Gegner-Adaption: Tight-Passive (01)

    • Tjoma
      Tjoma
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 849


      Icon/Notes/Name/Hands
      VPIP/PFR/ATS/FoldBBtoSteal
      3B/F3B/4B/F4B/Squeeze
      AF gesamt/Preflop/Turn/River
      CB/FCB/CBTurn/FCBTurn/SqueezeTurn
      W$WSF/WTS/W$SD

      Ich hab mir überlegt, hier ein paar Statistiken von einigen Spielern hochzuladen(NL5) um mögliche Adaptionsansätze mit euch zu diskutieren. Hier ist ein Bsp. für einen Spieler gegen den ich, wie man sind öfters antreten mus. Welche Anpassungen würdet ihr an dem Gegner vornehmen? Welche Leaks würdet ihr veruchen auszunutzen?

      Hier meine Ansätze:
      Also zunächst einmal ist es wie man glaub sieht ein mehr oder weniger tighter Spieler, hat aber einen durchaus größeren Abstand zwischen VPIP. Ich würde also schließen, dass er öfters mal Pocketpairs, suited Connecters oder so Limpt bzw Coldcall spielt.
      -Des Weiteren hat er einen im Vergleich zum PFR relativ großen ATS, was darauf schließen lässt, dass er looser aus LP stealt. In Verbindung mit dem relativ hohen Wert F3B von 79, ist hier nun meine erste Anpassung: Ich resteale Villain hier am BU, im SB oder BB loose (eig fast schon any2). Voraussetzung ist natürlich, dass er mindestens vom CO Openbettet und dass nach mir nur Tighte spieler sitzen.
      -Die zweite Anpassung ist mit dem FBB-Wert verbunden. Da er 78% auf einen Steal hin foldet Steale ich, wenn Villain auf dem BB sitzt ziemlich loose (auch schon fast any2). Hier gibt es natürlich auch Voraussetzungen, die ich beachten muss: nämlich, dass Villain im BB sitzt, dass ich mindestens am CO sitze und dass zwischen mir und Villain nur tighte Spieler sitzen.
      -Als nächstes hat er einen 4B-Wert von 0, was mich darauf schließen lässt, dass er nur Monster wie KK+ 4Bettet. Also versuche ich ihn nicht mit AK,QQ oder so zu4Betten, da er nur Monster weiter spielt und ich mich somit gegen eine bessere Range isoliere.
      - Nun der AF ist nicht gerade hoch. Womit ich den Gegner eher als Tight-Passive, wie Tight-Aggressive abstemplen würde. Demnach werde spiele ich vorsichtiger Postflop, wenn Villain insbesondere als Non-Preflopaggressor plötzlich die Initiative übernimmt. Denn Villain wird mit so niedrigen AF wohl kaum aggressiv seine Draws spielen z.B.
      -Der nächste Wert ist der CB. Er scheint relativ wenig zu Contibetten. Ausgehend davon spiele ich nun mehr suited Connectors, Gapconnectors, suited Aces und Coldcalle in LP öfters gegen Villains Bets(insb wenn er in EP bettet), da der Gegner im Fallle wenn ich am Flop einen Draw habe mich oft kostelos den Turn und evtl den River sehen lassen wird oder ich könnte auch auf einen Check des Gegners am Flop den Pot gleich durch einen Steal mitzunehmen versuchen. Da der Gegner auch einen CBT-Wert von 0 hat scheint er relativ selten (fast nie) zu 2ndBarreln, wodurch ich wieder die Draws leichter spielen kann und denn Gegner leichter aus dem Pot drängeln kann. Darüber hinaus kann ich den Gegner am Turn öfters floaten.
      -Der nächste Wert ist der Float-Wert des Gegners am Turn. Wenn ich nun als Preflopaggressor den Flop gut treffe und er mehr oder weniger trocken ist, könnte ich nun dem Gegner eine Falle stellen und am Turn einen Check/Raise ansetzen, denn der Gegner scheint ja viel zu Floaten am Turn.

      So das sind meine Gedankengänge. Was meint ihr dazu? Seid ihr mit etw. einverstanden, nicht einverstanden, habt ihr noch irgendwelche Adaptionsansätze, Vorschläge?
  • 7 Antworten
    • trylimits
      trylimits
      Bronze
      Dabei seit: 21.11.2008 Beiträge: 632
      vorab:
      das was du unter squeezen verstehst, heisst eigentlich "floaten" bzw. "bet in position vs. missed cbet"

      würde abgesehen von deinen adaptions (insb. 3bets gegen seine steals, steal ATC vom BU, floaten) vor allem loose und gross isolieren und dann halt cbetten. fold2cbet von >70 ist ne gelddruckmaschine.
    • Tjoma
      Tjoma
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 849
      Original von trylimits
      vorab:
      das was du unter squeezen verstehst, heisst eigentlich "floaten" bzw. "bet in position vs. missed cbet"

      würde abgesehen von deinen adaptions (insb. 3bets gegen seine steals, steal ATC vom BU, floaten) vor allem loose und gross isolieren und dann halt cbetten. fold2cbet von >70 ist ne gelddruckmaschine.
      Stimmt, hab's verwechselt. Ist jetzt geändert.
      Das mit dem Isolieren ist auch richtig. Falls Gegner limpt kann man ihn loose isolieren, da er ja ziemlich viel auf ne CB wegwirft.
    • OMGifolded72
      OMGifolded72
      Bronze
      Dabei seit: 23.06.2010 Beiträge: 546
      Du meinst er stealt looser? Vertue ich mcih, oder ist sein ATS 17? Dann ist das nicht loose sondern meiner Auffassung nach ziemlich tight.
    • Tjoma
      Tjoma
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 849
      Original von OMGifolded72
      Du meinst er stealt looser? Vertue ich mcih, oder ist sein ATS 17? Dann ist das nicht loose sondern meiner Auffassung nach ziemlich tight.
      Ja da hast du recht, das ist nicht unbedingt überaus loose, aber im Vergleich zu seinem durchschnittlichen PFR ist der ATS-Wert höher. D.h. für mich er hat das Prinzip der Position mehr oder weniger verstanden und bettet bis zum BU hin immer mehr Hände (und nicht aus allen Positionen gleich viel). Und wenn seine Range am BU und CO mehr schwächere Hände wie in EP und MP enthält, denke ich wird er auch öfter auf eine 3Bet folden als in EP und MP. D.h. wenn er insgesamt Preflop 79% wegwirft, wird er im BU und CO mehr wegwerfen, vllt 85% oder so...
      Nun ja das kann man aber natürlich auch anders auslegen denk ich...
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Nur mal zum Überblick. Ich spiele mit einem AVG ATS von 55 aus den späten Positionen und 30 aus dem SB. Ein ATS von 17 ist einfach sehr sehr wenig.

      Tight/Passive Spieler sind im Prinzip relativ einfach zu spielen, da sie dich nicht vor schwierige Entscheidungen stellen. Was du herausfinden musst ist aber, ob sie Showdownbound spielen (d.h. wenn sie mal ein Toppair getroffen haben oder sowas sich nicht lösen können) oder ob sie eher auf Monster warten, um an den Showdown zu kommen.

      Falls letzteres der Fall ist (d.h. wenig WTS bzw. immer wenn du mit ihm am Showdown bist, dann zeigt er dir die bessere Hand), dann musst du herausfinden auf welcher Street er marginale Hände folded. Wenn er am Flop oft folded, dann ist die richtige Strategie oft zu cbetten und wenig zu 2nd barreln und 3rd barreln. Wenn er am Turn oft folded, entsprechend oft den Turn feuern und wenn er am River oft folded, entsprechend oft den River feuern.

      Es geht beim exploiten darum, dass du das Spiel des Gegners angreifst -> du hast jemanden der wenig cbettet und nie 2nd barrels als Bluffs macht? Du kannst ihm das Leben IP zur Hölle machen. Passive und weake Gegner sind perfekte Opfer um anzufangen zu pouncen. D.h. du willst einfach immer ihre Range angreifen, wenn sie schwach ist.

      Bei deiner Analyse des Float Turns Wert hast du ein kleines Detail nicht beachtet. Die 77% Fold to Cbet führen dazu, dass der Gegner nur mit 23% seiner eh schon tighten Prefloprange am Turn auftaucht und dementsprechend relativ betrachtet stark ist. Postflopwerte darfst du nie im Vakuum betrachten, sondern musst du immer imer Verhältnis mit allen anderen Werten sehen.
    • Tjoma
      Tjoma
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 849
      Original von Ghostmaster
      Bei deiner Analyse des Float Turns Wert hast du ein kleines Detail nicht beachtet. Die 77% Fold to Cbet führen dazu, dass der Gegner nur mit 23% seiner eh schon tighten Prefloprange am Turn auftaucht und dementsprechend relativ betrachtet stark ist. Postflopwerte darfst du nie im Vakuum betrachten, sondern musst du immer imer Verhältnis mit allen anderen Werten sehen.
      Hmm, stimmt dieses Detail habe ich nicht betrachtet. Wenn er nur 23% auf ne CB hin called ist seine ohnehin tighte Range noch tighter und somit wird er in dem meisten Fällen auf einen Check am Turn hin eher Valuebetten als bluff-floaten...
    • Hate4Fun
      Hate4Fun
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2011 Beiträge: 1.005
      Original von Tjoma
      Original von Ghostmaster
      Bei deiner Analyse des Float Turns Wert hast du ein kleines Detail nicht beachtet. Die 77% Fold to Cbet führen dazu, dass der Gegner nur mit 23% seiner eh schon tighten Prefloprange am Turn auftaucht und dementsprechend relativ betrachtet stark ist. Postflopwerte darfst du nie im Vakuum betrachten, sondern musst du immer imer Verhältnis mit allen anderen Werten sehen.
      Hmm, stimmt dieses Detail habe ich nicht betrachtet. Wenn er nur 23% auf ne CB hin called ist seine ohnehin tighte Range noch tighter und somit wird er in dem meisten Fällen auf einen Check am Turn hin eher Valuebetten als bluff-floaten...
      man trifft zu 32% eine flopkarte. desswegen kannst du bei einer cbet schon denken, dass er eines seiner brodways getroffen hat. er wird mit allem, ,was nicht besser als toppair ist, nicht mehr weiterspielen.
      schöner gegner zum stealen, bluff - in position betten und du kannst auch floaten, wenn ein draw ankommt