JJ,TT PreFlop

    • laurasstern8
      laurasstern8
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.047
      Hallo,

      im SHC steht ja das man JJ und TT auf einen Raise vor einem nur auf SetValue callt.
      Ich hab in letzter Zeit angefangen, gerade mit JJ und TT gegen einen Raise zu 3-betten.

      In der Hoffnung auf HU IP, in einem MultiwayPot sind Jacks doch fast nichts mehr wert.

      Gilt das jetzt schon als leak und ich mache da ein Verlustgeschäft oder kann man das machen ? Ich machs nicht immer, wenn der Raiser 5/5 stats hat mach ichs eher nicht, als wenn er 30/25 hat.

      Bisher läufts ganz gut, hab aber noch nicht soviel Samplesize, krieg die Hände so selten. Würd mich nur mal interessieren ob das andere auch machen oder ob ich da verquer spiele :)
  • 22 Antworten
    • Duo41
      Duo41
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2010 Beiträge: 2.863
      Ist vollkommen in Ordnung.
      Du solltest das Ganze natürlich auf den jeweiligen Gegner anpassen. Aber gegen einen loosen Gegner ist es auf jeden Fall in Ordnung.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Kennst du die drei wichtigsten Gründe, um Geld aktiv in den Pot zu investieren?

      1. Valuebet

      2. Bluffbet

      3. Protectionbet (wobei die Protectionbet die unwichtigste ist und meistens eine Unterkategorie der Valuebet)


      Wenn du mit JJ und TT 3-bettest, weil du keine Multiwaypötte spielen kannst, dann ist das an sich erstmal überhaupt keine Grund für die 3-Bet, sondern du solltest lernen wie man Multiwaypötte spielt.

      Ein Grund für eine 3-Bet wäre z.b. das dein Gegner mit schlechteren Händen 4-bettet oder deine 3-Bets called oder mit einer besseren Hand folded.
    • laurasstern8
      laurasstern8
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.047
      Original von Ghostmaster
      Wenn du mit JJ und TT 3-bettest, weil du keine Multiwaypötte spielen kannst, dann ist das an sich erstmal überhaupt keine Grund für die 3-Bet, sondern du solltest lernen wie man Multiwaypötte spielt.
      Das Argument find ich seltsam.

      Dann kann ich AA ja auch callen, wer damit keinen Multiway Pot spielen kann der solls eben lernen :s_confused:

      Wenn ich JJ nur calle und hinter mir tun das noch 3 und es landet eine OC auf dem Board ist doch sicher das mindestens einer der 4 getroffen hat. Das sind meine Jacks oder Tens doch nix mehr wert. Oder sehe ich hier was grundlegendes falsch ?
    • Kongotto
      Kongotto
      Global
      Dabei seit: 05.05.2007 Beiträge: 5.194
      .reading.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Hast du die Eingangsargumentation gelesen? Ich formuliere es mal anders:

      Wenn du eine 3-Bet machst und nicht konkret sagen kannst, ob du eine value 3-bet oder eine bluff 3-bet machst, dann macht dein Gegner sehr wahrscheinlich keinen Fehler mit seiner Range. Wenn der Gegner sehr wahrscheinlich keinen Fehler macht, dann machst du einen Fehler, denn du investierst Geld ohne erkennbaren Grund.

      Auch ist deine Gegenargumentation mit AA doch ziemlich unsinnig. AA ist die beste Hand, die man Preflop in NL Holdem bekommen kann, wenn ich mit AA Reraise, dann gibt es keine Möglichkeit das mein Gegner eine bessere Hand hält und ich mache immer eine Value 3-Bet. Wenn du aber TT hälst und jemand openraist, dann musst du dir darüber Gedanken machen, ob du value 3-bettest.

      Nur weil irgendein Spielzug auf den ersten Blick einfach erscheint (z.b. HU mit JJ spielen), heisst das nicht das es der beste Spielzug ist oder er überhaupt profitabel ist.
    • SlevinGoodkat
      SlevinGoodkat
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2010 Beiträge: 75
      Ich denk auch, dass man es auf villian anpassen muss. Aber gegen nen 30/25 kann man doch eigentlich schon davon ausgehen, dass man eine Valuebet macht oder? Oder seh ich da was falsch^^
    • laurasstern8
      laurasstern8
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.047
      Original von Ghostmaster
      Wenn du eine 3-Bet machst und nicht konkret sagen kannst, ob du eine value 3-bet oder eine bluff 3-bet machst, dann macht dein Gegner sehr wahrscheinlich keinen Fehler mit seiner Range. Wenn der Gegner sehr wahrscheinlich keinen Fehler macht, dann machst du einen Fehler, denn du investierst Geld ohne erkennbaren Grund.
      In den Coachings hört man sehr oft folgenden Satz:


      Wir raisen hier um den Limper zu isolieren und gegen ihn in Position zu spielen
      Ist das nicht genau dasselbe ? Oder zu welchem "Grund" passt das hier nun ?

      Ich mache doch im Prinzip dasselbe, nur isoliere ich keinen Limper sondern einen Raiser. Aber das Prinzip ist doch dasselbe, man will HU IP spielen. Ist das nicht Grund genug ?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Okay ich liste dir jetzt 3 Szenarien auf und du erklärst mir warum du dort raist (die Begründung mit irgendwem HU zu spielen ist KEIN Grund für einen Raise, warum erkläre ich am Ende des Posts):

      1. Spieler XY openlimpt in früher Position. Du nimmst an, dass er dort viele spekulative Hände wie suited connectors, schwache Broadways und ähnlichen openlimpt und nach dem Flop sehr straight forward spielt, weil du ihn schon oft hast limp/callen hast sehen Preflop und am Flop aufgeben:

      i) du hast 58s am Button -> du entschliesst dich zu raisen - wieso würdest du mit 58s raisen?

      ii) du hast JJ am Button -> du entschliesst dich zu raisen - wieso würdest du mit JJ raisen?

      2. Spieler Z openraist in früher Position. Du hast bisher keine Informationen über diesen Spieler und kannst ihm daher nur eine Range geben, die einen Durchschnitt über alle möglichen Spielertypen bildet. Du sitzt diesmal nicht am Button, sondern eine Position hinter Spieler Z und

      i) du hast 58s -> du entschliesst dich zu raisen - wieso würdest du 58s raisen?

      ii) du hast JJ -> du entschliesst zu raisen - wieso würdest du JJ raisen?


      3. Spieler A openraist in später Position und du hast die Information, dass er sehr viel auf 3-Bets called und in der Lage ist mit marginalen Händen Preflop eine 4-Bet zu machen. Du sitzt im Button und siehst

      i) 58s -> du entschliesst dich zu reraisen - wieso würdest du mit 58s raisen?

      ii) du hast JJ -> du entschliesst dich zu reraisen - wieso würdest du mit JJ raisen?


      Der kritische Part hinter jedem aktiven Einsatz (Bet und Raise) ist, dass dieser Einsatz einen technischen Sinn ergeben muss. D.h. eine Bet muss die Range des Gegners zu einem Fehler zwingen. Nehmen wir mal ein ganz einfaches Beispiel:

      Wir wissen zu 100% das die Range des Gegner aus der Hand TT besteht und wir halten a) 58s und b) JJ.

      Wenn wir 58s 3-betten, dann 3-betten wir, weil wir hoffen das der Gegner TT folded (er folded eine bessere Hand)

      Wenn JJ 3-betten, dann 3-betten wir, weil wir hoffen das der Gegner TT 4-bettet oder called


      Wenn wir 58s 3-betten und er folded TT ist sein FEHLER mit der besten Hand zu folden.

      Wenn wir JJ 3-betten und er called oder reraist, dann ist sein Fehler mit der schlechteren HAnd zu callen bzw. zu reraisen.

      => Technisch betrachtet ist sein Fehler im ersten Szenario also, dass er Equity im Pot aufgibt und im zweiten Szenario das er mit zuwenig Equity Geld investiert. Im ersten Szenario verpasst er also eine profitable Chance Geld zu gewinnen und im zweiten Szenario investiert er auf einer unprofitablen Chance Geld.

      Jetzt weiss der Gegner aber auch von uns, dass unsere Range auf 85s und JJ besteht. Wenn unsere 3-Bet Range also aus 85s und JJ besteht und der Gegner weiss das, dann spielt er gegen 6 Kombinationen JJ und 4 Kombinationen 85s und hat damit gegen unsere 3-Bet Range 40% Equity. Aufgrund der Odds kann er Preflop dennoch mit TT callen, da er perfekt gegen unsere Handrange spielen kann.

      => d.h. für die oben genannten Beispiele 1 - 3, dass 3-Bets dann profitabel sind mit Händen wie 85s, wenn der Gegner ZUVIEL folded und 3-Bet mit Händen wie JJ dann profitabel sind, wenn der Gegner ZUWENIG folded.

      Wenn du einen Gegner z.b. 3-bettest und du gehst davon aus, dass er mit einer Range besteht aus QQ+, AK weiterspielt, dann ist die 3-Bet isoliert betrachtet vielleicht marginal profitabel, aber er macht mit seiner Range keinen Fehler, wenn du JJ dort 3-bettest, WEIL er deine 3-Bet mit einer Range kontert gegen die du nicht wirklich weiterspielen kannst.

      Z.b. wird dir häufig das wissen fehlen, wie du auf eine 4-Bet reagierst nachdem du JJ 3-bettet hast. Nun kann es aber sein, dass dein Gegner sehr aggressiv und loose spielt und dich sehr light 4-bettet (mit z.b. einer Hand wie A8s oder AQ oder TT) und du foldest JJ. In dem Moment macht du einen Fehler gegen seine Range und er gewinnt von dir Geld.

      Das Ziel hinter jedem aktiven Einsatz ist also den Gegner zu einem Fehler zu zwingen gegen unsere Range. (eine passive Callingstation macht den Fehler, dass sie z.b. unsere Bet und Raises zu light called und mit viel zu marginalen Händen viel zu weit in Pötte reingeht -> d.h. wir nutzen diese Tendenz aus und zwingen die Callingstation zu einem Fehler gegen unsere starke Handrange - ein Maniac macht den Fehler, dass er zu dünn blufft und raist und wir können diesen Fehler ausnutzen, indem wir nicht mehr so viel folden und ihn mit marginaleren Händen runtercallen etc.)

      Eine Hand zu raisen, weil man HU mit irgendwem spielen will ist definitiv KEIN Grund für einen Raise.
    • laurasstern8
      laurasstern8
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.047
      Erstmal danke für den ausführlichen Post.
      Mir ist durchaus klar was du damit sagen möchtest. Die Fragen werd ich wohl nicht mehr beantworten müssen, das hast du ja schon selbst getan.

      Das wenn ein Spieler bettet und der andere callt einer der zwei garantiert einen Fehler macht ist ja auch klar. Sonst würde das Spiel ja gar nicht funktionieren. PreFlop sind die Informationen seine Range einzuschätzen aber sehr beschränkt.

      Klar steht die Frage im Raum was ich mache wenn die 4-bet kommt. Aber als erstes ist ja mal der Gegner dran der evt mit JQ geraist hat und nun vor der Frage steht was er gegen die 3-bet macht.

      Ich sagte ja auch (nachzulesen im EIngangspost) das ich nicht generell jedesmal 3-bette, das wäre sicher Schwachsinn. Sondern ich sagte:

      Original von laurasstern8
      Ich machs nicht immer, wenn der Raiser 5/5 stats hat mach ichs eher nicht, als wenn er 30/25 hat.
      D.h. ich suche mir die Spots schon gezielt aus. Und JJ stellt nunmal die 4-beste Starthand dar. So gesehen ist das für mich gegen einen loosen Raiser wohl eine value-3-bet. Und das Ziel dahinter ist dann, nach deiner Ausführung, das er durch seine loose Range mit einer schlechteren Hand 4-bettet oder die 3-bet callt.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich hab im Moment selber Stats von 31/24 (zumindest sagt das meine Datenbank) und ich bin niemand der Preflop besonders light stacked oder OOP besonders lighte Calls macht. Alleine aus den Preflopstats (ohne 4-Bet Stat etc.) schlusszufolgern, dass man mit JJ da jetzt ne profitabel 3-Bet machen kann ist falsch. Es geht um die Range mit dein Gegner zurückspielt und wenn du gegen die Range keine Equityedge hast, dann ist die 3-Bet schlechter als der Call.

      Du sagst das JJ die 4. beste Starthand ist -> akzeptier ich auch, aber was machst du mit der 4. besten Starthand, wenn du keine Ahnung hast wie es weitergehen soll oder einen Fehler machst, weil du vorschnelle Schlüsse aus der Rangeverteilung ziehst? (z.b. sagst du ein 30/25 Spieler ist superloose und wird dich schon ausbezahlen -> du ziehst Schlussfolgerungen, die so überhaupt nicht vorhanden sind - deswegen empfehle ich meinen Choachschülern auch zumindest über die Microlimits keine Huds zu nutzen. Sie geben möglicherweise Edge auf, aber sind dadurch gezwungen aus tatsächlich vorhandenen Reads Informationen zu ziehen -> z.b. siehst du jemanden mit TPBK einen Minraise und ne kleine Turnbet machen und ihn am Showdown hinterherchecken. Wenn du dich auf deine Stats verlässt, dann siehst du da vielleicht schon, dass er am Flop relativ häufig raist, ABER du kannst über die Stats die komplette Range falsch lesen.

      Meine Schlussfolgerung aus dem konkreten Read wäre, dass der Spieler wahrscheinlich etwas ängstlich ist und weak ist und TPBK straightforward spielt, um die Hand zu protecten, aber auch sehr wahrscheinlich ängstlich ist einen sehr großen Pot mit der Hand zu spielen.
      Aus den Stats würdest du erkennen, dass der Gegner oft am Flop raist und könntest daraus schlussfolgern, dass er light mit Toppairs und Draws stackt, obwohl das überhaupt nicht der Fall ist, denn er würde Hände die du schlägst auf starke Gegenwehr wahrscheinlich einfach wegwerfen.

      Genauso ist die Interpretation: 30/25 = loose/aggressive = geht light broke und called mich light möglicherweise total verkehrt. Vielleicht spielt er 30/25, geht aber nicht light broke und called dich möglicherweise auch nicht total light, da er dein tightes Image erkennt.
    • laurasstern8
      laurasstern8
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.047
      Original von Ghostmaster
      (z.b. sagst du ein 30/25 Spieler ist superloose und wird dich schon ausbezahlen
      Hab ich doch gar nicht.
      Was ich meinte ist das ich gegen ne 30er Range PreFlop mit Jacks einfach vorne bin, mit fast 70%. Klar, wenn er dann nur mit den restlichen 30% 4-bettet dann hab ich ein Problem, dann ist es nicht mehr profitabel. Aber ich hab keinen Schimmer wie ich das rauskriegen soll. Die Fluktuation der Spieler ist auf den Micros so groß das man eigtl jedesmal mit neuen Leuten am Tisch sitzt, da wirklich Reads über das 4-bet Verhalten der Spieler zusammeln ist fast unmöglich.

      Im Grunde heißt es aber dann doch das ichs besser lasse. Nix mit for-value betten, trotz das ich vorne bin ?
    • Nyrey
      Nyrey
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 887
      Original von laurasstern8
      Original von Ghostmaster
      (z.b. sagst du ein 30/25 Spieler ist superloose und wird dich schon ausbezahlen
      Hab ich doch gar nicht.
      Was ich meinte ist das ich gegen ne 30er Range PreFlop mit Jacks einfach vorne bin, mit fast 70%.
      Wie weit du gegen Villains Openraisingrange vorne bist ist relativ unwichtig beim 3betten, was zählt ist mit welcher Range Villain weiterspielt.
      Bsp: Villain raist 30% das sind laut Equilab diese Hände 55+,A2s+,K5s+,Q7s+,J8s+,T8s+,98s,A7o+,A5o,K9o+,Q9o+,J9o+,T9o
      allerdings spielt er auf die 3bet nur mit QQ+,AK weiter und das ist dann die entscheidende Equity

             Equity     Win     Tie
      MP2    63.81%  63.60%   0.21% { QQ+, AKs, AKo }
      MP3    36.19%  35.98%   0.21% { JJ }

      und gegen diese Range stehst du nicht sonderlich gut da, allerdings würde Villain dann zu 92% auf deine 3bet folden. Sprich du hast gerade erfolgreich mit JJ geblufft, allerdings könntest du hier statt JJ genauso gut 72o 3betten.

      Klar, wenn er dann nur mit den restlichen 30% 4-bettet dann hab ich ein Problem, dann ist es nicht mehr profitabel. Aber ich hab keinen Schimmer wie ich das rauskriegen soll. Die Fluktuation der Spieler ist auf den Micros so groß das man eigtl jedesmal mit neuen Leuten am Tisch sitzt, da wirklich Reads über das 4-bet Verhalten der Spieler zusammeln ist fast unmöglich.
      Deswegen gibt es auch diese ganzen Standardranges, man geht erstmal davon aus das Villain nur mit starken Händen (QQ+,AK) gegen 3bets weiterspielt. Bis man dann durch aufmerksames beobachten weitere Informationen über Villains 4bet Verhalten gewonnen hat.


      Im Grunde heißt es aber dann doch das ichs besser lasse. Nix mit for-value betten, trotz das ich vorne bin ?
      Nochmal kurz, beim Valuebetten ist nur die Range die auf deine Bet weiterspielt entscheidend.
    • miaumelli
      miaumelli
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2010 Beiträge: 148
      5/5 welche stats meint ihr da immer?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von miaumelli
      5/5 welche stats meint ihr da immer?
      Vpip und Preflopraise (in der Reihenfolge)
    • miaumelli
      miaumelli
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2010 Beiträge: 148
      danke, auch wenn die frage doof war!
    • laurasstern8
      laurasstern8
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.047
      Okay, danke an alle, ich denke ich habs nun verstanden :)


      Original von Nyrey
      und gegen diese Range stehst du nicht sonderlich gut da, allerdings würde Villain dann zu 92% auf deine 3bet folden. Sprich du hast gerade erfolgreich mit JJ geblufft, allerdings könntest du hier statt JJ genauso gut 72o 3betten.
      Was im Prinzip aber bedeutet, wenn ich in 92% der Fälle seine 4BB einsammle weil er foldet und in den restlichen 8% meine 12BB 3-bet folden muss weil er 4-bettet, wärs ja immernoch profitabel :D

      Ach ich muss noch einiges lernen, spiel ja erst 4 Monate, aber zumindest denke ich hab das jetzt verstanden :)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von miaumelli
      danke, auch wenn die frage doof war!
      Man hat mir schon in der Schule beigebracht. Es gibt keine doofen Fragen, nur doofe Antworten ;p Grad im Anfängerforum (und auch in den Microlimithandbewertungsforen) habe ich oft den Eindruck, dass sich Leute nicht trauen Hände zu posten oder ihre eigenen Hände zu kommentieren.
      Die Foren sind extra (mit drei !!!) dafür da das ihr "doofe" Fragen stellt, die wir euch beantworten können.

      @laurastern8:

      Deswegen habe ich ja die ganze Zeit das Beispiel mit der 85s ins Spiel gebracht. Falls du weitere Fragen zu der Thematik hast (und falls dich meine Herangehensweise nervt) dann frag einfach weiter bzw. mach mich drauf aufmerksam.
      Ich coache seit einigen Monaten zwei ehemalige Microlimitspieler und dieses ständige drauf aufmerksame machen und kleine Hinweise geben hat meiner Mienung nach mehr Sinn, als einfach irgendwas zu sagen und das als Standard akzeptieren zu lassen.

      Dein Argument, dass du JJ 3-bettest, um mit einem Gegner HU zu kommen ist nicht perse falsch, aber es wäre z.b. extrem stark, wenn dein Gegner ein sehr schlechter Spieler ist und du nicht willst, dass andere Regs mit in den Pot kommen (zusätzlich natürlich zu den anderen Punkten).
    • EisTi
      EisTi
      Bronze
      Dabei seit: 24.10.2006 Beiträge: 759
      Original von laurasstern8
      Original von Ghostmaster
      (z.b. sagst du ein 30/25 Spieler ist superloose und wird dich schon ausbezahlen
      Hab ich doch gar nicht.
      Was ich meinte ist das ich gegen ne 30er Range PreFlop mit Jacks einfach vorne bin, mit fast 70%. Klar, wenn er dann nur mit den restlichen 30% 4-bettet dann hab ich ein Problem, dann ist es nicht mehr profitabel. Aber ich hab keinen Schimmer wie ich das rauskriegen soll. Die Fluktuation der Spieler ist auf den Micros so groß das man eigtl jedesmal mit neuen Leuten am Tisch sitzt, da wirklich Reads über das 4-bet Verhalten der Spieler zusammeln ist fast unmöglich.

      Im Grunde heißt es aber dann doch das ichs besser lasse. Nix mit for-value betten, trotz das ich vorne bin ?


      Is halt die Frage obs auf den Micros wirklich Sinn macht sich in so marginale Spots zu bringen. Es is so einfach da Geld zu machen, wenn man sich auf sein straightforward valuepoker konzentriert und sich die guten spots raussucht um seine Kohle in die MItte zu bringen.
      Es wird kaum Situationen geben, in denen du einen Gegner so gut kennst, dass dich diese Reads wirklich weiterbringen.
      Ich kann ja nur von mir persönlich reden und weiß nicht ob sinnvoll ist was ich sage/mache. Aber auf noch NL2 spiel ich atm lieber nochmal 2 Tische mehr und mache mir über ne 3bet mit JJ dafür echt fast nie Gedanken.
      Die einzige Ausnahme stellt das Blindbattle dar. Da gibts mittlerweile einige Spieler, von denen ich weiß, dass sie vom BU aus sehr light broke gehen
      =>ich 3bette ab 99+ AQ+ alles um dann auch broke zu gehen.
      Und ich kenne einige, die vom BU fast alles stealen, aber fast immer auf nen reasteal folden.
      =>ich resteale fast alles.
      Muss dazu dann noch kurz sagen, dass ich ohne stats spiele, da ich, wie Ghostmaster schon sagt, tatsächlich das Gefühl habe, dass ich oft eher falsche Schlüsse ziehe.

      Der Punkt is aber halt, dass man zu selten genaue Infos über villain hat, um marginale Entscheidungen oft genug richtig zu treffen.
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      Original von laurasstern8
      Im Grunde heißt es aber dann doch das ichs besser lasse. Nix mit for-value betten, trotz das ich vorne bin ?

      du hast es nicht verstanden. eine valuebet/valueraise hast du erst, wenn du gegen die range, die gegen dich weiterspielt, vorne bist. dass du gegen eine openraisingrange mit JJ deutlich vorne bist, sollte klar sein, eine value3bet hast du deswegen aber noch lange nicht.

      Tags callen idr oop gar nicht auf 3bets und da du auf eine 4bet ohne reads folden müsstest, macht es absolut keinen sinn zu 3betten. selbst wenn sie eine calling haben, bist du nicht vorne.


             Equity     Win     Tie
      CO     51.18%  50.32%   0.86% { TT+, AQs+, KQs, AQo+, KQo }
      BU     48.82%  47.96%   0.86% { JJ }


      -> ip mit JJ zu 3betten macht nur sinn, wenn du weißt, dass villain entweder sehr viele schlechtere hände auf 3bets callt oder dass er so light 4bettet, dass du 3b/broke spielen kannst. default wäre es, polarisiert zu 3betten und eben sowas wie JJ, TT, AQ nur zu flatten



      oop, vor allem aus den blinds vs bu/co kann die sache schon anders aussehen, da villain ip idr mehr auf 3bets defenden wird. daher KANN es sein, dass wir mit TT, JJ, AQ eine einfach value3bet haben.


             Equity     Win     Tie
      CO     41.84%  41.15%   0.69% { 77+, ATs+, KTs+, QTs+, JTs, AJo+, KQo }
      BU     58.16%  57.47%   0.69% { JJ }


      gegen gegner, die allerdings 70%+ auf resteals folden, wirds sehr knapp und ich würde solche hände auch eher passiv defenden.
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