FR oder SH?

    • FatherOfLeon
      FatherOfLeon
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2010 Beiträge: 197
      Hallo,

      Ich habe bisher SH auf 0.10 / 0.20 gespielt. Meine BR hat für den Limitaufstieg ausgereicht und so nehme ich das Limit jetzt in Angriff.

      Nun habe ich wieder erwarten große Schwierigkeiten, was aber wohl auch damit zusammen hängen kann, dass ich aktuell praktisch nur TAGs auf den SH Tischen finde.

      Da ich den Regs/Tags auf dem Limit scheinbar noch nicht gewachsen bin, überlege ich, von SH auf FR zu wechseln.
      * Ist da die Reg-Dichte niedriger?
      * Ist FR leichter oder schwerer als SH zu spielen?

      Ist das ratsam? Und wie verhält es sich bei Stars mit den VPP? Kriege ich dann eher weniger Punkte?

      Danke
      Michael
  • 7 Antworten
    • voxymoron
      voxymoron
      Bronze
      Dabei seit: 08.09.2010 Beiträge: 66
      Hallo,

      ich kenne den Vergleich SH/FR auf diesem Limit bei FTP. Ich habe den Eindruck, dass FR mehr Vollfische unterwegs sind, also so 60/10 Spieler. SH sind die eher selten.

      In den Videos wird immer gesagt, dass SH mehr Fische unterwegs sind... kann sein, dass es erst auf höheren Limits zutrifft, also so bei 1/2 2/4 und/oder weil es dort weniger FR Tische gibt. Vielleicht sind auf den kleinen Limits SH auch mehr Fische, die aber nicht so offensichtlich sind. Also mehr so 30/15 Spieler, ein ticken zu loose für SH, aber dennoch schwierig zu spielen.

      SH spielt man auf jeden Fall mehr Hände/h, ich denke dass man da auch mehr Punkte bekommt als FR., dafür kann man FR aber auch ein oder zwei Tische mehr spielen... das gleicht sich bestimmt aus.
    • bluffem
      bluffem
      Bronze
      Dabei seit: 14.03.2007 Beiträge: 3.789
      Das Fullring mehr Fische rumlaufen glaube ich nicht, gibt zwar an jeden Tisch 2-3 Fische die musst du aber mit 6-7 anderen Regs teilen. Shorthanded hast du die Möglichkeit den Fisch häufiger zu isolieren.

      Wenn du auf .1/.2 Sh nur Tags vorfindest solltest du mal deine Tableselection überarbeiten. Vielleicht hilft dir ja die "Table Scan Turbo" Software, einfach mal googlen.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.553
      FR hat durchaus ein paar Vorteile gegenüber SH. Der Rake ist niedriger und die Ranges der Gegner sind enger, dadurch kann man sie besser einschätzen. Der Nachteil ist, dass man grundsätzlich weniger Tische auf dem gleichen Limit zur Auswahl hat als SH. Wenn du FR ausprobieren willst: nur zu! Die Spieltaktiken ändern sich ja nicht. Es ist grundsätzlich das gleiche Spiel.
    • voxymoron
      voxymoron
      Bronze
      Dabei seit: 08.09.2010 Beiträge: 66
      Vielleicht ist FR für einen SH-Spieler auch schwieriger, weil die Gegner öfter bessere Hände haben :) Und ich finde, dass so agressiv isolieren und stealen ohne fold equity auf .1/.2 und kleiner nicht so gut funktioniert. Als SH-Spieler das wieder abschalten ist ggf. genauso schwer wie es als FR-Spieler zu lernen.

      @bluffem
      Den Fisch-mit-Regs-teilen-Aspekt hatte ich noch nicht bedacht. Aber was man in anderen threads so liest mit endlosen Warteschlangen an Tischen mit einem schlechten Spieler – das scheint da nicht wirklich besser zu sein.

      TableScan Turbo kenne ich, aber bringt mir persönlich nicht viel, weil ich hauptsächlich Macuser bin (muss endlich mal wine zum Laufen bringen). Würde da dennoch den table selector dingens von Pokertracker vorziehen, wenn er kostenlos wäre.

      Jetzt wähle ich die Tische nur nach plr/flop, denn viele Spieler auf die ich eine note habe (pfr > 50 z. B.) sehe ich sowieso nie wieder. Und die von denen ich ausreichend stats in der Datenbank habe, sind die paar regs, mit denen ich eher nicht spielen will.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.553
      Was dir bei der Tischselektion eventuell helfen kann sind Buddylists. Trage die schlechten Spieler dort ein und suche mit der Lobby deines Pokerraums gezielt nach ihnen. Mit der Zeit wirst du eine ganze Sammlung von Buddies haben, so dass du auch mal einen erwischst. Damit kommst du vielleicht an profitablere Tische, als wenn du nur nach Stats auswählst. Stats sind nicht besonders zuverlässig, da sie nur eine kurze Momentaufnahme sind. Bis du an den Tisch kommst, haben sich die Stats oft sehr verändert. Der Fisch dagegen sitzt vielleicht immer noch und auf dessen gleichbleibend schlechtes Spiel kannst du dich verlassen.
    • MichaelWagner42
      MichaelWagner42
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2009 Beiträge: 1.552
      Das ist ein interessanter Ansatz. Was sind eure Kriterien für die Buddy-List? Auch das Verhalten am Tisch ist ja nur eine Momentaufnahme - ähnlich wie die Stats...
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.553
      Ich denke, die Stats bzw. die SPielweise eines Spielers ist dauerhafter als die kurzfristigen Tischstats. Die Tischstats der Lobby werden oft nur über die letzten 20 Spiele oder so ermittelt. Das bedeutet, sie werden stark von den in diesen Spielen ausgeteilten Händen beeinflusst und sie verändern sich sehr schnell. Die Statistiken eines Spielers sind ebenfalls mit Unsicherheiten belastet, dennoch wird man ziemlich schnell herausfinden, ob es ein Fisch ist oder nicht. Ein erkannter Fisch bleibt auch bis zur nächsten Session ein Fisch. Wenn überhaupt, dann ändern Fische ihre Spielweise nur über Monate hinweg, nicht über Minuten wie die Tischstats.

      In die Buddylist sollte man nur Spieler aufnehmen, wegen denen es sich lohnt, sich an einen Tisch zu setzen. Schlechte Regs interessieren hier nicht. Ein Spieler, der 3-4 BB/100 verliert, macht den Tisch nicht profitabel. Es geht um die grossen Fische, die 10 BB/100 oder mehr verlieren. Gerade in den niedrigeren Limits laufen von denen einige rum, weil sich die Spieler die Verluste auch auf Dauer leisten können. Mehr als wenige 100 Euro pro Monat (in den kleinen Micros unter 100) ist das nicht und das geben andere mit ihren Hobbies auch aus.