Degeneriert die Menschheit aufgrund fehlender Selektion?

    • diecast111
      diecast111
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2009 Beiträge: 398
      Durch industrielle Landwirtschaft und moderne Medizin kommt seit einigen Jahrzehnten zumindest in den industrialisierten Staaten so gut wie jedes Kind ins fortpflanzungsfähige Alter und kann dann seine Gene weitergeben.

      Müsste das nicht longterm dazu führen, dass sich z.B. die Immunsysteme verschlechtern, Erbkrankheiten vermehrt auftreten, etc.?

      Wenn man sich mal ansieht was für Erfolge bei der Tier-/Pflanzenzucht innerhalb weniger Generationen durch Selektion erreicht werden können, könnte es sogar sein, dass sich solche Auswirkungen schon recht bald bemerkbar machen werden.
  • 23 Antworten
    • scheibel2006
      scheibel2006
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 30
      Die Frage stelle ich mir auch immer um 8:50 :)
      Hab´aber die Antwort noch nicht gefunden ?(
    • guhruuu
      guhruuu
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2008 Beiträge: 1.671
      klar verschlechtert sich der genpool; lässt sich aber kaum was dagegen machen ohne fragwürdige methoden
    • pennyyy
      pennyyy
      Black
      Dabei seit: 14.10.2007 Beiträge: 5.658
      Als ob sich die paar Generationen (bisher) der Neuzeit sich evolutionstechnisch groß auswirken würden.
    • WSpieler
      WSpieler
      Bronze
      Dabei seit: 09.01.2009 Beiträge: 326
      Eventuell verschlechtert sich der Genpool, dies wird aber mehr als ausgegelichen durch die größere Varianz und damit größere Robustheit. Wenn man am Nachmittag Privatfernsehen schaut hat man allerdings schon das Gefühl einer erheblichen Verschlechterung; zum Glück ist das aber fast immer fake. Die Selektionsmechanismen sind heute immer noch da, wirken aber subtiler z.B. falsche Ernährung, Alkoholismus, ....
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.303
      Original von pennyyy
      Als ob sich die paar Generationen (bisher) der Neuzeit sich evolutionstechnisch groß auswirken würden.
      Dass uns in der kurzen Zeit keine Flossen wachsen ist schon klar.
      Dass sich aber genetische Präferenzen für Krankheiten weiter verbreiten ist eine ganz andere Frage, die man imo ganz klar mit ja beantworten kann.

      Mich würde z.B. auch mal interessieren, inwieweit die sog. Zivilisationskrankheiten wirklich nur auf unseren ungesunden Lebensstil (Ernährung, Bewegung, etc.) zurückzuführen sind. Und wieweit das ganze durch "schlechte" Gene verstärkt wird.
    • miraculix250
      miraculix250
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 982
      Halte ich auch für recht wahrscheinlich, daß sich gewisse Erbkrankenheiten (vor allem jene, welche die Effizienz des Immunsystems betreffen) einfacher weiterverbreiten auf Grund der medizinischen Versorgung. Auch andere Merkmale, die in einer raueren Umgebung eher von Nachteil sind, setzen sich leichter durch. Selektionskriterien verschieben sich. Zeugte früher zB. eine gewisse Stämmigkeit und entsprechender Körperumfang davon, daß derjenige in der Lage ist, effektiv Nahrung zu beschaffen und somit für Geschlechtspartner attraktiv war, so ist heute ja eher das Gegenteil der Fall. Zumindest in der westlichen Welt.

      Allerdings sollte man sich bewusst machen, daß es ganz schnell auch wieder in die andere Richtung gehen kann, sofern die äußeren Bedingungen es erfordern. Wenn wir weiter unsere Umwelt so zerstören und die Folgen tatsächlich so eklatant sein werden, wie derzeitige Modelle es befürchten lassen, wird in 2 3 oder 4 Generationen eben nicht mehr die gertenschlanke Figur (ungeachtet sonstiger Fähigkeiten) Selektionskriterium Nummer 1 sein. Sondern den Umwelteinflüssen eher gerechtwerdende Eigenschaften.

      So funktioniert Evolution (in groben Zügen) :)

      Daher ist der begriff "Degeneriert" bzw. "Degeneration" auch ansichtssache. Kommt immer auf die Perspektive bzw. Notwendigkeit an.
    • Firkraag
      Firkraag
      Global
      Dabei seit: 04.07.2008 Beiträge: 195
      Original von Rubnik
      Mich würde z.B. auch mal interessieren, inwieweit die sog. Zivilisationskrankheiten wirklich nur auf unseren ungesunden Lebensstil (Ernährung, Bewegung, etc.) zurückzuführen sind. Und wieweit das ganze durch "schlechte" Gene verstärkt wird.
      Was soll sich denn an Fettleibigkeit und den daraus folgenden Zivilisationskrankheiten bitte aufgrund "schlechter" Gene ändern? Im Gegenteil, die Tatsache, dass wir fettleibig werden ist gerade den "guten" Genen zu verdanken die die Menschheit tausende von Jahren hat überleben lassen.

      Die Autoimmunkrankheiten sind eigentlich auch kein großer Faktor, da ihr Vorkommen lächerlich gering ist und die wirklich schwer betroffenen die unter dauerhafter Medikamentenvolldröhnung stehen ohnehin nicht für Nachwuchs sorgen können.

      Da ist die Verschlechterung des Genpools durch eine Fettleibigkeit von 50% und mehr wohl deutlichst schlimmer zu bewerten.

      €: Lol @den Kerl über mir, wo ist eine gertenschlanke Figur bitte ein "Selektionsmerkmal"? Das ist ein simples Schönheitsideal und hat mit Selektion exakt nichts zu tun.
    • McStepsen
      McStepsen
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 1.271
      Nö tut sie nicht.

      Die Menschen sind zu schlau für Evolution. Schaust, früher wurden die Menschen im Schnitt 35, dann irgendwann 50, und heute im Schnitt um die 80. Ohne, dass sich evolutionär groß was verändern musste.

      Wir passen unsere Umwelt einfach unseren Genen (wie immer der Pool aussehen mag) an, und nicht umgekehrt wie alle anderen Geschöpfe.

      Ob Intelligenz allerdings longterm ein Selektionsvorteil ist, muss sich erst noch zeigen. (Der Pfeilschwanzkrebs hat die Wasserstoffbome zumindest nicht erfunden).

      just spew
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.303
      Original von Firkraag
      Original von Rubnik
      Mich würde z.B. auch mal interessieren, inwieweit die sog. Zivilisationskrankheiten wirklich nur auf unseren ungesunden Lebensstil (Ernährung, Bewegung, etc.) zurückzuführen sind. Und wieweit das ganze durch "schlechte" Gene verstärkt wird.
      Was soll sich denn an Fettleibigkeit und den daraus folgenden Zivilisationskrankheiten bitte aufgrund "schlechter" Gene ändern? Im Gegenteil, die Tatsache, dass wir fettleibig werden ist gerade den "guten" Genen zu verdanken die die Menschheit tausende von Jahren hat überleben lassen.
      ...
      Fettleibigkeit ist ja wohl eine Ursache für Krankheiten wie Bluthochdruck, erhöhter Zuckerspiegel wird durch mangelnde Bewegung begünstigt, Herzinfarkte durch beides und und und...

      Aber es gibt sicherlich auch genetische Ursachen, die die Wahrscheinlichkeit solcher Erkrankungen erhöhen.
      Meine Frage war nun, wie gross der Anteil der Gene an der Zunahme solcher Krankheiten ist, weil died Menschen immer seltener daran sterben, zumindest bevor sie sich fortgepflanzt haben.

      Und die Tatsache, dass wir (oder besser gesagt: Ihr) fettleibig werdet liegt sicherlich nicht an den "guten" Genen. Oder redest Du generell von der Fähigkeit, Energiereserven im Körper zu speichern?
    • Firkraag
      Firkraag
      Global
      Dabei seit: 04.07.2008 Beiträge: 195
      Original von Rubnik
      Und die Tatsache, dass wir (oder besser gesagt: Ihr) fettleibig werdet liegt sicherlich nicht an den "guten" Genen. Oder redest Du generell von der Fähigkeit, Energiereserven im Körper zu speichern?
      Genau das meine ich. Offensichtlicherweise ist es die Kombination aus Energiespeicherung, Überfressen und der allgemeinen Weigerung der Menschen sich zu bewegen, aber der Mensch könnte hypothetisch auch so aufgebaut sein, dass er nicht direkt benötigte Nährstoffe einfach direkt unverarbeitet ausscheidet.

      Aber solche Prozesse sind sowieso eine Entwicklung von vielen Jahrtausenden und solange die Leute heutzutage trotz aktuellen Genen sowohl extrem fett als auch extrem dünn werden kann man getrost sagen, dass die Gene einen eher unwichtigen Teil zu den Zivilisationskrankheiten beitragen.
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.303
      Original von Firkraag
      Original von Rubnik
      Und die Tatsache, dass wir (oder besser gesagt: Ihr) fettleibig werdet liegt sicherlich nicht an den "guten" Genen. Oder redest Du generell von der Fähigkeit, Energiereserven im Körper zu speichern?
      Genau das meine ich. Offensichtlicherweise ist es die Kombination aus Energiespeicherung, Überfressen und der allgemeinen Weigerung der Menschen sich zu bewegen, aber der Mensch könnte hypothetisch auch so aufgebaut sein, dass er nicht direkt benötigte Nährstoffe einfach direkt unverarbeitet ausscheidet.

      Aber solche Prozesse sind sowieso eine Entwicklung von vielen Jahrtausenden und solange die Leute heutzutage trotz aktuellen Genen sowohl extrem fett als auch extrem dünn werden kann man getrost sagen, dass die Gene einen eher unwichtigen Teil zu den Zivilisationskrankheiten beitragen.
      ...anders als in Foren, wo Beiträge wie deine def. zur Degeneration beitragen. Fällt Dir eigentlich gar nicht auf, dass Du überhaupt nicht auf meine Kernaussage eingehst?
      Und dass deine Aussagen auch für sich betrachtet wenig Sinn ergeben?
    • Firkraag
      Firkraag
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      Dabei seit: 04.07.2008 Beiträge: 195
      Sry ich kann nichts für deine Inkompetenz geschriebenes zu begreifen Dummbatz :<
    • miraculix250
      miraculix250
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 982
      Original von Firkraag
      Original von Rubnik
      Mich würde z.B. auch mal interessieren, inwieweit die sog. Zivilisationskrankheiten wirklich nur auf unseren ungesunden Lebensstil (Ernährung, Bewegung, etc.) zurückzuführen sind. Und wieweit das ganze durch "schlechte" Gene verstärkt wird.
      Was soll sich denn an Fettleibigkeit und den daraus folgenden Zivilisationskrankheiten bitte aufgrund "schlechter" Gene ändern? Im Gegenteil, die Tatsache, dass wir fettleibig werden ist gerade den "guten" Genen zu verdanken die die Menschheit tausende von Jahren hat überleben lassen.

      Die Autoimmunkrankheiten sind eigentlich auch kein großer Faktor, da ihr Vorkommen lächerlich gering ist und die wirklich schwer betroffenen die unter dauerhafter Medikamentenvolldröhnung stehen ohnehin nicht für Nachwuchs sorgen können.

      Da ist die Verschlechterung des Genpools durch eine Fettleibigkeit von 50% und mehr wohl deutlichst schlimmer zu bewerten.

      €: Lol @den Kerl über mir, wo ist eine gertenschlanke Figur bitte ein "Selektionsmerkmal"? Das ist ein simples Schönheitsideal und hat mit Selektion exakt nichts zu tun.
      Das ist ganz einfach: Wer "gut aussieht" fickt viel. Und wer seine 130 Kg auf der Couch abgammeln lässt, der fickt nicht. Und wer verbreitet nun seine Gene effektiver?!
    • miraculix250
      miraculix250
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 982
      Original von Firkraag
      Original von Rubnik
      Und die Tatsache, dass wir (oder besser gesagt: Ihr) fettleibig werdet liegt sicherlich nicht an den "guten" Genen. Oder redest Du generell von der Fähigkeit, Energiereserven im Körper zu speichern?
      Genau das meine ich. Offensichtlicherweise ist es die Kombination aus Energiespeicherung, Überfressen und der allgemeinen Weigerung der Menschen sich zu bewegen, aber der Mensch könnte hypothetisch auch so aufgebaut sein, dass er nicht direkt benötigte Nährstoffe einfach direkt unverarbeitet ausscheidet.

      Aber solche Prozesse sind sowieso eine Entwicklung von vielen Jahrtausenden und solange die Leute heutzutage trotz aktuellen Genen sowohl extrem fett als auch extrem dünn werden kann man getrost sagen, dass die Gene einen eher unwichtigen Teil zu den Zivilisationskrankheiten beitragen.
      Was sind "aktuelle Gene"?

      Edit: Um auf deinem Diskussionsniveau zu bleiben und du mich verstehst: +du dummbatz, depp... dum?!
    • Firkraag
      Firkraag
      Global
      Dabei seit: 04.07.2008 Beiträge: 195
      Original von miraculix250
      Das ist ganz einfach: Wer "gut aussieht" fickt viel. Und wer seine 130 Kg auf der Couch abgammeln lässt, der fickt nicht. Und wer verbreitet nun seine Gene effektiver?!
      Wer gut aussieht fickt viel, er verbreitet aber sicher nicht seine Gene, im Gegensatz dazu findet man bei den fetten Hartzer-Familien meist 3-4 Kinder :f_biggrin:

      [COLOR=red]Edit by SlannesH: ruhig und sachlich bleiben[/COLOR]
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.303
      Original von Firkraag

      ...

      Wer gut aussieht fickt viel, er verbreitet aber sicher nicht seine Gene, im Gegensatz dazu findet man bei den fetten Hartzer-Familien meist 3-4 Kinder :f_biggrin:

      eigentlich eher ein Indiz, das für eine zunehmende Degeneration spricht ;)
    • Firkraag
      Firkraag
      Global
      Dabei seit: 04.07.2008 Beiträge: 195
      Stimmt, die Frage war aber, ob eine schlanke Figur ein Selektionsmerkmal ist, was aber nicht der Fall ist, weil die "schlanke schöne Bevölkerung" meist auch eher weniger Blagen in die Welt setzt und mehr ficken nicht=mehr Kinder bedeutet.
    • krush22
      krush22
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2008 Beiträge: 1.840
      Also
      1. was heißt Verschlechterung? Evolution=/ Perfektion. Albatrosse können super fliegen aber etliche gehen zu Grunde weil sie sich die Füße beim Landen brechen, sind die degeneriert im Vergleich zu anderen Vögeln?
      2. Ja, evtl werden nicht mehr die athletischten Kräftigsten sich durchsetzen sondern eher intelligente oder so.





      Das die Unterschicht mehr Kinder bekommt ist wahr, und die Araber erst...... merkste das Problem?

      Ich hab ja auch das Gefühl das die Menschheit bspw nicht an Intelligenz gewinnt auf Grund dieser Gründe, aber das ist eben Evolution, evtl ist es eben gar nicht so clever keine kinder zu bekommen und dann sind eben die gebildeten Menschen die die es nicht shcaffen ihren genetik weiterzugeben

      Also zeugt mal alle schnell Kinder, die die intelligent sind ;)
    • FuaVarra
      FuaVarra
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 3.381
      der genpool wird nicht "schlechter" sondern er erweitert sich. solange es keinen selektionsdruck gibt der die "schlechten" gene bevorzugt setzen sie sich auch nicht durch. true story
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