Overpair auf drway F und r

    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      Board: 8h7h5s
      Equity Win Tie
      MP2 44.39% 43.32% 1.07% { JJ, 99-55, T9s, 97s+, 86s+, 75s+, 65s, AhQh, KhQh, AhJh, KhJh, AhTh, KhTh, Ah9h, Kh9h, Ah6h, 9h6h, Ah5h, Ah4h, 5h4h, Ah3h, Ah2h, AJo }
      MP3 55.61% 54.54% 1.07% { KdKs }



      1. Villain ist ein Reg und callt mein UTG raise vom BU. Er raist die cbet (3x). Mmn kann ich nur broke gehen oder folden, weil ich nicht weiß, ob er ein set, fd st8d hat und ihm ein h am T hilft oder nicht. Wie schätzt ihr die Range ein? Ich habe ihm mit AJ eine bluffhand gegeben.

      2. Ich habe irgendwo gelesen, dass man mit über 50% Equity pushen kann/soll.
      ISt das hier immer ein Push, angenommen die Equity oben stimmt? Oder bezieht ihr noch stats mit ein...z.B. rF: wenn der hoch ist (mehr als 15) ist es dann noch eher ein push, weil die Range weiter ist? Ihr habt 2000 Händen gg Villain aber für die Situation kein read!
  • 5 Antworten
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      1. gehört sowas eigentlich ins HBF

      2. bitte mit vollständiger Handhistory.

      3. wenn du so ausführliche Stats vom Gegner hast, dann hast du u.a. auch seinen raise Flop Wert und auch weitere wichtige Werte wie den Gap zwischen VPIP und PFR, den WTS, seinen AF und seine AFQ usw.
      - am besten gleich das Holdemmanger pop up zu der HH dazu posten, dann kann man sehr detailliert auf den spot eingehen und erklären wie welche Werte zu gewichten sind bei dieser Entscheidung.

      Denn ob man in so einem spot mit dem Overpair folden sollte, callen oder raisen ist 100% gegner- und Pot odds abhängig und genau deshalb brauchen wir alle verfügbaren Inofrmationen um eine wirklich gute Antwort geben zu können und auch um zu sehen wie deine Range zu bewerten ist - z.B. gibt es glaube ich nur wenige TAGs die 96s preflop coldcallen. :f_p:
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Wenn die Equity stimmt (das ist das Problem - du bist ja selber bei einer so weiten Range extrem knapp angebunden und da können sich ein paar weniger Kombinationen sofort zu deinen Ungunsten auswirken), dann ist das ein Push, da du mit jedem investierten Dollar im Schnitt Geld gewinnst. (sollte logisch sein, wenn du öfter als 50% gewinnst)

      Da du im Spiel aber keine Equityanalyse durchführen kannst, würde ich das Problem folgendermaßen angehen:

      i) Du schaust dir das Board an und überlegst dir wieviel % Equity du im Schnitt gegen eine Draws hast -> 70% - 50%

      ii) Gegen seine starken Made Hands -> ohne jegliche Backdoorredraws (die immer so 1 - 2% Equity rausholen) hast du vielleicht so 20%. (Stove sagt sogar 13%)

      D.h. der Schlüssel liegt auf solchen Boards darin wie weit die Flopraisingrange des Gegners wirklich ist. Um hier mit KK broke gehen zu können, sollte der Gegner folgendes können
      a) light bluffraisen
      b) light valueraisen
      c) light broke gehen

      Wenn du 2k Hände vom Gegner hast, dann wirst du wahrscheinlich schon öfter mit ihm gespielt haben und zumindest einen groben Eindruck davon haben, wie weit er am Flop raist und wie light er broke geht.

      Situationen in denen du gegen einen starken Draw racest oder gegen Made Hands hinten bist willst du vermeiden - Geld willst du investieren, wenn du gegen seine Range vorne bist oder flippst und nicht wenn du hinten bist oder flippst.
    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      Das sollte kein konkretes Beispiel sein, sondern ein Erdachtes, welches jedem doch das eine um das andere Mal in einer bestimmten Ähnlichkeit vorkommt.
      Ich wollte wissen, auf welche Stats ihr schaut, um das konkret zu bewerten. Deswegen hatte ich auch 2000 Hände gesagt, damit die meisten Stats wirklich eine Aussage haben.

      Ich habe extra nur Reg. gesagt, um zum einen Fische mit ihrer oft komischen Logik auszugrenzen und zum anderen, um eine weite Spanne zu lassen, denn es gibt Regs mit 17/16, andere mit 20/18 und wieder andere mit 24/20 oder 28/22....


      @Scooop: 96s, ja ich weiß, habe ich aber schon gesehn, weil eine Station in den Blinds war und naja Position, das gleiche könnte man zu den kleinen Axs sagen....naja bei einem 17/16 ist dies schon sehr unwahrscheinlich, bei einem 24/20 nicht mehr so

      @Ghostmaster: Punkt i) und ii) gefällt mir ganz gut. Entscheiden dürfte sein wie man 2pair, sets und monsterdraws von draws unterscheidet, bzw. ob V. eine Abgrenzung für sein Betverhalten macht. Wie bestimmst du denn, ob jemand light bluff-, valuer (welche Stats und welche Werte genau); gerade, wenn man erst seit kurzer Zeit am Tisch mit ihm sitzt und sich nicht an alte Session erinnert: Also dann kein Gameflow, und man kann gerade nicht sagen, od Villain gerade Gas gibt oder tiltet.... Es kann ja auch sein, dass man multitabled und man Villain und seinen Tisch nicht so verfolgt hat.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Handfeste Reads. Keine Ahnung welcher Stat dir da weiterhelfen könnte - wahrscheinlich die AFQ, aber da kann ich dir nicht wirklich helfen, da auch der AFQ nur ein Durchschnittswert ist und wenn er jetzt in 37% der Fälle hier am Flop raist, dann heisst das nicht das er solche Boards zwangsweise angreift.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      also wenn du dir das HM HUD anschaust, so sind für den spot folgende stats wichtig:

      "call open BU" - je nachdem ob der Wert eher 5% oder 15% ist kannst du die Ranges gewichten, was insbesondere für SCs, suited Aces oder eben PP only wichtig wird.

      "vs PFR raise Flop" + "vs PFR raise Turn"
      bei vielen Microstakes TAGs sind diese Werte sehr niedrig <5%, was stark in Richtung Valuehand only geht, sind sie deutlich höher muss/wird er auch bluffraisen.

      Und dann eben wie er sonst so drauf ist, also wie sind seine Aggressionswerte, AFQ von 20% z.B. am River beduetet, dass er nie blufft am River, AFQ von 30% am River heißt, dass er jeden busted draw bettet.
      analog am Flop - je höher die Werte desto unehrlicher der Spieler.

      Weiter interessant ist sein WTS und sein W$wsF Wert: auch hier je höher diese Werte desto weniger ehrlich ist er .


      Das wäre also der Weg wie ich in dem spot vorgehe:
      ich grenze zunächst seine Range ein, dann schaue ich welche Teile der Range er auf diesem board vermutlich raisen wird und spiele entsprechend.
      Je ehrlicher/passiver er ist, desto mehr geht es Richtung fold, je unehrlicher desto eher bleibe ich dabei, wobei ich je nachdem wie ich glaube, dass er nen draw hier spielt entweder am Flop broke gehe oder sogar calle, wenn ich z.B. glaube, dass er AQ hier raist und auf ne Broadwaykarte am Turn weiterfeuern würde.