how to kill the negative emotions?!?

    • cashrules
      cashrules
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2010 Beiträge: 742
      ola,

      hatte schon mal nen threat erstellt bezüglich der bedeutung des geldes beim pokern und wie es mein spiel beeinflusst.

      nun hatte ich wieder viele ups und downs. bin mir 100% sicher vom skill her nl100 und obv drunter zu beaten. allerdings macht mir das mindset immer wieder einen strich durch die rechnung und degradiert mich overall zum be player.

      in letzter zeit viel mir vermehrt auf das ich am besten spiele wenn ich total emotionslos bleibe. hatte wieder einige ausraster mit auf den tisch schlagen rumschreien, totales fixieren eines fisches der mir nen suckout verpasst hat ect. kurzum MEGA TILT :s_mad:

      nun zu meinem neuen ansatz.

      wie kann ich die emotionen beim pokern ausschalten ?

      ich versuche nun folgendes:

      ich spiele eine session und versuche dabei emotionslos zu bleiben, gelingt mir das schreibe ich es in ein kleines notizbuch um diesen "erfolg" zu verstärken.

      mein ziel ist es mich regelrecht darauf zu konditionieren emotionslos zu spielen und eine so gespielte session als erfolg zu verbuchen, egal ob up oder down.

      natürlich muss ich dann konsequenterweise beim ersten anzeichen von emotionen die mein spiel negativ beeinflussen sofort quitten. sobald ich wieder agame fähig bin sofort wieder spielen, und wenn es nur 10 minuten sind und den erfolg ins buch eintragen.

      was haltet ihr von diesem ansatz und habt ihr evtl. ideen wie man das noch effektiver gestalten kann?
  • 14 Antworten
    • basti002
      basti002
      Bronze
      Dabei seit: 24.12.2007 Beiträge: 4.054
      Durchaus interessanter Ansatz.
      Jedoch finde ich,dass wenn man emotionen komplett versucht auszuschalten und regungslos vor dem PC sitzt,man schnell in eine Art Automodus fällt und du nur noch dein ABC-Spiel "runterratterst".

      just my 2 cents
    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      Also den Ansatz bei negativen Emotionen zu quitten finde ich gut!

      Dein Ziel emotionslos zu spielen kann ich nicht nachvollziehen oder verstehe ich nicht ganz. Wir leben doch von unseren Gefühlen. Sie motivieren uns. Ich fühle mich richtig gut, wenn ich Fische und Regs ausspiele und Kohle gewinne. Du willst wie ein Computer mathematisch spielen. Ich würde nach sehr kurzer Zeit keine Lust mehr haben oder depressiv werden.
      Also ich denke es bleibt uns nichts anderes übrig als die Schattenseite des Pokerns zu akzeptieren...Wut, Frust, Schmerz wegen setups, suckouts...Für mich ist das ein ewiger Kampf.
    • cashrules
      cashrules
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2010 Beiträge: 742
      ok gegenfrage.

      welche emotion hilft dir denn bitte dein agame zu spielen?? mir fällt da keine ein, aber viele die dies eben verhindern. wenn ich eine entscheidung treffe und dabei mega angepisst bin weil der selbe typ mich grad für 100bb ge2outert hat wird diese sicher nicht optimal ausfallen. ebensowenig hilft es mir wenn ich mega euphorisch bin weil ich in den ersten 100 hands schon 5 stacks gemacht habe und dann in einem gefühl von unbesiegbarkeit den flush aus villains valuerange ausblende und mit meinem set am river noch mal über seinen minrise shippe (fish obv)

      emotionsloseres (denke nicht das ein mensch seine emotionen easy ganz killen kann) spiel ist meiner meinung nach sogar der einzige weg gute situationsbezogene entscheidungen zu treffen. abc game is ja schon besser als tilten, obwohl ich oft in eine art abc-nitpoker-tilt verfallen bin wenn ich down war. was aber auch wieder mit emotionen zu tun hat, bzw. damit nicht einfach die session zu beenden und später wieder agame zu spielen.
    • cashrules
      cashrules
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2010 Beiträge: 742
      Original von Johnnybi
      Also den Ansatz bei negativen Emotionen zu quitten finde ich gut!

      Dein Ziel emotionslos zu spielen kann ich nicht nachvollziehen oder verstehe ich nicht ganz. Wir leben doch von unseren Gefühlen. Sie motivieren uns. Ich fühle mich richtig gut, wenn ich Fische und Regs ausspiele und Kohle gewinne. Du willst wie ein Computer mathematisch spielen. Ich würde nach sehr kurzer Zeit keine Lust mehr haben oder depressiv werden.
      Also ich denke es bleibt uns nichts anderes übrig als die Schattenseite des Pokerns zu akzeptieren...Wut, Frust, Schmerz wegen setups, suckouts...Für mich ist das ein ewiger Kampf.
      nur stur mathematisch spielen ist absolut nicht mein ding. und bei den emotionen geht es mir vermutlich um die extreme in beiden richtungen. ich sagte ja emotionen vollkommen abzuschalten geht vermutlich nicht und das es nicht erstrebenswert ist denke ich auch. ich denke emotionen sollten begleitend im hintergrund laufen während man analytische entscheidungen trifft.

      allerdings muss man sich dann fragen welche emotionen lässt man zu und welche nicht?

      über ein gutes play freuen - sicher

      über einen suckout ärgern - mööööööp

      über schlechtes spiel ärgern - möööööp

      ärgern weil man down ist - mööööööp

      zusammenfassend lässt sich also wohl festhalten das man die negativen emotionen wie: ÄRGER (nr1 imo), FRUST, ANGST, WUT usw. völlig (optimalerweise) verbannen muss.
    • cashrules
      cashrules
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2010 Beiträge: 742
      als cliffs vieleicht:

      - ich möchte negative emotionen aus meinem spiel verbannen.

      - habe ich eine session ohne diese gespielt halte ich diesen erfolg schriftlich fest um ihn zu verstärken.

      - kommen negative emotionen auf die mich am agame hindern (was immer der fall ist) quitte ich sofort. werde aber kurze zeit später wieder eine session spielen die ich als erfolg verbuchen kann, damit ich mich darauf konditioniere.
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.813
      welche emotion hilft dir denn bitte dein agame zu spielen??


      Freude, Zufriedenheit, Ruhe.
    • cashrules
      cashrules
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2010 Beiträge: 742
      habe den threattitel um ein "negative" erweitert.

      ok FREUDE ZUFRIEDENHEIT RUHE, sehe ich natürlich ein. und das ist es ja auch was ich verstärken will wenn ich in mein notizbuch schreibe "erfolgreiche session gespielt, trotz suckout nicht geärgert u.ä.

      allerdings denke ich das eine relativ neutrale ausgangshaltung am besten ist, imo sollten auch positive emotionen nicht zu stark sein. schaden zwar weit weniger also die negativen aber trotzdem.

      hat jemand noch anmerkungen/ideen zum verbessern meiner methode?
    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      Original von OrcaAoc
      welche emotion hilft dir denn bitte dein agame zu spielen??


      Freude, Zufriedenheit, Ruhe.
      Es geht ja auch um die Motivation sich an den Comp. zu setzen und zu spielen.

      Die Medaille hat 2 Seiten. Wenn du sagst, du willst Extreme vermeiden, ist das auch eine gute Sache. Nur tue ich mich schwer, wenn du emotionslos spielen willst.

      Berichte bitte, wie es läuft. Mich interssiert der Umgang mit suckouts....Pausen helfen mir nur sehr bedingt.
      Viel Erfolg mit deiner Umkonditionierung.

      Achso als Anregung: Unterstütz doch dein Umschalten mit Autogenem Training.
    • cashrules
      cashrules
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2010 Beiträge: 742
      habe ja korrigiert, geht mir primär um negative emotionen, aber auch die positiven die mich am agame hindern.

      bitte das mit dem autogenen training genauer ausführen!

      ich merke jetzt schon wie ich bei suckouts gelassener bleibe, da ich verdammt noch mal gleich in mein buch schreiben will :D
    • Illmatic1402
      Illmatic1402
      Bronze
      Dabei seit: 23.07.2010 Beiträge: 1.426
      Original von cashrules
      hat jemand noch anmerkungen/ideen zum verbessern meiner methode?
      Also ich habe mir seit neustem einen Zettel vor die Monitore gelegt:

      1 - Bin ich entspannt (richtige Sitzposition)
      2- Atme ich ruhig / richtig

      (Sich der richtigen Atmung bewusst zu sein ist meines Erachtens außerordentlich wichtig, nicht nur beim Pokern)

      Da stehen noch ein paar andere Punkte zu dem Spielverhalten, die hier aber nicht ins Gewicht fallen sollen!

      Durch diesen Zettel ruft man sich die Dinge immer wieder ins Gedächnis und dadurch hält man sich auch eher dran!

      Vielleicht sind es nicht die deinen Punkte, aber anstatt in dein Buch könntest du ja auch den Erfolg der vergangenen Sessions (am Stück) aufschreiben, oder was auch immer dir hilft, deine Emotionen unter Kontrolle zu halten!

      P.S. Die Welt ist nicht so wie wir denken ;)
    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      Original von cashrules
      habe ja korrigiert, geht mir primär um negative emotionen, aber auch die positiven die mich am agame hindern.

      bitte das mit dem autogenen training genauer ausführen!

      ich merke jetzt schon wie ich bei suckouts gelassener bleibe, da ich verdammt noch mal gleich in mein buch schreiben will :D
      A.T. hilft einem generell gelassener zu werden, also bringt dich in eine positive Stimmung. Auf der sog. Oberstufe des A.T. kannst du mit Vorsatzformeln dein Unbewußtes anregen auf bestimmte Situationen angemessen zu reagieren.

      Zum Verständnis: Trägst du in dein Notizbuch auch die Suckouts oder nur die Erfolge oder nur die richtige Spielweise unabhängig vom Ausgang? Wie sieht so eine Notiz dann aus? Wie lang, wie genau formuliert, ausgeschrieben oder nur Stichpunkte...?
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.813
      bitte das mit dem autogenen training genauer ausführen!


      Autogenes Training und Poker ist ein sehr komplexes Thema. Es existieren auch schon ein Paar Threads hier die du dir mal anschauen solltest.

      Das ganze hat aus meiner Sicht zwei Hauptaspekte. Der erste ist wie Johnnybi schon ausgeführt hat die relativ direkte Einflussnahme.

      Ich möchte an der Stelle die indirekte Verbesserung durch Autogenes Training mal erklären. Wenn du Poker spielst und dich ärgerst wird das im allgemein durch Suckouts etc. ausgelöst. Das letzte wort in dem vorherigen Satz ist das entscheidende, die Suckouts sind der Auslöser für den Tilt aber nicht die Ursache ! Die Ursache kann vielfältig sein, oft ist es so das du mit etwas nicht zufrieden bist, dich über etwas ärgest, sorgen hast etc.

      Diese Ursachen kannst du mit Autogenem Training teilweise abbauen, sodass du dann automatisch weniger tiltest.
    • cashrules
      cashrules
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2010 Beiträge: 742
      wie fängt man am besten damit an AT zu lernen?
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.813
      Ich denke das ist schwer pauschal zu beantworten. Einige Menschen lernen das besser für sich mit CD oder Buch andere in Kursen oder wieder andere mit 'personal Trainer'. Wenn du dir nicht sicher bist würde ich an deiner Stelle einfach mal eine Möglichkeit ausprobieren und schauen ob dir das liegt.