Ein paar Fragen zum Einstieg...

    • elWacki
      elWacki
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2009 Beiträge: 704
      Und zwar habe ich mich jetzt entschlossen von FL auf NL umzusteigen...da ich mich über Pokerstars eh nicht tracken lassen kann und bei FTP ist da zu wenig los...habe jedoch noch ne Frage zum Einstieg in die BSS gäbe es den abgesehen von den Videos in der Strategiesektion noch andere bei denen ich sehe wieviel ich ungefähr zu setzen habe bei welcher Hand...kenne sowas ja von FL nicht und das ich mir da ein wenig was drunter vorstellen kann...wäre sehr nett wenn ihr mir da bisschen helfen könntet...



      mfg elwacki



      also z.b habe AK und treffe mein k am Flop mit top kickerund die Floptextur sieht recht gut aus....
  • 6 Antworten
    • Seanmint
      Seanmint
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2009 Beiträge: 242
      Würde dir empfehlen dir erstmal die Einsteigerartikel in der NL Sektion durchzulesen, dass dürfte für den Anfang schon weiterhelfen.
    • elWacki
      elWacki
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2009 Beiträge: 704
      Ja hab ich jetzt grad gemacht und das mit den Odds und Outs hab ich ja schon bei FL verstanden dann mach ich mich mal an NL :D
    • sportsgeist
      sportsgeist
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2008 Beiträge: 2.214
      die Artikel, die "nach dem Flop" im Titel tragen, helfen dir sicher ganz gut ;-)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Betsizing in NL ist eine Funktion der gegnerischen Range - d.h. die Größe deiner Bets solltest du aus folgenden Gesichtspunkten auswählen:

      1. Boardtextur

      Auf Boardtexturen auf denen wenige Teile der gegnerischen Range weiterspielen können -> z.b. Kxxr, Axxr, Qxxr, Jxxr, Txxr kannst du kleinere Bets setzen, da der Gegner trotz der guten Odds nur wenige Hände weiterspielen kann.
      Auf Boardtexturen auf denen dein Gegner oft weiterspielt -> z.b. JQ8hh oder 789hh oder KQ3sss willst du größere Betsizes verwenden, da du diese Boardstrukturen nicht so oft bluffen wirst und daher eher semibluffst (und somit Deadmoney generierst, wenn du weiterbluffst und gleichzeitig den Pot aufbaust falls du triffst) oder valuebettest

      2. die gegnerische Range

      Die gegnerische Range ist eigentlich das wichtigste bei der Wahl der Betsizes. Wenn du z.b. erkennst, dass die gegnerische Range schwach ist, dann willst du mit kleineren Bets arbeiten, um Value zu extrahieren und großen Bets, um sie zum folden zu bekommen.
      Wenn die gegnerische Range eher stark ist und du nur gegen bestimmte Teil etwas erreichen willst (z.b. hast du einen schwachen busted Flushdraw und die gegnerische Range besteht aus vielen Made Hands, die nicht folden werden und besseren busted Flushdraws), dann wählst du ein Betsizing um gegen diesen Teil halt etwas zu erreichen (in dem Beispiel mit dem Flushdraw setzt du z.b. sehr klein)

      3. was du mit deiner Hand gegen die gegnerische Range erreichen willst

      du musst dir überlegen, wie oben bereits erwähnt, was passieren soll, wenn du bettest. In NL bettet man nicht erstmal drauf los und guckt was passiert, sondern sollte sich vorher (auch in allen anderen Varianten ,p) überlegen was passiert, wenn man bettet. Frag dich, ob du bluffen willst oder ob du valuebeten willst oder ob du "protecten" willst (z.b. 66 auf K95r IP nachdem 2 Spieler zu dir gecheckt haben und du wahrscheinlich die beste Hand hälst, mit einer Bet oft sofort gewinnst, aber bei einem Check gegen 12 potentielle Outs läufst)

      4. die Spielstärke deines Gegners

      Bisher habe ich geraten exploitbares Betsizing zu nutzen. Wenn du aber einen Gegner hast, der erkennt, dass du unterschiedliche Betsizings für Bluffs und Valuebets verwendest und dies exploiten kann (sehr unwahrscheinlich auf den Micros - vor allem da so wenige Pötte an den River kommen in NL), dann musst du für alle Spielzüge die gleichen Betsizing nutzen. Es gibt hier keine Faustregeln, sondern das hängt wirklich damit zusammen was du wie spielst.

      5. die prozentuale Frequenz mit der du unterwegs bist

      Wenn du sehr wenige Hände Preflop spielst, dann ist deine Range Postflop sehr stark und du willst größer setzen, um halt in den Fällen in denen du spielst mehr Value zu extrahieren und gleichzeitig deine wenigen Bluffs erfolgreicher zu machen.
      Wenn du sehr viele Hände Preflop spielst, dann willst du Postflop manövrierspielraum haben und tendentiell etwas gemäßigter betten - ich z.b. habe in meinem Betscript am Flop und Turn 70% Potsize eingestellt als Default.

      Das Theoriekonzept Odds und Outs ist übrigens ein nice to know Konzept, aber ich würde an deiner Stelle so schnell wie möglich üben nur noch in Ranges und relativen Bedingungen zu denken. Odds and Outs ist wirklich ein absolutes Anfängerkonzept, damit sie am Anfang nicht direkt alles in die Luft blasen - das Equitykonzept ist wesentlich relevanter und letztendlich auch einer der Gewinnschlüssel.
    • elWacki
      elWacki
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2009 Beiträge: 704
      Hmm hab jetzt ein wenig auf NL 2 rumgespielt und habe zumindestens schon mal im positiven Bereich abgeschlossen...hätte aber schon gedacht das die Gegner hier mehr Fehler machen es wird dort für mich unerwartet sehr tight gespielt...


      Achja und danke für die sehr ausführliche Antwort werd es mir zu Herzen nehmen =) ...
    • elWacki
      elWacki
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2009 Beiträge: 704
      Ich werd jetzt wohl doch lieber bei FL bleiben, NL liegt mir einfach nicht trotzdem recht herzlichen Dank für die ausführliche Antwort