Überlegungen zu einem Downswing

    • mausgambler
      mausgambler
      Bronze
      Dabei seit: 02.04.2005 Beiträge: 511
      Hallo !
      Da hier ja sowieso wenig los ist, poste ich mein Anliegen mal in diesem Forum.
      Gleich vorweg:
      Das soll weder ein Jammerthread noch ein "Partypoker ist rigged" Thread werden

      Seit ca. 1 Monat habe ich einen Down, der schon fast unmöglich ist (Wir wissen alles ist möglich)
      Muß auch dazu sagen, daß dies mein erster großer down (>500 BB) seit einem Jahr ist

      Ich spiele schon immer alle meine Hände mit denen ich den Flop gesehen habe am Ende einer Session nach, um eventuelle Schwächen, die natürlich auch da sind zu finden, und so mein Spiel weiter zu verbessern.
      Was ich da im letzten Monat nachspielen mußte ist einfach umfassbar.
      Ich filtere z.b alle Headsup-Spiele einer Session am Flop heraus und sehe, daß ich z.b. 7 paired Flops in Serie headsup gegen Trips am Flop verloren habe.
      Das heißt 7x hintereinander hatte mein Gegner (headsup),wenn ein Paar am Flop kam seine Trips geflopt. (Egal ob dafür eine 4 oder 2 nötig war, sie hatten sie)
      In einem Multiwaypot eigentlich nichts besonderes, aber headsup doch bewundernswert
      Weitere 2outer, gutshots und runnerrunner kamen beim Gegner in einer Häufigkeit am Riv an, daß man neidisch werden könnte.
      Eben halt ein Downswing den schon viele hier erlebt haben, dieser dauert halt schon 1 Monat
      Ich habe die letzten 12 Sessions in Serie mit minus abgeschlossen, was mich nach dem nachspielen der Hände auch in keinster Weise wundert.
      Unmöglich auch nur 1 session in den letzten 14 Tagen im + abzuschließen.

      Man denkt sich "Solche Downs kommen eben vor" und man muß da durch
      Nicht zu verstehen ist für mich, wie sich ein downswing wie wir es nennen so "konsequent" über Wochen hinziehen kann.

      Ich kann mich an eine Coachingsession mit Moxxl auf 5-10 erinnern, wo sie am Anfang erwähnt hat, daß sie derzeit einen downswing hat.
      Die Session war dann auch wie erwartet der reinste Horror.
      Nach einer Stunde (und 650$ down) sagte sie, daß sie schon aufgehört hätte, wenn sie nicht mitten im Coaching wäre.
      Mit so einer regelmäßigkeit keinen Flop zu treffen oder am River weggelaggt zu werden ist schon Kunst.
      Da die Pokersoftware ja kein Gedächtnis hat, ist es schon sehr komisch, daß man sich nach mehreren Tagen down hinsetzt, und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den nächsten Tag erlebt, an dem man chancenlos ist.

      Da ich nach einem Monat downs keinen Spass mehr hatte, mich morgens hinzusetzten, und den ganzen sh... von neuen anzuschauen, spielte ich zur Abwechslung mal auf der verbotenen Seite.
      Kein Anzeichen von einem Down.
      Ergebnisse von 4 Tagen : +12BB +50BB +43BB +42BB
      OK, down ist vorbei !
      Zurück zu Party um sofort nach 800 Händen einen W$@SD von 38 bei einem WTSD von 33 zu haben.
      Das nachspielen der Hände war wiedermal ein Genuß
      So konsequent wie Gegner Headsup ihre 2 outer am Riv treffen, meine großen draws nicht ankommen und Gutshots gelaggt werden (interessiert doch keinem, ob er die Potodds gehabt hat für seinen Gutshot oder sein niedriges Pocketpair bei 3 Overcards am Flop, er trifft den riv und damit fertig) kann einem schon den Glauben an der ganzen Sache nehmen.
      Also zurück zu *, um endlich weiter "normales" Poker zu spielen !

      Bitte nicht falsch verstehen, ich hatte auf * in der Vergangenheit auch downswings, zwar nicht über so einen langen Zeitraum, aber den hatte ich auf Party ja auch nicht davor.
      Einen downswing über 200 BB erlebt man eben, aber 1 Monat lang "absolut chancenlos" zu spielen ist da was anderes

      Ich stelle mir nun einfach die Frage "Was ist überhaupt ein Downswing" ?
      Ist das eine Pechphase über einen unbestimmten Zeitraum ?
      Eine Pechphase die sich nur auf eine bestimmte Seite bezieht (schon komisch, aber diesmal bei mir zutreffend)
      Wenn das so ist, kann ich ihm größtenteils ausweichen ?
      Ist ein Downswing nur ein math. Ausgleich zu seinen upswings, und wenn ja, bezieht sich der Ausgleich auf die Seite wo ich den UP gehabt habe ?

      Mich würden Eure Erfahrungen diesbezüglich interessieren ?
      Mir hatte der kurzfristige (hoffe ich mal) Wechsel in dieser Phase Bankrollmäßig und auch Einstellungsmäßig sehr geholfen.
      Ich habe gesehen, daß ich doch noch gewinnen kann.
      Irgendwie verliert man nach so einem langen Down den Glauben, daß Poker was mit skill zu tun hat, auch wenn man vorher über einen langen Zeitraum regelmäßige Gewinne gemacht hat.
      Könnte doch alles nur ein großer upswing gewesen sein

      Grüße
  • 37 Antworten
    • bahmrockk
      bahmrockk
      Bronze
      Dabei seit: 10.09.2005 Beiträge: 6.769
      Interessanter Thread :)

      Also zuerst mal:
      Ich wuerde zwischen down- und upswing ueberhaupt nciht unterscheiden, auch wenn die upswings bei mir wesentlich 'geringer' in der Heftigkeit sind, als die Downs.
      Das ist auch logisch: Ich versuche garnicht erst, 10 vierouter hintereinander zu treffen, wie soll ich das also schaffen?

      Also brauchen wir eine Definition von Swing.
      Ein Swing ist die durch Varianz auftretende Abweichung von unserer Durchschnittsgewinnerwartung, wuerde ich es formulieren.

      Das ist auch schon die komplette Definition, sowohl Handanzahlmaessig als auch Zeitmaessig vollkommen autark.

      Mein Rekord liegt bei 65k Haenden -.7bb/100 - das war nen Spass :/

      Hier kommt auch schon die schoene, subjektive Wahrnehmung: Meinen groessten Upswing habe ich nicht im Kopf :)

      Eine grosse Gefahr sehe ich bei einem Swing darin, dass er sich negativ verstaerkt (nach einem up ein starker down, nach einem leichten down ein starker down), weil man unbewusst seine bets/raises an den Verlauf anpasst - zumindest ich muss da hoellisch aufpassen, dass mir das nicht passiert. Wenn Du zu tight wirst, kannst Du das zB bei Deiner Analyseart nicht erkennen :) (Versteh mich nicht falsch, ich bin gerade am ueberlegen, mir genau dieses System als Vorbild zu nehmen, weil ich einige Probleme mit der Selbstanalyse habe - falls Du Bock hast, Dein Wissen zu teilen> Skype bahmrockk *g*, besonders welche Moeglichkeiten mir PT bietet und wie ich sie optimal nutze :) ).

      Meine Theorie hierzu ist uebrigens auch sehr konkruent mit dem Kommentar 'auf einer anderen Seite lief es dann' - Tapetenwechsel, gedanklicher Neustart und schon ist gut.
      Untersuche mal, ob Du die ersten 100, 200 Haende auf der neuen Seite nicht auch Minus gemacht hast - wuerde mich zumindest nicht ueberraschen - falls ja ist es gedanklich garantiert nicht zum Downswing mitgerechnet worden, und dadurch konntest Du befreiter Spielen.

      Nuja, das war jetzt einiges hin und her zwischen Downswingtheorie und versuchten Spieltips, ich hoffe, es war nicht zu wirr :)

      tschuessi,
      georg
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.174
      Also das soll jetzt bitte nicht arrogant klingen und vielleicht ist es ja nicht so ernst gemeint von dir...

      Aber wenn ich sowas lese...
      Original von mausgambler
      Ich stelle mir nun einfach die Frage "Was ist überhaupt ein Downswing" ?
      Ist das eine Pechphase über einen unbestimmten Zeitraum ?
      Eine Pechphase die sich nur auf eine bestimmte Seite bezieht (schon komisch, aber diesmal bei mir zutreffend)
      Wenn das so ist, kann ich ihm größtenteils ausweichen ?
      Ist ein Downswing nur ein math. Ausgleich zu seinen upswings, und wenn ja, bezieht sich der Ausgleich auf die Seite wo ich den UP gehabt habe ?
      Grüße
      dann denke ich mir schon manchmal so "oh em geh"...
      Feststeht: Wahrscheinlichkeiten sind nicht beweisbar. Aufgrund der empirischen Gesetzmäßigkeit der großen Zahlen 'erwarten' wir, dass bestimmte Ereignisse nach einer angemessen großen Anzahl an durchgeführte Simulationen sich ihrer vorher berechneten Wahrscheinlichkeit annähern.

      Der Zufall/die Wahrscheinlichkeit hat kein Gedächtnis - jedes Ereignis ist 100% für sich alleine zu betrachten.
      Die Wahrscheinlichkeit vom Ausgan eines Kartenspiels ist also weder an die Karten, die Pokerseit oder dich gebunden...
      Eigentlich sollte das klar sein und es ist ein wenig arm, dass ich es dir gerade erkläre^^... Wobei du ja auch schreibst, dass dir alles bewusst ist.
      Ein Downswing ist außerdem immer nur rückblickend als eine Phase mit starken Abweichungen vom Erwartungswert interpretierbar. Sicherlich ist es kein Zug der sagt einsteigen und mitfahren bitte - wann du wieder raus kannst weiß ich noch nicht.
      Da du das aber eigentlich alles weißt vermute ich, dass dein Thread -trotz deiner Beteuerung er sei es nicht- eigentlich nur emotional motiviert geschrieben worden ist und du nur ein bisschen Trost willst ;) ...

      Letztlich lässt sich zu der ganzen Thematik nicht mehr sagen außer:
      Je kleiner dein Edge, desto größer die Standardabweichung, desto größer die Swings und genau umgekehrt!
      Sprich sitzen 5 Fische mit dir am Tisch, bekommst du genauso auf die Nase - nur merkst es eben nicht am Ergebnis.

      so.. also viel Glück dann!
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.433
      720BB ist mein Downswing mittlerweile (2 Monate) und arbeite einfach weiter an meinen skills und spiele weniger, ist schon brutal aber, 300.000 Hände solide mit 1-1,5BB/100 geschlagen zu haben und auf einmal die Hälfte seiner BR zu verlieren und auch in den Limits die man bereits signifikant geschlagen hat einfach nur immer weggeluckt zu werden, ist wesentlich schmerzvoller als nichts zu treffen oder keine Hände zu bekommen.

      Von daher kann ich über deinen 500BB down in einem Monat nur ganz müde lächeln und dir n wünschen dass du nicht das durchmachen musst was mir derzeit wiederfährt.

      Aber wenigstens biste nicht so n pleps der sich in der sorgenhotline ins höschen macht weil er mal in ner woche 300BB verloren hat... gerade SH sind 300BB nicht wirklich undenkbar. Dann schon eher meine 720BB, und genau deshalb bin ich auf Leaksuche und nehme derzeit jede Session auf und kommentiere sie, auch wenns mich ankotzt, nur so kommt man aus diesem jammertal wieder raus.
    • mausgambler
      mausgambler
      Bronze
      Dabei seit: 02.04.2005 Beiträge: 511
      Hallo !

      Ein Swing ist die durch Varianz auftretende Abweichung von unserer Durchschnittsgewinnerwartung, wuerde ich es formulieren.

      Sehr gute Defination. Es geht also um die Varianz.
      Diese entsteht hauptsächlich durch die Abweichung von math. Erwartungswerten (Wahrscheinlichkeit) eines Ereignisses oder ? (Bin kein Mathematiker, weshalb nehme ich mal an, daß so wie ich es ausgedrückt habe sicher falsch ist- also anders mit Beispielen )

      Nehmen wir an ich calle richtig nach Pottodds meine großen Draws (Unter Berücksichtigung ob paired Flop usw. also +EV).
      Mein Flushdraw sollte in 35% der Fälle am River erschienen sein.
      Nun hatte ich in einer Session 40 Flushdraws und nur 6 kamen an.
      Das Ereignis ist nicht nach der math. Wahrscheinlichkeit eingetroffen (und nach der spiele ich ja mit den Pottodds), und ich mache in dieser Situation ein kräftiges minus.
      Nun treffe ich auch den Flop nur zu 20% und die Session ist trotz gutem Spiel für mich gelaufen

      Ich kann natürlich beim Nachspielen immer nach Fehlern in meinem Spiel suchen (mache ich ja auch), und man kann auch sehr gut feststellen, ob man sein Spiel verändert hat oder ob man leicht Tilt war (z.b. implied Odds mal großzügiger gerechnet, weil der Draw muß ja mal kommen) aber warum ich in dieser Session minus gemacht habe ist eindeutig.

      Ich habe in diesen Monat viel Zeit damit verbracht, nicht nur alle Hände nachzuspielen, sondern auch meine großen Draws, Floptreffrate, und so weiter zu analysieren.
      Ich spiele dazu meine Hände kurzfristig in Pokeroffice ein, da ich damit verschiedenen Situationen besser Filtern kann.
      Manche Situationen wie z.b. Paired Flops und so weiter kann man nur durch durchspielen meiner kompletten Hände analysieren.
      Auch schaue ich mir alle Hände von Gegnern an, die mir beim nachspielen aufgefallen sind (Durch extrem falsche calls usw.)
      Komischer Weise machen die meißtens in einer Session auch minus, das heißt die teilweise völlig schwachsinning Calls bei nichtzureichenden Pottodds werden auch bestraft, aber nicht gegen mich.
      Er zahlt andere aus, bin ich in der Hand kauft er von 6 Flushes 5.

      Die Analyse zeigt mir, daß ich vielleicht hi und da Geld sparen hätte können, aber diese Situationen sind so krass, daß ich in so einer Situation wieder so gespielt hätte.
      Wenn ich am Flop nach meinem PFR. zum X mal mit z.b. A-high dastehe, und ich den 8 c/r in Serie auf meine Contibet immer vom gleichen Gegner bekomme, dann muß ich auch mal mit A-High downcallen, wenn der Flop das irgendwie logisch macht.
      Aslo nicht wirklich eine Form von Tilt würde ich sagen, sofern es nicht zu oft vorkommt.

      Das Ergebnis der Analyse sagt genau das aus, was man so gerne als " subjektive Wahrnehmung" bezeichnet, aber in diesem Fall keine ist.

      Die positiver Ereignisse treffen weit unter ihren Wert ein.
      Die Draws, runner runner usw. bei den Gegner mit einer Häufigkeit, daß man meinen möchte er hätte die passende Karte unterm Tisch, und bringt sie im richtigen Moment ins Spiel.
      Ob er nach den Pottodds falsch called ist für diese Session völlig irrrelevant, da er ja auch weit über den Erwartungswert trifft.

      Feststellung: Diese Session war nicht zu gewinnen-aus Schluß

      Nach dem 12 Tagen analyse (alles minussessions) komme ich dann zum Schluß, daß eine gleich aussieht wie die nächste, und da ist der Punkt.
      ca. 12000 Hände lang läuft eine jede Session gleich ab.
      Von 12 Tagen nicht ein Tag wo ich den Flop zu 1/3 treffe ?
      Von 12 Tagen nicht ein Tag an dem mein Flushdraw zu 35% ankommt.
      Es scheint, als hätte die Software ein Gedächtnis das ihr sagt:
      Wo haben wir aufgehört, so machen wir weiter :D

      Hier kommt auch schon die schoene, subjektive Wahrnehmung: Meinen groessten Upswing habe ich nicht im Kopf


      Da hast du natürlich recht !
      Ich spiele zwar meine Hände immer durch, aber wenn eine Session gut war, rechne ich auch nicht bei meinen Draws, ob das Eintreffen dieser dem Erwartungswert entspricht oder höher ist.

      Untersuche mal, ob Du die ersten 100, 200 Haende auf der neuen Seite nicht auch Minus gemacht hast - wuerde mich zumindest nicht ueberraschen


      Nein, war ab der ersten Hand die den Flop gesehen hatte im plus.
      Der down wie weggeblasen !
      Die letzten 4 Tage nach einem minus auf Party im März von ca. 500BB und einer Serie von 12 Tagen hintereinander Verlust
      +12BB +50BB +43BB +42BB
      Die erste Hand habe ich sogar noch sehr gut in Erinnerung: (eine Wohltat)
      Raise mit KQo PF und treffe den König (unvorstellbar Toppair zu treffen)
      Am Turn kam die Dame, und der Riv traf zumeiner Verwunderung nicht den Gegner, da er auf meine Valuebet foldete.
      Kein Anzeichen von einem Down, gelaggt wurde ich, blieb aber im Rahmen.
      Analyse des ersten Tages:endlich wieder einmal eine + Session
      Straightdraw unter dem Erwartungswert, Flushdraw über dem Erwartungswert usw.

      Das bringt mich eben zu der Überlegung, ob der Down seitenspezifisch ist.
      Ist doch komisch, daß nach 12 Versuchen jeder Tag auf einer Seite gleich abläuft (und das war keine subjektive Wahrnehmung), man geht auf eine andere Seite und kann wieder "Poker spielen"

      Wäre es so, könnte man seine großen Downs ausweichen (die kleinen sind ja schneller vorbei als man reagieren kann)

      Gibt es so etwas wie einen Ausgleich bei Ereignissen ? (Ereignisse trafen über den Erwartungswert ein, und nun eben unter dem Erwartungswert)
      Wenn es den gibt, dann müßte es ja auch mehrere geben, oder ?
      Nämlich den Ausgleich auf der Pokerseite, sowie auch auf der anderen Pokerseite und natürlich mein persönlicher Ausgleich

      Das ganze erinnert mich ein wenig an Roulette, wo die Theorie des Ausgleiches viele in den Ruin stürzt.

      Ich habe keine Ahnung warum, aber der kurzfristige Wechsel auf eine andere Seite hat meinen persönlichen Downswing ab der 1 Hand beendet.
      Es war so als wüßte die Seite nicht, daß ich derzeit in einem Downswing stecke :D
      Mal sehen wie es nun auf Party weitergeht !?

      Noch etwas: Viele suchen die Ursachen von einem Downswing in ihrem Spiel. Das kann so sein, wenn man große leaks hat, aber relativ unwahrscheinlich, wenn man schon über einen größeren Zeitraum "winningplayer" ist.
      Deshalb sein eigentliches Spiel zu verändern wäre ein großer Fehler
      Natürlich soll man die Hände auf Tilts oder leichte Tilts (für mich überoptimistische calls) überprüfen, aber meißtens kommt der Downswing zumindest nach meiner Erfahrung dann zustande, wenn eben gewisse Erwartungen nicht nach ihrer Wahrscheinlichkeit eintreffen, oder beim Gegner übermäßig oft. Wenn man den Flop eben nur zu 10 oder 15% trifft, oder seine Flushdraws nur zu 10% ankommen, dann müßten die Pottodds eben dementsprechend höher sein, da sie das aber nicht sind, da man ja von einem bestimmten math. Erwartungswert ausgeht, mach man eben minus.
      Eine Software, in die man seine gespielten Hände einer Session einlesen kann, und die einem die math. Wahrscheinlichkeit des Eintreffens des Ereignisses mit dem wirklichem eintreffen (pair geflopped, Flushdraws usw.) vergleicht wäre hier sicher von Vorteil.
      Man müßte nicht immer die Fehler in seinem Spiel suchen, denn wenn die Abweichung einfach im negativer Sinne sehr groß ist, hat man eine Erklärung für seine Minussession
      Es erspart einem zwar nicht die nachträglicht Analsye, aber ich müßte nicht verzweifelt nach einer Begründung in meinem Spiel suchen, sondern könnte (müßte) es einfach hinnehmen

      Grüße
    • mausgambler
      mausgambler
      Bronze
      Dabei seit: 02.04.2005 Beiträge: 511
      eigentlich nur emotional motiviert geschrieben worden ist und du nur ein bisschen Trost willst ...


      Da ich ja die letzten Tage wieder Gewinn gemacht habe, und anscheinend (hoffentlich) alles seinen gewohnten Gang geht, brauche ich ja keinen Trost mehr :D

      Hätte ich Trost gebraucht, dann hätte ich diesen Beitrag vorher verfasst, mitten im down, und nicht erst jetzt !

      Der Grund ist einfach die Frage, warum ein lang anhaltender Downswing, aus dem man kaum einen Ausweg sieht, auf einer anderen Seite nicht zu exestieren scheint.

      Zufall oder ......
      Das war der Grund für den Tread, aber wenn du willst kannst du mir trotzdem noch Trost spenden, ich benutze ihn dann für meinen nächsten Down :D

      Grüße
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.174
      *Trostspend* *trostspend*

      Naja weiß nicht... Du machst dir hier so unendlich lange pseudowissenschaftliche Gedanken... ... ...
      Das ist doch alles schon seit der Steinzeit klar! Mehr als gut zu spielen kannst du nicht machen!

      mfg
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.481
      Original von mausgambler

      Der Grund ist einfach die Frage, warum ein lang anhaltender Downswing, aus dem man kaum einen Ausweg sieht, auf einer anderen Seite nicht zu exestieren scheint.

      Grüße
      Ich behaupte nach wie vor der "tapetenwechsel-faktor" spielt hier eine rolle. man geht befreit an die sache ran, fühlt sich wohl, und sieht nicht ständig diese tische des grauens vor sich. da spielt sich denke ich auch viel unterbewusst ab, vielleicht sollte man mal außprobieren, ob auch ein komplett anders aussehned table-mod schon hilft.

      wenn du nun aber alles so intensiv überprüft hast, wie du schreibst, und davon überzeugt bist, dass du auf beiden seiten nicht im geringsten unterschiedlich gespielt hast, dann ist es eben einfach zufall.
    • ciRith
      ciRith
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 18.556
      zufall ;)

      wer sagt dir das wenn du diese stars sesion auf party gemacht hättest dort nicht im plus gewesen wärst?
      vllt. kamst du aucheinfach mit den gegnern dort besser zurecht...

      ich verliere oft stundenlang gegen 90 vpip leute ^^


      zum analysieren find ich wie du schon gesagt hast PO sehr viel besser (vorrallem der replayer is besser) du kannst deine session auch gut auf "glück" und "pech" überprüfen. einfach den letzten reiter anklicken (filter des tages anmachen) und unten siehst du dann wie oft du mit pair, set flush etc gewonnen hast. dadrüber stehen glaube ich draws :)


      ich hatte noch nie so nen down und kann es leider nicht 100% nachvollziehen aber schnib hat erwähnt er hatte/hat im moment nen 1000BB down. sascha hatte diesen monat aucch 500BB down und ist nun doch noch im plus. (den graph kannste dir in seinem blog ansehen)
    • Stefan10001
      Stefan10001
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2006 Beiträge: 120
      Ich schließ mich jetzt einfach mal an. Hatte über einen ähnlichen Zeitraum auch einen 780 BB down. 20K Hände Break even und 35K steil Berg ab. Hab sie zuvor auch geschlagen. Hab aber die Pokerseite deswegen nicht gewechselt und glaube auch nicht das es was mit der Seite zu tun hat. Was mich mal interessieren würde ob man den Zeitraum eines Downswing's mathematisch begründen kann.

      Also angenommen ich bin auf x Hände mit einer Winrate von x BB/100 Winnigplayer. Spiel wie eine Maschine also ohne Psychische Faktoren. Wie wahrscheinlich ist es das der Down über einen Zeitraum x oder auch x BB/100 anhält.

      Grüße Stefan
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.174
      Was ich auch ein wenig bedenklich finde, ist dass alle immer nur ihr eigenes Spiel betrachten.
      Poker kann immernoch nur gewinnbringend gespielt werden, wenn man einen ausreichend großen Edge gegen die Gegner hat.

      Und ich weiß ja auch nicht, was ihr alle für Limits zu was für Zeiten spielt aber ich behaupte einfach mal, dass es ein äußerst signifikanter Unterschied ist, ob ich z.B. zur Weihnachts, Silvester - Zeit Nachts spiele oder mitten im Sommer zur mitteleuropäischen Tageszeit...

      Ich will jetzt nicht sagen manche Limits sind aufgrund von Rake und Gegnerstärke NICHT zu schlagen - aber trotzdem gibt es gravierende Unterschiede im Edge den ich aufgrund meiner Gegner habe und damit auch in meinem EV und damit auch in der Varianz!

      mfg
    • Boku
      Boku
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 2.358
      Original von Nani74
      300.000 Hände solide mit 1-1,5BB/100 geschlagen zu haben und auf einmal die Hälfte seiner BR zu verlieren und auch in den Limits die man bereits signifikant geschlagen hat

      Sag mal warum steht eigentlich in jedem zweiten deiner Beiträge wieviel Hände du gespielt hast und wie toll deine Winrate ist?!
    • ScHnibL0r
      ScHnibL0r
      Black
      Dabei seit: 29.01.2005 Beiträge: 3.595
      warum postet ein sng spieler in einem fl forum?
    • Boku
      Boku
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 2.358
      Weil ich auch FL spiele wenn ich grad mal keine Lust auf auf Sngs hab ;)
    • HoRRoR
      HoRRoR
      Black
      Dabei seit: 11.02.2005 Beiträge: 10.679
      und außerdem will er aufmerksamkeit von mir ! :D
    • Boku
      Boku
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 2.358
      und du bist?
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.433
      wichtiger als Du.
    • Denz
      Denz
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 15.517
      wusste gar nicht das bots auch in Foren posten können ;)
    • Boku
      Boku
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 2.358
      wichtiger als Du

      Ich hab 1/2$ FL SH signifikant über 400K hands geschlagen mit 2.3BB/100!
    • Tanzhase
      Tanzhase
      Black
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 1.396
      Original von Boku
      wichtiger als Du

      Ich hab 1/2$ FL SH signifikant über 400K hands geschlagen mit 2.3BB/100!
      He, wenn du ein Limit nur einen Monat spielst, läßt sich nichts über die Winrate sagen.
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