Psychologie Frage : Hierarchisch-sequenzielles Modell der Handlungsregulation (Hacker)

    • PuffinPower
      PuffinPower
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 500
      Hi,

      suche einen Psychologie Student der mir in verständlichen Worten, dieses Modell erklären kann ( am besten an einem Beispiel)

      Habe mir damals nur aufgeschrieben

      Arbeitsvollzug = OAS <-> VVR(3 Regulationsebenen) <-> Handlungen

      jetzt kann ich mir aber nicht mehr herleiten was genau das Modell macht und bedeutet.


      grüße
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    • derStud1986
      derStud1986
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 1.426
      Hierarchisch-sequentielle Handlungsorganisation
      o Durch Kombination der zyklischen Einheiten und der hierarchischen Gliederung entsteht die hierarchisch- sequentielle Handlungsorganisation
      o Dabei ist zu beachten:  Es kann auf äußere Änderungen eingegangen
      werden  Die Planung erfolgt (oft) erst kurz vor der Handlung  Unterschiedliche Ziele können gleichzeitig verfolgt werden  Die Handlungsabfolge bleibt linear
      o Aufbau  Unterste Ebene: Sequenz sichtbarer Handlung  Operation
       Zeitliche Erstreckung
      Feedback  Begleitend vs. Ergebnisbezogen  Extrinsisch vs. intrinsisch  Sofort vs. verzögert  Verbal vs. nonverbal

       Handlung  Teilziel  Ziel


      o Handlungsebenen
      1. Sensumotorische Ebene

       Sind nicht bewusstseinspflichtig und z.T. nicht bewusstseinsfähig  Übergeordnete Instanzen steuern diese Ebene  Rückmeldung meist visuell, auch taktil und auditiv
      (Routine bei einer Tätigkeit  Automatisierung der Handlung 
      propriozeptive Signale sind wichtiger)  schnell Ablaufenden Bewegungen = Programme ohne Rückmeldung  Für geübte Tätigkeiten werden Körperschemata auf den jeweiliegn
      Gegenstand erweiter
      (Körperschema = Repräsentation im Gehirn von Bewegungen, etc.)  Das OAS (=Operative AbbildSystem) enthält Informationen über die
      Lage im Raum, Richtungen und Entfernungen - konkretes Wissen über die eigene Arbeitstätigkeit, Voraussetzungen ,
      Konsequenzen, Folgen von Störungen,... - verschiedene Teile des Produktionsprozesses - Informationen über Ausgangszustände, Transformationen und Endzustände - Ist unvollständig - Wichtige Merkmale sind überrepräsentiert - Stellt Schemata bereit
       Signale = anschauliche Merkmale, die identifiziert & gedeutet werden & Handlungen initiieren - Anzahl von Signalen, auf die reagiert werden muss - Differenzierbarkeit des Signals vom Hintergrund/anderen Signalen
      - Kompatibilität mit dem Vorwissen und Populationsstereotype
      2. Ebene der flexiblen Handlungsmuster  Teilziele sind abgebildet  Bewusst zugänglich, muss jedoch nicht bewusst reguliert werden  Allgemeine Handlungsmuster mit den jeweiligen Besonderheiten der
      Situation  Handlungen können flexibel ausgeführt werden  Es gibt Unterschiede im Können (geübte vs. ungeübte Tätigkeiten)  Regulierung von Prozessen
      3. Intellektuelle Ebene  Denkprozesse  Denken spiegelt und reguliert aktuelles Handeln und richtet sich
      gleichzeitig antizipierend auf zukünftige Handlungsschritte  Denkvorgänge = bewusstseinsfähig und bewusstseinspflichtig  Hohe Anforderung bei neuartigen Aufgaben oder wenn verschieden
      Wege der Zielerreichung analysiert und abgewogen werden  Entweder diagnostisch (zustandsanalysierend) oder porgnostisch
      (maßnahmenorganisierend)
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      Wirtschaftspsychologie II SoSe 2010 Lernzettel
      Die regulative Funktion von Beurteilungen
      Beurteilungen diagnostizieren Zustände mit dem Ziel, geeignete Maßnahmen zu finden o Beurteilungen sind bewusstseinspflichtig o Beurteilungen brauchen ein präzises OAS
      o Vergleich zwischen Ist- und Soll-Zustand ist bei geübten Arbeiten bereits im Wahrnehmen enthalten  Statt Vergleich wird gleich die Abweichung bemerkt
      Bedeutung der Sprache
      Für die Erfassung und Interpretation von Signalen spielt die Sprache eine besondere Rolle o Die Benennbarkeit von Erscheinung fördert ihre Wahrnehmung o Durch Begriffe wird gesellschaftliches Wissen verfügbar
      o Man unterscheidet kognitive und regulative Aspekte  Kognitive Wirkung
      - Sensibilisierung für Signale - Steigerung der Leistung beim Aufnahmen, Behalten und Regulieren
      von Informationen - Verbesserung von mnestischen Vorgängen (= Behalten & Erinnern) - Begriffliche Abbildung begünstigt langfristiges Behalten
       Regulative Wirkung a) Sprache macht einzelne Aufgabenteile leichter verfügbar
      - Ausführen noch nicht automatisierter Bewegungen - Automatisierte Tätigkeiten können durch Sprache wieder bewusst
      gemacht werden - Bei schwierigen Aufgaben hilft das Verbalisieren der Schritte
      b) Sprache hilft, ökonomisch regulative Handlungseinheiten zu bilden - Sprachliche Kodierung motorischer Superzeichen (=Zusammenfassen
      von Information; chunking; Wissen über Vorgänge) - Gutes Beherrschen wird als „Können“ bezeichnet
      Automatisierung und Superzeichenbildung
      Bsp. Ungeübter vs. geübter Autofahrer o Superzeichenbildung
      = Zusammenfassung einzelner Operationen höhere Regulationsebenen werden für andere Tätigkeiten frei  Zurückschaltung der höheren Regulationsebenen bei Störungen im Handlungsablauf
      o Globalzeichen = „ungefähre Vorstellung“ vom Handlungsablauf Vorstellungen sind nicht elaboriert, es existiert kein ausgebildetes OAS und keine Handlungsmuster (Kette von Handlugen mit bewusster Rückmeldung, ob Handlungsziel erreicht wurde)
      o Automatisierung =Einzelne Handlungen werden zu Operationen  Rückmeldung auf sensumotorischer Ebene
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    • derStud1986
      derStud1986
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 1.426
      ist jetzt copy paste und bin hundemüde. sollte es Probleme geben morgen anschreiben. Aber hoffe es passt so
    • PuffinPower
      PuffinPower
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 500
      Okay danke.

      Wie würdest du denn jetzt dieses Modell kurz anhand eines Beispiels erklären ?

      Ich hab nächste Woche mündliche Prüfung in Organisationspsychologie und muss es garantiert anhand eines Beispieles erklären.

      Problem ist ich musste gestern bereits mein Orga Buch zurückgeben und finde im Internet nichts handfestes.

      Ich versteh zwar das oben aber mir fehlt der Bezug auf ein einfaches Beispiel.


      Hast du da eine Idee ?


      Gruß
    • PuffinPower
      PuffinPower
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 500
      Ich hab mir noch auf geschrieben das VVR ( Vergleich-Veränderung-Rückkoplungeinheit = dem TOTE-SYstem ist


      Lieg ich da richtig das VVR dann das gleiche ist wie das Test Operate Test Exit ist ?

      Also am Beispiel erklärt: Ich hänge ein Bild auf, hebe es an die Wand ( das wäre Test) dann hebe ich einen Nagel hin ( immer noch Test) und wenn ich mit dem Hammer auf den NAgel schlage, ist das operate und dann schaue ich ob mir das Ergebnis gefällt;Also ob das Bild gerade hängt ( operate) und wenn ich zufrieden bin lass ich es so (exit) ?
    • PuffinPower
      PuffinPower
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 500
      push
    • derStud1986
      derStud1986
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 1.426
      Dude, sorry bin im Urlaub und habe den Laptop nicht mit. Hatte auch TOTE aber leider nicht gelernt. Ich kann much erst wieder Mittwoch mit der Thematik auseinandersetzen und würde komilitonen Fragen.
    • PuffinPower
      PuffinPower
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2010 Beiträge: 500
      Du gar kein Problem , hab in der Zwischenzeit es selbst rausgefunden.

      Trotzdem danke schönen Urlaub ;)