Min Donkbets

    • Peteyb
      Peteyb
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2010 Beiträge: 428
      Der Name ist Programm :

      In letzter Zeit passiert es mir sehr häufig, dass mich min Donkbets der Gegner aus dem Konzept bringen, da Ich darauf keine Richtige Antwort weiß.

      Vor allem in Fällen, in denen ich den Flop gemissed habe und mit der Initiative IP eigentlich c-betten wollte, weiß ich nicht damit umzugehen. Ich kann meinem Gegner ja nicht den Pot von 40 Cent für gerade mal ein Achtel des Pots überlassen.

      Dann kommt die Frage raise ich seine Bet und laufe gefahr direkt in seinen Bluffinduce zu laufen oder calle ich sie schlichtweg, zeige damit jedoch, dass ich höchstens ein middlepair, 2 Overcards oder einen schwachen Draw spiele ? Mit einem Call würde ich ihn ( sollte er billig drawen wollen ) in dieser Situation ebenfalls noch viel zu billig den Turn/River sehen lassen ( am Turn kommt meistens eine zweite minbet oop hinterher ).

      Eine letzte Frage zu dem Thema noch : Wie spiele ich weiter, wenn ich mit z.B. AQ auf den Turn ein Toppair treffe ?

      Dies ist eine der Situationen die mich am meisten verwirrt und völlig aus meinem eigentlichen "Spielplan" für die Hand wirft. Meine Reaktion in diesem Fall ist meistens mit einem Großteil der Hände ( ab middlepair und stärker ) dennoch zu C-betten und ansonsten billig zu drawen bzw mit reads auf den Gegner, dass er diese Line häufig mit stärkeren Händen spielt, auch gelegentlich zu folden, um nicht mit einem Hit an Turn/River noch eine bessere Hand auszubezahlen.

      Für mich sind diese Call/Call/Call bzw Raise/Fold lines aber an sich noch zu weak.

      Vielleicht ist die Antwort ja extrem einfach und ich als blutiger Anfänger habe einfach etwas übersehen.

      Vielen Dank schon jetzt für eure Tipps.

      mfG

      Petey
  • 4 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Das wichtigste bei diesen Donkbets ist es herauszufinden mit welcher Range dein Gegner donkt. Es gibt Gegner, die machen das mit Air, marginalen Draws, Hände die wahrscheinlich vorne sind aber zu schwach für einen Call, Toppairs, Midpairs etc.

      D.h. z.b. wenn ich auf einem K72r eine Donkbet bekomme und eine Hand wie 7x oder 88 halte, dann gibt es keinen Grund erstmal für mich zu raisen. Ich habe mit 88 Showdownvalue und bekomme am Showdown auch die nötigen Information über die Handrange des Gegners und seine Denkweisen.

      Hast du auf diesem Board allerdings eine Hand wie T9s (z.b. mit Backdoorflushdraw), dann würde ich anfangen zu raisen und jeden Equityboost (d.h. Gutshots, Straightdraw, Flushdraw) am Turn nochmal feuern. Was du nicht machen willst ist es kampflos Pötte gegen diese kleinen Bets aufzugeben, aber was du machen willst ist es mit Händen weiterzuspielen, die Potential haben (d.h. entweder auf späteren Streets zu guten Made Hands werden können oder direkt Showdownvalue haben -> z.b. ist AQ in der gleichen Kategorie wie 88)

      Auf welchen Boards du aufpassen musst (und hier haben auch viele Anfänger sowieso Probleme) sind drawlastige Boardstrukturen. -> z.b. Das Board J78hh ist ein Board bei dem ich generell wenig cbetten würde (da der Gegner oft getroffen hat und weiterspielen kann mit Draws, irgendwelchen Pairs, Straightdraws etc,) und dementsprechend auch eine Mindonkbet nicht besonders aggressiv angreife. D.h. nicht das ich immer auf die Mindonkbet folde, sondern dort angucke welche Odds ich bekomme und ungefähr abschätze, ob meine Equity reicht für einen Oddscall. (quasi nach Odds und Outs einfach spiele -> grade auf solchen Boardstrukturen wirst du nämlich oft 2x oder 3x barreln müssen und das ist ohne Reads meistens Burning Money -. vor allem wenn man Boardtexturen ncoh nicht so gut lesen kann)

      Deine letzte Frage kann ich dir nicht beantworten, da ich nicht weiss unter welchen Umständen du mit AQ zum Turn gekommen bist.
    • Peteyb
      Peteyb
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2010 Beiträge: 428
      Die Frage hat sich mit deiner Anwort quasi schon fast erledigt. Es ging nur besonderes darum, wie ich in so einer Mindonk-Situation mit zwei Overcards weiterspiele.

      Vielen Dank für deine schnelle und detaillierte Antwort.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Zu der AQ Sache noch was (ist mir grad nicht eingefallen):

      Ich würde AQ auf der K72r Struktur eher callen (da können wir nichtsoviel rumbarreln, wenn der Gegner wirklich Toppair hält).

      Auf einer T23r Struktur z.b. können wir mit AQ aber sogar Toppair angreifen. Jedes A, Q, J, K macht eine Overcard zum Board und uns entweder ein Toppair oder einen Straightdraw. D.h. nicht das ich AQ jedesmal raise, aber je niedriger die oberste Karte des Boards, desto schwieriger wird es für den Gegner am Turn und Riveri mmer noch Toppair zu halten.
    • JasonMagnat
      JasonMagnat
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2007 Beiträge: 12
      Hmmm... Du hast schon einen wichtigen Hinweis in Deinem ersten Statement gegeben...
      Wichtig ist aus meiner Sicht jedoch nicht nur die Handrange mit der gedonkt wird, sondern auch diejenige mit der am Spiel teilgenommen wird.
      Wenn ich gegen einen sehr tighten Spieler antrete, befindet sich in einigen seiner Holecards ein K.
      Ich muss mir also die Frage stellen, warum dieser Spieler einen Min DonkBet bringt...
      Wie will ich z.B. weiterspielen, wenn ich calle und weitere Barrel bekomme?

      Also um abschließend analysieren zu können, fehlen mir hier einige Angaben zum Spielertyp.

      Ich würde evtl. so spielen:
      tight/passive = fold
      tight/agg = raise mit fold auf 2nd Barrel, sonst check/call
      loose = fold... der kann alles haben (wenn ich nicht gerade einen Read habe) und ich habe gerade mal 3 echte Outs auf die restlichen Asse und bin dann weiterhin nicht sicher, ob das reicht. Wegen Deception würde ich zu 20% ein Raise einstreuen.

      Ich persönlich würde lieber einen kleinen Fehler am Flop begehen als einen großen am River.