Preflop: Positional Awareness

    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 7.975
      Hi, ich habe ja inzwischen doch so einiges gelesen und weiß auch in etwa welche Hände preflop was taugen, aber wirklich einordnen kann ich sie nicht. Daraus folgt dass ich 15% UTG raise, 21% vom Button (10k sample). Das ist imo UTG zu loose und vom BU zu tight. Ich wüsste aber nicht aus dem Kopf wo ich die Abstriche machen kann. Ich weiß zwar worauf es ankommt, sprich Suited Hände zu den Nuts, Gaps bei Rundows möglichst unten, hohe PP´s usw. Aber wenn ich z.B. eine Hand wie A :heart: 5 :diamond: 5 :heart: 3 :club: habe könnte ich jetzt sagen dass ich sie von UTG folde, vom BU raise.

      Nun meine Frage: Gibts irgendwo eine Liste, ein Programm o.Ä. dass mir sagt wie stark eine spezielle Hand ist ? Ich würde die Hand aufs Buttom End einer 30%-Range schätzen, nur ist dieses schätzen und raten nicht die Art von Spiel, die ich gerne spielen würde :f_cry: . Wer kann mir weiterhelfen??
  • 11 Antworten
    • remix3331
      remix3331
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2010 Beiträge: 729
      ich finde die handstärke preflop ist ziemlich relativ, da plo ein postflop game ist. sogenannte premiumhände werden meiner erfahrung nach postflop oft wertlos.
      auch kommt es immer darauf an welche hand man wo spielt, raised oder limped. ist natürlich klar, aber ich meine mit AAKK raise ich bswp UTG um zu möglichst headsup zu kommen, JT98 limpe ich um den pot multiway zu halten

      warum ist deiner meinung nach 15% UTG zu loose und 21% BU zu tight?
      bin auch noch neu bei plo, deshalb interessierts mich ;)
    • Airborne1988
      Airborne1988
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2008 Beiträge: 2.246
      hm das ding ist, bei plo zaehlt dir keiner mal eben schell die top10% range auf.

      ich wuerd mal schaetzen, dass sich nur rundowns mit gap im top2 bereich oder hands mit hohen suits lohnen. sowas wie AhKh5s6s sieht zwar aufn ersten blick nice aus, ist aber zb fuer utg zb noch mist wuerd ich sagen.
      je nach tisch wird man schon oft 3bettet. und dann drawt man auf einen Nutflush, blockt den 2nd NF, der 6 high flush waere nichts wert oder haette keine implieds, und strassen trifft man so aich viel seltener.
      sowas wie 4567+ lohnt sich da eher. schlechte kk qq hands mit sowas wie 56 kann man denke ich auch vergessen, dann lieber sowas wie QhQsThJs
    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 7.975
      Original von remix3331
      ich finde die handstärke preflop ist ziemlich relativ, da plo ein postflop game ist. sogenannte premiumhände werden meiner erfahrung nach postflop oft wertlos.
      auch kommt es immer darauf an welche hand man wo spielt, raised oder limped. ist natürlich klar, aber ich meine mit AAKK raise ich bswp UTG um zu möglichst headsup zu kommen, JT98 limpe ich um den pot multiway zu halten

      warum ist deiner meinung nach 15% UTG zu loose und 21% BU zu tight?
      bin auch noch neu bei plo, deshalb interessierts mich ;)

      weil ich UTG eben oft coldcalls von CO und BU zu erwarten habe sollte ich da lieber tighter spielen. Mit diesem gelimpe kann ich nix anfangen, das macht mich lesbar und ist imo einfach falsch. Ich bekomme sowieso die Odds eine 3Bet zu callen und meine Premiumhände spielen sich vs AAxx doch recht anständig. Vom BU kann ich First In viel mehr raisen, weil die Blinds eben OOP sein werden und eben immer auf verlorenem Posten stehen werden.

      Btw bitte gebt mir doch mal qualitativ bessere Antworten, was eine gute Starthand auszeichnet weiss ich auch... nur ob sie zu den Top 10, 15, 20 oder 30 % zählt kann ich nicht einordnen.
    • tiltnit
      tiltnit
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2008 Beiträge: 174
      http://www.propokertools.com/simulations

      Man klicke "Rank" und hat einen Näherungswert für die jeweilige Hand.

      A553hh liegt bei 32%, AAKK bei 1,17%

      Letztendlich macht es halt nen großen Unterschied, ob man 30BB shallow/Tuniere oder deepstacked PLO spielt.
    • marc0506
      marc0506
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 8.241
      reine preflopequity ist bei omaha halt nicht sooooo entscheident. mindestens genauso wichtig ist playability!
    • Kingbase
      Kingbase
      Bronze
      Dabei seit: 16.10.2007 Beiträge: 3.762
      wie gesagt, das problem ist halt beim plo, dass man die starthand nicht nach der equity auswählen kann, die hat man beim potlimit eigentlich immer, sondern man geht eher nach playability.. meine utg 6 max range sieht in etwa so aus AA**ds;AA**ss:AACCos:high single suited connectors auch mit gaps, hände a la AJJ4ss/ds, gute Kings, und highpair+connected cards+suited. macht dann ungefähr 13% utg, ist halt spielstil abhängig, willst du 18/14 spielen oder 32/25, wobei auf den micros eher ersteres besser ist. vom button open ich eigentlich fast 50% meiner hände first in, alles was eingermaßen connected ist, egal wo die gaps sind, kleine pairs mit en bissl connectedness,any suited A, fold dann aber auch rund 40% auf 3 bets von den blinds.

      hast du von hwang schon the bigplay strategy gelesen, sollte eigntlich die grundlagen vom preflop spiel bzw die handauswahl gut darstellen. looser wirst du eh von alleine.
      dann spielst du mit 40/100/250+bb, je nach dem kannst ud ganz ganz andere hände spielen.

      ich kann dir auch mal ne session zu schauen bzw du kannst mir zu schauen, was für en limit spielst du denn?
    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 7.975
      atm PLO25 du ? Zuschauen kann ich ja auch Galfond etc, mir fehlen eben die theoretischen Grundlagen bei marginalen Händen etc...
    • Kingbase
      Kingbase
      Bronze
      Dabei seit: 16.10.2007 Beiträge: 3.762
      atm wieder plo10, hab letzten donnerstag meine br auf plo 200 vertiltet.....
      skype Kingbase1987
    • fu4711
      fu4711
      Bronze
      Dabei seit: 29.06.2007 Beiträge: 10.216
      Also, preflop equities sind nahezu irrelevant. Das Geld wird postflop gewonnen oder verloren. Und da ist nunmal position>>>>all.

      Generell sind in PLO auch die Handattribute gut, die es bei Holdem auch sind. Also High cards>>>low cards, Flushdraws>>> Rainbow, connected>>>unconnected

      OOP sollte man dazu tendieren, hauptsächlich Hände zu spielen, die relativ polarisiert den Flop treffen, die man also gut barreln oder bluffen/aufgeben kann. Nutdraws sind OOP sehr viel wichtiger, weil man nicht potcontrollen kann und schlecht valuebetten.
      Raist man zum Beispiel T876ss UtG, bekommt zwei caller IP und der flop kommt J96s mit FD für uns, so ist das erstmal eigentlich ein recht guter Flop für unsere Hand, aber letztendlich müssen wir gegen jede Form von Action oftmals aufgeben und können kaum ein Improvement mehr als vielleicht eine Street valuebetten. Und das ist schon einer der Top 10% Flops. Hab ich in der selben Situation sagen wir mal AKQJs mit NFD, so kann ich easy barreln und für einen Stack oftmals auch broke gehen, jedenfalls mit FE immer.
      Bin ich in der selben Situation IP, liegt massiv value in T876ss.

      Am Button, wo man sicher Position hat spiele ich nahezu alles (70%-80%), wenn die Blinds regulars sind. Aber auch mit loosen (passiven) Fischen spiel ich alles, was zumindest 3 brauchbare Karten hat, zum Beispiel JT84s. Auch schlechtere Gaps sind ok, z.B. T874s (ohne suit nur bei genügend preflop FE), während ich eine Hand wie J987ss meist UTG folden würde. Meistens OOP, oftmals noch multiway hat die Hand einfach viel zu selten value.

      Im Zweifel aus early/blinds immer folden, aus BU/CO immer raisen. Der value, den man durch kleine Fehler da liegen läßt ist lächerlich gegenüber dem, was man dann postflop so verliert.


      Edit: PLO25 muß man auch die multiway playability mehr beachten. Da kann man insgesamt etwas tighter werden, weil man eh seltener stealt preflop, der Rake viele kleine Edges frisst und man mit vielen brauchbaren HU-Händen standardmäßig 4way da steht. Highcards verlieren so gerade bei hohem Stack-to-Pot an value, Nutdraws gewinnen.
    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 7.975
      Vielen Dank, super Post :s_thumbsup: .
    • QueenBeaver
      QueenBeaver
      Bronze
      Dabei seit: 09.05.2010 Beiträge: 361
      Um nochmal was zum originalen Anliegen des Threads anzumerken: Ja, solch ein Programm existiert. Es heißt Omaha Indicator.

      Hat mir beim Omaha-Anfang sehr geholfen, und hilft immer noch öfters mit seiner Nuts-Anzeige. HUD nehm' ich lieber von PT, aber die Starthandbewertung in Hutchinson-Points sowie die generelle Spielbarkeit in Weak/Strong/Premium/Top10 find' ich durchaus nützlich.