Als geklaut gemeldetetes Fahrrad von der Gemeinde verkauft

    • Notheis
      Notheis
      Global
      Dabei seit: 27.07.2007 Beiträge: 565
      hey,

      ich bräuchte mal einen juristischen Rat,

      und zwar geht es darum, dass mir vor 2 jahren ein einigermaßen teures Mountain-Bike in einem Dorffest gestohlen wurde.
      Habe dies natürlich zur Anzeige gebracht(mit rahmennummer, marke , etc)

      Nun ist es wiedre aufgetaucht. nur hat der jetzige "Besitzer" es im Sommer letzten Jahres gefunden, bei der Gemeinde abgeben und da sich niemand nach einem halben Jahr gemeldet hat es "rechtskräftig" erwoben.

      Es wurde zwar im Ortsblatt 3mal erwähnt, aber wer sucht noch nach 2 jahren, sowohl es ja auch bei der Polizei gemeldet war.

      Naja die Gemeinde hats halt verbockt nachzuprüfen, ob dass Rad als gestohlen gemeldet ist und die Polizei hat mich gerade angerufen und gesagt, da die Gemeinde es hergegeben hat können sie nichts mehr machen.

      Nur kommt mir die ganze Sache jetzt komisch vor, dass ich nur wegen einem Fehler der Gemeinde jetzt kein Recht auf mein Fahrrad mehr habe.

      also wenn mir jemand einen Rat geben kann, wie man weiter vor gehen kann, wäre ich sehr dankbar.

      gruß Notheis
  • 25 Antworten
    • baum0r
      baum0r
      Global
      Dabei seit: 18.01.2007 Beiträge: 1.364
      wtf wenn wer was findet muss er das der polizei melden und nicht ieiner gemeinde? Sowas habe ich ja noch nie gehört.

      Klaue ich n fahrrad, gebe es in ieiner gemeinde ab und wenn sich keiner meldet ist es rechtskräftig meins ??
    • Notheis
      Notheis
      Global
      Dabei seit: 27.07.2007 Beiträge: 565
      Gemeinde hätte ja der Polizei bescheid geben gemüsst, hat sie aber verbockt X(
    • h0nky
      h0nky
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2008 Beiträge: 10.642
      Obv dein Eigentum. Im Notfall klagen oder so. Einfach mal kräftig in den Arsch treten, dass sich was tut.
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Original von baum0r
      wtf wenn wer was findet muss er das der polizei melden und nicht ieiner gemeinde? Sowas habe ich ja noch nie gehört.

      Klaue ich n fahrrad, gebe es in ieiner gemeinde ab und wenn sich keiner meldet ist es rechtskräftig meins ??
      Fundsachen meldet man nicht bei der Polizei an. Kann man machen, ist aber nicht üblich.

      Wenn du von einem Verbrechen ausgehst, ist die Polizei die richtige Anlaufstation.

      An OP:

      Sehr ärgerlich, was da passiert ist.
      Ich bin natürlich auch kein Jurist, aber ganz gut darin, Sachen zu regeln.
      Keine Ahnung, was du unter teurem Fahrrad verstehst, aber versuchs doch erstmal über den "kleinen" Dienstweg,
      bevor du in Erwägung ziehst dein (mutmaßliches) Recht auf dem Rechtsweg durchzusetzen (ich gehe auch davon aus,
      dass die Gemeinde dir zu Schadensersatz verpflichtet ist, wenn die Gemeinde bestimmte Vorschriften fahrlässig
      verletzt hat).

      Also, kleiner Dienstweg.
      - Man wird dir kaum die Adresse/Telefonnummer des neuen Besitzers geben (Datenschutz).
      ABER: Geh doch mal persönlich zum Fundbüro, finde den Zuständigen und frage Ihn, ob dieser nichtmal den neuen
      Besitzer anrufen könnte, weil der eigentliche Eigentümer (du) aufgetaucht ist und er so nett wäre blablabla.

      Das alles ganz freundlich und niemals negativ ins Gespräch gehen.
      so auf die Art: "Ihr habt scheiße gebaut, bügelt das wieder aus".
      So kommt man nie was man will.

      Wenn die freundliche Tour nicht klappt, kannst du immer noch ne Schippe drauflegen und den Druck erhöhen.
    • Sternenfeuer
      Sternenfeuer
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2006 Beiträge: 1.252
      Ohne da jetzt tiefer einzusteigen und nur mit Halbwissen ausgestattet.

      Der Käufer dürfte mit ziemlicher Sicherheit aus der Sache raussein, weil bei solchen Auktionen gilt, dass mit dem Kauf alle Ansprüche früherer Besitzer ausgeschlossen werden. Damit ist die Wahrscheinlichkeit an das Rad selber ranzukommen sehr gering.
      Am ehesten dürftest du an den Wertersatz rankommen, wenn du die Gemeinde verklagst, weil sie Ihre Sorgfaltspflicht(Amtshaftung) verletzt hatt. (Hier der Abgleich mit der Polizei)
      Da sollte man allerdings umbedingt vorher mit einem Anwalt sprechen, der die Erfolgsaussichten beurteilen kann.

      Dass du da freiwillig an Geld rankommst, halte ich für außerst unwahrscheinlich.
    • brrrraaaaaaaaak
      brrrraaaaaaaaak
      Global
      Dabei seit: 02.07.2010 Beiträge: 246
      Eine Möglichkeit wäre,

      gegenüber deiner Gemeinde Schadensersatzansprüche geltend zu machen;

      Der Fehler liegt ja hier eindeutig bei der Gemeinde ! Und ich glaube nicht dass deine Ansprüche verjährt sind.

      Wobei geklärt werden muss, ob die Gemeinde durch die 3malige Nennung der Fundsache in einer Zeitung entlastet ist.

      Logischer Menschenverstand würde ja zunächst den Telefonanruf bei der Polizei
      durchführen um durch die Fahrradnummer den Halter zu ermitteln.

      --

      Geh mal zur Polizei und frag die was gesetzlich bindend ist.

      Muss ein Finder bei der Polizei nachfragen, sofern Rahmennr. vorhanden ist oder nicht

      Lass dir das schriftlich bestätigen.

      Auch mal ein Anruf bei einer anderen Gemeinde. Die Schilderung einer allgemeinen, aber vergleichbaren Situation sollte dir hier auch weiterhelfen die Vorgehensweise
      der Gemeinden bei solchen Fällen nachvollziehen zu können und was gesetzlich bindend ist.

      viel glück
    • Indy1701e
      Indy1701e
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2007 Beiträge: 40.334
      Man könnte hier mal an den § 935 BGB denken, heißt, kein Eigentumserwerb von abhanden gekommen Sachen.
      Die Sonderregelung des Absatz 2 ist hier mMn unbeachtlich, da es keine Versteigerung gab.

      Vielmehr sind hier jedoch die Vorschriften über den Fund (§ 965ff. BGB) anzuwenden.
      Es ist zwar korrekt, dass der Finder nach 6 Monaten Eigentum erwirbt, innerhalb von 3 Jahren kann der ursprüngliche Eigentümer jedoch noch Herausgabe aus § 977 iVm §§ 812ff. BGB verlangen (ungerechtfertigte Bereicherung).
    • wosinddiehirsche
      wosinddiehirsche
      Bronze
      Dabei seit: 25.11.2008 Beiträge: 1.333
      Gemeinde erstattet dem Käufer sein Geld zurück und du bekommst dein Fahrrad.

      erst freundlicher weg wählen um oben genanntes zu realisieren, später druck erhöhen.

      und das Abdrucken in irgendeinem Zeitungsblättchen ist ja wohl mal kein Argument.
      Du als Beklauter weißt ja nichts davon, bzw dir wurde auch nicht gesagt dort nachzuschauen.
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Original von Sternenfeuer
      Der Käufer dürfte mit ziemlicher Sicherheit aus der Sache raussein...
      Wahrscheinlich.

      Deswegen sage ich auch, kleiner Dienstweg.

      Ihr wärt überrascht, was wie nett Menschen machmal sind, wenn man freundlich fragt.
      Ein Indiz, dass man sich mit dem neuen Besitzer einigen kann ist bereits, dass er überhaupt so ehrlich war, ein herrenloses Fahrrad dem Fundbüro zu übergeben. Er hätte es auch einfach so behalten können oder in einem See versenken können.

      Der Rechtsweg bedeutet Monatelanges hick hack. Freundliches, bestimmtes nachfragen bzw. einen Kompromiss aushandeln dauert ein/zwei Tage.

      Ich würde meinen Weg zuerst versuchen, bevor ich mit dem Anwalt drohe.
      Das kostet Geld, Zeit und Nerven. Ausgang offen.
    • RuthlessRabbit
      RuthlessRabbit
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 9.531
      Ich würde mal zur Polizei gehen. Die sollen erstmal feststellen, dass dein Rad jetzt einen neuen Eigentümer hat. Könnte ja sein, dass der neue Eigentümer keine Lust hat, das Rad wieder herzugeben und es von einem Tag auf den anderen verschwindet ;)
    • Notheis
      Notheis
      Global
      Dabei seit: 27.07.2007 Beiträge: 565
      so erstmal danke für die ganzen Antworten,

      war soeben im Rathaus, dort wurde jetzt nach langem freundlichem Reden zugegeben, dass es ein Fehler von ihnenn war.

      Sie bitten jetzt erstmal, den neuen Besitzer dass er das Fahrrad wieder zurückgibt und für seine Umkosten ( hat ja kleine Repaturen, einen neuen Sattel
      etc selbst bezahlt) ,es wurde ja 1,5 Jahren von einem 3. angeblich benutzt, aufkommen

      oder sie werden mir Schadenersatz geben.

      Was kann man da so verlangen?

      Habe es damals zum Einkaufspreis des Ladens für 1000DM bekomme ,war normal um einges mehr wert, und wurde eigentlich immer gut gepflegt und nicht zu oft gefahren.

      Gruß Notheis
    • HekKo5
      HekKo5
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2005 Beiträge: 847
      wahrscheinlich leider nich mehr so viel? max 200EUR?
    • Hadi
      Hadi
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2009 Beiträge: 12.303
      Ich würde sagen 50% des Preises eines gleichwertigen Fahrrads wären wohl angemessen, aber das mag auch total überzogen sein.
    • petersoul
      petersoul
      Silber
      Dabei seit: 25.09.2009 Beiträge: 1.149
      Ich bin auch kein Jurist, aber einzig logische wäre für mich, dass es vom Amt verbockt wurde, wie schon oben geschrieben, sich mit der Polizei abzugleichen...
    • Notheis
      Notheis
      Global
      Dabei seit: 27.07.2007 Beiträge: 565
      so war heut noch mal dort, da heute der Hauptgutachter oder so auch da war.

      Wird sich jetzt erstmal alles nach Ostern verschieben und dann werden sie erstmal versuchen, mir mein Rad wieder zu beschaffen.
      Was mir igrendwie auch lieber ist.

      Kann mich dann nochmal melden, falls es irgendjemand interessiert ,wie es ausgegangen ist.

      Danke nochmal für die vielen Antworten

      Gruß Notheis
    • yogiii
      yogiii
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 2.791
      Original von Notheis
      so war heut noch mal dort, da heute der Hauptgutachter oder so auch da war.

      Wird sich jetzt erstmal alles nach Ostern verschieben und dann werden sie erstmal versuchen, mir mein Rad wieder zu beschaffen.
      Was mir igrendwie auch lieber ist.

      Kann mich dann nochmal melden, falls es irgendjemand interessiert ,wie es ausgegangen ist.

      Danke nochmal für die vielen Antworten

      Gruß Notheis
      interessiert
    • Miczor
      Miczor
      Bronze
      Dabei seit: 25.11.2010 Beiträge: 330
      Original von yogiii
      Original von Notheis
      so war heut noch mal dort, da heute der Hauptgutachter oder so auch da war.

      Wird sich jetzt erstmal alles nach Ostern verschieben und dann werden sie erstmal versuchen, mir mein Rad wieder zu beschaffen.
      Was mir igrendwie auch lieber ist.

      Kann mich dann nochmal melden, falls es irgendjemand interessiert ,wie es ausgegangen ist.

      Danke nochmal für die vielen Antworten

      Gruß Notheis
      interessiert
      #rautiert
    • Notheis
      Notheis
      Global
      Dabei seit: 27.07.2007 Beiträge: 565
      habe heute mein Rad wieder erhalten:-)

      Die Gemeinde hat sich zwar wieder stur gestellt,
      ich sollte mein Fahrrad vor Gericht anfordern und da es ja noch bei dem Herrn ist würden sie keinen schadensersatz zahlen. X(

      Naja wir konnten uns dann heute auser Gerichtlich einigen, was ich auch besser finde.

      Habe ihn das Geld, das er Reingesteckt hatte (Reifen, Sattel, Gangschaltung richten, 5Euro der Gemeinde :rolleyes: etc im ganzen 93€), gegeben und habe dadruch mein Rad erhalten.
      Jetzt Versucht der Man, dass Geld von der Gemeinde zu bekommen und mir zurück zu geben, deshalb hat mich gebette mal rauszufinden, ob es irgendwo schwarz auf weiß steht dass die Gemeinde gefundene Sachen bei der Polizei prüfen lassen muss, ob sie gestohlen sind.

      Also wenn jemand, mir einen Paragraphen geben kann oder einen link, wäre super. Hab selbst schon geschaut aber nichts gefunden:-(

      Sonst ist die Gemeinde aus der Sache raus, obwohl sie es eigentlich verbockt hat.

      Danke schonmal

      Gruß Notheis
    • sommermeer
      sommermeer
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2006 Beiträge: 3.937
      und der ehrliche finder wird gefistet- voll fair und so.
      zahl ihm wenigstens nen anständigen finderlohn.
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