KK, AA Sets erkennen

    • Spassfaktor
      Spassfaktor
      Bronze
      Dabei seit: 07.11.2009 Beiträge: 366
      Hallo Leute,

      ich hab mal eine Frage zu Sets vs. KK oder AA, wie kann man da strategisch vorgehen um Sets zu erkennen? Also z.B. am Flop kommt sowas wie 9,3,6...
      Und noch eine Frage wie kann man das im Turnier bemerken?

      lg

      Spassfaktor
  • 7 Antworten
    • Finalist2010
      Finalist2010
      Bronze
      Dabei seit: 17.05.2008 Beiträge: 47
      erkennen von sets.....

      denke ohne die richtige vorbereitung geht da nichts.
      hier heißt es preflop ordentlich raisen so das kleine pocketpairs nicht mehr profitabel auf set value gespielt werden können. aber auf den micros kann man sich auf nichts verlassen da ist alles möglich egal wie man geraised.
    • CraZyHellFish
      CraZyHellFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 72
      Hi,

      ist schwierig, du wirst immer in Set rennen.

      Eigentlich nur mit Reads auf die Gegner...

      Gegen Fishe kannst du mit AA auf so nem board keinen Fold finden.

      Auf den Low-level gegen Regs kann ein Anzeichen sein, du raist preflop, wirst gecalled, Dry board, du contibettest und kriegst Action. Die meisten spieler werden Ihre Toppairs bzw. AK preflop 3 betten, dann kriegst die Leute schon Preflop all-in.

      Aber ist genau so schwer zu beantworten, ist die Frage, wie er kenne ich mit KK AA beim Gegner.

      Ist die Varianz. ;)

      VG

      CraZyHellFish
    • NeverRaiseAA
      NeverRaiseAA
      Global
      Dabei seit: 16.01.2011 Beiträge: 293
      gib doch mal ein konkretes Szenario an... AA vs. KK geht doch eh immer preflop allin...
    • CraZyHellFish
      CraZyHellFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 72
      Braucht man doch kein Szenario dafür, KK gegen AA wird dir auch immer mal passieren... war nur als Beispiel gemeint, gibt einfach Situation da geht das Geld rein und man macht nüx falsch
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Es geht hier ja wohl nur um postflop Situationen.
      Wir callen ja preflop mit PP auf Setvalue um unser Set zu treffen und Villain zu stacken. Wäre ein Set so leicht zu "enttarnen", könnten wir uns die Calls pre ja sparen, da unprofitabel weil keine implieds.
      Ob wir nun ein Set doch noch erahnen können, hängt vom Gegner ab.

      Wir raisen pre im CO mit AA, SB callt, der Flop
      T :heart: 6 :spade: 2 :club:
      Villain checks, Hero bettet, Villain raises

      Ist Villain eine loose-passive Calling Station riecht das schon sehr nach 2 Pair oder Set. Die raising Range eines LAG ist hier wesentlich weiter, Sets und 2 Pair sind nur ein Teil dieser Range, also keine Chance, ein Set zu erkennen.

      callt Villain am Flop nur
      Turn: 2 :heart:
      Villain checks, Hero bets, Villain raises

      LPA wird meist eine 2, TT oder 66 halten und fast nie bluffen LAGs/aggro TAGs haben eine wesentlich weitere Range, die auch einige Bluffs beinhaltet. Bei diesen Villains ist TT oder 66 nur ein (kleiner) Teil ihrer Range und wir werden Sets meist ausbezahlen, da wir nicht folden können.
      Man kann sagen, wenn LPA oder Nits, die pre unser Raise gecallt haben plötzlich Action machen, sollte man ein Set eher in Betracht ziehen als bei TAGs oder LAGs, aber sicher "erkennen" kann man es nicht.
    • CraZyHellFish
      CraZyHellFish
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 72
      Sehr schön erklärt Sleepy :)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Da brauch ich denke ich nicht viel hinzufügen. Ein relativ sicherer Indikator auf den Microlimits für Sets ist die Line C/C Flop C/R Turn - viele Spieler in den Microlimits spielen sehr unbalanciert und haben dort überhaus häufig ein Set.

      Ansonsten ist generell erstmal ein Raise (egal wo) etwas wo du aufpassen musst. Wenn deine Gegner raisen, dann haben sie die Möglichkeit das mit 3 Handgruppen zu machen:

      1. Bluffs

      2. mittelstarken Made Hands

      3. sehr starken Made Hands


      besonders schwierig ist es gegen Spieler, die in jeder Situation alle 3 Kategorien von Händen halten können oder Kategorie 1 und 3 Hände. Gegen diese Spieler ist es abhängig vom Flop, den Stacks etc. teilweise extrem schwierig richtig auf Raises (selbst mit einem Overpair) zu reagieren.
      Du musst also herausfinden wie deine Gegner Flops raisen

      -> wenn dein Gegner z.b. nur Bluffs am Flop raist, dann kannst du mit AA callen und auch alle restlichen Bets callen

      -> wenn dein Gegner nur mittelstarke Made Hands raist wie Toppair oder schlechtere Overpairs, dann kannst du überlegen, ob du callen willst oder reraisen willst. (abhängig vom Board natürlich -> wenn am Turn viele Karten kommen können, die dir die Action killen dann willst du am Flop reraisen, wenn der Turn relativ sicher ist, dann kannst du auch am Flop einfach nur callen)

      -> wenn dein Gegner nur sehr starke Hände raist, dann foldest du halt

      Der Trick ist jetzt, dass die meisten Gegner wie erwähnt eine Mischung aus diesen 3 Handkategorien raisen. Deine Aufgabe ist es herauszufinden wie die Verteilung die Kategorien jeweils ist. Wenn dein Gegner in 5% mit seinen Sets am Flop raist und die restlichen 95% seiner Range aus Bluffs bestehen -> callen oder reraisen (je nachdem wie die Boardstruktur ist -> wenn viele Flushdraws möglich oder Straightdraws etc.)

      Es geht im Poker auch nicht darum in 100% der Fälle sicher zu sein, sondern in einem bestimmten Prozentsatz der Fälle. (wie hoch der genau mindestens sein sollte weiss ich ehrlich gesagt grade gar nicht, muss ich mir mal ein paar Gedanken zu machen)

      Viel Spaß beim rumtüfteln.