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Legalize it – Deutschland ist schlauer (hoffentlich) – Kiel macht Mut!

„Jetzt bist du fünfzig, jetzt ziehst du dich ordentlich an“ hatte meine Frau gesagt und all meine geliebten PokerStars-Jacken ganz hinten im gruseligen Kasten verstaut. So unerschrocken ich mich sonst mit bösen Kommentatoren und grimmigen Geldeintreibern anlege, in solchen Momenten kenne ich meine Grenzen und ergebe mich den langweiligen Boss-Sakkos. Jetzt aber heißt es Farbe bekennen und meine Farbe ist Poker. Wer sich jetzt einschüchtern lässt, ist kein richtiger Spieler. Ich geh mit Mut und gutem Beispiel voran. Lassen wir es alle wissen, die es immer schon zu wissen geglaubt haben. Poker in Deutschland und Österreich kann gestärkt aus dem schwarzen Freitag heraus kommen, wenn wir es alle wollen und statt panisch sachlich reagieren.

Wo ist eigentlich Hans-Christian Ströbele wenn man ihn mal wirklich braucht. „Legalize it“ und das möglichst rasch. Am 7.Mai gibt es in Wien den Hanf Wandertag. Ich werde dabei sein in meiner PokerStars Jacke und vielleicht solidarische Feuerzeuge verteilen. Die kann man immer brauchen. Und jetzt erst recht. - Was da in den USA gerade passiert ist nämlich kein Beweis für gar nichts. Online-Poker an sich ist weder böse, illegal noch staatlich unregulierbar. Große Märkte lassen sich einfach nicht verbieten und wer es trotzdem probiert schafft Figuren wie Daniel Tzvetkoff. Ein doppelter gieriger Gewinner der Krise wie es den Anschein hat. Erst profitieren und verdienen an abstrusen Gesetzen beziehungsweise deren Umgehung, dann noch die Komplizen betrügen und am Ende alle verpfeifen und halbwegs aus der Schlammassel rauskommen. In einem kontrollierten und legalen Markt hätte es Daniel Tzvetkoff maximal zum Country-Manager Weißrussland Südost gebracht. Erst das bizarre Biotop von Dümmling Bush hat solche Gestalten groß gemacht. Wenn wir in Deutschland nicht aufpassen, tappen wir in die selbe Falle und dürfen uns dann nicht über die gerufenen Geister wundern.

Ich bleibe dabei. Die Woche war gut für Poker in Deutschland. Wir haben die Antwort nämlich bereits gegeben, bevor die Frage gestellt wurde. Sieben freiwillige Anzugsträger bei der Pressekonferenz in Kiel haben den Weg gewiesen und wenn Schleswig-Holstein die Nerven behält, geht alles seinen legalen und regulierten Weg. Geändert hat sich nur die Hierarchie. Keine Rede mehr von zweitwichtigsten Markt, wir deutschsprachigen Spieler sind quasi über Nacht die Nummer Eins der Pokerwelt. Mögen uns das Onliner hoffentlich bald spüren lassen und uns entsprechend verwöhnen. Und damit da nichts schief läuft, heißt es Nerven behalten und Aufklärung betreiben. Erklärt es eueren Nachbarn, euren Verwandten und allen jenen, die nur wenig wissen und noch weniger verstehen. Was gerade in den USA passiert hat nichts mit Poker zu tun, sondern ist die traurige Konsequenz von inkompetenter politischer Regulierung. Die Saubermänner und Sauberfrauen vom FBI räumen quasi nur den selbst geschaffenen Schmutz weg. Wir in Deutschland haben Hoffnung und wir haben die Anzug-Jungs von Kiel. - Alles wird gut!