empfindlich für Geld/ kurzer Atem

    • CashCow18
      CashCow18
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2011 Beiträge: 163
      Hallo zusammen,

      mein größtes Probem mit meinem Mindset ist es, mich für Geld unempfindlich zu machen und die Varianz zu akzeptieren, was ja desöfteren empfohlen wird. Ich weiß natürlich, dass Pech dazu gehört und auch, dass man sich nicht andauernd wegen schlecht gespielter Hände fertig machen sollte (analysieren natürlich schon^^), aber mein Unterbewusstsein oder was auch immer will das einfach nicht einsehen. Das führt meist dazu, dass ich mein A-Game kaum spielen kann, wenn eine Session erstmal schlecht angefangen hat.

      Hat da jemand Ratschläge für mich? Wie habt ihr euch für kurzfristige Verluste unempfindlich gemacht?

      Mein nächstes Problem ist, dass ich es kaum schaffe, mehrere Stunden konzentriert zu bleiben. 1- 2 Stunden kann ich normalerweise spielen aber dann lasse ich auch schon nach. Ist das einfach nur Übung?
  • 9 Antworten
    • QS1LVER
      QS1LVER
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2010 Beiträge: 242
      also wegen mindset zum geld:

      ich glaube man darf das geld aufm poker acc nicht als echtes geld ansehen, sondern als spielgeld oder einfach chips oder so. du darfst da nicht so den bezug zu haben. zb war es bei mir so, dass wenn ich gedropt bin, egal ob -1$ oder -20$, dass ich das gefühl hatte, als ob ich das geld in echt verloren hätte, es hat mich innerlich sogar ziehmlich gekratzt

      naja, aber nach einem downswing und vielen sessions im minus, und einem mir möglichst weiten entfernten bezug zum geld aufm acc läuft das schon alles deutlich besser.

      wegen konzentration:
      ich glaube die äußeren umstände müssen stimmen (wach im kopf, mit dem wichtigsten versorgt, und und und) und training
    • 18andabused
      18andabused
      Bronze
      Dabei seit: 07.12.2009 Beiträge: 5.005
      fang an 30 min sessions zu spielen dann 30-45 min pause kein poker , kein nichts einfach von poker wegkommen , wenn du wieder kommst analysiert du deine hände nochmal 15 min pause , und dann nächste session , sorry aber wenn du sonst nicht klarkommst kannst du so anfangen und es immer steigern.
    • CashCow18
      CashCow18
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2011 Beiträge: 163
      Danke für die Antworten. Bei meinem zweiten Problem ist es also wie ich erwartet hatte.

      @QS1LVER, ja vom Kopf her funktioniert das theoretisch auch. Wie genau hast du es dir angewöhnt, das Geld nur als Spielgeld zu betrachten?
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Hallo CashCow18,

      du musst die Ziele für deine Sessions realistisch setzen. Dein Ziel soll nicht lauten: in den nächsten x Händen oder Stunden will ich y $ Gewinn machen. Das liegt nämlich nicht in deiner Hand. Eine schlechte Karte am River kann Villain den Pot bescheren und deine Ziele durchkreuzen.

      Dein Ziel muss sein, die nächste Session mit möglichst wenig Fehlern zu spielen. Eine schlecht gespielte Hand ist schlecht, auch wenn du sie mit Glück gewinnst. Eine gut gespielte Hand ist gut, auch wenn du sie mit Pech verlierst.

      Warum ist das so? Weil Glück und Pech sich langfristig ausgleichen. Mal triffst du deine 2 Outs, mal der Gegner. Am Ende gewinnt der, der die vielen kleinen Entscheidungen besser trifft.

      Gruß

      wespetrev
    • CashCow18
      CashCow18
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2011 Beiträge: 163
      Ja, das weiß ich ja alles. Mein Problem ist halt, dass es mich trotzdem emotional belastet obwohl ich vom Kopf her weiß, dass es Schwachsinn ist, einer verlorenen Hand hinterher zu trauern. Wie gewöhnt man es sich am besten an, das Geld nur als Spielgeld zu betrachten?
    • GoldenHands
      GoldenHands
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2009 Beiträge: 4.008
      Ich finde mann sollte sich Immer bewusst machen das es Echtes Geld ist mit dem man umgeht.. Was sollte es für Vorteile haben sein Geld als "Spielgeld " zu sehen ? Dann ist die Gefahr doch sehr gross das man es verballert und dann ne Paysavekarte holt um das Spielgeld wieder aufzuladen. Ich würde meine BR eher als Investition sehen, die ich nicht verlieren möchte. Ich mache es so dass ich fast meine komplette BR auf Moneybookers gelagert habe und beim Pokeranbieter nur das was ich aktuell zum Spielen Brauche (15 buyins oder so ) . Ich komme so besser klar weil ich auch einen starken bezug zu Geld habe und mir dadurch quasi selbst nen Cap setze.Wenn man die Einstellung hat das die Gesamte BR Playmoney ist und sich sagt"Ich hab ja eh nie eigenes Geld eingecashed" macht man evtl auch miese Tiltshots^^ Wenn ich am Ende der Woche gewinn oder Verlust gemacht habe cashe ich entweder nach oder Shipp den Überschuss zu MB...
    • CashCow18
      CashCow18
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2011 Beiträge: 163
      Naja, das Problem ist halt, dass man dazu neigt sich auf Grund seiner Verluste fertig zu machen bzw. Angst kriegt, die Verluste könnten Auswirkungen auf die Lebensqualität haben . Indem man das Geld nur als Spielgeld ansieht wird die emotionale Belastung bei Verlusten geringer, man vermeidet evtl. eher Tilt usw. Das Problem, dass ich das Geld gedankenlos verballere, hatte ich so eigentlich noch nie (außer halt auf Tilt, was jetzt auch wieder häufiger vorkommt, Stichwort Downswing :( )
    • QS1LVER
      QS1LVER
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2010 Beiträge: 242
      Original von CashCow18
      @QS1LVER, ja vom Kopf her funktioniert das theoretisch auch. Wie genau hast du es dir angewöhnt, das Geld nur als Spielgeld zu betrachten?
      naja, zb früher war das so, das wenn ich geld verloren hab ich es immer mit was realem verglichen hab.nach dem motto "dafür müsste ich jetzt eine stunde arbeiten um den verlust rein zu kriegen" oder "für den verlust hätte ich mir nen döner holen können" und so. aber seit dem ich das nicht mehr mache, ist mehr distanz zu dem geld da. es ist ja noch nicht mein geld, sag ich mir, ich habs ja nicht bar auf der hand.
    • dennovino
      dennovino
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2011 Beiträge: 18
      Der Thread ist zwar schon etwas aelter, aber hier nochmal mein Senf dazu :D


      Also, ich selber habe in den letzten Monaten meine ersten Live-Erfahrungen in NL200 gesammelt, da geht es mir wahrscheinlich aehnlich wie dir. Der Bezug zum Geld ist einfach zu gross. Wenn ich da einen Stack verliere, dann aergert mich das schon extrem. Mir selber hilft es da, nach einem verlorenem Pot aufzustehen, 10 Min Pause zu machen, erstmal ein Glas Wasser zu trinken und die Hand nochmal grob zu analysieren. Wieder am Tisch wird nachgecasht und die Hand ist wieder vergessen (zumindest fuer den Rest der Session)!


      Ich glaube auch, fuer mich ist es wichtig, den Bezug zum Geld nicht vollstaendig zu verlieren. Einfach um nicht zu tilten und zu viel zu verspielen. Grade wenn ich live ohne Bankroll ueber meinem eigentlichen Limit spiele. Ich setzte mir ein Limit, wenn das weg ist, verlasse ich den Tisch und das wars dann.

      Online, wenn ich niedrigere Limits spiele, habe ich dieses Problem nicht, dafuer sorgt das Bankrollmanagement.

      Und spiel nur, wenn du wirklich Lust dazu hast, sieh das Pokerspiel als Hobby und nicht als "Nebenerwerb". Wenn du also $10 in ein Turnier investierst, dann spiele aus Spass an der Sache und wenn du verlierst... Hey... Kino waehre teurer gewesen ;)


      Also nochmal zusammengefasst:

      tightes Bankrollmanagement
      spiel nicht ueber deinem Limit
      spiel in einem Limit, in welchem du dich wohl fuehlst
      es ist nur ein Spiel, spiel es aus Spass und nicht zum Geld verdienen.