Diese Seite verwendet Cookies, um die Navigation auf unserer Website zu verbessern. Durch Weiternutzung unserer Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Details dazu und Einstellungsmöglichkeiten findest du in unseren Cookie-Richtlinien und unserer Datenschutzerklärung.Schließen

Tipps zum Thema Staking (Erweitert)

    • cYde
      cYde
      Black
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 12.691
      Einleitung

      Da es mich erschreckt und verblüfft, mit welch geringen Kenntnissen Threads eröffnet und Geld investiert wird, möchte ich ein paar Tipps zu diesem, für viele recht neuen Thema, geben. Lest euch diesen Guide aufmerksam durch und stellt bei Unklarheiten entsprechende Fragen. Danach stehen erfolgreichen Geschäften hoffentlich nichts mehr im Wege.


      Auftreten im Forum
      Als erstes sollte sich jeder klarmachen, dass es sich beim Staken um Geschäfte handelt, bei denen teilweise sehr hohe Summen im Spiel sind. Derjenige der gerne gestaked werden möchte, ist dabei in aller Regel in der Rolle des Verkäufers. Nur wenige Spieler verkaufen ihre Action wie warme Semmeln und diejenigen wissen ohnehin, wie sie vorzugehen haben.

      Auch wenn im Optimalfall beide Parteien von einem Stakingdeal profitieren, ist der Suchende derjenige der sein Angebot attraktiv gestalten muss. Das liegt einfach daran, dass der Staker, auch bei allen eingehaltenen Vorsichtsmaßnahmen wie Persokopie, Wohnortsnachweis, etc., das alleinige Verlustrisiko trägt. Wenn ihr also nicht in der glücklichen Lage seid, einen vertrauenswürdigen Status innerhalb der Community zu genießen, ist ein professionelles Auftreten das A und O. Dazu gehört auch, dass ihr auch auf evtl. übermäßig unfreundliche oder undurchdachte Antworten nicht emotional reagiert, sondern in der Lage seid, ruhig zu bleiben und sachlich zu antworten. Damit demonstriert ihr, dass ihr Herr der Lage seid und dass euer Angebot gut durchdacht ist.

      Ihr solltet euch im Vorfeld mit dem Thema etwas auseinandersetzen und ruhig erstmal nachfragen, bevor ihr unausgegorene Vorschläge präsentiert. Auch im Forum gibt es sowas wie einen ersten Eindruck und wenn ich schonmal einen schlampig aufgebauten Thread eines Users gesehen habe, dann schließe ich davon auf gewisse Eigenschaften und werde selbst bei besseren Angeboten erstmal misstrauischer sein.

      Es fängt damit, dass es "Staking" und nicht "Stacking" heißt. Wieviel Vertrauen hättet ihr in den Verkäufer, wenn er euch das zu verkaufende Produkt mit falschem Namen präsentiert? Es zeugt davon, dass ihr keine Ahnung von der Materie habt und damit disqualifiziert ihr euch von Anfang an.


      Transparenz
      Besonders wichtig ist auch die Transparenz. Da das Vertrauen eben mit entscheidet, ob man Geld investiert oder nicht, liegt es in eurem Interesse, dass ihr Deals möglichst übersichtlich gestaltet und auf Fragen sachlich und wahrheitsgemäß antwortet. Das heißt nicht, dass ihr jedem euren Screenname auf die Nase bindet aber wenn jemand ehrliches Interesse bekundet, solltet ihr ihm entgegenkommen und es ihm persönlich sagen. Es macht euch z.B auch sehr verdächtig, wenn man als Außenstehender den Grund für ein nötiges Staking nicht nachvollziehen kann und ihr ausweichend auf Fragen reagiert. Wenn man eine bestimmte Information nicht preisgeben will, dann sollte zumindest der Grund dafür glaubhaft sein.

      Der Grund für den Wunsch nach Staking ist für mich persönlich auch immer wichtig. Es zeugt von großer Unprofessionalität, wenn man als Grund angibt, dass man einfach mal ohne Risiko zocken möchte, dass man gerade kein Geld auf der Seite hat oder dass man mal MTTs ausprobieren möchte. Macht euch klar, was ihr mit solchen Aussagen subkommuniziert. Wenn der zu Stakende ernsthaft an die Sache reingeht, dann muss es in seinem Interesse liegen, den größtmöglichen Teil des Stakingbetrages selber zu zahlen. Auf diesen Teil muss er ja schonmal keine Gewinnprozente abgeben. Es ist also max. EV für ihn, im Rahmen seines BRM. Wenn also jemand einer $10.000 BR Fullstaking für $215 MTTs sucht, dann werde ich erstmal misstrauisch. Das ist dann oft jemand, der ohne eigene Kohle bisschen gamblen will. Muss nicht sein aber da muss erstmal eine gute Antwort auf die Frage nach dem fehlenden eigenen Einsatz kommen.

      Möglichkeiten der Beteiligung
      Es gibt viele verschiedene Auszahlungsstrukturen aber wie oben bereits gesagt, sind die einfachsten wohl auch die besten. Als Investor möchte ich den EV der Investition schnell ermitteln können. Wenn das nicht geht, weil der Suchende ein verschachteltes System anbietet mit unterschiedlichen Payoffs, die an shortterm results gekoppelt sind, dann würde ich meistens nicht staken, weil es teilweise auch gar nicht zu errechnen ist, wie gut oder schlecht der Deal dann ist.

      Simple Methode ohne Stakeback
      Für Turniere empfehle ich ein simples System. Schätzt euren ROI für das Turnier ab das ihr spielen wollt. Sagen wir 40%. Nehmen wir an es ist ein $200 Turnier. Ihr stellt $100 selber und wollt die restlichen $100 nun verkaufen. Ein "fairer" Deal ist es jetzt den ROI zu gleichen Teilen aufzuteilen. Ihr verkauft die $100 also zu einem Markup von 1,2. Der Staker bekommt dann 100/1,2, ANS/Total BI = 41,6% des Gewinns. Man kann das Pferd auch von hiten aufzäumen und sagen, dass man 50% des Gewinns selber haben möchte und rechnet dann anders rum. Ist in meinen Augen aber nur eine Frage der persönlichen Vorlieben.

      Deals die einen Gewinnzuwachs für den Spieler beim Erreichen des FTs garantieren, erscheinen mir suspekt. Final Table Platzierungen beeinflussen den ROI ganz erheblich. Oft sind selbst kleine prozentuale Veränderungen eine deutliche Verschlechterung für den Staker. Es wird ein bisschen Augenwischerei betrieben, nach dem Motto: "Wenns denn soweit ist, dann haste eh schon nen Haufen Geld und auf die paar $ kommts dann auch nicht an." Aber von der EV Seite gesehen her ist das Blödsinn. Übrigens ist das Anbieten so eines Deals für mich ein erstes Zeichen dafür, dass der Stakee unter Umständen Schwierigkeiten haben könnte, größere Summen auszuzahlen.

      Stakeback-Deals
      In meinen Augen geht das in Richtung Stakeback, nur dass ein Stakeback (also wenn man für mehrere MTTs vom gleichen Spieler gestaked wird, bezahlt man bei den nächsten Cashes erstmal komplett die angehäuften Schulden ab, also 100% für den Staker bis dieser wieder BE ist) im Vergleich zu einem analogen Deal ohne Stakeback zu Lasten des Spielers geht. Sollte klar sein hoffe ich. Fängt der Spieler mit Verlusten an (was bei MTTs bei einer 15%igen ITM Quote nicht gerade unwahscheinlich ist), ändern sich die Payoffs zu Gunsten des Stakers, ohne dass sie sich verschlechtern, wenn von Anfang an gecashed wird. Der EV des Spielers ändert sich ja auch nicht (vom Deal abgesehen). Ein Stakebackdeal mit 1,3 Markup dürfte im Vergleich zum Markup-Deal ohne Stakeback daher um einiges schlechter für den Spieler sein. Wieviel schlechter genau, hängt vom Einzelfall ab. Sinnvoll ist so ein System, wenn man einen Staker gefunden hat und mit diesem für einen längeren Zeitraum kooperieren möchte. Zu bedenken ist aber, dass gerade bei Spielern mit einer nicht ganz so professionellen Einstellung die Motivation erheblich sinken könnte, wenn sich schon einige Schulden angehäuft haben und die nächsten Cashes erstmal komplett an den Staker gehen würden.

      00Visor hat sich die Mühe gemacht und ein bisschen rumgerechnet, um den EV gewisser Deals aufzuzeigen. Eine alles umfassende Tabelle ist aufgrund der vielen unstetigen Faktoren nicht möglich. Lest euch seinen Text aufmerksam und mehrmals durch. Gerade bei Stakeback-Deals sind hier viele unattraktive Angebote zu finden.

      Original von 00Visor
      Ich habe die Regeln zum Staking gelesen und akzeptiert. Durch Posten in diesem Thread bestätigt jedes Mitglied, dass er sich der Risiken beim Staken bewusst ist.

      Wie einige von euch habe auch ich mich gefragt, wie man den EV vom Stakings mit Stakeback berechnen kann. Ohne Stakeback ist dies ja noch recht unkompliziert.
      Eine konkrete Berechnung wäre auf jeder Fall sehr umständlich und auch nur mit Matheprogrammen möglich (man müsste die Zufallsvariablen einzelner MTTs falten, werd das evtl. auch mal ausprobieren). Habe aber die einfachste Herangehensweise gewählt und die Stakings simuliert.

      D.h. ich habe bis jetzt nur 1000Mann-MTTs simuliert. Habe da die wichtigsten 7-8 Preissprünge im Payout rausgenommen und daraus eine Zufallsvariable definiert.
      Als mögliche Variablen gibt es dann noch ROI, Anzahl Games und der Cut, der vereinbart wurde.
      Dann wird dieses Staking-Modell 100.000x durchgelaufen (ja, so oft ist notwendig) und die Durchschnittswerte für ROI Staker und ROI Gestakter ausgegeben (der ROI im Stakingdeal!). Der ROI vom Gestakten ist dabei sein Gewinnanteil im Vergleich zu den Buyins, ein Investment hat er ja nicht wirklich.

      Da es 4 verschiedene Variablen gibt (Feldgröße, ROI, Anzahl Games, Cut) kann man die Ergebnisse leider nicht in einer Tabelle darstellen und auch nicht zufriedenstellend alle möglichen Kombinationen abdecken.
      Hier gibt es erstmal 2 Tabellen, in denen die Feldgröße konstant bei 1000Mann ist. In der ersten Tabelle ist die Anzahl Games konstant 15 MTTs, in der 2. Tabelle ist der ROI des Spielers konstant 25%. "ROI1" ist der Stakingdeal-ROI vom Staker, "ROI2" der vom Gestakten. Man sieht das sich die beiden ROIs ungefähr zum Gesamt-ROI addieren (selbst bei 100k Simulationen zum Teil mit kleiner Abweichung).


      Tabelle 1 (Feldgröße: 1000 Mann, Anzahl Games: 15, erste Zeile sind variable ROIs des Spielers)




      Tabelle 2 (Feldgröße: 1000 Mann, ROI: 25%)




      Kommentare:
      • Den ROI einzuschätzen, ist sehr schwer. Selbst 1000-2000 MTTs sind keine annähernd ausreichende Samplesize, um den ROI als repräsentativ zu bezeichnen. Seid damit also vorsichtig und schaut, dass euer Deal zumindest breakeven ist, wenn der Spieler doch schlechter wäre, als der geschätzte ROI.
      • Einige Leute meinen, dass Stakeback dazu berechtigt, dass der Spieler einen größeren Anteil des ROI bekommt, weil die Varianz für den Staker ja geringer ist, wenn er im Verlustfall der Cut nicht zählt. Man sollte hierbei bedenken, dass eine große Samplesize notwendig ist, um die Varianz wirklich stark zu beeinflussen. Selbst ein 50% ROI Spieler geht auf 15 MTTs noch mit 70%-Wahrscheinlichkeit down. Auch sollte die Varianz kein so wesentlicher Punkt für den Staker sein, da er ja einen kleineren Anteil nehmen kann und sein Risiko streut, indem er verschiedene Leute staket.


      (Selbstverständlich übernehme ich keine Garantie für die Richtigkeit der Zahlen und Tabellen in diesem Thread)
      Danke dafür!

      Bedenkt, dass der EV als Staker fast immer geringer ist als der EV der eigenen Teilnahme. Durch die Abnahme des EVs, steigt aber das risk of ruin. Wenn ihr gemäß eurem BRM selber gerade so das Turnier mitspielen könnt, dann ist ein Fullstaking für das Turnier wohl keine gute Idee. Natürlich nur wenn ihr das öfters machen wollt.

      Informiert die Staker immer so schnell wie möglich über Vorkommnisse und lasst ihnen so schnell wie möglich ihr Geld zukommen. Je reibungsloser es verläuft, desto eher bekommt ihr das nächste Mal wieder Action.

      Faire Deals?
      Wie dem ein oder anderen evtl. aufgefallen ist, schreibe ich "fair" im Stakingforum immer in Anführungszeichen. Das hat den Grund, dass es sowas wie Fairness nicht gibt. Wie bei anderen Märkten auch, setzt sich der Preis letztendlich aus Angebot und Nachfrage zusammen. Sind €10,- für eine Pizza fair? Wahrscheinlich werden die meisten sagen, dass es von verschiedenen Faktoren abhängt. So ist es auch beim Staking. DEN fairen Deal gibt es nicht. In erster Linie stehen sich Gewinnerwartung des Spielers und das Risiko des Stakers, den Einsatz zu verlieren, gegenüber. Theoretisch wäre es zwar +EV jemanden zu staken wenn mein ROI als Staker 5% beträgt aber wenn ich dafür große Summen investieren muss, ist der Deal eben nicht mehr interessant. Wenn ich einen guten Freund stake, ist das Risiko meinen Einsatz zu verlieren eben geringer und ich kann ihm eine bessere Quote geben als anderen. Bei den Leuten die viele Live MTTs spielen und die ich stake, hat sich das oben beschriebene 50/50 System etabliert. Damit macht man erstmal nichts grob falsch.

      Staking im Cashgame
      Cashgame Staking ist noch ein bisschen anders, da sich, meines Wissens nach, der EV des Stakers in Abhängigkeit der zu spielenden Handanzahl ändert. Genaueres kann ich dazu nicht sagen. Wie beim MTT Staking auch, sollte aber darauf geachtet werden, dass es für den Spieler besser ist gestaked ein höheres Limit zu spielen, als mit seiner eigenen BR ein kleineres. Wenn der Spieler durchs Staking doppelt so hohe Stakes spielen kann wie sonst, ihr dann aber 50% des Gewinns abknöpft, lohnt es sich für den Spieler nicht.

      Sicherheit
      Dass die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen befolgt werden sollten, muss ich hoffentlich nicht erwähnen. Ich hab schon von genug Leuten gehört, dass sie gescammed wurden, als dass ich auf den bisschen Aufwand verzichten würde.

      Ich persönlich habe mein System etwas umgestellt und greife bei Leuten, denen ich nicht stark vertraue (weil ich sie z.B persönlich kenne oder gut befreundet bin), auf einen Treuhänder zurück. Was ist ein Treuhänder? Ein Treuhänder ist eine Person, denen beide Vertragsparteien vertrauen, die im Optimalfall auch einen gewissen vertrauenswürdigen Ruf hat, und die das Geld des Stakers solange aufbewahrt, bis das Turnier gespielt wurde. Erst dann überweißt der Treuhänder das Geld an den Stakee. Durch dieses System werden schonmal diejenigen Scammer rausgefiltert, die nie vorhatten das Turnier zu spielen. Zudem bekommt man wenigstens sein Buy-In zurück, wenn der Stakee etwas gewinnt, den Anteil aber nicht ausbezahlen will. Dieses System ersetzt aber nicht die übrigen Sicherheitsvorkehrungen.

      Feedback
      Prüft vor jedem Deal den verlinkten Feedbackthread des Spielers. Gönnt euch die zwei extra Minuten und sucht nach vielleicht anderen Feedbackthreads, auf die nicht verlinkt wurde. Fehlt der Feedbackthread gar komplett, solltet ihr dies umgehend einem Mod melden. Es wird zwar oft der Fall sein, dass der Suchende den Thread schlichtweg vergessen hat, genauso gut kann er ihn aber mit gutem Grund weggelassen haben. Seid so gut und gebt immer brav Feedback wenn es etwas Berichtenswertes über den Suchenden zu erzählen gibt. Hat er euch gut informiert? Hat er schnell ausgezahlt? Auch Kleinigkeiten die euch evtl. unangenehm aufgefallen sind, können dort gepostet werden. Bleibt sachlich und bringt keine Anschuldigungen vor, für die ihr keine Beweise habt. Beschreibt die Fakten, der nächste potentielle Staker wird dann seine eigenen Schlüsse daraus ziehen können.

      Falls ich etwas vergessen habe, werde ich es reineditieren. Ihr könnt gerne Fragen stellen und ich werde versuchen sie nach bestem Wissen zu beantworten. Falls euch die Behandlung eines Punktes fehlt, könnt ihr mir natürlich auch bescheid geben.
  • 196 Antworten
    • AllPlex90
      AllPlex90
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2008 Beiträge: 1.528
      thumps up schonmal, les es mir gleich durch! :)
    • FidiFlush
      FidiFlush
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2009 Beiträge: 4.581
      Super, das war mal echt überfällig.
      Danke!
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      danke für den post. was hälst du von folgenden konditionen für cg-staking
      - 1k startkapital
      - 40-50% ipoker rakeback darf behalten werden
      - 600$ fdb darf behalten werden
      - 40% der rakebereinigten winnings werden abgegeben
      - 2-4h coaching/woche
      - deal endet, wenn br >5k
    • sladder
      sladder
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2006 Beiträge: 7.314
      Der gestakte darf RB + Bonus behalten und gibt nur 40% der Winnings ab obwohl der Staker das komplette Risk hat + Arbeitsaufwand für die Coachings?

      Wenn ja dann good Luck bei der Suche
    • cYde
      cYde
      Black
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 12.691
      Bitte keine Fragen zu bestimmten Dealkonditionen. Wie geschrieben, gibt es aus meiner Sicht kein "fair". Das heißt es ist alles eine Frage der Verhandlungen. Der Thread dient mehr dazu, grundlegende Fehler zu beseitigen und soll keine Richtlinien für die jeweiligen Konditionen liefern. Das ginge auch gar nicht, weil jeder Fall ein Unikat ist.
    • mnl1337
      mnl1337
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 13.01.2008 Beiträge: 16.134
      den verlust erstmal wieder reinspielen zu müssen heißt matchup, nicht markup. glaube das hast du verwechselt im 11. absatz. ansonsten gut
    • grinse1981
      grinse1981
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2008 Beiträge: 1.283
      Original von Benzodiazepin
      danke für den post. was hälst du von folgenden konditionen für cg-staking
      - 1k startkapital
      - 40-50% ipoker rakeback darf behalten werden
      - 600$ fdb darf behalten werden
      - 40% der rakebereinigten winnings werden abgegeben
      - 2-4h coaching/woche
      - deal endet, wenn br >5k
      traumdeal für den spieler,absolute zeit+geldverschwendung für den staker/coach
    • noeschi
      noeschi
      Bronze
      Dabei seit: 23.10.2006 Beiträge: 4.355
      Original von mnl1337
      den verlust erstmal wieder reinspielen zu müssen heißt matchup, nicht markup. glaube das hast du verwechselt im 11. absatz.
      makeup
    • greasemonkey
      greasemonkey
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2009 Beiträge: 114
      Liest sich sehr gut, vielen Dank für die Mühe ;)
    • derjoker1
      derjoker1
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2007 Beiträge: 784
      sehr gut geschrieben
      DANKE :heart:
    • Muehle87
      Muehle87
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2008 Beiträge: 52
      super thread ;)
    • bonifatius51
      bonifatius51
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2009 Beiträge: 879
      2 Fragen mal, da absolutes Neuland für mich:

      1. was ist denn dieses Markup/matchup/makeup (ihr scheint selbst nicht zu wissen,wie das heißt)

      2. so ganz allgemein:

      Warum sollte sich ein Spieler staken lassen, wenn er von sich glaubt das limit zu schlagen? Er senkt damit doch seine Winrate.
      (bei MTTs versteh ichs teilweise noch, ist für alle ne Minimierung der Varianz)

      Also wenn ich z.B. NL200 schlage, warum sollte ich mich staken lassen und die winnings teilen müssen (mal abgesehen von BR-rebuilding für ne kurze Zeit)?
      Oder andersrum: ist das Risiko als Staker nicht enorm groß, nur gambler zu staken,die risikoarm gamblen wollen?
      Macht man sowas über längere Zeit oder nur um schneller (wieder) aufzusteigen?

      Fragen über Fragen...
    • cYde
      cYde
      Black
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 12.691
      Original von bonifatius51
      2 Fragen mal, da absolutes Neuland für mich:

      1. was ist denn dieses Markup/matchup/makeup (ihr scheint selbst nicht zu wissen,wie das heißt)

      2. so ganz allgemein:

      Warum sollte sich ein Spieler staken lassen, wenn er von sich glaubt das limit zu schlagen? Er senkt damit doch seine Winrate.
      (bei MTTs versteh ichs teilweise noch, ist für alle ne Minimierung der Varianz)

      Also wenn ich z.B. NL200 schlage, warum sollte ich mich staken lassen und die winnings teilen müssen (mal abgesehen von BR-rebuilding für ne kurze Zeit)?
      Oder andersrum: ist das Risiko als Staker nicht enorm groß, nur gambler zu staken,die risikoarm gamblen wollen?
      Macht man sowas über längere Zeit oder nur um schneller (wieder) aufzusteigen?

      Fragen über Fragen...
      1. Markup ist der Betrag der auf den zu stakenden Betrag draufgeschlagen wird und dem Spieler zu Gute kommt. Wird dazu verwendet, damit der Spieler nicht seinen kompletten Gewinn vom fehlenden Teil des Buy-Ins abtreten muss. Variiert aber logischerweise von Fall zu Fall.

      Makeup habe ich oben bereits erklärt. Matchup ist mir neu und gibt es meines Wissens nach auch nicht. Im Zweifel ist damit das gleiche gemeint wie mit Makeup.

      2. Staking nimmt man nur im Anspruch um höhere Limits spielen zu können als man gemäß seinem BRM könnte. In deinem Beispiel also z.B NL400.
    • zwacke
      zwacke
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2006 Beiträge: 3.899
      sollte sticky sein!
    • MagMaone
      MagMaone
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2006 Beiträge: 435
      hier mal rüberkopiert von mir ausm feedback thread zum thema staking forum:


      Begriffserklärungen im Bereich Staking:

      Shortterm Staking:
      Ein Shortterm Staking beschreibt ein Staking über einen kurzen Zeitraum. Hierbei handelt es sich üblicherweise um einen Tag, einen Abend oder einzelne Turniere.

      Longterm Staking:
      Ein Longterm Staking beschreibt ein Staking über einen längeren Zeitraum. Hierbei handelt es sich im Normalfall um eine gespielte Hand oder Turnieranzahl oder einen ausgemachten Zeitraum, wie z.B 31 Tage/4 Wochen.

      Staker/Backer:
      Geldgeber, der Geld investiert um eine gute Rendite zu bekommen.

      Stakee/Backee:
      Spieler, der Geld für Anteile oder für ein komplettes Staking haben möchte.

      Markup:
      Der Prozentanteil den ein Stakee auf seinen „Kurs“ aufschlägt. Der Stakee bietet zum Beispiel 50% Shares an einem Turnierpaket für 1.2 : 1 an und bekommt daher direkt 20% mehr, zahlt aber 1:1 aus. Das Markup kann zu Beginn verrechnet werden oder im Gewinnfall danach..

      Beispiel 1: Spieler A bietet den Stakern ein Paket im Wert von 1000$ an und bezahlt 50% selbst. Nun will er einen Kurs von 1.2 : 1 und verlangt für diese 50% 600$. Effektiv zahlt Spieler A hier nun nur 40% seines Paketes, aber erhält 50%.

      Beispiel 2: Spieler A bietet den Stakern ein Paket im Wert von 1000$ an und bezahlt 50% selbst. Nun will er einen Kurs von 1.2 : 1, dieser wird aber erst im Gewinnfall verrechnet. Nun zahlt jeder Staker den Kurs von 1:1 für das Staking selbst, erhält aber im Gewinnfall nur den Betrag aus: Gewinn/0.8 = Reingewinn des Stakers

      Makeup:
      Die für ein Staking bereitgestellte Summe durch den/die Staker.

      Teilstaking:
      Bei einem Teilstaking verkauft ein Stakee zwischen 1% und 99% seines Angebotes zu einem entsprechend vorher festgelegten Kurs. Hierbei kann es zu Markup Forderungen kommen und der Cut ist im Vornherein durch die Prozentabgabe klar.

      Eine andere Form des Teilstakings wäre es, wenn ein Stakee selbst Geld investiert. (z.B. bei einem Cashgamestaking) Hier stellen beide Seiten einen Teil der Bankroll und der Stakee trägt selbst ein Restrisiko. Hier wird auch zu Beginn des Stakings ein Cut ausgemacht.

      Fullstaking:
      Bei einem Fullstaking verkauft ein Stakee 100% seines Angebotes und man macht zu Beginn des Stakings einen Cut aus. Im Normalfall wird ein Fullstaking mit Stakeback gespielt.

      Cut:
      Der Cut beschreibt die Verteilung der Gewinne im Gewinnfall nach Zurückzahlung des Makeups.
      Der Cut selbst kann bei Fullstakings, sowie Teilstakings verwendet werden.

      Beispiel: Spieler A bietet bei seinem Fullstaking für ein Turnierpaket einen Cut von 50:50 an. D.h nach Rückgabe des Makeups werden die Gewinne zu gleichen Teilen aufgeteilt.

      Beispiel 2: Spieler A bietet ein Cashgame Staking an und investiert selbst eine Summe von 1000$, möchte aber noch weitere 1000$ bereitgestellt haben. Nun verändert sich der Cut von standardisierten 50/50 oder 60/40 mehr in Richtung des Stakees, da er selbst für den Verlustfall aufkommen muss und wird.

      Stakeback:
      Im Gewinnfall zahlt der Stakee zuerst die Buy Ins, bzw. das Makeup zurück und teilt dann die Gewinne auf. Das heißt der Stakee erhält keinen Gewinn, bis er nicht das Makeup wieder hereingeholt hat.

      Beispiel 1: Spieler A bietet den Stakern ein Paket im Wert von 1000$ an und möchte ein Full Staking. Nun wird ein Cut von 40/60 vereinbart. Spieler A gewinnt nun im Folgenden 2000$. Zuerst werden nun 1000$ an den/die Staker zurückbezahlt und dann werden die restlichen 1000$ entsprechend des Cuts (hier 400$ / 600$) verteilt. Jeder Staker erhält seinen prozentualen Anteil aus den 600$ die den Stakern ausgeschüttet werden.

      Beispiel 2: Spieler A bietet den Stakern ein Paket im Wert von 1000$ an und möchte ein Full Staking. Nun wird ein Cut von 40/60 vereinbart. Im Folgenden gewinnt Spieler A lediglich 400$. Nun wird die gesamte Summe prozentual an die Staker ausgeschüttet.
    • TheEvilFu
      TheEvilFu
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 1.944
      Der Post und die Mühe hat definitiv ein Sticky verdient, denn auch Grundlagen des Stakings sollten für die Leute ersichtlich sein, insbesondere für die Leute, die das erste Mal ein Gesuch in die Richtung abgeben. Zumindest Stichpunktartig kann man das ja zusammenfassen, damit auch Beginner in diesem Bereich ihr Angebot lukrativ gestalten können.

      Auf jeden Fall kann man dir für deine Mühe danken, denn der Post hat alles was wirklich wichtig ist!
    • Floppy77
      Floppy77
      Bronze
      Dabei seit: 07.02.2006 Beiträge: 2.048
      Gibt es auch einen Vorteil für den Staker?


      Ich sehe keinen einzigen. Ausser, ohne zu spielen, sein Geld zu verbraten.


      Bei Mtts könnte man noch ein Argument auf der Seite der Staker finden, zB. WSOP, Big Tournaments etc. aber bei CG?!?!
    • homerhomer
      homerhomer
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2009 Beiträge: 4.060
      Original von Floppy77
      Gibt es auch einen Vorteil für den Staker?


      Ich sehe keinen einzigen. Ausser, ohne zu spielen, sein Geld zu verbraten.


      Bei Mtts könnte man noch ein Argument auf der Seite der Staker finden, zB. WSOP, Big Tournaments etc. aber bei CG?!?!
      Hi,
      wieso sollte es beim CG keinen Vorteil geben? CG-Stakings sind in der Regel doch sogar viel varianzärmer als MTT-Stakings.
      Es ist ja eigentlich egal in welcher Variante man jemanden staked, solange man davon ausgeht, dass dieser Winningplayer ist und man einen guten Cut bekommt. Denn longterm wird man dadurch Profit machen.
    • Floppy77
      Floppy77
      Bronze
      Dabei seit: 07.02.2006 Beiträge: 2.048
      Original von homerhomer
      Original von Floppy77
      Gibt es auch einen Vorteil für den Staker?


      Ich sehe keinen einzigen. Ausser, ohne zu spielen, sein Geld zu verbraten.


      Bei Mtts könnte man noch ein Argument auf der Seite der Staker finden, zB. WSOP, Big Tournaments etc. aber bei CG?!?!
      Hi,
      wieso sollte es beim CG keinen Vorteil geben? CG-Stakings sind in der Regel doch sogar viel varianzärmer als MTT-Stakings.
      Es ist ja eigentlich egal in welcher Variante man jemanden staked, solange man davon ausgeht, dass dieser Winningplayer ist und man einen guten Cut bekommt. Denn longterm wird man dadurch Profit machen.
      Wenn jemand selbst glaubt Winnig Player zu sein, warum lässt er sich dann staken und gibt seine Gewinne ab? Verstehe die Logik nicht!