen. Ist normal nicht unsere Art, aber wie man in den Wald schreit...
    • KalleTorsten
      KalleTorsten
      Bronze
      Dabei seit: 21.07.2006 Beiträge: 1.877
      Trinkgelder stellen für mich eine Belohnung für den Dienstleister dar, wenn die Arbeit unerwartet gut oder schnell erledigt wurde, z.B. habe ich früher in meiner alten Wohnung immer dem Pizzaboten Trinkgeld gegeben, weil er bis in den 5. Stock hoch stiefeln musste oder gestern habe ich für eine Fahrandreparatur Trinkgeld gegeben, weil ich das Rad unerwarterweise noch am selben Abend abholen konnte. Dasselbe gilt natürlich wenn der Pizzabote besonders schnell da ist oder deim Friseur die Firsur dismal besonders gelungen ausgefallen ist. Eine Arbeit im Rahmen der Erwartung ist allerdings im Gegensatz zu einigen anderen Ländern mit einem angemeßenem Lohn vergütet, also muss man dafür nicht noch zusätzlich Trinkgeld geben.