Adaption gg Maniacs, varianzärmster und erfolgreichster (bb/100) Gameplan?

    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      BB: $37.20
      UTG: $80.57
      CO: $65.34
      Hero (BTN): $50.00
      SB: $11.51

      Pre Flop: ($0.75) Hero is BTN with T :heart: A :heart:
      UTG raises to $1, 1 fold, Hero raises to $4.50, 2 folds, UTG calls $3.50

      Flop: ($9.75) 9 :spade: T :diamond: 7 :heart: (2 players)
      UTG bets $9.75, Hero raises to $45.50 all in, UTG calls $35.75

      Flop: ($100.75) 9 :spade: T :diamond: 7 :heart: (2 players - 1 is all in)

      Turn: ($100.75) K :diamond: (2 players - 1 is all in)

      River: ($100.75) 8 :club: (2 players - 1 is all in)


      V.: Ks8h



      SB: $113.36
      BB: $73.38
      Hero (CO): $49.50
      BTN: $65.90

      Pre Flop: ($0.75) Hero is CO with Q :spade: A :diamond:
      Hero raises to $1.50, 1 fold, SB raises to $2.50, BB calls $2, Hero calls $1

      Flop: ($7.50) 8 :diamond: K :diamond: 7 :diamond: (3 players)
      SB bets $7.50, BB folds, Hero raises to $47 all in, SB calls $39.50

      Flop: ($101.50) 8 :diamond: K :diamond: 7 :diamond: (2 players - 1 is all in)

      Turn: ($101.50) 7 :spade: (2 players - 1 is all in)

      River: ($101.50) 5 :club: (2 players - 1 is all in)


      V.: 9h7s

      Villains stats: 70/50/70 nach 100 Händen

      Im 1. Beispiel war mir klar, dass er irgendwie drawt. Ich wußte auch, dass ich Favorit bin mit tptk (62 % zu 38%). Es gab so gut wie keine Turnkarte, die ich sehen wollte (A,T,2 schon). Ich wollte sie auch nicht loslassen oder weak auf dem T folden, wenn V. wiedereinmal potet. Also habe ich es geshippt.
      Im 2. Beispiel ging ich von Foldequity aus, wenn er ein paar ausser den K hat. Ich werde ja nicht ausgezahlt, wenn noch eine weitere d-Karte erscheint.


      Gegen denselben Gegner innerhalb einer Minute 2 stacks verloren. Mich tiltet es und frustriert es, wenn ich sehe was sie für schlechte Startinghands sie spielen und was sie nicht loslassen.
      Ihre AFQ auf T und R ist extrem hoch.....es ist so leicht einen zu verdrängen, wenn man auf T und R pottet und es gibt kaum ein board, dass am R nicht irgendwelche draws completed. Ich weiß nicht,wie ich sie spielen soll. Ich kann denen keine Range geben, also denke ich, es ist ok zu shippen gegen sie. In beiden Beispielen hätten sie den T gepottet und ich hätte nicht gewußt, wo ich stehe und hätte mich mit einer R-potbet konfrontieren müssen.
      Ich bin mir bzgl. meines Gameplans nicht sicher. Eigentlich ist es ok als Favorit zu shippen, aber er hat halt Equity und die Varianz würd in die Höhe getrieben. Auf der anderen Seite habe ich keinen Bock ständig auf T und R folden zu müssen, weil ich nicht die nuts oder 2 pair + habe. Die bluffen auch so viel.
  • 8 Antworten
    • stylus20
      stylus20
      Black
      Dabei seit: 13.10.2007 Beiträge: 9.020
      darfst gg solche leute halt nicht spielen wenn du money scared bist. wenn du rolled bist isses doch wayne, da gehts halt super light rein, da du oft genug milesahead bist.
    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      Original von stylus20
      darfst gg solche leute halt nicht spielen wenn du money scared bist. wenn du rolled bist isses doch wayne, da gehts halt super light rein, da du oft genug milesahead bist.
      Mir geht es mehr um den Ansatz gg solche Spieler alles am Flop reinszustellen.
    • stylus20
      stylus20
      Black
      Dabei seit: 13.10.2007 Beiträge: 9.020
      wenn sie light offstacken, get it in. wenn sie lieber spewy bluffen halt augen schließen und runtercallen.
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      2 Stacks gegen nen Maniac zu verlieren ist doch normal. Der erfolgreichste Weg gegen einen Maniac zu spielen ist nicht der varianzärmste, sondern eine Varianzschlacht. Das dumme ist, dass der Maniac seine Stacks (wenn er, wie so oft, deep ist) auch schnell verliert, deshalb sollte man als guter Spieler hier extrem aufloosen und versuchen so viele Spots wie möglich mitzunehmen, weil sich die anderen Geier am Tisch sonst um ihn kümmern. Du hast halt auch mit suitet 3 gappern noch gengügend implieds vorrausgesetzt die anderen Gegner adapten nicht auch noch auf dich (mir auf NL50 ganz selten passiert).

      Mein Gameplan:

      - viele Hände, die auf implieds basieren coldcallen
      - sehr dünn Value 3 betten, also alle Hände mit TP-potential, ich gehe hier so weit, auch JT zu 3 betten, aber auch um ihn für mich allein zu haben
      - Nie Bluff3betten, sollte klar sein
      - postflop eher passiv spielen, ausser das Board zu drawheavy
      - bereit sein viel zu verlieren, weils dazu gehört, da diese Spielweise max EV ist imo, aber krassen Swings unterliegt
      - BETSIZING beachten, die meisten Maniacs haben ein bestimmtes betsizing, was oft auf deren Handstärken beruht, dass hat man schnell raus, weil er ja so viele Hände spielt und daher oft am Showdown seinen Crap zeigt
      - nicht bluffen, ausser du hast reads, denn viele Maniacs geben postflop auf raises auf, weil sie eh oft air haben, da kann man mal einen Bluffraise auspacken, wobei ich da glaube, dass das board wieder irrelevant ist, aufgrund der undefinierbaren Range vom Maniac

      Varianzarm (aber schlecht, weil man nicht den maximalen Profit aus dem Gegner holt):

      - Auf Starke Hände warten und diese Preflop forcieren, wenn er gerne 3-bet Pötte spielt und dann barreln lassen, oder halt auch die starken Hände pre nur callen, was gegen einen Maniac oft quatsch ist, da er eh selten preflop aufgiebt

      Ansonsten einfach den Tisch verlassen, es gibt viele Spieler, die "Angst" vor Maniacs haben, aus welchen Gründen auch immer. Das ist keine Schande, wenn es nicht der Gegner ist, gegen den du spielen möchtest, dann halte eben Ausschau nach passiven Gegnern. Aber beschäftige dich mit dem Spiel gegen Maniacs, denn diese sind nach der Callingstation die profitabelsten Gegner und man sollte sich freuen so einen am Tisch zu haben, weil Poker erst dann anfängt Spaß zu machen, was allerdings meine eigene Meinung ist, aber wer gegen Maniacs spielen kann, der hat definitiv Spaß dran^^.

      Ich hoffe ich konnte helfen.
    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      Phil1312:
      - Isoraist du sie mit sc, Axs, Kxs, connectors, suitedgappers oder limpst du mit. Spielst du diese auch oop gegen sie?
      -"postflop eher passiv spielen, ausser das Board zu drawheavy", damit habe ich meine Probleme, weil ich oft auf dem R mit midpair dastehe oder auf T mit bottompair und gs und er potet; es gibt aber kaum Fe gegen sie. Manchmal sieht das board auch so krass aus, dass ich denke meine bottom 2 pair zu folden, weil ich eigentlich nur einen bluff schlage und sie bluffen so viel. Ich gebe damit zu viel Initiative weg
      - mmn habe die meisten keine Tells, weil sie mit momentum spielen. Fangen sie an zu verlieren, denken sie nach und dann kommen die tells; aber dann hören sie auch oft zu spielen
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Also ich sehe einen Maniac nie limpen, wenn ja, dann spiele ich auch Axs Hände und limpe die dann eher mit, weil die sich in kleinen Multiwaypots besser spielen.

      Passiv spielen, kommt ja auf die Boardtextur an. Wenns schon am Flop aussieht, als ob sich das Board brenzlich entwickeln könnte, dann habe ich kein Problem damit ein TP gegen den Maniac zu broken.

      Folde NIE 2 pair gegen einen Maniac, ausser da liegen vier gleichfarbige Karten.

      Initiative aufgeben ist eine profitable Spielweise gegen einen Maniac, gerade weil er viel am bluffen ist und seine bluffs meist aufgibt, wenn man selbst Initative zeigt.

      Es gibt aber zweierlei Maniacs imo: Die die nur bluffen und zu slowplay übergehen, wenn sie hitten und die, die ihre Madehands (egal ob stark oder schwach) und draws (alle) hart overplayen. Manchmal drehen die auch mit allem durch, was sie haben^^. Das muss man beobachten, ich beobachte die Sache dann so ein bis zwei Orbits und fange dann mit der Gambellei an, wenn ich falsch liege ists mir egal, weil man ständig Spots hat das Geld wieder reinzuholen.

      Betsizing, achte einfach mal drauf, du wirst überrascht sein, vor allem ist es oft so, dass sie für ihre bluffs einen bestimmten Betrag nehmen, oder hoch/niedrig betten mit bestimmten Handstärken. Die Tells haben oft eine gute Aussagekraft.

      Position (wollte ich eigentlich oben schon schreiben), diese ist gegen einen Maniac nicht allzu wichtig, weil er ja die Initiative übernehmen soll idR. Kann sogar gut sein, weil er dich nicht checkraisen kann ;) . Also ich spiele auch oop diese Hände, wobei wie gesagt ein Maniac und Limpedpot ist eigentlich selten. Sollte der Typ wirklich erst postflop irre werden, dann Isoraise ich eine Range 66+, sowie alle TP Hände JT+, alles andere limpe ich nur mit, bis auf Crap natürlich.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Sehe in den Händen grundsätzlich auch kein Problem (beide durchaus ok gespielt).

      Allerdings hast du immer die Alternative es ruhiger angehen zu lassen. Wenn jemand super aggressiv spielt und jeden Mist multibarrelt, musst du ihn natürlich nicht durch einen Flop-Push vertreiben.

      In Beispiel eins könnte ich mir daher auch einen Calldown vorstellen, lass ihn doch mit seiner unendlich breiten Range weiterbluffen. Scarecards wird er sowieso bluffen,also kannst du die auch locker runtercallen.

      Daher häufiger mal downcallen und im Sinne wa/wb agieren. Da kannst du loose broke gehen.

      Ansonsten wurde vieles schon richtig analysiert, du bist gegen diese Spieler mit guten made hands nahezu immer vorne gegen die weite Range, dass die Varianz dadurch natürlich ansteigt ist klar.

      Aber toughe Folds gegen Maniacs ist auf Dauer keine Lösung. ;)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von Johnnybi
      Phil1312:
      - Isoraist du sie mit sc, Axs, Kxs, connectors, suitedgappers oder limpst du mit. Spielst du diese auch oop gegen sie?
      -"postflop eher passiv spielen, ausser das Board zu drawheavy", damit habe ich meine Probleme, weil ich oft auf dem R mit midpair dastehe oder auf T mit bottompair und gs und er potet; es gibt aber kaum Fe gegen sie. Manchmal sieht das board auch so krass aus, dass ich denke meine bottom 2 pair zu folden, weil ich eigentlich nur einen bluff schlage und sie bluffen so viel. Ich gebe damit zu viel Initiative weg
      - mmn habe die meisten keine Tells, weil sie mit momentum spielen. Fangen sie an zu verlieren, denken sie nach und dann kommen die tells; aber dann hören sie auch oft zu spielen
      Zu 1.)

      Wie Phil schon sagten, ein Maniac limpt im Grunde nicht. Daher passt die Frage kaum rein.

      2.)

      Wie schon gesagt, wenn du dich für den Caldown entscheidest, zieh es durch. Aber lass ihn doch einfach bluffen.

      Und mit passiv spielen sind ja auch gute Hände gemeint wie in Beispiel 1, wir reden ja nicht von irgendeinem Gurken-Bottom Pair am Turn. Natürlich kannst du auch nicht jeden ansatzweisen Hit immer bis zum SD runercallen.

      Aber da agiert letztlich jeder "maniac" auch anders, wenn du die weißt dass er dreimal barrelt, du ein schwaches Pair aber nicht zum SD tragen willst, dann gib am Flop halt direktauf.

      3.)

      Wenn du da 100 Hände vorliegen hast hast du massig Informationen. Der Typ spielt 70/50? Dann hast du 70 Hände von ihm gesehen, davon werden auch einige zum SD gewandertsein. Jeder Read kann da wichtig sein.

      Dafür musst du die Spots halt verfolgen die ablaufen wenn du nicht in der Hand involviert bist.

      Hast du dafür keine Zeit (Multi-Tabling etc.), dann hast du halt Pech. ;)