Wie NL5 schlagen?

    • yinpin
      yinpin
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2011 Beiträge: 951
      Hallo Forum,

      spiele Poker nun schon seit 3-4 Wochen, dafür aber ziemlich intensiv. Heute wieder 5000 Hände gespielt und den Goldstatus habe ich wohl auch bald. Aber ich bin nicht nur spielerisch aktiv, sondern lese/lerne/verstehe auch Strategie-Artikel und Videos.
      Trotzdem schaffe ich es nicht, NL5 FR zu schlagen. Natürlich könnte ich jetzt einfach ehrlich zu mir selbst sein und zugeben, dass ich offenbar einfach keinen Skill habe, aber das kann ich mir doch nicht so einfach eingestehen ;-)
      Meine Theorie ist daher wie folgt: Ich nehme das Limit nicht wirklich ernst / spiele viel zu aggressiv. Jedes mal, wenn ich auf ein höheres Limit gehe (ohne NL50 wäre ich schon Pleite), spiele ich meiner Ansicht nach ordentlich, aber in NL5 bluffe ich die ganze Zeit und hinterher frage ich mich dann, warum ich schon wieder so doof war. Wie kann ich mir den loose/aggressiven style abgewöhnen? Wie schaffe ich es, auch mal zu folden, selbst wenn ich der Meinung bin zu 60% die besseren Karten zu haben? Das Problem dabei ist auch der Teufelskreis, der dann zum tilt führt: Wenn ich Geld verloren habe, möchte ich das schnell wieder zurück haben, dann wird noch looser und aggressiver gespielt, immerhin kommt jedes mal Geld rein, wenn der Gegner foldet. Bis dann ein Gegner mit einem Monster auf der Hand kommt...
      So, das war nun ein kleiner unstrukturierter Text von mir zum Frustabbau und ich weiß selber nicht genau, was man mir raten kann. Ich würde mich einfach nur über ehrliche Kommentare von euch freuen!
  • 24 Antworten
    • Spielstephan
      Spielstephan
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2008 Beiträge: 1.182
      bei nur 1 Tisch langweile ich mich tödlich und fange auch an rumzuspewen, nimm also soviel Tische dazu, dass du immer ausreichend beschäftigt bist, ohne dass Stress aufkommt
    • dajo1717
      dajo1717
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2007 Beiträge: 114
      ich würde mir an deiner stelle die hände nach der sessions ansehen. (z.b. im elephant) dann selbst überlegen wie gut deine entscheidungen wirklich waren (equilator/equilab helfen). wenn du dir dann noch unsicher bist einfach die jeweiligen hände ins handbewertungsforum posten.
      ansonsten vllt noch an der psychologie/einstellung arbeiten. abgesehen davon dass dein brm etwas eigenartig scheint. ich würde dir raten nicht eben so mal kurz auf nl50 aufzusteigen um verluste zu egalisieren. geht in der regel nach hinten los.
      ansonsten viel erfolg
    • DrPepper
      DrPepper
      Gold
      Dabei seit: 20.10.2006 Beiträge: 1.332
      Also bluffen auf NL5 ist schonmal ein ganz schlechter Plan. Versuche mal folgendes:

      1. Nimm dir mal vor, erstmal GAR NICHT zu bluffen und schau wies läuft. Damit meine ich hauptsächlich multi-barrel (pure) bluffs. Contibets und Semibluffs sind natürlich erlaubt, aber keine bluffs Gewalt. Auf NL5 braucht man sowas einfach nicht, weil die Leute eh immer middle pair runtercallen. Natürlich kann man das auch hier mal einstreuen gegen manche Gegner aber es läuft auch super ohne. Ich habe erst vor kurzem zum Spaß etwas auf Party NL4 gespielt und das war einfach herrlich. Man brauch einfach nur auf gute Hände warten und kriegt super payoff. Die Leute 3betten nichts preflop aber callen alles und overplayen ihre Aces oder Kings postflop total, weil sie denken, dass sie mit dem lonely overpair IMMER das Monster haben. NL5 ist wirklich gut zu schlagen und ich finde den Unterschied zu NL10 schon verhältnismäßig groß.

      2. "Geld zurückgewinnen" gibt's nicht! Glaub mir, ich kenn diese Gedankengänge, aber es ist einfach der Anfang vom Tilt so zu denken. Es gibt nur "richtig" und "falsch" (aka + oder - EV) spielen. Und wenn du die richtige Entscheidung getroffen hast und trotzdem verlierst dann lach halt über den Deppen und spiel weiter!

      3. Bankrollmanagment! KEINE Ausflüge auf NL50 bitte! Genau das hat mich damals meine StartBR gekostet! Bleib bei NL5 only bis du 50 Stacks oder so hast und dich wohl fühlst mit deinem Spiel.

      Am besten schreibste dir vor dem Spielen nen Zettel auf, wo du draufschreibst, was du machen und vor allem NICHT machen willst. Disziplin, aber trotzdem entspannt bleiben, das ist der Weg zum Erfolg:)
    • yinpin
      yinpin
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2011 Beiträge: 951
      @Spielstephan: Ist es leider nicht, spiele ausreichend Tische ;-)

      @dajo1717: Ja, mein BRM ist in dem Fall natürlich Mist, aber das mache ich meistens, wenn ich tilte und auf alles oder nichts spiele. Mir fällt bei diesen kurzen Aussetzern auf jeden Fall auf, dass die Leute auf den höheren Limits viel "normaler" spielen. Da limpt zB keiner Aces.
    • yinpin
      yinpin
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2011 Beiträge: 951
      So, nochmal 2000 Hände gespielt. Bin wieder bei +/- 0 rumgedünkelt, bis ich mit nem 10er pocket allin gegangen bin (War aber eine besondere Situation, trotzdem lose). Mein Graph geht einfach weiter nach unten und ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Ich will glaube ich einfach nicht die Wahrheit einsehen, dass ich zu doof für Poker bin :-(

      @DrPepper: Danke für deinen Beitrag, hat mich ein bisschen aufgebaut :-)

      1: Habs versucht, aber ich bilde mir ein, dass ich damit auch nicht +EV laufe.
      2: Ja, das mindset sollte man aufrecht erhalten. In der Theorie ist mir das auch klar. Trotzdem klickt dann meine Maus immer wieder auf Bet anstatt auf Fold ;-)
      3: Ja, hast ja recht. Die 50$ von PS sind übrigens schon lange weg ;-)

      Okay. Ich versuchs morgen nochmal. So schnell gebe ich nicht auf...

      PS: Ist eine Flop Cbet von 77% zu hoch?
    • DrPepper
      DrPepper
      Gold
      Dabei seit: 20.10.2006 Beiträge: 1.332
      Ich glaube auf dem Limit schon. irgendwas in den 60igern scheint mir da besser zu sein. Wenn die da auch nur irgendwas haben callen die meisten halt und du weißt oft nicht wo du stehst. Tight is right heißts hier einfach, auch beim contibetten. Lass einfach die Hände weg, bei denen du kaum equity beim flop hast.
    • Ronny1993
      Ronny1993
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2010 Beiträge: 6.780
      Du spielst viel zu viele Tische. Sorry, aber 5k Hände am Tag und wohl noch massive Leaks is halt einfach Scheiße. Du zerstörst dir nur die Winrate, auch wenns Action gibt. Wieviele Tische spielst du?

      K
    • mergelina
      mergelina
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2008 Beiträge: 2.653
      Original von DrPepper
      Also bluffen auf NL5 ist schonmal ein ganz schlechter Plan. Versuche mal folgendes:

      1. Nimm dir mal vor, erstmal GAR NICHT zu bluffen und schau wies läuft. Damit meine ich hauptsächlich multi-barrel (pure) bluffs. Contibets und Semibluffs sind natürlich erlaubt, aber keine bluffs Gewalt. Auf NL5 braucht man sowas einfach nicht, weil die Leute eh immer middle pair runtercallen. Natürlich kann man das auch hier mal einstreuen gegen manche Gegner aber es läuft auch super ohne. Ich habe erst vor kurzem zum Spaß etwas auf Party NL4 gespielt und das war einfach herrlich. Man brauch einfach nur auf gute Hände warten und kriegt super payoff. Die Leute 3betten nichts preflop aber callen alles und overplayen ihre Aces oder Kings postflop total, weil sie denken, dass sie mit dem lonely overpair IMMER das Monster haben. NL5 ist wirklich gut zu schlagen und ich finde den Unterschied zu NL10 schon verhältnismäßig groß.

      2. "Geld zurückgewinnen" gibt's nicht! Glaub mir, ich kenn diese Gedankengänge, aber es ist einfach der Anfang vom Tilt so zu denken. Es gibt nur "richtig" und "falsch" (aka + oder - EV) spielen. Und wenn du die richtige Entscheidung getroffen hast und trotzdem verlierst dann lach halt über den Deppen und spiel weiter!

      3. Bankrollmanagment! KEINE Ausflüge auf NL50 bitte! Genau das hat mich damals meine StartBR gekostet! Bleib bei NL5 only bis du 50 Stacks oder so hast und dich wohl fühlst mit deinem Spiel.

      Am besten schreibste dir vor dem Spielen nen Zettel auf, wo du draufschreibst, was du machen und vor allem NICHT machen willst. Disziplin, aber trotzdem entspannt bleiben, das ist der Weg zum Erfolg:)
      hallo Yinpin,

      ich bin selbst kein cashgamer sondern sng-spieler aber die strategie auf den microlimits ist die selbe.
      Bluffe nie, 2-barreln ist zb eine ganz schlechte strategie, bette nur for value, warte auf gute spots und lass dich schön ausbezahlen.

      DrPepper brigt es hier schon excat auf den Punkt.

      Mehr Tische zu spielen, nur um nicht rumzuspewen, wie hier bereits geraten wurde, davon halte ich nur bedingt etwas, bzw eigentlich weniger. Erstmal musst du es verstehen, gegen solche callingstations korrekt zu adapten, es verstehen, wie du diese Fische ausnimmst. Und das musst Du auch an einem Tisch 100%ig drauf haben, bevor du daran denkst, mehrere Tische zu spielen.

      Mit guten Händen ist es einfach, Fische auszunehmen, aber es gaht darum, wenn du nicht hittest, die Geduld zu bewaren und nicht wieder alles an callingstations zu verlieren, die dich mit bottompair stur runtercallen.. Diese Spieler scheren sich nicht um Position, respektieren deinen raises nicht, dass du aber deshalb auf NL50 ausweichst, nach dem Motto, "I play, where they respect my raises" das mag ganz kurz funktionieren, aber sobald sich die regs dort auf dich eingestellt haben, Stats von Dir haben bist du dort der Fisch.
      Du must also lernen, die Eigenarten der callingstations, maniacs, vollfische zu erkennen und gegen sie einzusettzen. Das spiel gegen verscheidenen Spielertypen ist grundverscheiden und kann nicht nach einer strategie gespielt werden. Befor du das nicht völlig verinnerlicht hast, rate ich Dir ab, mehrere Tische zu spielen oder im Limit auszusteigen.

      falls du das hier noch nicht gelesen haben solltest, wird es dir vielleicht weiterhelfen.

      Die 8 verscheidenen Spielertypen und wie du an ihr geld kommst

      gruss,

      mergelina
    • Drazzar123
      Drazzar123
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2008 Beiträge: 717
      NL50 vergessen - da kannst auch aufn Casinobutton drücken ;)

      Zudem wäre mal interessant wie viele Tische du spielst, schaut so aus als ob
      du da fett am masstablen bist, oder das du den ganzen Tag durchgrindest.
      Beides zerrt an der Konzentration und ist für nen unsicheren Spieler sinnlos.

      Schau mal das du in der nächsten Zeit ne stabile Winrate hinbekommst und
      dann kannste auch mal ans moven auf NL10 denken.
      ABER auch hier gilt, mit 4 Tischen anfangen und dann erstmal ans Limit gewöhnen.

      Desweiteren solltest du, wenn du so tilt anfällig bist, nach spätestens -3Stacks
      die Session beenden, sonst gehts Verdonken erst richtig los.
    • yinpin
      yinpin
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2011 Beiträge: 951
      Erstmal Danke für die vielen gut gemeinten Ratschläge!

      Ab gestern Nacht gings schon besser. Hab vernünftiger gespielt. Dafür geht zwar der "gefühlte Sofortgewinn" ein bisschen runter, aber langfristig gehts halt im Schnitt nach oben. Fühlt sich gut an, wenn man ordentlich spielt und es langsam aber stetig nach oben geht :-)

      Ich tilte eigentlich auch nicht (wie scheinbar viele hier?), wenn ich mit besseren Karten verliere (zB heute ist mein allin-EV weit über dem eigentlichen Ergebnis), sondern viel mehr, wenn ich selber schlecht spiele. Zu viel calle, zu wenig folde.

      Probleme habe ich derzeit noch mit hoher Varianz und dem Gefühl, oft die bessere Hand wegzuwerfen. Ich muss glaube ich wirklich noch ein bisschen am Mindset schrauben und so kleine Zwischenerfolge, wie zB heute mein als solides empfundenes Spiel, helfen mir dabei.

      @DrPepper: Bin mittlerweile deutlich tighter unterwegs. Hilft :-)

      @Ronny1993/Drazzar123: 3 Tische Rush. Ich denke, das ist schon okay. Das Geld drückt mich nicht besonders und "aktuell" laufe ich auch nicht wirklich ins Minus (Dank den Boni bin ich sogar leicht vorne). Ich mach das vor allem, weil ich Standartsituationen verinnerlichen will und selten übersehe ich auch noch ein paar nicht so offensichtliche Handmöglichkeiten. Wichtig ist denke ich vor allem, dass ich mir dann in Theorie-Stunden die Hände und Situationen nochmal intensiv anschaue. Das mache ich auch regelmäßig und versuche gewonnene Erkenntnisse mit in mein aktives Spiel einzubauen.

      @mergelina: Ja, ich denke auch, dass ich mehr auf den Gegnertyp der NL5-Tische adaptieren muss. Der Strategie-Content, den ich mir hauptsächlich reinziehe, ist ja vor allem auf NL25/50 ausgelegt. Auf NL5 scheinen viele aber einfach viel zu random zu spielen. Hab jetzt wie oben schon beschrieben mehr auf ABC umgestellt und damit fahre ich besser.
      Dass meine Ausflüge auf NL50 mehr Glück als Können waren ist mir dagegen total klar. Hab das vor allem angeführt um zu verdeutlichen, dass ich dort das Gefühl hatte, die Leute würden allgemein sinnvoller spielen. Ich bilde mir zB ein, dass es auf NL5 Leute gibt, die 3bet immer callen. Da kannste dann auch nicht die range einschränken (was bei mir u.a. der Sinn hinter einer 3bet ist).

      @Drazzar123: Ja, NL50 wird nicht mehr angefasst, bis die Bankroll stimmt. Versprochen ;-)
      Ich behaupte relativ resistent gegen Pokerglückstilt zu sein, was mich aber endlos tiltet ist eigenes schlechtes Spiel. Auf jeden Fall hast du aber recht :-)
    • yinpin
      yinpin
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2011 Beiträge: 951
      So, musste jetzt gerade doch abbrechen, weil es einfach nicht ging. 7k Hände heute und die meiste Zeit im Minus rumgedünkelt (wobei man sagen muss, dass es mit rake im Plus gewesen wäre) und jetzt am Schluss paar unschöne Hände verloren, dann getiltet und jetzt aber geistesgegenwärtig abgebrochen. :-(

      Ich weiß langsam nicht mehr, was ich falsch mache. Ich glaube eigentlich nicht mehr, dass es wie anfangs erwähnt daran liegt, dass ich mit dem Limit nicht klar komme oder ähnliches. Ich denke, dass ich einfach zu schlecht Poker spiele. Immerhin ist eine samplesize von 7k Hände wirklich nicht klein und ich hab mir Mühe gegeben und wie im letzten Post bereits beschrieben habe ich meiner Ansicht nach solide gespielt. Ich weiß einfach nicht mehr weiter :-(

      Was mir am meisten zu schaffen macht ist, dass dieses Limit ja eigentlich das einfachste sein sollte? Wenn man die Guides liest, Videos guckt und das Forum liest, hat man das Gefühl, dieses Limit müsste für jeden, der die Grundlagen von Poker versteht, supereinfach sein? Da die Wahrscheinlichkeitsrechnung eigentlich immer zu meinen Stärken gezählt hat (auch im Mathe-Studium), dachte ich eigentlich, dass ich auch halbwegs mit Poker zurecht kommen sollte, aber dem ist scheinbar nicht so :-/
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Poste mal deine Stats (wichtig: incl. Position-Stats, sprich nach den einzelnen Positionen aufgeschlüsselt)

      Ansonsten gilt (wie bereits mehrfach erwähnt): Solange NL5 nicht wirklich sehr solide schlägst, solltest Ausflüge auf höhere Limits dringendst unterlassen - gerade dass die Leute auf NL5 alles runtercallen, Aces limpen, Gutshots hinterherjagen usw. macht das Limit so profitabel. Die Gegner sind zwar unberechenbar, aber machen selbst ständig große Fehler - der einfachste Weg sie zu bestrafen ist auf gute Karten zu warten und dich dann von ihnen ausbezahlen zu lassen - daher auch die vielen Tipps á la "wenig bluffen", "groß valuebetten" usw.
    • yinpin
      yinpin
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2011 Beiträge: 951
      So, hier mal stats von mir:

      VPIP: 13,3
      PFR: 10,6 (PFR UO Early/Middle/CU/BU/SB: 10,9/14,2/16,9/48,7/39,0)
      3BET: 3,1
      3BET-Call: 31,4
      4BET-Range: 2,0
      WTSD: 23,6
      W$SD: 44,4 (Hmmm...)
      Agg: 4,31
      Flop Cbet: 90,9 - Wow! War mir nicht bewusst gestern, aber laut der nächsten Zahl sollte es sich trotzdem lohnen:
      Flop Cbet Success: 47,5
      Turn Cbet: 54,8
      Flop Fold vs Cbet: 53,8
      Flop vs Raise Fold: 50,0
      Steal: 32,4
      Fold to Steal: ~84
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Bei einer genauen Aufschlüsslung lass ich den FR-Experten den Vortritt als reiner SH-Spieler:

      Dennoch "3bet-Call" 31,4 %? Du callst so gut wie jede dritte 3bet? Ich kann mir nicht denken, dass das profitabel ist. Mit welchen Händen callst du so 3bets bzw. in welchen Positionen? Wie viel 3betten die Gegner auf NL5 FR in der Regel so?
      Auf jeden Fall: Nicht so viel auf 3bets callen, im Zweifel lieber folden als im Riesenpot stehen und nicht weiter wissen

      Der W$SD kommt mir auch ziemlich niedrig vor. Auf den Micros bekommst du dein Geld eigentlich durch SD-Winnings, daher sollte dieser Wert einige Prozentpunkte höher liegen - entweder du versuchst zu oft Stations rausbluffen, die dich am SD mit ihren Bottom- und Midpairs wegsnappen oder du herocallst zu viel (kannst z.B. kein TPTK/Overpair auf einen Turnraise weglegen) - dann müsste aber der WTSD eigentlich höher sein.

      PFR UO 39,0 im SB find ich auch ganz schön viel - und im Vergleich zu den 16,9 vom CO hast da ein grobes Leak - der CO ist die bessere Position als der SB auch wenn noch 3 Gegner nach dir agieren anstatt einem. In der Regel sagt man dass von den Steal-Werten BU >> CO > SB sein soll, zumindest aber sollten CO und SB annähernd gleich sein und nicht SB 2,5x so hoch wie CO.
      Somit: Deutlich mehr im CO openraisen, deutlich weniger im SB
    • yinpin
      yinpin
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2011 Beiträge: 951
      @tomsnho

      3bet-calling: Naja, mit einer genauen Aufschlüsselung tu ich mir jetzt schwer, wann wie wo ich die calle. Ich behaupte mal, wenn ich meine, es profitabel spielen zu können. Ich calle zB nicht gegen kleine stacks, oder wenn ich AJo oder sowas habe, sondern eher mit Händen, die starke Hände ausnehmen könnten, zB KQs gegen 120BB-Stack.
      Ansonsten scheint es aber laut Holdem-Manager profitabel zu sein: +186 BB auf 36 Hände (Nicht sehr aussagekräftig, ich weiß, aber wollts mal anführen; alltime ist es aber -1311BB - aber habe meinen Spielstil in den letzten Wochen ja schon stark verändert). In welchen Bereich sollte der Wert denn liegen?

      W$SD: Ja auf jeden Fall eine Schwäche. Ich denke es sind Bluffs. Ich weiß aber auch nicht, was ich da tun kann. Ganz ohne Bluffs gehts irgendwie halt auch nicht, oder? :-/
      Hab gerade noch bisschen mit den Statistiken rumgespielt. Betten am Flop und Turn mit Second-Pair oder schlechter ist wohl -EV für mich.
      Wenigstens gehen mittlerweile die SD-Winnings nach oben und die Non-SD-Winnings nach unten. Vor einer Woche war das noch nicht zwingend so ;-)

      Steals: Ich steale eigentlich vor allem als BU und SB. Meistens gucke ich mir die Stats der Gegner an und wenn die recht nittig sind, dann wird gestealt. Ist auch profitabel laut HM ;-)
      Werde das mit CO>SB von dir aber auf jeden Fall einfließen lassen.
    • Chief0r
      Chief0r
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2008 Beiträge: 3.809
      no money in nl5, everyone solid
    • everyoneissolid
      everyoneissolid
      Gold
      Dabei seit: 13.03.2011 Beiträge: 2.651
      Original von yinpin
      [...] Da limpt zB keiner Aces.
      Auf Nl50 gibts noch genug idioten die Aces limpen :D

      €: auf nl5 brauchst du nicht bluffen weil deine gegner dich auch mit 3rd pair runter callen. und genau da liegt die value auf den micros, die gegner können sich schlecht von ihrer hand trennen deshalb einfach immer nur dann betten wenn du eine value hand hast
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Original von yinpin
      @tomsnho

      3bet-calling: Naja, mit einer genauen Aufschlüsselung tu ich mir jetzt schwer, wann wie wo ich die calle. Ich behaupte mal, wenn ich meine, es profitabel spielen zu können. Ich calle zB nicht gegen kleine stacks, oder wenn ich AJo oder sowas habe, sondern eher mit Händen, die starke Hände ausnehmen könnten, zB KQs gegen 120BB-Stack.
      Was willst du da ausnehmen? Gegen die meisten Gegner ist KQ ein recht einfacher Fold gegen 3bets, zumindest auf Limits wo noch nicht preflop rumgeballert wird wie verrückt. Wenn du den K triffst, bekommst nicht sehr viel Value von TT - QQ, wirst fast nie KJ oder KT bei Villain sehen, dafür meistens gegen AK oder AA stehen, wenn das Geld reingeht. Wenn die Q triffst ähnlich, AQ und QQ+ zerstören dich, schlechtere Queens werden kaum ge3bettet und Pockets bis JJ wirst nicht sehr oft stacken können. Zudem verfehlst relativ oft den Flop. Ab und zu wirst natürlich FD, SD o.Ä. haben aber in Summe ist's gegen die meisten Gegner wohl sehr suboptimal KQ auf eine 3bet zu callen.

      Btw. unterscheidest du ob du IP oder OOP bist bzw. überhaupt welche Positionen ihr habt - oder behandelst du BUvsSB ähnlich wie UTGvsMP? Lässt du dir in deinem HUD die 3bet-Werte von den Gegnern anzeigen? Beachtest du diese, wenn deine Gegner 3betten?

      W$SD: Ja auf jeden Fall eine Schwäche. Ich denke es sind Bluffs. Ich weiß aber auch nicht, was ich da tun kann. Ganz ohne Bluffs gehts irgendwie halt auch nicht, oder? :-/
      Hab gerade noch bisschen mit den Statistiken rumgespielt. Betten am Flop und Turn mit Second-Pair oder schlechter ist wohl -EV für mich.
      Second Pair v.a. mit gutem Kicker ist gar keine schlechte Hand zum Betten, wenn Gegenwehr kommt musst dich natürlich meistens verabschieden. Allerdings hängt alles sehr stark vom jeweiligen Gegner ab - aber wenn jemand Flop und Turn gern mit A-high noch callt, dann hast mit 2ndPair mit gutem Kicker eine recht klare Valuebet. Dafür kannst bei solchen Leuten komplett auf Purebluffs verzichten - Semibluffs je nachdem.
      Hier ist's schwierig generelle Richtlinien zu finden - ABER: achte auf die gegnerischen Stats - erstmals AF und WTS, zusätzlich ev. noch FoldToCbetFlop, c/raise Flop und Ähnliches.

      Steals: Ich steale eigentlich vor allem als BU und SB. Meistens gucke ich mir die Stats der Gegner an und wenn die recht nittig sind, dann wird gestealt. Ist auch profitabel laut HM ;-)
      Werde das mit CO>SB von dir aber auf jeden Fall einfließen lassen.
      Falls die SB-Steals profitabel sind, dann mach sie ruhig weiter. Vielleicht klappt das gegen ABC-Regulars auf NL5 ja auch super - sprich, dass die nach dem zwanzigsten SB-Open in Folge noch 80 % ihrer Hände folden, weil sie es vor lauter Multitabling gar nicht mitbekommen - auf höheren Limits wirst mit 39 % Open aus SB von vielen Gegnern böse auf den Deckel bekommen.
      Die 16 % aus CO sind allerdings definitiv zu wenig - hier ist v.a. der BU zu beachten, wenn da eine 11/9-Nit sitzt, dann spiel den CO mehr oder weniger so als wäre es schon der BU, denn selbiger wird eh in 9 von 10 Fällen seine Hand aufgeben - womit du dir den Button quasi erkaufen kannst (d.h. wenn BU auf deinen Openraise/Isoraise foldet, bist du automatisch derjenige, der postflop als Letzter agiert)
    • yinpin
      yinpin
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2011 Beiträge: 951
      @tomsnho:

      3bet: Hmm, hast auf jeden Fall Recht mit deinen Ausführungen, allerdings ist das glaube ich zu sehr standartisiert für NL5. Meine 3bet calls sind meist sehr Gegner abhängig. Position und Karten spielen da fast eine untergeordnete Rolle. Lasse mir von meinem HUD recht viele Stats anzeigen. Auf jeden Fall ist die Thematik eine, an der ich wohl noch arbeiten muss. Ich werde in nächster Zeit vermehrt darauf achten, wann und warum ich 3bets calle. Edit: Was ist denn ein normaler 3bet-Wert?

      Bluff: Die Statistik bezog sich auf 2nd Pair UND schlechter. D.h. zu 70% wird das Air sein, die ich da 2 streets ballere.

      SB-Steals: Da ich zZ fast nur Rush spiele, gibt es praktisch keine Table-Dynamik und von daher kann ich auch als SB 10 Runden nacheinander stealen. An einem normalen Tisch mache ich das natürlich nicht. CU-steals habe ich mittlerweile übrigens schon erfolgreich mit ins Gameplay eingebaut. Trotzdem empfinde ich es als schwieriger, als die SB-Steals, da es auf dem Limit recht viele loose Spieler gibt und ich mir als CU ja die Stats von 3 Spielern anschaue und wenn da einer mit 20+ und der andere mit 15 ist und ich nur Air habe, dann lasse ich es lieber.

      Edit: Was ist denn eine normale Winrate auf dem Limit auf 100BB?
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