tips zur contibet

    • mukzr
      mukzr
      Black
      Dabei seit: 02.02.2007 Beiträge: 8.922
      hio...

      also, ich wollte mal loswerden, was ich nun seit ca. 2 wochen "erforscht" habe...
      hoffe mal auf ein bisschen feedback von euch. vl. hilt es euch ja auch (:

      NL10:
      also... wie bekannt machen wir ja bei SSS eigentlich immer eine contibet. zb. A :spade: K:diamond: preflop auf 0.40$ geraised... 1 called + sb + bb im pot = 0.95$

      am flop kommt dann sowas wie 3:heart: 7:heart: T:club:

      und was ich jetzt herausgefunden habe ist eben, dass auf NL10 eigentlich jeder der ne gute bzw. ne monsterhand hält, immer nur 1/4 bis max. 1/2 potsize bettet, weil sie ja niemanden aus dem pot vertreiben möchten... egal wie drawlastig das board ist.

      drum mach ich meine contibets eigentlich nur mehr max. 1/2 potsize, und ich muss sagen, das funktioniert super... in 90% der fälle wird gefolded. und sollte er hier zb. einen flushdraw getroffen haben oder OESD, dann wird hier auch einen potsize bet, in manchen fällen sogar eine overbet gecalled.

      von daher find ich so ne (eigentlich) "minibet" am besten.

      ein weiterer vorteil. wird geminraised, können wir das ganze noch callen, weil wir ja 6 outs auf das TP haben. (dass jmd. mit flushdraw den flop reraised for freecard hab ich eigentlich noch kaum gesehen auf diesem limit)


      sagt mal, was ihr von dem haltet....


      ps: ICH werd mich sicher nimmer ändern, weils bei mir wirklcih in 90% der fälle klappt. wollte halt nur ne anregung bzw. hilfestellung geben.

      wie das ganze dann auf NL25 bzw. NL50 aussieht kann ich ned so genau sagen. spiel nur selten auf NL25 SSS
  • 11 Antworten
    • igel2006
      igel2006
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2006 Beiträge: 3.255

      drum mach ich meine contibets eigentlich nur mehr max. 1/2 potsize, und ich muss sagen, das funktioniert super... in 90% der fälle wird gefolded. und sollte er hier zb. einen flushdraw getroffen haben oder OESD, dann wird hier auch einen potsize bet, in manchen fällen sogar eine overbet gecalled.
      Aber genau da kommt doch Dein Geld her. Wenn Du Protection Bet machst, ein Gegner einfach mal so callt und dann in 3 von 4 Fällen nicht trifft.

      +EV für Dich.
    • iluya
      iluya
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2006 Beiträge: 6.708
      habs mal verschoben. In die Beispielhände passt es net wirklich
    • reverendiii
      reverendiii
      Bronze
      Dabei seit: 29.06.2006 Beiträge: 945
      wenn du nur 1/2 potsize bet machst, gibst du gerade den draws wie oesd oder flushdraws viel bessere potodds dich zu callen, was auf lange sicht sicher nicht von vorteil ist, deshalb würde ich contibet min 2/3-3/4 potsize setzen.
    • mukzr
      mukzr
      Black
      Dabei seit: 02.02.2007 Beiträge: 8.922
      das mein ich ja nicht... was du ansprichst is ja eher protection...

      aber auf NL10 is es halt eigetnlich allen egal... sobald die flushdraw oder OESD haben, callen die auch eine overbet. und du weisst halt nie wie du dran bist mit deinem A high (AK) und wenn du A oder K triffst, hast schon bisschen was im Pot, und dann kannst ja ordentlich raisen...

      und wenn du nix triffst, dann sind halt die 0.50 weg, und kannst halt dann c/f spielen
    • DPL00
      DPL00
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 393
      Das ist ne Milchmädchenrechnung.

      Wenn du von einem Draw ohnehin immer gecalled wirst, spielt es keine Rolle, ob du 1/4, 1/2 pot oder mehr bettest.
      Ergo solltest du ~potsize betten um a) pocketpairs zu vertreiben und b) Spieler die was getroffen haben am Flop zu vertreiben und c) die Spieler, die nach Odds&Outs spielen zu vertreiben und d) einen Pot aufzubauen, damit du am Turn All-In kannst (das Ziel der SSS Spielweise).

      Eine Minbet ist imho verschenktes Geld, die Gegner die nichts haben und auf eine Minbet folden, tun dies auch auf jede andere bet, alle anderen bringst du damit jedoch nicht zum folden, mit einer größeren bet hast du zum einen eine höhere Chance darauf (Foldequity ftw), baust deinen Pot auf, gibst ihnen inkorrekte Pot-Odds und verhinderst zu guter Letzt, dass dich jemand mit ein bisschen was im Kopf aus der Hand moved, indem er dich auf deine Minbet am Flop einfach All-In setzt.

      Abgesehen davon ist das super exploitable, als Contibet nur zu minraisen aber die dicken Bets auszupacken wenn du for value bettest.
    • Kofi
      Kofi
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2006 Beiträge: 2.324
      Wo ich dir auf jeden Fall recht gebe, ist, dass man nicht sehr lange mit dem ersten Strategy Guide spielen sollte, der einem empfiehlt, Contibets auf halbe Potsize und Valuebets auf ganze Potsize zu setzen.

      Ich spiele eigentlich ziemlich gleich, egal ob ich AK unimproved oder AA auf dem Flop halte. Wenn der Flop sehr koordiniert ist (3-suited, 3-connected und 2-suited, 2-connected und 2-suited), dann mache ich direkt eine Potsize/Overbet bzw. gehe direkt All-In, egal ob ich was habe oder nicht. Wenn der Flop kaum Draws zulässt, so wie Q82 rainbow, dann bette ich kaum mehr als halbe Potsize, bei 2-suited Flops, die nur wenig connected sind, mache ich etwas dazwischen (etwas über 2/3 Potsize oder so).

      Der Vorteil ist, dass es nicht exploitable ist.

      Ab und zu lasse ich oop die Contibet auch mal sein, je nach Lust und Laune :D . Nein, im Ernst, wenn das Board sehr schlecht ist, also kaum ein Treffer möglich und ich mir relativ sicher bin, dass der Gegner oft gar nicht betten wird oder wenn ich gute Reads auf seine Betsizes hab, ich also anhand seiner Betsize gut ablesen kann, was er in etwa hält und dementsprechend mit push or fold reagiere.

      In Position kommt eigentlich so gut wie immer die Contibet.
    • Talmar
      Talmar
      Bronze
      Dabei seit: 20.07.2006 Beiträge: 3.427
      Original von Kofi
      Wo ich dir auf jeden Fall recht gebe, ist, dass man nicht sehr lange mit dem ersten Strategy Guide spielen sollte, der einem empfiehlt, Contibets auf halbe Potsize und Valuebets auf ganze Potsize zu setzen.

      Ich spiele eigentlich ziemlich gleich, egal ob ich AK unimproved oder AA auf dem Flop halte. Wenn der Flop sehr koordiniert ist (3-suited, 3-connected und 2-suited, 2-connected und 2-suited), dann mache ich direkt eine Potsize/Overbet bzw. gehe direkt All-In, egal ob ich was habe oder nicht. Wenn der Flop kaum Draws zulässt, so wie Q82 rainbow, dann bette ich kaum mehr als halbe Potsize, bei 2-suited Flops, die nur wenig connected sind, mache ich etwas dazwischen (etwas über 2/3 Potsize oder so).

      Der Vorteil ist, dass es nicht exploitable ist.

      Ab und zu lasse ich oop die Contibet auch mal sein, je nach Lust und Laune :D . Nein, im Ernst, wenn das Board sehr schlecht ist, also kaum ein Treffer möglich und ich mir relativ sicher bin, dass der Gegner oft gar nicht betten wird oder wenn ich gute Reads auf seine Betsizes hab, ich also anhand seiner Betsize gut ablesen kann, was er in etwa hält und dementsprechend mit push or fold reagiere.

      In Position kommt eigentlich so gut wie immer die Contibet.
      hmm naja beim silber-artikel zu cbets wird z.b. beim ersten beispiel (seite2) von einer cbet abgeraten, du würdest allerdings auf solch einem board potsize/overbet machen bzw all-in gehen.
      beispiel 3 würdest du somit 1/2 potsize betten? wobei es hier auch so ein board ist, auf welchem der gegner einem nur ein overpair abkaufen kann, somit könnte man hier die cbet auslassen.
      bsp 4 ähnlich wie 3, ausser overpair kann man nichts glaubwürdig repräsentieren, womit das wieder in kategorien von 1/2 potsize oder eben cbet auslassen fallen würde.

      also ich weiss nicht, vor allem bei boards mit niedrigen cards oder bei paired boards muss mans eher von gegner-stats(fold to cbet) abhängig machen, oder eben mehrere male standardmäßig cbetten und notieren wie oft er auf solchen boards gefoldet hat?
    • Kofi
      Kofi
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2006 Beiträge: 2.324
      Original von Talmar
      hmm naja beim silber-artikel zu cbets wird z.b. beim ersten beispiel (seite2) von einer cbet abgeraten, du würdest allerdings auf solch einem board potsize/overbet machen bzw all-in gehen.
      beispiel 3 würdest du somit 1/2 potsize betten? wobei es hier auch so ein board ist, auf welchem der gegner einem nur ein overpair abkaufen kann, somit könnte man hier die cbet auslassen.
      bsp 4 ähnlich wie 3, ausser overpair kann man nichts glaubwürdig repräsentieren, womit das wieder in kategorien von 1/2 potsize oder eben cbet auslassen fallen würde.

      also ich weiss nicht, vor allem bei boards mit niedrigen cards oder bei paired boards muss mans eher von gegner-stats(fold to cbet) abhängig machen, oder eben mehrere male standardmäßig cbetten und notieren wie oft er auf solchen boards gefoldet hat?
      Ich habe jetzt nicht verstanden, wie du die Beispiele durchnummeriert hast.

      Aber: Auf einem Board, das nahelegt, dass ich nichts getroffen habe, mache ich eine Contibet von halber Potsize. Natürlich kann ich nichts repräsentieren als ein Overpair, aber das muss ich oft ja auch gar nicht, da der Gegner ebenfalls nicht getroffen hat und ich also immernoch mit Ace High, King kicker vorne liege, wenn er kein PP hat. Gegen ein Raise folde ich natürlich.
      Exploitable ist das nicht, schaut man sich die Häufigkeiten an, mit denen ich AA, KK, AKs, AKo bekomme. AKo bekommt ich doppelt so häufig wie AA oder KK und dreimal so oft wie AKs. Folglich habe ich 1/3 häufiger AK als AA oder KK, mir ist es also durchaus recht, wenn die Gegner meine Contibet callen oder raisen, da ich oft genug tatsächlich das Overpair habe.

      Wie gesagt: Auf einem Unkoordinierten Rag-Board muss ich auch mit AA oder KK nur wenig protecten, spiele also ebenfalls eine Bet von halber Potsize.

      Die Fold to Flop Bet Werte der Gegner finde ich in diesem Zusammenhang nicht besonders zuverlässig, da ich meistens weniger als 200 Hände von jedem Gegner habe und in dem Wert auch völlig andere Situationen berücksichtigt werden.
    • mukzr
      mukzr
      Black
      Dabei seit: 02.02.2007 Beiträge: 8.922
      Original von DPL00
      Abgesehen davon ist das super exploitable, als Contibet nur zu minraisen aber die dicken Bets auszupacken wenn du for value bettest.
      da muss ich dir zustimmen...

      alles in allem hast du ja eigetnlich recht... dein text hört sich sehr schlüssig an, etc. aber irgendwie hab ich um einiges mehr erfolg mit ner niedrigen contibet...

      und das: die niedrigen pocketpairs vertreiben... das kannst auf dem limit auch vergessen... auch wenn 3 overcards liegen, gehn viele bis zum showdown weil sies einfach ned wegschemissen können.

      das blöde bei mri is halt immer, wenn ich AK halte, und am flop komm Q 9 4 oder so... dann mach ich contibet 3/4 potsize... er called mich... dann kommt am turn ne blank, und ich weiss nimmer was ich tun soll.... weil ich will ned mit A high allin pushen, weil er halt oft pocketpair, oder auch bottompair oder so hat... und auf dem limit wird DAS gecalled !!

      wie gesagt.. auf höheren limits is eine ordentliche contibet sicher besser, da dort auch ganz anders "gerechnet" bzw. gedacht wird.


      btw: freu mich über das tolle feedback
    • reverendiii
      reverendiii
      Bronze
      Dabei seit: 29.06.2006 Beiträge: 945
      an die strategie halten, wenn du nix am flop triffst und deine contibet gecallt wird, check/fold am turn spielen, hast immerhin noch ne karte bekommen, mit der du hättest treffen können. würdest du nun 2nd barrel feuern, wär der pot dabei schon viel zu groß, wenn du wieder nen call bekommst, allerdings muss man leider auch immer die gegner einschätzen, denn manchmal kann die 2nd barrel auch sehr erfolgrein sein, wenn min 1 highcard auf dem board liegt und er wirklich nur nen pocketpair hat, aber ich tendiere da dann laut strategie meistens eher zum fold.
    • DestructOne
      DestructOne
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2006 Beiträge: 2.049
      Die Argumentation von vielen hier ist richtig und nett, aber ihr müsst euren Rat auf den OP abstimmen.

      ER sagt:
      a) Jeder Treffer wird gecallt
      b) Air wird auch gegen Minbets weggelegt

      Daraus folgt: Wenn man nichts hat minbettet man, wenn man was hat overbettet man. Ziemlich einfach und massiv exploitable, aber auf dem Limit klappts. Also drücken wir die advanced Pokertheorie in die Tonne und spielen so wie wir am meisten Gewinn machen.

      Find die Idee von mukzr gut, scheint auf seinem Limit gegen seine Gegner zu klappen.

      Fangen die Gegner an sich auf dich einzustellen (oh nein) kannst du immer noch Startegie wechseln, zum Beispiel:
      a) Monster auf ragged Flop minbetten um die c-Bets zu decken
      b) Mit guten Händen nicht mehr vollkommen overbetten
      c) OOP nicht immer c-Betten
      d) Tisch verlassen =)