Suche Personen die Jura studieren BGB , benötige Lernstrategien

    • PuffinPower
      PuffinPower
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 500
      Hi Jungs,

      schreibe kommende Woche Recht I , Thema BGB.

      - Studiere eig. Wirtschaftpsychologie dh. normalweise Prüfungen im Fachgebieten wie Psychologie und BWL.

      - Recht ist ein Nebenfach, sitze jetzt seit einigen Tagen daran und weiß eig. gar nicht so genau was und vorallem wie ich effektiv lernen soll.

      Deswegen die Frage an die Juristen; Wie geht ihr beim Lernen vor ? Gibt es bestimmte Strategien die ihr verfolgt ?

      Wie siehts aus mit Notizen und Zettel im BGB selbst ? Schreibt ihr da rein ? Wenn ja was.

      Ps. An Alle die Jura studieren, ihr habt meinen größten Respekt was diesen Studiengang betrifft, ich hätte nicht die ausreichenden kognitiven Ressourcen um das länger als eine Vorlesung auszuhalten :P

      Danke im vorraus :]
  • 20 Antworten
    • PuffinPower
      PuffinPower
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 500
      niemand :( ?
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Wie wird denn überhaupt die Klausur aussehen? Wie seid ihr bisher in den Vorlesungen vorgegangen?

      In die Gesetze dürfen Juristen idR. gar nichts schreiben. Ich weiß allerdings, dass es in anderen Studiengängen verschieden gehalten wird. Dafür müsstest du wohl oder übel die Prüfungsordnung anstrengen oder die Frage mal in der Vorlesung aufwerfen. Mit Notizen ist da natürlich eine ganze Menge zu machen.
    • PuffinPower
      PuffinPower
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 500
      Original von eplc
      Wie wird denn überhaupt die Klausur aussehen? Wie seid ihr bisher in den Vorlesungen vorgegangen?

      In die Gesetze dürfen Juristen idR. gar nichts schreiben. Ich weiß allerdings, dass es in anderen Studiengängen verschieden gehalten wird. Dafür müsstest du wohl oder übel die Prüfungsordnung anstrengen oder die Frage mal in der Vorlesung aufwerfen. Mit Notizen ist da natürlich eine ganze Menge zu machen.

      gute frage hat er nichts gesagt , wir haben zwar einige Übungsfälle gemacht aber er hat kein Thema genannt das dran kommen wird.

      Es werden wohl Schadenersatzfälle dran kommen nach 823 und 241 - aber ist auch nur eine Vermutung
    • Glowrilla
      Glowrilla
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2010 Beiträge: 216
      adde mich mal im comtool, please.

      meine bessere hälfte ist wirtschaftsjuristin und hat sicher ein paar tipps für dich ;)
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Original von PuffinPower
      Original von eplc
      Wie wird denn überhaupt die Klausur aussehen? Wie seid ihr bisher in den Vorlesungen vorgegangen?

      In die Gesetze dürfen Juristen idR. gar nichts schreiben. Ich weiß allerdings, dass es in anderen Studiengängen verschieden gehalten wird. Dafür müsstest du wohl oder übel die Prüfungsordnung anstrengen oder die Frage mal in der Vorlesung aufwerfen. Mit Notizen ist da natürlich eine ganze Menge zu machen.

      gute frage hat er nichts gesagt , wir haben zwar einige Übungsfälle gemacht aber er hat kein Thema genannt das dran kommen wird.

      Es werden wohl Schadenersatzfälle dran kommen nach 823 und 241 - aber ist auch nur eine Vermutung
      Hmm und die Übungsfälle haben sich mit Schadensersatz in vertraglichen und gesetzlichen Schuldverhältnissen beschäftigt?
      Dann solltest du dir in jedem Fall einmal die Prüfungsschemata zu Gemüte führen und versuchen, die einzelnen Prüfungspunkte nachzuvollziehen. Schau dir auch noch einmal die Fälle mit Gesetz daneben an und du wirst feststellen, dass sich vieles im Gesetz wiederfinden lässt.
      Hast du einmal die Fälle nachvollzogen, versuche sie auch einmal selbstständig abzuarbeiten. So schärfst du den Blick für Probleme, deren Lösung und wirst etwas routinierter.

      Daneben gibt es natürlich eine unheimliche Fülle an Literatur, die aber allesamt den Rahmen der Klausur sprengen dürfte.
      Gibt es nicht so etwas wie ein Buch zum Thema "Recht I", das gerade auf solche Klausuren vorbereiten soll, bzw. wurde euch nicht irgendein Literaturhinweis gegeben?
    • PuffinPower
      PuffinPower
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 500
      So gehe ich auch z.Z vor - Versuche die Fälle nach und nach zu verstehen und selbstständig nachzuarbeiten.

      Also so wie das aussieht ist das wohl der Schwerpunkt denn alle Fälle drehen sich um 823,241 und 311 also meistens mit vertraglichen Verhältnis
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Gut, da musst du unterscheiden:

      § 823 I regelt Schadensersatzansprüche in gesetzlichen Schuldverhältnissen.
      §§ 241, 311 hingegen regeln zusammen bloß das Zustandekommen und den Gehalt von Verträgen. Schadensersatzansprüche ergeben sich in diesem Fall aus §§ 280 ff, 311a.
    • PuffinPower
      PuffinPower
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 500
      Original von eplc
      Gut, da musst du unterscheiden:

      § 823 I regelt Schadensersatzansprüche in gesetzlichen Schuldverhältnissen.
      §§ 241, 311 hingegen regeln zusammen bloß das Zustandekommen und den Gehalt von Verträgen. Schadensersatzansprüche ergeben sich in diesem Fall aus §§ 280 ff, 311a.

      okay vielen dank
    • michelob1983
      michelob1983
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2008 Beiträge: 69
      Es geht darum, einen konkreten Sachverhalt unter eine abstrakte Regelung im Gesetz zu subsumieren. In deinem Fall musst du wohl eine Anspruchsgrundlage für einen Schadensersatzanspruch finden.

      Folgendes Schema:

      Obersatz:( X könnte einen Anspruch aus § 823 I BGB gegen y in Höhe von ...haben.)

      Dann Tatbestandsvoraussetzungen der Anspruchsgrundlage!
      1. Handlung
      2. Rechtsgutsverletzung
      3. haftungsbegründende Kausalität
      4. Rechtswidrigkeit
      5. Verschulden
      6. Schaden
      usw.

      Ergebnis: X hat Anspruch oder nicht

      Gerade im Zivilrecht helfen dir Argumente oder Ideen wenig. Du musst die Aufbauschemata abarbeiten, nur so bekommst du auch Punkte!
      Eine Woche ist sehr wenig Zeit, um da mit Verständnis ran zu gehen.

      Viel Glück
    • maximuswsv
      maximuswsv
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2010 Beiträge: 125
      Original von eplc
      Gut, da musst du unterscheiden:

      § 823 I regelt Schadensersatzansprüche in gesetzlichen Schuldverhältnissen.
      §§ 241, 311 hingegen regeln zusammen bloß das Zustandekommen und den Gehalt von Verträgen. Schadensersatzansprüche ergeben sich in diesem Fall aus §§ 280 ff, 311a.
      Was wieder nicht ganz korrekt ist...

      § 311a betrifft den Schadensersatzanspruch wegen anfänglicher Unmöglichkeit vertraglicher Schulverhältnisse. Anfängliche Unmöglichkeit ist ein Leistungsstörungstyp aus dem Leistungsstörungsrecht. (Ist erst mit der Schuldrechtsreform ins BGB gekommen; vorher waren anfänglich unmögliche Verträge nichtig) --> § 311a brauchst du also nur, wenn die Leistungsstörung auf anfänglicher Unmöglichkeit beruht. § 311a ist keinesfalls eine allg. Anspruchsgrundlage für Schadensersatz aus SV!!!!

      § 311 regelt verschiedenes:
      Abs. 1: Statuiert, dass SV grds. durch Vertrag begründet werden
      Abs 2: cic (Culpa in contrahendo); Schandesersatzanspruchsgrundlage wäre §§ 280 I, 311 II, 241 II
      Abs. 3: erweitert die Haftung für Dritte, welche am Schuldverhältnis nicht beteiligt sind, was eine Durchbrechung des GRundsatzes der Relativität der Schuldverhältnisse darstellt (nicht zu verwechseln mit dem Vertrag mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter, welcher richterrechtlich entwickelt ist)

      Für einen Schandensersatzanspruch aus vertraglichen Beziehungen ist § 280 I die Grundnorm; über Abs. 3 kommst du in die spez. §§ 281 ff., welche du insb. im KaufR und WerkvertragsR brauchst. Den Anspruch aus Abs. 1 nennt man auch den einfachen Schadensersatzanspruch im Gegensatz zu dem statt der Leistung.
      Weil du für § 280 I ein SV brauchst, brauchst du den § 311 und teilweise § 241 (betrifft die Pflichten aus einem SV).
      § 311a brauchst du eigentlich nur für den Schadensersatzanspruch statt der Leistung.
      Um was ging es bei den Fällen?
      Zusammenhang halbwegs verstanden?

      § 823 ist nicht allein auf SChadensersatzansprüche zu reduzieren; der Regelfall ist nach § 249 I Naturalrestitution, und nur unter den Voraussetzungen aus § 249 II ist ein Geldersatzanspruch möglich, weil dem Gläubiger die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes nicht zumutbar ist (Bsp: A zerkratzt dein rechtswidrig und schuldhaft dein Auto; Es wäre unzumutbar, wenn du von A nur Reparatur in Person des A verlangen könntest, deswegen gibt es Abs. 2!)
      ergo: Du kannst vielmehr Beseitigung vielfältiger Beeinträchtigungen über § 823 begehren, aber auch Herausgabe einer Sache , schließlich erkennt die Rspr. viele sonstige Rechte an.

      Es geht bei dem Anspruch aus § 823 vielmehr um die rechtswidrige und schuldhafte Verletzung eines Schutzgutes, deswegen der Standort im Deliktsrecht.

      Soviel dazu!

      Sei vorsichtig mit vermeintlichem Halbwissen aus dem Internet. Leider kann ich dir durch deine Schilderung kein Lehrbuch empfehlen, weil das BGB schier zu umfangreich. Wenn eure Übungsfälle vorwiegend vert. und gesetz. Schadensersatzansprüche behandelt haben, wäre Schuldrecht AT und Schuldrecht BT/ gesetz. SV der einschlägige Bereich, jedoch sind diese Themengebiete so umfangreich, dass du da mit 2 lehrbüchern bis nächste woche auf dem holzweg bist! Guck dir sonst Skripte oder Fallbücher an.
      Am wichtigsten wäre, dass du deinen Prof fragst, ob er das Themengebiet eingrenzen kann oder deine Kommilitionen, ob es in der Vorlesung einen Tipp gab.
      Vielleicht kann ich dir dann noch was helfen, jedoch bin ich selber gerade im Examensstreß und nicht mit Freizeit gesegnet.

      Drücke dir jedenfalls die Daumen!
    • Illbill87
      Illbill87
      Bronze
      Dabei seit: 14.03.2009 Beiträge: 844
      Ich kann dir nur dringend empfehlen mit Fällen zu lernen, da Lehrbücher viel zu abstarkt gehalten sind....durch das Lernen mit Fällen lernst du zudem die wichtigsten Aufbauregeln (z.B Prüfungsreihenfolge von Ansprüchen: vertraglich, quasi-vertraglich.....+ mögliche Aufbauarten in der Klausur: I.Anspruch entstanden, II. Anspruch untergegangen, III: Anspruch durchsetzbar)...du kannst dann kompliziertere Sachen immernoch im lehrbuch nachlesen
    • Illbill87
      Illbill87
      Bronze
      Dabei seit: 14.03.2009 Beiträge: 844
      Zudem solltest du beachten, dass Ansprüche aus § 823 stets nach möglichen Ansprüchen aus 280ff oder § 311 (c.i.c) zu prüfen sind
    • michelob1983
      michelob1983
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2008 Beiträge: 69
      @ maximuswsv

      § 823 BGB ist ein Schadensersatzanspruch, was denn sonst? Wie dieser Schaden ersetzt wird, etwa durch Naturalrestitution oder gemäß § 251 BGB ist eine andere Sache.
      § 823 BGB steht im Deliktsrecht, da es um das Integritätsinteresse und nicht um das Äquvalenzinteresse geht.
      Um ein Schutzgesetz geht es lediglich in § 823 II BGB
    • wahnfried
      wahnfried
      Gold
      Dabei seit: 29.08.2007 Beiträge: 651
      irgendwie Scheine "schlagen" (vier gewinnt) und dann vorm Examen zum Repetitor, vor der mündlichen Prüfung eine Woche zur Intensivvorbereitung nach Münster

      so haben wir früher jedenfalls Jura studiert - wie man lernt weiß ich nicht

      ach so: wenn es drauf ankäme, wüßte ich aber wo es steht (wie man lernt) - oder wie ich zumindest finde wo es steht

      und noch mal ach so zu deinem P.S.: Die hält ja auch niemand aus - im ersten Semester waren die Hörsäle pickepacke voll (in den ersten paar Wochen) - sind irgendwie alle hingegangen, weshalb man mal mitgegangen ist

      Da die meisten Vorlesung meist wenig unterhaltsam waren, hat sich das allgemeine, nennen wir es mal "Intersse", schnell gelegt - war jedenfalls früher so.
    • maximuswsv
      maximuswsv
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2010 Beiträge: 125
      Original von michelob1983
      @ maximuswsv

      § 823 BGB ist ein Schadensersatzanspruch, was denn sonst? Wie dieser Schaden ersetzt wird, etwa durch Naturalrestitution oder gemäß § 251 BGB ist eine andere Sache.
      § 823 BGB steht im Deliktsrecht, da es um das Integritätsinteresse und nicht um das Äquvalenzinteresse geht.
      Um ein Schutzgesetz geht es lediglich in § 823 II BGB
      § 823 regelt auch! Schadensersatzansprüche.
      Aber auch noch mehr, du kannst über § 823 auch auf Herausgabe, auf Beseitigung, auf Unterlassung.
      § 823 auf einen Schadensersatzanspruch zu reduzieren geht eindeutig fehl und wird er Bedeutung von § 823 nicht gerecht!
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Original von maximuswsv
      Original von eplc
      Gut, da musst du unterscheiden:

      § 823 I regelt Schadensersatzansprüche in gesetzlichen Schuldverhältnissen.
      §§ 241, 311 hingegen regeln zusammen bloß das Zustandekommen und den Gehalt von Verträgen. Schadensersatzansprüche ergeben sich in diesem Fall aus §§ 280 ff, 311a.
      Was wieder nicht ganz korrekt ist...
      Öhm.. lol? Danke für die Ausführung, aber da ich selbst Jurist bin, ist mir das alles klar. Es ging mir wohl kaum um eine differenzierte Betrachtung, sondern viel mehr um die allgemeine Feststellung, dass weder 241 noch 311 einen SEA beinhalten.

      Im Übrigen hast du keine meiner Aussagen widerlegt. Was genau war also nicht korrekt?

      Aber sehr nett von dir, dass du dir so viel Mühe für OP gibst. Hoffentlich verwirrt es nicht mehr als es aufklärt. ;)
    • maximuswsv
      maximuswsv
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2010 Beiträge: 125
      Original von eplc
      Original von maximuswsv
      Original von eplc
      Gut, da musst du unterscheiden:

      § 823 I regelt Schadensersatzansprüche in gesetzlichen Schuldverhältnissen.
      §§ 241, 311 hingegen regeln zusammen bloß das Zustandekommen und den Gehalt von Verträgen. Schadensersatzansprüche ergeben sich in diesem Fall aus §§ 280 ff, 311a.
      Was wieder nicht ganz korrekt ist...
      Öhm.. lol? Danke für die Ausführung, aber da ich selbst Jurist bin, ist mir das alles klar. Es ging mir wohl kaum um eine differenzierte Betrachtung, sondern viel mehr um die allgemeine Feststellung, dass weder 241 noch 311 einen SEA beinhalten.

      Im Übrigen hast du keine meiner Aussagen widerlegt. Was genau war also nicht korrekt?

      Aber sehr nett von dir, dass du dir so viel Mühe für OP gibst. Hoffentlich verwirrt es nicht mehr als es aufklärt. ;)
      Ich habe dein Post wohl zu schnell gelesen, hatte dich so verstanden, dass du §§ 280, 311a als AGL für SE aus vert. SV ansiehst; das ff. ist wohl untergegangen
    • michelob1983
      michelob1983
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2008 Beiträge: 69
      Also Untelassung und Beseitigung würd ich wohl eher über § 1004 BGB geltend machen. Herausgabe ist eine Form der Naturalrestitution, ergo SE.

      Ich glaub aber nicht, dass das OP in irgend einer Weise hilft, aber darum ging es dir nicht, wohl eher um das EGO!

      Und jetzt lassen wir das:)
    • michelob1983
      michelob1983
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2008 Beiträge: 69
      Natürlich ist Herausgabe nicht immer Naturalrestitution, aber eben im Fall von §§ 823, 249 I, II BGB
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