Ziemlich erfolgreicher Spieler 3 bettet viel und hoch, sinnvoll?

    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Folgendes, ich habe heute gegen einen ziemlich erfolgreichen Spieler HU NL50 gespielt (30k Winnings auf NL50 ca 400k Hände), ich hab ihn halt nachträglich PTRt, sorry...

      Er hat halt auf meinen openraise in ziemlich hoher Frequenz (leider keine großartige Sample, aber es kann nicht nur for Value gewesen sein) 11bb ge3bettet, mein Openraise ist Standard 3bb im HU. Meine Frage an die etablierten HU-Spieler, ist es überhaupt sinnvoll so groß zu 3 betten? Habe nur den Vorteil gesehen, dass man halt viel mehr Foldequity herausholt. Ich weiß auch nicht, wie ich genau dagegen Adapten sollte, denn ne bluff4bet bei 100bb ist da im Grunde nicht mehr drin, und callen und fit or fold spielen ist auch schwierig. Shoven, da isoliert man sich im Endeffekt nur gegen bessere Hände.

      Ich selbst 3-bette bei 100bb effektive Stacksize 9bb gegen STandardraise und 10bb bei einer deepness von mehr als 120bb.

      Einer nen Plan, wie man dagegen am besten Adapted, oder ob man selbst auch so hoch 3betten sollte?

      Edit: Adaption: kleiner openraisen? Minraisen? Gar Limpen?
  • 17 Antworten
    • Arnuld
      Arnuld
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2009 Beiträge: 110
      11bb 3bet size bei 100bb sind nichts Ungewöhnliches!

      Auch wenn die meisten standarmäßig auf 10bb 3beten, sieht man 11bb auch sehr häufig und ich würde es nicht als "groß" bezeichen und es ist definitiv kein Grund nicht zu 4beten. Vielleicht 4betest du zu groß, aber empfehlenswert wären so um die 2.5 mal seine 3bet oder sogar kleiner. Also wenn er auf 11bb 3betet, machst du 24-27bb, so bist du mit deinen bluffs nicht committed.

      Und sobald er mehr 3betet als called solltest du definitiv minraisen, so kannst du mehr 3bets callen (solange er seine 3bet size ans minraise anpasst) und spielst mehr pots in position mit guter stack to pot ratio. Ich persönlich bin kein fan von limpen, villain sieht den flop for free und es ist schwer den pot aufzubauen.
    • 2plus2is4
      2plus2is4
      Black
      Dabei seit: 20.05.2008 Beiträge: 4.335
      minraise, bluff4bets auf 23-25bb, direkt shoven mit Ax, pairs etc, vermehrt 3bets callen und flops raisen bzw ihn floaten und schon wird er seine 3b range anpassen
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Floaten ist in solchen Pots so eine Sache, weil man am Turn commitet ist, dieser Spieler hatte es echt drauf... Ansonsten würde ich in den Spots halt alle Hände mit guter Equity, sprich gute Toppairs, Starke draws etc, direkt shoven am Flop.

      Direkt shoven pre war ehrlich gesagt auch meine Standardline^^, wobei ich das nur einmal machte.

      Danke für die Tipps ihr beiden.
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Wie hoch war denn seine 3betting Frequency?

      Es ist ja gut von ihm, relativ loose zu 3betten im HU, von daher kann man das auch nciht wirklich exploiten, außer, wenn er es wirklich extrem häufig macht. Dass er es nicht nur for Value macht ist auch standard.
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Ja, es waren ja nicht viele Hände, weshalb die Sample nicht aussagekräftig ist, ob er einfach einen guten Run hatte, oder spewey war. Waren 28%, wobei er schon in der ersten Hand damit anfing.

      Also kleine 3bets in der Frequenz kann ich ziemlich gut exploiten, aber der Pot ist schon beträchtlich größer, bei der size und seine Hand ist ziemlich undefiniert, wenn ich nur calle, von daher hat er mich mit Sicherheit zu vielen vielen Fehlern verleitet, weil ich bestimmt oftmals die bessere Hand in Position foldete.

      Das es gut von ihm ist weiß ich ja^^, sonst würde ich den Thread nicht verfassen. Gegen einen obv schlechten Spieler, der so hoch raist, hab ich auch keine Probleme, weil ich dort eher weiß was ich machen soll und meine Hand besser planen kann.

      Edit: coasht du auch HU? Will nämlich bald auf NL100 aufsteigen und braüchte da ggf. einen guten HU-Coash.
    • Panny1
      Panny1
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 12.224
      Deine 1. Adaption sollte auf jeden Fall mal sein nur zu minraisen - wenn er dann weiter so hoch 3-b ist es für dich jetzt auch nicht so das Problem, weil die Risk/Reward-ratio für ihn einfach unprofitabler wird.

      28% ist jetzt btw nichts außergewöhnliches für HU-Verhältnisse. Du wirst damit eben in varianzreichere Spots gezwungen, daran solltest du dich schnell gewöhnen
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Jo danke, daran hab ich mich schon gewöhnt, ich spiele auch im 6max einen sehr Varianten Stil, das ist nicht so schlimm, aber auf NL50 ist es doch im Grunde kein Problem solche Gegner einfach zu meiden, ich gab mir ehrlich gesagt nur Postflop in kleinen Pötten eine Edge gegen den, weil er zusätzlich groß cbette in den 3 bet Pots. Allerdings bekam ich gegen ihn nur selten die Chance einen Singleraised Pot in Position zu spielen. Wobei ich ihn dort gut auspielen konnte, was aber nicht lohnte, weil er sich so viele Raises Preflop holte und sich postflop halt solide Pötte klaute, in denen ich die 3 bet nur colcallte und iwie nicht richtig die Eier hatte da mal drüber zu gehen, oder so.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Openlimps sind eine Alternative gegen Spieler, die nicht callen Preflop. Du hast so deine single raised Pot (wenn er trotzdem raist) oder spielst einen gelimpten Pot IP - habe schon öfter erlebt jetzt das man sogar ganz gute Spieler damit aus dem Konzept bringt, wenn das noch nicht oft gegen sie gespielt wurde.
    • Joeluck
      Joeluck
      Black
      Dabei seit: 29.10.2010 Beiträge: 1.337
      Original von phil1312
      Ja, es waren ja nicht viele Hände, weshalb die Sample nicht aussagekräftig ist, ob er einfach einen guten Run hatte, oder spewey war. Waren 28%, wobei er schon in der ersten Hand damit anfing.

      Also kleine 3bets in der Frequenz kann ich ziemlich gut exploiten, aber der Pot ist schon beträchtlich größer, bei der size und seine Hand ist ziemlich undefiniert, wenn ich nur calle, von daher hat er mich mit Sicherheit zu vielen vielen Fehlern verleitet, weil ich bestimmt oftmals die bessere Hand in Position foldete.

      Das es gut von ihm ist weiß ich ja^^, sonst würde ich den Thread nicht verfassen. Gegen einen obv schlechten Spieler, der so hoch raist, hab ich auch keine Probleme, weil ich dort eher weiß was ich machen soll und meine Hand besser planen kann.

      Edit: coasht du auch HU? Will nämlich bald auf NL100 aufsteigen und braüchte da ggf. einen guten HU-Coash.

      denke nicht, dass man einen 28% 3beter besser exploiten kann wenn er klein 3betet. ist eher andersrum.
    • ownage4u
      ownage4u
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 4.802
      das problem an kleinen 3bets ist, dass man die echt gut callen kann. bei großen 3bets sieht das ja wieder anders aus
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Der Vorteil an der großen 3 bet ist ja die erhöhte FE. Das dumme ist nur, wenn Villain auf meine große 3 bet callt, dann hat sich da ein ziemlicher Pot aufgebaut, man kann mit seinen starken Händen auch ziemlich leicht trappen dann (als coldcaller, denn die SPR mit einem Overpair/TP good kicker) zu broken ist halt mal locker erreicht).

      Man gewinnt halt viele kleine Openraises mit der Strategie, sieht sich aber OOP meist einem großen Pot gegenüber. Man kommt somit in die Situation oft toughe Entscheidungen treffen zu müssen, vor allem, wenn man so groß depolarisiert 3bettet.

      Kleine bzw. imo normale 3 bets haben den Vorteil, die Hand des Villains besser zu definieren und man kommt oop auch noch schneller aus suboptimalen Spots heraus.

      Aber danke für eure Tipps, ich werde sie beim nächsten mal beherzigen.
    • ownage4u
      ownage4u
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 4.802
      vom letzten post kann ich quasi nichts nachvollziehen
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Sind meine Gedanken dazu. Warum kannst dus nicht nachvollziehen? Klär mich auf.

      Hab mich auch etwas blöd ausgedrückt^^. Wenn ich was erklären soll, dann schreibs einfach.
    • ownage4u
      ownage4u
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 4.802
      also

      1. wieso kann man leichter/besser trappen wenn der pot größer ist? was ist daran ein vorteil trappen zu können bzw. was meinst du genau damit?

      2. wieso werden entscheidungen schwieriger wenn man ne depolarisierte range hat? was ist daran schlecht oop zu sein bei einem großen statt einem kleinen pot?

      3. wieso definiert man durch ne kleine 3bet die gegn. range besser als durch ne große 3bet?

      4. wenn große 3bets besser sind als kleine 3bets, ab welcher größe wird ne 3bet dann wieder schlechter?
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Ich gehe davon aus, dass Villain die Aggression Postflop aufrecht erhält (was er auch tat, indem er ziemlich groß, ca. 2/3 Pot cbettete).

      1. Mit starken Händen in Position gegen die 3 bet coldcallen erzeugt eine sehr gute SPR und man kann ihn machen lassen.

      2. 3 bettet man sehr groß depolarisiert (in dem Fall ja Villain), findet man sich oop automatisch in schwierigen Spots wieder, wenn Villain coldcallt, da villain (in dem Falle ja ich) hier mit einer eher starken Range callen wird.

      3. Gut da hast Recht.

      4. Hab ich auch nicht gemeint damit.

      Ich wollte in meinem Post nur mal für mich analysieren, was für eine große 3 bet und was dagegen spricht. Ich selbst 3 bette auch die normale size, weil ich denke man kann damit das gleiche, viel billiger erreichen, als mit der großen.
    • qotsa7887
      qotsa7887
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2007 Beiträge: 1.351
      Original von phil1312

      2. 3 bettet man sehr groß depolarisiert (in dem Fall ja Villain), findet man sich oop automatisch in schwierigen Spots wieder, wenn Villain coldcallt, da villain (in dem Falle ja ich) hier mit einer eher starken Range callen wird.
      Das sehe ich komplett anders herum!
      Wenn man nur auf starke Hände wartet, um die 3bets zu callen wird man a) viel zu viel preflop folden und b)komplett exploitable spielen.
      Wenn villian mit einer depolarisierten Range 3bettet (vor allem groß!), sollten wir viel 4betten (polarisiert!). So können wir perfekt gegen ihn spielen. Oftmals muss er die bessere Hand folden. Wenn er shoved, haben wir eine einfache Entscheidung entweder mit unserem Monster zu snapcallen oder unser air zu folden.

      Aus genau den gleichen Gründen sollten wir bei einer polarisierten 3betrange mit einer merged Range callen, da wir villians Range so in der Mehrzahl der Fälle dominaten. Würden wir hier 4betten, würden will es villian möglich machen, perfekt zu spielen.

      Fängt villian aus OPs Beschreibung an zu adapten und light zu shoven können wir unsere 4betrange entsprechend anpassen und mehr Hände in den Valueteil unserer Range nehmen, mit denen wir pre broke gehen wollen.
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      Kann meinem Vorposter nur beipflichten!

      Auf 3Bets zu oft zu folden ist bei HU unverzeihlich! Die Variante lebt davon sich viele Flops anzuschauen und das wie keine andere! Auch das Postflopplay sollte viel besser ausgeprägt sein als bei Ringgames.

      3bets scheinen für den Spieler zu funktionieren und was soll groß der unterschied zwischen 10bb und 11bb sein? Die sinnvollere Frage wäre, wie man darauf adapten kann...

      Einige Anregungen gab es bereits.