Keine professionellen Handbewertungen

    • Brunolovebear
      Brunolovebear
      Global
      Dabei seit: 28.01.2011 Beiträge: 53
      Sehr geehrte Ps.de Handbewerter,


      das einzige , was ich zu meinen reingestellten Haenden zu lesen bekam, war "wie ist deine range oder wie schaetzt du dierange dea gegners ein?" ich meine WTF?
      wenn ich diese fragen professionell beantworten wollte und koennte, dann wuerde ich doch die hand selber bewerten und diese nicht zur bewertung reinstellen!
      bei der handbewertung moechte ich , dass der handbewerter darauf antworten gibt, ranges einschaetzt und die beste spielweise seiner meinung nach ansagt. ich wuerde mir das durchlesen, mir davon meine meinung bilden und dann diskutieren oder gratulieren:)
      an dieser Stelle frage ich mich , warum ich ueberhaupt hier Haende zur Diskussion gepostet habe.


      Ich hoffe diese Kritik nehmen sich die Handbewerter zu Herzen und meine Haende werden besser beantwortet.

      mfg
  • 49 Antworten
    • maaaas
      maaaas
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2011 Beiträge: 171
      Das soll ein Denkanstoss sein und ist auch eine Handbewertung. Du sollst hier nicht vorgekautes Zeug zu dir nehmen, sondern dir selber Gedanken dadrüber machen wie du die Hand gespielt hast und was du besser machen könntest.

      Lösungen bringen dir nichts, wenn du es nicht verstehst warum!

      lg

      maaaas
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Wenn der Chipcount nicht gerade 9898 zu 1002 am Finaltable bei 500/1000 Blinds ist und du AA im BB hältst ist die Range welche du deinem Gegner gibst nunmal ein ausschlaggebendes Kriterium für eine Handbewertung. Es macht sehr wohl einen Unterschied ob du gegen einen LAG oder gegen einen TAG spielst, etc. pp.
      Deine Tells kann der Handbewerter ja nicht riechen........
    • SvenBe
      SvenBe
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 19.04.2006 Beiträge: 13.108
      He Brunolovebear,

      erst einmal vielen Dank das du dich zu Wort meldest. Bitte lasse mal meine Sichtweise darlegen:
      Du hast es selber gesagt: "Warum ich überhaupt Hände zur Diskussion gepostet habe" - Diskussion ist nicht gleich Monolog, unsere Handbewertungen sollen kein Frontalunterricht durchführen.
      Stell sie dir wie einen Lehrer vor der erst einmal herausfinden möchte in wie weit du selber zur Lösung beitragen kannst.

      Der richtige Weg wäre schon im OP zu schreiben: "Ich geb dem Gegner xyz, aber keine Ahnung ob er wirklich so tight ist". Falls du dazu nicht erfahren genug bist oder Hilfe brauchst sind unsere Handbewerter die Letzten die dir dann nicht weiterhelfen würden.
      Eine definitive Antwort mit "Du hast genau richtig gespielt und dein Gegner foldet 58,4% seiner Range die genau aus xyz besteht" wird es nicht geben. Du trägst mit deiner Einschätzung aber sehr gut dazu bei, zu einer sehr realitätsnahen Einschätzung, also Handbewertung zu gelangen. Wenn du über deine Beweggründe für Bets schreibst statt nur die bets obviously sichtbar in der HH markiert zu posten, wenn du einem Gegner von Flop bis River eine Range gibst - dann wird der Lerneffekt der sein den du dir erhoffst.

      Natürlich ist es auf dem ersten Blick verlockend eine Hand aus dem Replayer reinzustellen und der Handbewerter wird sich schon Gedanken machen -
      und diese Gedanken machen sich unsere Handbewerter auch, und zwar wie sie dir beibringen eine Hand als Ganzes durchgeplant zu betrachten. Und da ist eine Gegenfrage nun mal bei deinen beiden letzten Händen das probate Mittel gewesen. Übrigens sind die Informationen die sie von dir erfragen auch die Gedanken die sie sich selber im Spiel machen würden um die Hand optimal spielen zu können.

      Es liegt an dir mitzuspielen - sei dabei!
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Hi,

      ich möchte auch etwas dazu sagen, da ich seit über 2 Jahren mittlerweile als freier Mitarbeiter im Handbewertungsservice aktiv bin und viel Erfahrung mit Pokercoachings habe und spiele selber relativ erfolgreich in den Midstakes.

      In den Jahren habe ich gemerkt, dass viele Spieler eine weltfremde Erwartungshaltung an Pokerbücher, Pokercoaches und Pokerschulen haben. Die Erwartungshaltung lässt sich ungefähr folgendermaßen beschreiben:

      1. Ich bin Kunde und gebe Geld/Rake/irgendeine Vergütung

      2. Dafür bekomme ich eine Leistung und zwar macht ihr mich für mein Geld zum erfolgreichen Pokerspieler

      Die Realität sieht aber so aus, dass Poker ein Denkspiel ist und für den Handbewerter ist es erstmal extrem wichtig herauszufinden wie groß dein Wissensstand ist und wie du über Situationen denkst.
      Die Fragen nach den Ranges, Einschätzungen zu den Gegnern etc. sind notwendige Informationen, um überhaupt einordnen zu können wie weit ein Spieler skillmässig ist.

      Eine Handbewertung die nach dem Motto abläuft:

      Spieler:" Hier meine Hand - gut gespielt nicht gut gespielt."

      Coach:" Toll gespielt, ich würde bliblablub machen"

      wird dir keinen langfristigen Mehrwert bringen, da du zu 95% den Lösungsweg und Lösungsansatz nicht verstanden hast und selbst wenn du ihn vielleicht nachvollziehen kannst, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass du ihn auf andere Situationen übertragen kannst.

      Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten, um Poker zu lernen:

      1. du spielst ganz viele Hände und versuchst aus diesen vielen einzelnen Ereignissen große Konzepte abzuleiten

      2. du lernst große Konzepte und überträgst diese auf die vielen einzelnen Hände, die du spielst


      Ich persönlich halte es für didaktisch wesentlich sinnvoller, wenn Spieler mit Methode 2 Poker lernen, da es langfristig einen größeren Mehrwert für alle hat. Es bringt dir nichts, wenn du jetzt z.b. eine Spielmethode lernst, die im Jahr 2011 funktioniert, aber im Jahr 2012 überholt ist und du nicht selbstständig in der Lage bist dein Spiel zu überarbeiten.

      Der Ansatz mit den ganzen dummen Fragen will aber grade, dass du dauerhaft über dein Spiel nachdenkst und daran arbeitest. Wenn du diesen Ansatz nicht möchtest, dann musst du dem Handbewerter dies sagen; ich denke niemand hat ein Problem damit dir nur seine eigenen Gedanken zu schildern. Ich kann dir aber fast schon versichern, dass du dich in deiner Entwicklung als Pokerspieler damit selber ausbremst.

      Ich nehm einfach mal exemplarisch eine Hand von dir und erkläre dir wieso es wichtig ist, dass du diese blöden fragen beantwortest:

      Original von Brunolovebear
      Hand converted with online PokerStrategy.com hand converter:

      Hand abspielen

      $0.1/$0.2 No-Limit Hold'em (9 handed)

      Known players:
      MP3:
      $10.43
      CO:
      $8.70
      BU:
      $19.70
      SB:
      $9.50
      BB:
      $14.68
      UTG1:
      $21.19
      UTG2:
      $16.27
      MP1:
      $8.40
      MP2 (Hero):
      $37.04


      Preflop: Hero is MP2 with J, Q.
      3 folds, Hero raises to $0.70, 4 folds, BB calls $0.50.

      Flop: ($1.5) 2, 7, 4 (2 players)
      BB checks, Hero checks.

      Turn: ($1.5) J (2 players)
      BB checks, Hero bets $1.50, BB calls $1.50.

      River: ($4.5) Q (2 players)
      BB checks, Hero bets $2.00, BB calls $2.00.

      Final Pot: $8.5.

      Contibet ja oder nein?
      Flushdraw mit overcards aber gegen set oder overpair sind wir hinten.
      Seine Stats 16/8/1.3
      Du stellst eine Hand in den Raum mit einer einzigen Frage: Contibet ja oder nein.

      Dann gibst du noch etwas offensichtliches an - ich denke jeder erkennt das er mit dem Flushdraw gegen ein Set hinten liegt und gegen ein Pair <J flippt.

      Dann gibst du noch den Vpip, Pfr und AF an - und ich kann dir sagen, dass diese Werte in der Situation fast gar nichts aussagen.

      Ich könnte dir über deine Contibetfrage eine 20 seitige Abhandlung schreiben oder einfach von dir erfragen welche Gründe für DICH für eine Contibet sprechen und welche gegen eine Contibet sprechen. Daraus kann ich als Handbewerter erkennen, ob du das Konzept Continuationbet überhaupt verstanden hast und wie weit dein Gedankengang hier ist.

      auch ist niemand von uns in der Lage zu beurteilen wie dein Gegner mit 16/8 Stats mit welchen Händen wie auf die Cbet reagiert, da z.b. die relevanten Postflopstats wie Fold to Cbet, Raise Cbet und Call Cbet nicht angegeben sind. Man kann zwar schon einiges über die Grundtendenzen eines Spielers aus den Stats ableiten, aber es nicht möglich mit 3 Statangaben alles über einen Gegner zu wissen - zumal es bestimmt 100 Spieler mit 16/8 Stats gibt von denen 100 Postflop unterschiedlich spielen.

      Es gibt auch keine perfekte Lösung für die Situation, sondern du musst dir in jeder zukünftigen Situation immer überlegen WARUM du etwas macht. Wenn du hier cbettest (und dahin gingen auch die Fragen von oneofakind), dann frag dich selber was du erwartest was passieren soll.
      Diese Erwartung/Annahmen was passieren soll sind die Grundlage für eine Diskussion. Wenn ich deine Annahmen kenne, dann kann ich dir erklären wie du diese Annahmen unter welchen Bedinungen modifizieren kannst.
      Wenn du keine Annahmen hast, sondern irgendwie spielst, dann kann ich dir erklären wie du Annahmen bildest.
      All das kann ich aber nicht aus einer Frage, einer offensichtlichen Faktenbeschreibung und 3 nutzlosen Stats ableiten.

      Wenn du lernen willst wie ein Pokerspieler zu denken, dann lass dich auf diese Fragespielchen ein. Diese Fragen sind es nämlich, die ich mir z.b. konstant beim Spielen stelle und antworten darauf suche. Ich sitze auch nicht einfach am Pokertisch und kopiere die Strategie von irgendeinem Highstakesspieler. Ich kopiere allerdings die Gedankengänge von besseren Spielern und das ist das Geheimnis, wenn man nicht grader der nächste Phil Ivey ist und diese Gedankenprozesse selber entwickelt.
    • Pascal
      Pascal
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2011 Beiträge: 875
      Hi Brunolovebear,

      OnEoFaKinD89 macht das ja nicht um dich zu ärgern.
      Wir sind der aufrichtigen Überzeugung das diese Art von Nachfragen einen weit höheren Lernerfolg hat als "stumpfes" runter spulen einer Line.
      Frei nach dem Motto:
      "Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern"

      In dem thread wäre es ihn vermutlich viel weniger zeitaufwendig dich mit einer Standard Line abzuspeisen, aber der nachhaltige Lernerfolg ist bei der anderen Methode eben ungleich höher.



      Viele Grüße,

      Pascal



      edit:
      nun haben 3 Offizielle geantwortet
      ich hoffe das unterstreicht ein wenig wie sehr wir von dieser Art des Lernens überzeugt sind und das das Nachfragen von OnEoFaKinD89 nur in bester Absicht geschehen ist =)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Brunolovebear
      Sehr geehrte Ps.de Handbewerter,


      das einzige , was ich zu meinen reingestellten Haenden zu lesen bekam, war "wie ist deine range oder wie schaetzt du dierange dea gegners ein?" ich meine WTF?
      wenn ich diese fragen professionell beantworten wollte und koennte, dann wuerde ich doch die hand selber bewerten und diese nicht zur bewertung reinstellen!
      bei der handbewertung moechte ich , dass der handbewerter darauf antworten gibt, ranges einschaetzt und die beste spielweise seiner meinung nach ansagt. ich wuerde mir das durchlesen, mir davon meine meinung bilden und dann diskutieren oder gratulieren:)
      an dieser Stelle frage ich mich , warum ich ueberhaupt hier Haende zur Diskussion gepostet habe.


      Ich hoffe diese Kritik nehmen sich die Handbewerter zu Herzen und meine Haende werden besser beantwortet.

      mfg
      Ich denke das Wichtigste wurde bereits gesagt. ;)

      Durch Nachfragen wird der Poster nochmal gefordert, in den meisten Fällen wird dies dankbar angenommen, da eine Art Diskussion entsteht. Natürlich kann man es nicht jedem Recht machen.

      Dennoch wirst du ja über kurz oder lang deine Antwort erhalten, dann musst du das in deinem Thread einfach schreiben (bzw. mit dem Zusatz dass es dir gerade schwer fällt eine Range zu basteln).

      Grundsätzlich wird daran aber nichts geändert werden, die Diskussion ist ein wichtiger Bestandteil der Handbewertungen, daher sind Rückfragen unserer Handbewerter immer gerne gesehen.

      Ich hoffe du kannst dich damit anfreunden, am Ende wirst du dennoch davon profitieren. ;)
    • busfahrer09
      busfahrer09
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 10.673
      und OP, bevor du jetzt sagst "ihr werdet alle von ps.de bezahlt, steckt alle unter eine decke und ich hab trotzdem recht!"


      sag ich dir: hör auf die jungs, es wird dir weiterhelfen
    • Mooff
      Mooff
      Bronze
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 2.767
      Klar sind tiefere Gedankengänge etc. wichtig.

      Aber in dem vorliegenden Fall finde ich es schon recht amüsant.

      Er spielt NL20, da reicht auch das stumpfeste Valuepoker völlig aus. Ein Großteil der Gegner wird wohl noch völlig irrational spielen. Ich wage einfach mal zu behauptet das "lernen durch viel spielen" und "kopieren/abkupfern" auf diesem Limit am schnellsten zum Erfolg führen.


      An der gewählten Beispielhand wird das ziemlich deutlich. Gegen 99% der Gegner ist ne Contibet hier wohl einfach das beste Play, mit Abstand. Und gegen die restlichen 1% ist der EV einer Contibet wohl nur marginal schlechter als ein Check Behind. Macht hier finde ich nicht wirklich Sinn sich in Ranges zu verlieren und/oder den Gegner hart zu analysieren oder besondere Stats auszuwerten. Das ist ein Standardspot, dann kann doch der Handbewerter auch einfach "ja, Contibet" drunter schreiben.
    • smokinnurse
      smokinnurse
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 14.745
      Original von Mooff
      Klar sind tiefere Gedankengänge etc. wichtig.

      Aber in dem vorliegenden Fall finde ich es schon recht amüsant.

      Er spielt NL20, da reicht auch das stumpfeste Valuepoker völlig aus. Ein Großteil der Gegner wird wohl noch völlig irrational spielen. Ich wage einfach mal zu behauptet das "lernen durch viel spielen" und "kopieren/abkupfern" auf diesem Limit am schnellsten zum Erfolg führen.


      An der gewählten Beispielhand wird das ziemlich deutlich. Gegen 99% der Gegner ist ne Contibet hier wohl einfach das beste Play, mit Abstand. Und gegen die restlichen 1% ist der EV einer Contibet wohl nur marginal schlechter als ein Check Behind. Macht hier finde ich nicht wirklich Sinn sich in Ranges zu verlieren und/oder den Gegner hart zu analysieren oder besondere Stats auszuwerten. Das ist ein Standardspot, dann kann doch der Handbewerter auch einfach "ja, Contibet" drunter schreiben.
      nur dass er, wenn man nur "ja, Contibet" drunterschreibt, morgen wieder eine identische hand postet
      denkt er einmal ausführlicher über eine hand nach, dann spart er sich unter garantie 20 posts ;)
    • Mooff
      Mooff
      Bronze
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 2.767
      @smokinnurse
      Das ist doch Quatsch.

      Wenn der prof. Handbewerter drunterschreibt: fd+oc -> contibet, warum sollte er das genau das gleiche morgen nochmal fragen? Er hat doch die Lösung für die Situation, unabhängig davon wie er sie bekommen hat.


      Und es geht auch nicht darum wieviele Beiträge sich ein Benutzer spart. Es geht darum das er auf seinem Limit Spaß am Spiel hat und ein bissel was abfällt. Wenn möglich ohne sich selber hart anstrengen zu müssen. Und wenn es auf dem Limit möglich ist Gewinner zu sein ohne pro Handbewertung sich selber 30min Gedanken zu machen, dann bitte überfahrt die Leute doch nicht mit einem Laster.
    • Ferklsepp307
      Ferklsepp307
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 5.464
      Ich denk mal, die Antwort liegt hier irgendwo in der Mitte.
      Grundsätzlich muss ich Mooff recht geben, daß die Antwort FD+OC--> cbet im Prinzip als Antwort für das Beispiel völlig ausreicht. Was soll der Handbewerter denn auch sonst noch dazu schreiben? Er ist ja kein Hellseher und kann sich kaum die fehlenden Infos aus der Nase ziehen.

      Viele Hände werden halt sehr lieblos gepostet und bekommen dementsprechend auch lieblose Antworten.

      Persönlich meide ich deshalb irgendwie die Handbewertungen. Ich weis, ein leak :(
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von Mooff
      @smokinnurse
      Das ist doch Quatsch.

      Wenn der prof. Handbewerter drunterschreibt: fd+oc -> contibet, warum sollte er das genau das gleiche morgen nochmal fragen? Er hat doch die Lösung für die Situation, unabhängig davon wie er sie bekommen hat.


      Und es geht auch nicht darum wieviele Beiträge sich ein Benutzer spart. Es geht darum das er auf seinem Limit Spaß am Spiel hat und ein bissel was abfällt. Wenn möglich ohne sich selber hart anstrengen zu müssen. Und wenn es auf dem Limit möglich ist Gewinner zu sein ohne pro Handbewertung sich selber 30min Gedanken zu machen, dann bitte überfahrt die Leute doch nicht mit einem Laster.
      Dann heisst es wieder: Die Handbewertungen sind 0815, ich will vernünftige Handbewertungen.
      Es ist extrem schwierig es jedem Recht zu machen, aber ich denke niemand hat ein Problem damit 0815 Handbewertungen zu geben, wenn ein User danach verlangt.

      Die Frage ist auch letztendlich für den User wieso er in dieser Situation Flushdraw + Overcards zu 95% sehr profitabel betten kann und nicht, dass er es kann. Das er es kann, kann er auch in jedem Strategieartikel nachlesen - unter dem Argument bräuchten wir auch keine Handbewertungsforen.
    • emzee
      emzee
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 343
      Ehrlich gesagt, das was OP schreibt ist zwar in einer übertriebenen Erwartungshaltung etwas patzig geschrieben, aber verstehen kann ich ihn schon.

      Im Grunde geht es doch wirklich bei jeder konkreten Situation einer Hand nur um 2 Dinge: Welche Range spielt Villain und wie spielt er sie? Auf Grund dessen wählt man dann die richtige Spielweise.

      Wenn ich mit einer Situation Probleme habe, dann meistens mit der Range, die ich nicht einschätzen kann. Dann wäre es doch schön, wenn mir jemand mit viel Spielerfahrung sagen könnte: "Aus meiner Erfahrung und mangels Reads deinerseits würde ich mal folgende Standardrange annehmen: "JJ+, AQ+... Dagegen bist du hinten, deshalb ist Fold hier richtig." (Bezieht sich jetzt nicht auf ein konkretes Beispiel). Die Range ist doch das, was mich (indirekt) genau interessiert.

      Dann habe ich was Hilfreiches, mit dem ich mich weiter beschäftigen kann. Vor allem hat man dann eine gemeinsame Basis, auf der man dann ggf. weiter diskutieren kann.

      Fragen nach einer Range oder Sachen wie "Easy fold", "Gegen seine Range bist du zu oft hinten", oder "sowas wie 87s" helfen mir persönlich wenig, weil ich dann immer noch nicht weiß, von welcher Range der Bewerter ausgeht. Ich brauche was Nachvollziehbares um selber weiter darüber nachdenken zu können.

      Meistens liest man aber immer nur genau das. Aus dem Grund bin ich persönlich auch selten in den HBFs unterwegs.

      Übrigens, hier mal ein (älteres) Beispiel was passiert, wenn die Frage des Handbewerters beantwortet wird: TT-drawy board.
      Man beachte, wie der Handbewerter die Diskussion professionell begleitet und dafür sorgt, dass alle offenen Fragen geklärt werden.
    • smokinnurse
      smokinnurse
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 14.745
      Original von emzee
      ...
      Wenn ich mit einer Situation Probleme habe, dann meistens mit der Range, die ich nicht einschätzen kann. Dann wäre es doch schön, wenn mir jemand mit viel Spielerfahrung sagen könnte: "Aus meiner Erfahrung und mangels Reads deinerseits würde ich mal folgende Standardrange annehmen: "JJ+, AQ+... Dagegen bist du hinten, deshalb ist Fold hier richtig." (Bezieht sich jetzt nicht auf ein konkretes Beispiel). Die Range ist doch das, was mich (indirekt) genau interessiert.
      ...
      imo ist es aber genau das, was OP neben der hand schon liefern sollte: eine range

      zum einen kann letztlich nur er das, denn er hat am tisch gesessen
      der HB kann das dann mit standarderwartungen abgleichen, aber es sind halt pauschale annahmen aus einer allgemeinen erfahrung heraus, nicht mehr

      zum anderen: ich weiss nicht, ob das in den CG-HB-foren so ähnlich ist wie im MTT-bereich, aber dort zumindest kommt von den OPs viel zu selten noch eine reaktion oder gar eine diskussion nach dem posten der hand

      klar, in der beispielhand mag alles ganz einfach sein
      aber wenn es so einfach ist - warum postet OP sie dann?
      da gibts doch zumindest einen widerspruch zwischen der scheinbaren einfachheit der situation und der problematisierung durch den post
      deshalb sollte der HB imo schon herzufinden suchen, warum OP die hand problematisch findet
      mit dem ziel, dass OP demnächst einfache situationen auch als einfach empfinden kann

      "nachhaltigkeit" ist die gerade gängige floskel dafür
    • emzee
      emzee
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 343
      Original von smokinnurse
      imo ist es aber genau das, was OP neben der hand schon liefern sollte: eine range

      zum einen kann letztlich nur er das, denn er hat am tisch gesessen
      Genau das sehe ich anders. OP ist dafür verantwortlich, die Situation am Tisch möglichst genau zu beschreiben. Aber gerade unerfahrene Spieler können daraus keine Range ableiten.

      Wenn OP seine Hand ohne weiteren Kommentar postet, geht man eben von unknown Player (UP) auf dem entsprechenden Limit aus. Auch UP hat eine Range, denn HB würde ja auch in seinem ersten Spiel mit UPs Aktionen wählen, die nur gegen bestimmte Ranges richtig sind.

      Was hindert also HB daran, eine solche Range einfach mal anzugeben und sagen, wie er darauf reagiert.


      der HB kann das dann mit standarderwartungen abgleichen, aber es sind halt pauschale annahmen aus einer allgemeinen erfahrung heraus, nicht mehr
      genau


      zum anderen: ich weiss nicht, ob das in den CG-HB-foren so ähnlich ist wie im MTT-bereich, aber dort zumindest kommt von den OPs viel zu selten noch eine reaktion oder gar eine diskussion nach dem posten der hand
      weniger Arbeit für HB


      deshalb sollte der HB imo schon herzufinden suchen, warum OP die hand problematisch findet
      Das ist doch meistens wirklich nicht schwierig. Wenn OP zum Beispiel fragt "War der Push hier richtig", dann heißt das letztendlich: "Gibst du Villain auch eine Range, gegen die ich profitabel pushen kann?" Schön wäre es dann, wenn HB einfach mal eine angibt, die realistisch sein könnte. Wenn er da stattdessen nach einer Range fragt, kann OP auch gleich Equilab anwerfen.

      Wenn keine Zusatzinformationen da sind, gibts halt nur pauschale Standardranges mit Unknown Players.
    • smokinnurse
      smokinnurse
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 14.745
      Original von emzee
      Schön wäre es dann, wenn HB einfach mal eine angibt, die realistisch sein könnte. Wenn er da stattdessen nach einer Range fragt, kann OP auch gleich Equilab anwerfen.
      das wär doch ne idee, oder? ;)
      also ich würde das als fortschritt ansehen, wenn OP dazu gebracht wird, selber mal ein bisschen zu equilieren
      mit dem equilab hätte er ja zb auch die möglichkeit, verschiedene turn- und riverscenarios durchzuspielen

      ich versteh ja deine haltung
      aber wie Ferklsepp307 schon sagte, wird das optimum wohl irgendwo in der mitte liegen
      es kann imo nur nicht dazu führen, dass OP sich weniger arbeit macht, als der HB
      gibt ja auch im SNG-bereich solche beispiele - da werden reihenweise kommentarlos PoF-hände reingestellt und quasi eine antwort aus dem chart erwartet

      @e
      und in diesem thread ist es ja ähnlich
      alle möglichen leute äussern ausführlich ihre ansicht zu der sache - nur OP wollte einfach mal kritisieren, danach ists für ihn dann aber auch schon wieder vorbei
    • Pascal
      Pascal
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2011 Beiträge: 875
      Hi emzee,

      für mein Verständnis ist deine verlinkte Hand sogar ein positives Beispiel was Nachfragen bewirken kann (abgesehen natürlich davon , dass noch mindestens ein weiterer post des HB fehlt)

      ein post in Richtung:
      "fold weil du gegen seine vermutliche range x nur y% equity hast"
      ist für den HB viel einfacher als mit dem Poster in Dialog zu treten
      ich denke gerade Diskussionen über die spots helfen deutlich mehr weiter

      aber eventuell gibt es da einfach wirklich verschiedenen Wünsche und wir müssen schauen das wir beiden Positionen besser gerecht werden
      der traffic in den HB Foren ist zumindest im deutschen Forum rückläufig

      daher ist Feedback gerade von Leuten die dort akut nicht oder wenig posten sehr wertvoll für uns
      ich bin überzeugt nach Privatcoachings sind Handbewertungen die direkteste Möglichkeit wirklich selbst zu bestimmen worüber geredet wird und für mich war über Hände zu diskutieren auch immer einer der besten Wege zu lernen

      also was stört euch und hält euch davon ab diesen Service intensiver zu nutzen

      Input von euch wird hier sicher nicht auf taube Ohren stoßen =)


      Viele Grüße,

      Pascal
    • Mooff
      Mooff
      Bronze
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 2.767
      Original von Ghostmaster
      Dann heisst es wieder: Die Handbewertungen sind 0815, ich will vernünftige Handbewertungen.
      Es ist extrem schwierig es jedem Recht zu machen, aber ich denke niemand hat ein Problem damit 0815 Handbewertungen zu geben, wenn ein User danach verlangt.

      Die Frage ist auch letztendlich für den User wieso er in dieser Situation Flushdraw + Overcards zu 95% sehr profitabel betten kann und nicht, dass er es kann. Das er es kann, kann er auch in jedem Strategieartikel nachlesen - unter dem Argument bräuchten wir auch keine Handbewertungsforen.
      Der gleiche Content wird auf verschiedene Bereiche verteilt, damit der Benutzer sich aussuchen kann wie er ihn erreicht. Videos, Artikel, Handbewertung, Diskussionen im Stratbereich - im Idealfall steht überall das gleiche.

      Und nein, der Benutzer fragt explizit was er in der Situation machen soll, es ist ihm egal warum er das machen soll. Wenn ein Benutzer nur eine einfache Antwort haben will, aus welchen Gründen auch immer, dann versucht doch nicht aus ihm den 11ptBB Winner zu machen.


      Original von smokinnurse
      @e
      und in diesem thread ist es ja ähnlich
      alle möglichen leute äussern ausführlich ihre ansicht zu der sache - nur OP wollte einfach mal kritisieren, danach ists für ihn dann aber auch schon wieder vorbei
      Genau das meine ich und genau das wird hier komplett missverstanden wenn ihr jedem 'Freizeitspieler' erzählen wollt das er massiv nachdenken und selbstständig denken muss um erfolgreich zu sein. Das ist nicht der Fall.
      Hier wurde jahrelang die SSS vermittelt, dafür muss man auf den unteren Limits nur einen Chart lesen können um Gewinner zu sein. Jetzt auf einmal muss man auf NL20 anfangen in Ranges zu denken. So vertreibt man doch Spieler. Hier wird Poker künstlich schwerer geredet als es ist.

      Und wenn ein Spieler wirklich lernen will und nicht versteht warum er was machen soll, dann wird er nachfragen und das Häckchen wegmachen. Oder aber er hat schon sehr viel mehr Gedanken zu der Hand gepostet.

      Daraus folgt:
      OP posted viele Gedanken -> Handbewerter geht tief darauf ein.
      OP posted nur ne Hand -> Handbewerter postet Einzeiler.

      Ab den Midstakes (NL100/200) könnt ihr die Benutzer dann dazu zwingen Gedanken dazu zu posten. Aber ernsthaft, bei NL25 sehe ich, insbesondere aus Sicht der hier so stark propagierten Poker-Ecology, keinen Mehrwert in einem Range-und-Denk-Zwang.
    • emzee
      emzee
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 343
      Original von smokinnurse
      das wär doch ne idee, oder? ;)
      also ich würde das als fortschritt ansehen, wenn OP dazu gebracht wird, selber mal ein bisschen zu equilieren
      mit dem equilab hätte er ja zb auch die möglichkeit, verschiedene turn- und riverscenarios durchzuspielen
      Das ist wieder der Punkt. Wenn er Ranges hat, kann er damit arbeiten. Auch ohne HBF. Aber dann braucht man das HBF auch praktisch nicht. Für mich persönlich wären die HBFs hauptsächlich dazu da, zu lernen, bessere Ranges zu entwickeln, um damit bessere Entscheidungen zu treffen.


      ich versteh ja deine haltung
      aber wie Ferklsepp307 schon sagte, wird das optimum wohl irgendwo in der mitte liegen
      es kann imo nur nicht dazu führen, dass OP sich weniger arbeit macht, als der HB
      gibt ja auch im SNG-bereich solche beispiele - da werden reihenweise kommentarlos PoF-hände reingestellt und quasi eine antwort aus dem chart erwartet
      Na ja, das würde mir als HB auch stinken. Aber letztendlich kommt es auch darauf an was man unter Professionalität versteht. Und es gibt dafür sicherlich auch Standardantworten, die wenig Arbeit machen und OP dazu bringen sich beim nächsten Mal mehr Mühe zu geben.


      und in diesem thread ist es ja ähnlich
      alle möglichen leute äussern ausführlich ihre ansicht zu der sache - nur OP wollte einfach mal kritisieren, danach ists für ihn dann aber auch schon wieder vorbei
      Mir geht es hier auch nicht so sehr um OP. Aber es wurde ja schon öfters mal - auch von PS-Seite - gefragt, warum das HBF so schwach frequentiert ist und was man daran ändern könnte.

      Ich habe diesen Thread einfach mal zum Anlass genommen um das konstruktiv aus meiner Sicht anzusprechen.