Wie wichtig ist die Theorie?

    • uNiQuEStYLe
      uNiQuEStYLe
      Bronze
      Dabei seit: 28.11.2006 Beiträge: 545
      Also, ich habe folgende Frage: Wie wichtig ist die Theorie bei Pokeranfängern? Ich spiele Poker erst seit gut einem Monat, habe mir die Anfängerguides auch durchgelesen und habe mittlerweile rund 100 PP. Jedoch habe ich das Gefühl absolut keine Ahnung von Poker zu haben wenn ich mir so zum Teil die Posts von Leuten hier im Forum anschaue, den ich habe bisher eher ''gefühlsmässig'' gespielt, also keine Odds / Outs bzw. Equity berrechnet, meistens auf 2-3 Tischen auf dem Limit .15/.30.

      Sollte man deshalb zuerst einmal ein bisschen spielen oder sich direkt auf die vermittelten Sachen trimmen?
  • 13 Antworten
    • aStaSt
      aStaSt
      Bronze
      Dabei seit: 27.06.2006 Beiträge: 538
      kannst du dir das nicht selber beantworten? :rolleyes:

      Jedoch habe ich das Gefühl absolut keine Ahnung von Poker zu haben

      gerade für einen anfänger ist theorie das wichtigste
    • dbelling
      dbelling
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2006 Beiträge: 311
      Original von uNiQuEStYLe
      gespielt, also keine Odds / Outs bzw. Equity berrechnet

      dann fang damit an!
    • LoveMeOrHateMe
      LoveMeOrHateMe
      Global
      Dabei seit: 06.10.2006 Beiträge: 2.748
      Theorie brauchst du wie die Luft zum Atmen :)
    • alexd841
      alexd841
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 3.969
      die theorie ist sehr wichtig.

      am besten ist es, die einsteigersektion komplett gelesen (und verstanden) zu haben, bevor man anfängt, um geld zu spielen.

      danach ist ein verhältnis von 1:1, dh. für jede stunde spielen, eine stunde theorie (nicht nur artikel lesen, auch hände analysieren, posten und hände anderer spieler im bsp-hände forum anzuschauen) zu empfehlen.
    • ilja
      ilja
      Black
      Dabei seit: 20.06.2006 Beiträge: 4.236
      ich hatte als ich angefangen habe ca 0,5:1:0,5 gemacht (Lesen:Spielen:Analysieren).
      Besonders das Analysieren war recht öde, habe mit mittels PO2 alle Hände die ich in der Session zuvor gespielthabe (natürlich nur die, in dennen ich auch Aktiver als nur Blindstealer o.ä. war) angeschaut und beim wiederduchspielen geguckt wie ich hätte besser/effektiver spielen sollen.

      War ein hartes Stück Arbeit, waren bestimmt so 2-3stunden nach jeder Session reine Analyse (incl. Borderline Hände posten), aber war es aufjedenfall wert, kann das nur jedem empfehlen sich dazu duchzuringen.
    • ZarvonBar
      ZarvonBar
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 21.03.2006 Beiträge: 33.550
      Theorie >>> Praxis
      Spielen macht zwar mehr Spass, aber gerade am Anfang ist Theorie das beste was du mit deiner Zeit anfangen kannst.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Spielen macht zwar Spaß, aber gewinnen macht noch mehr Spaß. Also sorge für ein gutes Maß zwischen Theorie und Praxis, dann klappts auch mit der Nachbarin...
    • Fillmaff
      Fillmaff
      Einsteiger
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 157
      Original von uNiQuEStYLe
      Also, ich habe folgende Frage: Wie wichtig ist die Theorie bei Pokeranfängern? Ich spiele Poker erst seit gut einem Monat, habe mir die Anfängerguides auch durchgelesen und habe mittlerweile rund 100 PP. Jedoch habe ich das Gefühl absolut keine Ahnung von Poker zu haben wenn ich mir so zum Teil die Posts von Leuten hier im Forum anschaue, den ich habe bisher eher ''gefühlsmässig'' gespielt, also keine Odds / Outs bzw. Equity berrechnet, meistens auf 2-3 Tischen auf dem Limit .15/.30.

      Sollte man deshalb zuerst einmal ein bisschen spielen oder sich direkt auf die vermittelten Sachen trimmen?
      Du musst dir darüber im klaren sein, was Poker überhaupt ist: Du versuchst Wetten abzuschliessen, bei denen du einen Vorteil hast.

      Zum Beispiel: Ihr würfelt bei gleichem Einsatz, du gewinnst bei 1-4, dein Gegner bei 5-6. Das ist Poker.

      Nun sollte dir klar sein, warum du die "Odds" kennen musst, denn du musst wissen, ob du überhaupt eine vorteilhafte Wette abschliesst. Einfach aus dem Bauch heraus zu spielen führt zu Fehlern. Du drawst dann oftmals zu Händen, die zuwenig gewinnen wenn sie mal treffen, oder du callst mit Händen, die zu häufig geschlagen sind.
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      ich würde sagen: je besser man situationen unter stressbedingungen gedanklich abstrahieren kann, desto mehr kann man das verhältnis spiel:theorie richtung spiel verschieben.

      ich bin zwar generell ein mensch, der zu abstraktionen im denken neigt, aber nicht wenn ich gerade AKs erwischt habe und einen one-suited-flop komplett verfehle. die innere ruhe beim pokern zu schulen, ist glaube ich zu beginn eine der wichtigsten komponenten, um gute entscheidungen zu treffen.

      folgende zwei dinge sehe ich als sehr wichtig an, die kaum durch das lesen von theorie zu meistern sind:

      1. geduld und innere ruhe
      2. gedankliche trennung vom geldwert am pokertisch
    • tooHigh
      tooHigh
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 532
      Gerade auf den unteren Limits machen fast alle Spieler verdammt viele Fehler und kennen die Theorie so gut wie gar nicht - wenn du die Theorie verstanden hast und auch anwendest, machst du sehr viel weniger Fehler als deine Gegner und wirst auf die Dauer auch gewinnen.
    • toxi1
      toxi1
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2006 Beiträge: 2.213
      Am Anfang erstmal ordentlich die Artikel lesen und dann kräftig Beispielhände anschauen/bewerten/posten :) Da ist der Lerneffekt enorm! Nur auf Glück führt auf lange Sicht zu 99% zum Verlust der BR^^
    • osullivan84
      osullivan84
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2006 Beiträge: 246
      1. Strategieartikel-lesen, grob verstanden haben
      2. ein paar 100 hände spielen
      3. das spiel dabei verstehen und sich selber gedanken machen, wie man das spiel am besten angeht
      4. strategieartikel vertiefen
      5. spielen, spielen, spielen, spielen und dabei
      6. stück für stück umsetzen der einzelnen artikel.

      als anfänger ist es extrem schwierig, gleichzeig jede hand im shc nachzugucken, die positionen zu berücksichtigen, das spiel zu beobachten, die gegner zu beobachten, odds und outs zu berücksichtigen und dabei noch was zu lernen. stück für stück ist da die bessere herangehensweise und hat den größeren lerneffekt. außerdem geht der spass an der sache nicht völlig verloren.

      beispiel odds & outs. für den anfang reicht es völlig aus zu wissen, dass man für einen gutshot zu spielen einen ziemlich hohen pot braucht und das es soetwas wie odds und outs überhaupt gibt um sich grob danach richten zu können. nach und nach kann man dann sein spiel präzisieren und verbessern.

      aber das aller wichtigste beim pokern gerade als anfänger ist man selber. wer sich selber keine gedanken zu seinem spiel macht und sich rein auf irgendwelche theorieartikel beruft wird ewig in den unteren limits hängen bleiben. da kann man 1000 mal lesen was ein freeshowdown-raise ist, wenn man praktisch nicht die spots catchen kann wo soetwas in frage kommt, bringt das auch nicht.
      außerdem wie oben schon genannt:
      1. geduld und innere ruhe
      2. gedankliche trennung vom geldwert am pokertisch
      für mich ganz schwierige aber entscheidende hürden das hinzubekommen!!

      gruß, osullivan
    • Tareb
      Tareb
      Bronze
      Dabei seit: 09.03.2007 Beiträge: 680
      Original von osullivan84

      [wichtige Dinge der Übersicht wegen entfernt]

      als anfänger ist es extrem schwierig, gleichzeig jede hand im shc nachzugucken, die positionen zu berücksichtigen, das spiel zu beobachten, die gegner zu beobachten, odds und outs zu berücksichtigen und dabei noch was zu lernen. stück für stück ist da die bessere herangehensweise und hat den größeren lerneffekt. außerdem geht der spass an der sache nicht völlig verloren.

      [ und noch mehr wichtige Dinge entfernt]

      gruß, osullivan
      Den zitierten Teil kann ich nur bestätigen. Ich bin blutiger Anfänger (8k Hände insgesamt) und habe auch früh festgestellt, dass ich nicht alles auf einmal aus den Strategieartikeln anwenden kann.

      Vielleicht fehlt mir da das Talent, vielleicht bin ich auch schon zu alt :)
      Also habe ich für mich entschieden, auf den beiden unteren Limits (0,05/0,10 und 0,10/0,20) die SHC zu verinnerlichen und das Postflopspiel kontinuierlich zu verbessern. Die Videos von Arscholio und jetzt auch Milamber haben mir da sehr geholfen. Auch das Beispielhändeforum ist klasse.

      Nun bin ich auf 0,15/0,30 aufgestiegen und beginne jetzt mit den Odds und Outs. Unabhängig vom BR werde ich erst ins nächste Limit aufsteigen, wenn ich das verstanden und verinnerlicht habe.

      Dann sollte die Silbersektion frei sein für mich und somit dürften sich dann die nächsten Ziele ergeben.

      Von daher ein sehr langes und ausführliches SIGN an osullivan

      Bis dann

      Tareb