AJs und AQs in den Blinds

    • laurasstern8
      laurasstern8
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.047
      Hallo,

      mir stellt sich in letzter Zeit immer häufiger die Frage was ich mit AJs und AQs in den Blinds anstelle wenn irgendjemand geraist hat.

      Wenns nicht suited ist werf ich meist noch weg, auch wenn mir das extrem tight vorkommt. Aber suited sind die Karten doch einfach zu stark zum wegwerfen.

      Nur was sonst tun ? Coldcallen und dann OOP rumwursteln wo man eigtl gegen jede CB folden muss wenn man nix trifft ? 3beten ? Klar, beim 3beten ist die Frage mit welcher Range der Raiser weiterspielt, aber diese Info hat man auf den Micros eigtl sogut wie nie, da die Fluktuation der Spieler einfach viel zu groß ist als das man solche Reads auf Spieler hat.

      Ich komm mit den Händen in der Position einfach nicht klar. Hat da jemand nen Tipp ?
  • 6 Antworten
    • Plajer1
      Plajer1
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.411
      jeh nach stats wenn einer viel auf 3 bets weiterspielt vorllem in den blinds dann 3 betten wens Ofsuted is.

      suted flatte ich das gerne auch mal und floate das dann jeh nach flop, oder einfach donken, gibt viele möglichkeiten.

      aber as default flatte ich das eigentlich
    • Alyssa660
      Alyssa660
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2011 Beiträge: 514
      Also wenn der OR aus MP3 oder später kommt spiel ich da 3bet/fold am Flop cbet/fold.
    • Grisiii
      Grisiii
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2009 Beiträge: 77
      Also wenn ich merke, dass jemand nen Blindsteal durchdrücken will, dann 3-bette ich immer. bzw. wenn einer in später Position ist, wird er vielleicht auch mal Ax oder Pairs bis 77 o. 88 schmeissen.

      Ansonsten würde ich persönlich im MultiTabling ohne read schmeissen.

      Gruß
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Also grundsätzlich ist es erstmal KEIN Fehler OOP solche spekulativen Hände wie AJs oder AQs wegzuwerfen.
      Der Erwartungswert des Calls wird OOP in vielen Fällen -EV sein, sollte aber größer sein als der Verlust durch den Blind, wenn du einfach foldest. (kompliziert formuliert, aber die Absicht sollte klar geworden sein)

      Das wichtigste worauf du achten willst ist, dass die Range des Gegners möglichst weit und schwach ist bevor du anfängst looser die Blinds zu defenden. D.h. am Anfang ist es am besten, wenn du Calls und 3-Bets dann machst, wenn dein Gegner aus einer späten Position openraist. Du wirst oft grade gute Spieler sehen, die auch AQs z.b. gegen einen UTG im SB oder BB nur callen, aber dazu brauchst du ein gutes Verständnis über Boardtexturen und Ranges, da passive Blindcalls vorrausetzen, dass du oft genug den Pot angreifst und erfolgreich gewinnst.

      Am Anfang ist es am einfachsten Hände die man eigentlich spielen will, aber sich OOP in der passiven Rolle noch nicht sicher fühlt als Bluff 3-Bet Hand zu nutzen. D.h. wenn du in die Hand einsteigen willst (weil du glaubst gegen die Range des Gegners mit der Hand vorne zu sein, aber glaubst nicht gut genug bist OOP zu callen), dann 3-bettest du sie und übernimmst sofort die Initiative - das ist wesentlich einfacher als zu callen und Postflop in einem unsicheren Spot spielen zu müssen.

      Allerdings bevorzuge ich persönlich grade bei Broadways mit den Suited Kombos zu callen (da man Postflop viel mehr Spielraum hat um Sachen zu machen) und die unsuited Kombos zu 3-betten, da sich diese schlichtweg Postflop schlechter spielen lassen und es okay ist, wenn ich damit Preflop gewinne - d.h. aber nicht das ich AQo z.b. grundsätzlich 3-bette. Es hängt auch davon ab wie der Gegner auf unsere 3-Bet Strategie reagiert - gegen jemanden der light 4-bettet möchte ich AQo nicht 3-betten, wenn ich nicht geplant habe mit AQo Preflop den 5-Betshove zu machen.
    • laurasstern8
      laurasstern8
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.047
      Hallo,

      danke für die Antworten !

      Original von Ghostmaster
      D.h. wenn du in die Hand einsteigen willst (weil du glaubst gegen die Range des Gegners mit der Hand vorne zu sein, aber glaubst nicht gut genug bist OOP zu callen), dann 3-bettest du sie und übernimmst sofort die Initiative - das ist wesentlich einfacher als zu callen und Postflop in einem unsicheren Spot spielen zu müssen.
      Genau da hab ich auch immer das große Problem wenn ich die OOP calle. Wenn ich den Flop nicht treffe bleibt mir meist wenig über als gegen die CB zu folden. Und das ist halt hinten und vorne nicht profitabel :(

      Vlt versuch ichs mal mit 3-beten. Das Problem ist halt auf den Micros echt das man in 95% der Fälle gegen unknown spielt, weils einfach zuviele Spieler gibt. Wenn ich auf einen treffe dem ich schon Notes verpasst hab ist das alles viel einfacher, aber meistens spielt man halt gegen völlig Unbekannte.
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      Auf den Limits wo du spielst, würde ich aggressiv spielen. Die meisten Spieler haben einen nittigen Spielstil, loosen den aber für Blindsteals aus.

      Wie unser Mod gesagt hat, übernimmst du die Initiative. Ein Call benötigt viel Erfahrung und gute Readingskills, weil du dich oft in marginalen Spots wiederfindest und äußerst schwierige Entscheidungen treffen musst.

      Allgemein solltest du nier vergessen, das Poker von Aggressivität lebt und diese solltest du dir aneignen, denn du wirst spätestens ab NL100 damit konfrontiert werden. Siehe diese jetztige Phase als Zwischenstufe zu höherem und habe keine Angst vor kontrollierter Aggressivität.