Komplette Gameanalyse shorshi

    • shorshi
      shorshi
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2010 Beiträge: 4.476
      Hey Leute :D

      Das ganze hier wird wohl ein sehr langer Thread, also solltet ihr ihn nur lesen, wenn ihr auch Zeit und Bock habt :P Ich will hier mal eine halbwegs tiefgehende Analyse meine Spiels machen, da ich einfach immer unzufriedener werde über die letzten Wochen.
      In den Vorbereitungen zu diesem Thread ist es mir teilweise auch echt wie Schuppen von den Augen gefallen, was für KRASSE leaks sich bei mir wieder eingeschlichen haben (hauptsächlich durch gedankenloses Roboter-grinden), aber auch was für leaks ich schon immer hatte und nicht wegbekomme bzw gar nicht realisiert hatte.
      Mein Problem: Ich beate nl25 nur so marginal, dass es schon fast sinnlos ist. Ich habe nun in meiner Database ca. 74k hands nl25, die auswertbar sind, und ich bin gerade mal 20 Stacks up, was einer winrate von 2.66bb/100 entspricht. Kurz: Scheisse.

      In letzter Zeit sind mir beim Spielen vermehrt (Standard-)Situationen aufgefallen, mit denen ich Probleme habe, die aber eigtl relativ leicht zu lösen sein sollten. Ich war nie der größte Theoretiker, ich habe zwar einige Videos gesehen und auch in 2-3 Bücher reingelesen, mein Problem ist aber, dass ich dort kein Durchhaltevermögen habe.
      Videos mache ich meist nach der Hälfte der Zeit zu und denk mir „Ach halt doch die Fresse, das is mir zu dumm“, Bücher lesen ist dann ja noch 100x trockener. Versteht micht nicht falsch, ich denke mein Poker-Wissen ist durchaus fortgeschritten, ich bin auch im Handbewertungs-Forum tätig, habe schon ein paar Video im Forum gepostet die gute Resonanz erhalten haben, etc… Auch in tourneys kann ich schon den ein oder anderen ship vorweisen… Aber ich merke halt einfach, dass ich trotzdem einige (teils krasse) leaks habe.

      Von daher versuche ich jetzt mal auf diesem Wege, durch eigenes Formulieren der Gedanken, Austausch mit dem Forum und wirkliche Spielanalyse, ein bisschen Theorie „nachzuholen“.
      Zuerst einmal möchte ich euch eine komplette Statistik meines Spiels liefern, dazu habe ich noch Sachen markiert, die meiner Meinung nach auffällig sind. Wenn euch irgendwas (anderes) auffällt, ihr meiner Meinung seid, oder diese nicht teilt, wäre es nett, wenn ihr was dazu schreibt.

      Ich werde hier im Thread einfach zu verschiedensten Aspekten meines Spieles meine Gedanken äußern, wenn ihr Dinge ähnlich seht, anders seht, etc… Bitte sagen! Ich möchte versuchen, hier wirklich über mein Spiel zu diskutieren und Dinge zu ändern, ich habe in den letzten Wochen/Monaten echt viel schleifen lassen und mich sogar, wie ich denke, verschlechtert.


      Das was mir am krassesten aufgefallen ist, was ich ingame gar nicht so heftig gemerkt habe, ist mein mittlerweile miserable Steal-Verhalten. Ich open den BU nur marginal mehr als andere Posis, dafür spiele ich aus dem SB deutlich mehr. Allgemein ist meine steal-percentage mit 25 sehr niedrig. Auch bei 18/14 ist die gap ein bisschen zu groß.

      Als nächtes möchte ich zur Analyse noch meinen Graphen bereitstellen, erschreckend sind hier die wirklich unfassbar schlechten non-SD-winnings. Ich glaube, dass das ganze natürlich eng mit der Steal-Sache zusammenhängt.


      So, das war das allgemein Vorgeplänkel, Nun möchte ich das ganze etwas strukturiert aufziehen und ein paar Themen ansprechen, die ich mir im Vorfeld notiert habe.

      1. preflopplay und stealing

      1.1 BU-openraising
      Ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass ich meine PF-Entscheidungen kaum noch an meine Position anpasse… Gerade in Bezug auf die BU-opens habe ich Probleme… Was für ranges würdet ihr hier (für nl25) in etwa empfehlen? Bisher spiele ich, wie ihr oben sehen könnt, am BU einen 20/15 style. Im Vorfeld zu diesem Thread habe ich mir mal folgende range überlegt, was sagt ihr dazu?

      Das ganze ist aber trotzdem “nur” eine 27.6%-Range. Immernoch zu tight?

      1.2 SB-opening und preflop-positional-awareness
      Aus dem SB hingegen sollte ich wohl deutlich weniger spielen, vllt in etwa so wie am CO?
      Ich denke auch, dass meine Preflop-Positional-Awareness zu niedrig ist… meine CO und BU VPIP-Werte liegen bei ~18, was würdet ihr mir hier empfehlen? Mehr squeezen? (2.0 und 2.2, siehe stats) oder wirklich mehr callen? Ist es auf nl25 gut spielbar, suited cons des öfteren zu squeezen? Squeeze zurzeit eigtl nur suited broadways und big pairs, da Villain halt einfach sehr wenig folded auf nl25.

      2. 3bet und 4bet pots

      2.1 Allgemeine Probleme
      Mein 3bet-Wert ist zu niedrig, 4.8% (siehe stats). Dennoch weiß ich einfach nicht, was ich falsch mache. Ich 3bette beim besten willen nicht nur QQ+, sondern auch öfters mal suited cons, oder auch depolarisierte Sachen wie z.b. KQ. Wie steht ihr zu 3bets mit 22-99? Nach ein, zwei Tipps zu Squeeze-Geschichten habe ich grade in Bezug zur Preflop-Positional-Awareness ja schon gefragt.
      In meinen Stats auch auffällig: „call vs 3bet: 21.2%“ … Habe hier gar keine Anhaltspunkte… ist dieser Wert vertretbar?

      2.2 calling 3bets
      Auf nl25 bereitet mir folgendes die meisten Probleme: Die Lieblingsbeschäftigung der nl25-Mehrheit ist das callen von 3- und 4bets und meist entstehen beschissene Spots.
      Hier ein Beispiel einer, auf nl25 mittlerweile typischen, Situation. Villain called meine 4bet (was natürlich einfach nur grausam ist) und ich misse mit AK. Ich komme hier doch niemals um eine cbet rum, oder? Und es ist sowieso so, dass Villain hier zu 99% 99-QQ hält, also wie sollte ich hier spielen? Wenn ich mir im HEM diese Spots analysiere, kann ich nur zu einem Resultat kommen: c/f flop. Villain hat hier wirklich zu >90% 99-QQ und wird immer broken. Aber hier c/f zu spielen ist doch einfach nur burning money, oder? Villain spielt hier 29/11, AF 3.0… Sehr kleine sample.

      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.25(BB) Replayer
      SB ($25.77)
      BB ($25)
      UTG ($25)
      Hero ($25.88)
      CO ($25.35)
      BTN ($50.51)

      Dealt to Hero K:club: A:heart:

      fold, Hero raises to $0.75, fold, fold, SB raises to $2, fold, Hero raises to $6, SB calls $4

      FLOP ($12.25) 6:spade: 9:diamond: 4:heart:

      SB checks, Hero bets $6.40, SB raises to $12.80, Hero ???


      3. Postflopplay und Aggression

      3.1 Aggression und play bei missed cb/barrel
      Ein weiteres Problem für mich ist, dass ich es einfach nicht „schaffe“ meinen AF sinnvoll hoch zu halten. Wie man in den stats sieht, liegt er im Moment bei 2.63…
      Spots, die sich für mich oft ergeben, sind solche wie folgender:
      Was macht ihr hier? Den Turn for protection/value betten, oder lieber behind checken for bluffinduce/potcontrol? Bin da oft unsicher. Villains stats wären hier 18/16, AF 3.7, cb 69, barrel 53, ATS 30.

      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.25(BB) Replayer
      SB ($37.75)
      BB ($10.55)
      UTG ($25)
      UTG+1 ($32.18)
      CO ($28.41)
      Hero ($31.36)

      Dealt to Hero Q:club: A:spade:

      fold, fold, CO raises to $0.75, Hero calls $0.75, fold, fold

      FLOP ($1.85) 9:diamond: K:diamond: A:heart:

      CO bets $1.22, Hero calls $1.22

      TURN ($4.29) 9:diamond: K:diamond: A:heart: 8:diamond:

      CO checks, Hero ???


      Meist checke ich hier behind, denke aber, dass das ein Fehler ist.

      Hier ein zweites Beispiel:
      Relativ oft habe ich auch das Problem, dass der PFR nachdem ich seine cbet calle scheinbar aufgibt und zu mir checked und ich eine relative gute made hand (TPTK, TKGP, etc…) halte. Mein Fehler ist in diesen Situationen nun oft, dass ich behind checke und ihm die Chance geben will, nochmal zu bluffen. Problem: Oft kommt Villains draw an. Also hier lieber mehr protect-/valuebetten? Beispiel:


      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.25(BB) Replayer
      SB ($19.80)
      Hero ($46.63)
      UTG ($25.75)
      CO ($19.13)
      BTN ($33.15)

      Dealt to Hero K:heart: A:spade:

      fold, fold, fold, SB raises to $0.50, Hero raises to $2, SB calls $1.50

      FLOP ($4) 4:club: 4:spade: A:heart:

      SB bets $1.25, Hero calls $1.25

      TURN ($6.50) 4:club: 4:spade: A:heart: Q:spade:

      SB checks, Hero ???


      3.2 checkraises und bluffraises
      In letzter Zeit befasse ich mich auch ein wenig mit checkraises bzw bluffraises. Welche boards bevorzugt ihr hier? Gibt da ja mehrere „Theorien“… Einige sagen, superdry boards wie 8 3 2 sind gut, da Villain selten gehittet hat (aber wie wollen wir etwas repräsentieren?), andere sagen semi-dry boards wie Q 7 3 seien gut, weil Villain (sofern er nen IQ über 15 hat) hier selbst AQ, etc… schlecht weiterspielen kann. Andererseits gibt es einige draws, die raises callen werden.
      Zu guter letzt dann noch wirklich sehr krass drawheavy boards wie Q J 9 seien super, da man leicht Monster repräsentieren kann… Andererseits hittet das board villains OR-Range halt krass.
      Mir persönlich gefallen boards wie das aus Beispiel 2, also Q 7 3, am besten.

      In Sachen check/raise-Theorie habe ich mich auch gefragt, wann checkraises als PFR wohl sinnvoll sind. Ich habe in meinen letzten Sessions einige Dinge ausprobiert, ich persönlich bin zum Schluß gekommen, dass paired boards, wie z.b. 9 9 5 sich sehr gut eignen. Villain wird, when checked to, oft versuchen den Pot abzugreifen, man selbst kann aber schön eine Trap signalisieren. Wann haltet ihr c/r als PFR für sinnvoll?

      3.3 paired boards
      Da wir schon bei paired boards sind, auch hier habe ich manchmal Probleme. Wie spielt ihr sie?
      Hier die nächste Situation, in der ich mich oft sehe. Muss ich das als guter Spieler hier folden können? Wenn mans nüchtern betrachtet, ist man doch irgendwie immer beat, oder? Checked ihr vllt den Riv behind?


      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.25(BB) Replayer
      SB ($20.14)
      BB ($26.25)
      UTG ($23.76)
      UTG+1 ($40.36)
      Hero ($34.28)
      BTN ($52.87)

      Dealt to Hero J:heart: J:club:

      fold, fold, Hero raises to $0.75, fold, SB calls $0.65, fold

      FLOP ($1.75) 8:heart: 8:spade: 3:diamond:

      SB checks, Hero bets $1.20, SB calls $1.20

      TURN ($4.15) 8:heart: 8:spade: 3:diamond: 2:club:

      SB checks, Hero bets $2.80, SB calls $2.80

      RIVER ($9.75) 8:heart: 8:spade: 3:diamond: 2:club: 5:heart:

      SB checks, Hero bets $6.80, SB raises to $15.39 (AI), Hero ???


      Wie sieht es aus, wenn ihr ein underpair haltet? Z.b. 6:d6 auf T:cT:h3 ? cbet callen und neu evaluieren? Wird Villain überhaupt JEMALS keine barrel feuern? Habe ich, glaub ich, noch nie erlebt.
      Ich persönlich neige mittlerweile des öfteren dazu, sehr weake folds zu machen und hier mein 6:d6 einfach zu folden, um mich nicht in eklige spots zu begeben.

      3.4 donkbets
      Donkbets gehören eigtl so gut wie gar nicht zu meinem Repertoire, außer in multiway-pots wenn ich einen draw floppe z.b.
      Wie steht ihr zu donkbets? Was gibt es für sinnvolle spots? Gründe?
      Bin hier eigentlich komplett blank.

      4. cbets und 2nd barrels

      4.1 Allgemein
      Ich glaube meine generellen Werte (cbet: 71, 2nd: 55) sind relativ gut, denke aber, dass ich ab und an falsche spots suche. (Barrel 55 vertretbar? Wie sieht es mit „fold flop vs cbet: 61%“ aus?)
      Sofern ich gegen 1 Villain spiele, mache ich eigtl so gut wie immer ne cbet. Außer ich halte z.b. 7:h7 auf K:sQ:s8, dann lass ich es sein. Gegen 2 Villains bette ich nur sehr gute flops, sofern ich missed habe. Das ganze ist aber natürlich seeeehr basic, was gibt es hier an „Fortgeschrittenen-Stuff“?
      In meinen Stats sieht man z.b. dass meine cbet-werte (rotes Kästchen!) aus early, mid und CO bei ~65% liegen. Cbette ich hier zu wenig? Aus dem BB ist er z.b. 86%. Auch in den spots „raisers + caller(s)“ und „2+ raisers“ mache ich herbe Verluste… Was kann man hier rauslesen?
      Spiele ich meinen BB zu sehr fit-or-fold (weil ja ein call auch billiger ist…), oder interpretier ich diese Zeile (rotes langes kästchen, position: big blind) falsch?
      Deutet „flop cbet% success: 45.9%“ darauf hin, dass ich zu oft auf schlechten boards cbette? Welche Werte sind hier gut? Über 50? Über 60?

      4.2 barrel-cards und barrel-percentage
      Als wie profitabel erachtet ihr 2nd barrels auf den micros? Folden die leute wirklich genug? Macht die Theorie über „gute barrel cards“ wie ein offsuit-Ace (turn) auf flushdraw-boards auf den micros wirklich Sinn, oder schnallen die Gegner es einfach nicht? Was für Werte sind bei Turn cbet% wohl sinnvoll?

      So, das waren so die Dinge die mich beschäftigen. Ich habe bewusst sehr viel relativ allgemein gehalten, um euch viel Spielraum für evtl. Antworten zu geben und nicht zu spezifische Fragen zu stellen.
      Geht gerne auf ALLES ein was euch irgendwie auffällt, auch Dinge, die nicht in meinen Punkten vorkommen.

      Danke schonmal und viele Grüße,
      /shorshi
  • 17 Antworten
    • shorshi
      shorshi
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2010 Beiträge: 4.476
      -Platzhalter-
    • zalamie
      zalamie
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 1.110
      hallo shorshi,

      ich bin noch nicht ganz durch, möchte aber trotzdem was anregen, was dir evtl hilft.

      ich nehme mal an, du 10+ tablest SH!?

      ich selbst hab auch so meine probleme mit kontent aufnehmen, hab auch einige bücher und komm aus den selben gründen wie du nicht wirklich gut zurecht.

      mir hat sehr viel das lesen im gold+bss forum geholfen um mein verständnis vom spiel zu verfeinern und VOR ALLEM
      die tischanzal runter schrauben um genug zeit zum entscheiden zu haben.
      ich spiele FR und hab nl10 und nl25 9-12 tische gespielt und mit ner angenehmen wr geschlagen. auf nl50 jetzt spiel ich idr nur noch 6 tische.

      mir hat das enorm geholfen an meine spiel zu arbeiten, aufzuloosen und ranges
      besser eingrenzen zu können. auch reviewmäßig bin ich nicht so der held, aber wenn ich mich mal dazu durchringen kann kommt auch immer was bei rum.

      e: sry für ichichichmirmir
    • shorshi
      shorshi
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2010 Beiträge: 4.476
      Hi zalamie :)

      Erstmal danke für deinen comment. Also bei mir ist es so, ich bin bis zu 12 Tische gewohnt, hab das also über längere Zeit betrieben, In den letzten Monaten spiele ich aber eigtl so gut wie immer 6 Tische.

      Das Strategie-Forum hier werde ich wohl ab jetzt öfter benutzen, ja. Ist wesentlich angenehmer als Bücher/Videos.

      Im Einschätzen der Hänge/Ranges der Gegner bin ich meiner Meinung nach sehr gut, da brauche ich absolut keine "Hilfe"... Ich habe eher Probleme mit meinem eigenen Spiel in obigen Punkten...

      Danke dir,
      /shorshi
    • eslchr1s
      eslchr1s
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2009 Beiträge: 5.162
      Erstmal super das du dir über dein eigenes Spiel soviele Gedanken gemacht hast.

      Ich hab das ganze jetzt mehr oder minder gelesen und möchte mal meine Meinung, zumindest zu einem Teil deiner Schilderungen, niederschreiben.

      Blindstealing:
      Als ganz großen Schwachpunkt in deinem Spiel sehe ich Steals, sowohl am CO als auch am BU an. Das ist sehr Gegnerspezifisch, aber selbst wenn ich zwei Fische in den Blinds habe welche tendenziel viel callen, so openraise ich dennoch weiter als du es bisher getan hast. Der ganz große Punkt ist einfach Position. Wir können marginale Hände bluffcatchen, dünn for value betten und den Gegner auch valuetownen. Da wir immer last to act sind ist unsere Hand nicht so sehr definiert und einfach zu lesen wie wenn oop spielen.

      Gegen Fische openraise ich alles mit Toppairvalue, also auch Sachen wie Q9s, K7s usw. Teilweise auch schon vom CO. Wenn der BU recht tight ist, kaum 3bettet und tendenziel dazu neigt seinen BU nicht zu verteitigen kannst du anfangen deine CO openraisingrange teilweise enorm zu vergrößern.

      Gegen Regs die sich kaum wehren und auf nl25 teilweise 85%-90% fold to steal haben raise ich mal mindestens 45%.

      Was du bei dir als Fehler bzw als zu hoch gekennzeichnet hast ist dein SB Steal. Viele Regs auf nl25 verteidigen ihren BB auch IP gegen SB Steals viel zu selten, es kann also durchaus richtig sein soviel zu stealen. Allerdings solltest du schnell merken wenn dein Gegner dich in dem Spot oft called und dann marginale calldowns macht usw usf. und darauf dann adapten.



      Postflop:
      Du hast in deinem Screenshot recht viele Werte makiert, einer ist mir aber besonders aufgefallen. Und zwar dein foldvsraise flop. Diesen siehst du mit 40% sogar als zu hoch an. Das ist auf nl25 keineswegs der Fall. Klar fangen auf dem Limit langsam die Leute an mal zu bluffraisen, allerdings in keinem dearartigen Ausmaß als das du noch stärker deine Hände verteitigen müsstest. Ich finde ihn sogar etwas zu niedrig. Auf nl25 raised kaum jemand TPTK for thin value auf einem trockenen board - generell ist das Spiel auf nl25 im Vergleich zu höheren Limits noch recht passiv.
    • shorshi
      shorshi
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2010 Beiträge: 4.476
      Danke dir für deinen post,

      Ich muss sagen, ich stimme dir so gut wie komplett zu. Ich denke du hast recht, auch den CO-open deutlich zu erweitern (sofern der Tisch sinnvoll ist)... Sollte es auch definitiv mehr Ausnutzen, dass ich position auf die blinds habe, falls der steal nicht "durchgeht".

      Bei den checkraises bin ich mir nicht sicher... Is auch wirklich ein Knackpunkt in meinern Überlegungen zurzeit... Ich werde, gefühlt, relativ häufig geraised... Und ich denke mir immer, dass die Leute gar nicht so oft hitten können. Denn es ist wohl davon auszugehen (nl25), dass die wenigsten leute ihre draws aggro spielen, (check-)raises werden auf diesem limit also sehr krass polarisiert sein... Nur die Frage ist, wie man das ganze wohl am besten exploited und schnell adapted.

      Manchmal passieren raises aber auch auf total unsinnigen boards wie Q 6 2 und ich frage mich immer... WTF soll das für ne hand sein, mit der er da raised? Am showdown zeigt er dann K:dQ und ich denk mir nur... WTF!? benutzt der typ auch mal sein Gehirn??

      Finds halt wahnsinnig schwer dagegen ein geeignets Mittel zu finden bzw das ganze einfach erstmal zu exploiten.

      /shorshi
    • Darthblue31
      Darthblue31
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2007 Beiträge: 1.003
      Ich will hier nichts mies machen oder deinen Thread/Post ad absurdum führen, aber man muss sich immer gewahr sein, was Stats sind.
      Stats beschreiben dein Spiel OVERALL, nicht in bestimmten Situation (nur Beispiele):
      - klar foldest Du 83% auf 3bets, gegen nen 9% bet Villain machst Du aber trotzdem die 4bet mit A4 (blocker)
      - auch wenn Du am BU "nur XX%" stealst, raised Du aber trotzdem gegen SB 88% foldtoSteal und BB 86% fold2Steal any 2
      - oder raised auf nem rag-board die c-bet von 26/21 - 92%-cbet Villain mit nearly deiner komplette Coldcalling-Range

      Was ich damit sagen will ist, macht euch nicht so einen kopf über einzelne Stats. Macht euch lieber einen Kopf über einzelne Hände und wie ihr sie in zukunft besser spielen könnt.
      Sorry, aber just my 2 cents...

      PS: Hab nur grad kurz noch deinen Satz zum BU-SB Steal Verhältnis gesehen. Ich hab auch länger gedacht, gerade aus dem SB wäre es gut zu stealen. Der SB ist 1st-in die schlechteste Posi ever. Ich 3bette Villains mit SB 1st-in >30 aus dem BB mit allem möglichen, wenn sie nicht wirklich gut sind. Narrow lieber deine SB 1st-in Range gegen Villains, die nicht gerne folden. Vom BU kannst du außer gegen 3bet-happy oder "icannotfold"-Villains ruhig looser werden.
    • Mahlzahn
      Mahlzahn
      Bronze
      Dabei seit: 21.05.2006 Beiträge: 5.439
      Original von Darthblue31
      PS: Hab nur grad kurz noch deinen Satz zum BU-SB Steal Verhältnis gesehen. Ich hab auch länger gedacht, gerade aus dem SB wäre es gut zu stealen. Der SB ist 1st-in die schlechteste Posi ever. Ich 3bette Villains mit SB 1st-in >30 aus dem BB mit allem möglichen, wenn sie nicht wirklich gut sind. Narrow lieber deine SB 1st-in Range gegen Villains, die nicht gerne folden. Vom BU kannst du außer gegen 3bet-happy oder "icannotfold"-Villains ruhig looser werden.
      Gegen Thinking-Player wie dich mag das mit dem SB dann auch stimmen. Fakt ist aber auch, dass wenn wir theoretisch any2 aus dem SB gegen jemanden opr der weniger als 40% seines BB verteidigt (BB Fold 2 Steal > 60), der Raise alleine, selbst wenn wir openfolden am Flop, Profit macht, so lange Villain nicht adapted. Wenn wir uns jetzt darauf beschränken in der Praxis gegen Leute mit >70% Fold 2 Steal im BB, im SB 40% zu open ist das definitv +EV, so lange Villain nicht adapted. Sobald er das tut, müssen wir selbstredend readapten und uptighten bzw. können das Ganze dann sogar recht gut ausnutzen.

      In nem anderen Punkt muss ich dir aber Recht geben. Es macht wenig Sinn krampfhaft sein Spiel zu verändern nur um einige wenige Prozent bei nem bestimmten Stat mehr oder weniger zu haben. Viel wichtiger ist imo zu verstehen wie die einzelnen Stats zusammenspielen und vor allem wie wir die Stats der Gegner richtig interpretieren um Leaks zu entdecken und diese entsprechend zu exploiten.

      Fast alle benutzen HUD's, aber die wenigsten wissen wirklich was mit den ihnen zur Verfügung stehenden Zahlen anzufangen. Das war (und teilweise ist) bei mir auch so, aber ich arbeite da momentan recht intensiv dran und erziele damit bisher sehr gute Ergebnisse...
      Just my 2 cents ;)
    • AK2404AK
      AK2404AK
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 21.116
      Hi,

      ich habe jetzt nur den ersten Post gelesen, also falls etwas schon genannt wurde und ich das wiederhole nicht wundern ;)
      Wie schon kurz im Skype: den Unterschied von VPIP zu PFR finde ich etwas zu groß, auch wenn du nur 18% deiner Hände spielst, sollte der PFR höher sein so 15 - 16%

      Allgemein noch zu den Stats: sie sind immer eine gute Tendenz um sein Spiel zu analysieren, aber gute Stats machen noch keinen guten Spieler, wohingegen ein guter Spieler auch gute Stats hat! (Kommt halt immer drauf an...)

      1. preflopplay und stealing
      1.1 BU-openraising
      würde da auf jedenfall any Ax mit rein nehmen, K7s+ Q8s+ J9s+, 87o+, K9o+, Q9o+ dann kommst auf über 35%
      Du musst ja auch bedenken das du Payout von deinen starken Händen bekommen willst und wenn du eh schon nix stealst, dann weiß jeder das du hier nur for Value spielst ;)
      1.2 SB-opening und preflop-positional-awareness
      generell sollte man im SB schon tighter sein als im CO und BU, da man OOP spielen muss. Zum Squeezen: kommt immer darauf an (wer hat geraised, wer gecallt usw)

      2. 3bet und 4bet pots
      2.1 Allgemeine Probleme
      man kann jedes Pocket 3betten, die Frage ist dann eher wie man weiter spielen soll wenn man gecallt wird (auch hier bedarf es einer guten Mischung aus "pureBluffs", spekulativen Händen und Valuehänden), von daher kann auch hier keine generelle Antwort gegeben werden.
      2.2 calling 3bets
      in dem speziellen Spot kann man auch den ch behind nehmen. Es kommt halt darauf an wie das Board und der Gegner sind. Auf einem Q94 board oder einem K64 (mit AQ als eigene Hand) wirst du wesentlich mehr FE haben als hier.
      3. Postflopplay und Aggression
      3.1 Aggression und play bei missed cb/barrel

      Preflop kann man da auch 3betten, aber was gibst du Villain hier für eine Range? Würde mir für solche Spots auch mal den c/r Wert ansehen (spielt er ehrlich und straight forward oder nutzt er häufig das Board zum bluffen) und dann entscheiden was ich mache, bei einem normalen Gegner kann man hier mal betten.
      Hand 2 raise ich auf jedenfall, den call am Flop finde ich gut, da er einfach in uns reindonkt und meist kein A hat, aber am Turn gebe ich dann Gas, ansonsten bekommst du ja kein Geld in den Pot.
      3.2 checkraises und bluffraises
      darüber muss ich gestehen habe ich mir noch keine Gedanken gemacht (im HU spiel), Multiway ist es eher eine Option.
      3.3 paired boards
      kann man wohl b/f, ich nehme im Moment öfter mal den ch behind, da ich dann eben nicht mehr folde :(
      3.4 donkbets
      #2 bin hier auch relativ blank ...
      4. cbets und 2nd barrels
      Hier hab ich eher das Leak, das ich das Board zu wenig beachte und nur schau wie Villain auf cbets allgemein reagiert, bei der 2nd barrel hab ich einen etwas höheren Wert als du und da versuche ich schon sehr das Board oder den Gegner zu spielen (gelingt aber nicht immer und ich bringe mich dann dafür am River in dumme Spots)

      Meinen Graphen kennst du ja, also evtl. nicht so viel auf meine "Analyse" geben ;)

      Gruß AK
    • jonnykr
      jonnykr
      Black
      Dabei seit: 24.12.2006 Beiträge: 1.355
      hallo =) hab leider alles nur leicht überflogen zu den donkbets kann ich nur sagen ich find sie unglaublich wichtig... ich hab auf ne grlössere SS 20% donkbets. was donke ich? sets auf draw heavy boards, nutflushdraws und vorallem auch gutshots. ich hab eben mal gefiltert nach saw flop = true, last to act = false und flop bet = true... und auf den teil meines graphen möchte ich nicht verzichten =)





      bin btw ziemlich neidisch auf deinen thread, dass du dir da so ne riesen mühe gemacht hast ^^. ich hoffe ich find mal die zeit alles genau anzuschauen. mfg
    • FlyingSheep
      FlyingSheep
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 4.013
      Original von shorshi
      Was für ranges würdet ihr hier (für nl25) in etwa empfehlen?

      - kann man pauschal nicht sagen. denk nicht so eingeschränkt. wenn aggressive regs in den blinds sitzen, dann wenig. wenn es sehr tighte spieler sind, auch any2. bei fishen auch mehr, weil du ja gegen die spielen willst IP


      Original von shorshi
      In meinen Stats auch auffällig: „call vs 3bet: 21.2%“ … Habe hier gar keine Anhaltspunkte… ist dieser Wert vertretbar?
      kommt ebenfalls nur auf die gegner an.


      Original von shorshi
      Auf nl25 bereitet mir folgendes die meisten Probleme: Die Lieblingsbeschäftigung der nl25-Mehrheit ist das callen von 3- und 4bets

      dann 3-bette eben gegen diese gegner nur für value

      Original von shorshi
      Villain called meine 4bet (was natürlich einfach nur grausam ist) und ich misse mit AK. Ich komme hier doch niemals um eine cbet rum, oder?
      kommt auf die boardtextur, den gameflow und den gegner an. wieso solltest du hier immer cbetten wollen? halte ich für falsch. denk nicht so in festgefahrenen strukturen "hier muss ich das machen". musst du nicht, pass dich an die situation an


      mehr freut mich nicht durchlesen
    • shorshi
      shorshi
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2010 Beiträge: 4.476
      Danke für die vielen Antworten Jungs :)

      @Darthblue31:
      Das ist schon klar... natürlich ist jede Situation einzigartig... Dennoch finde ich, dass so eine Tiefenanalyse schon gut generelle leaks aufzeigen kann.
      Mit dem 1st-in im SB gebe ich dir vollkommen recht, das versuche ich in letzter Zeit auch definitiv umzusetzen.

      @Mahlzahn:
      Leider ist die Rechnung nicht ganz so einfach... Man muss ja trotzdem etwaige postflopaktionen mit einrechnen... Mit den "Gegner-leaks" hast du wohl recht... Ich versuche noch zu oft (teuer werdende :P ) bluffs gegen Villains, die einfach gar nicht verstehen, was ich überhaupt signalisiere... Kurz: Level-1-thinker achten nunmal nicht auf Boardentwicklung, betting patterns, etc.

      @AK2404AK:
      Hab in meinen letzten 2 sessions (seit dem Thread und aktiver Änderung meines Spiels) mal ein bisschen drauf geachtet... Ich krieg die gap einfach nicht kleiner. Ich calle eigtl nur PPs auf setvalue und Sachen wie AQ, KQ.... Selbst leicht-dominierte Hände wie KJ QJ etc calle ich schon nichtmehr... Ich glaub, damit muss ich mich wohl abfinden, dass ich hier rein statistisch wohl nicht "sehr gut" spiele^^

      Verstehe deine Einteilung bei 3bets mit PPs nicht ganz... wie soll man denn mit einem PP eine "spekulative Hand" cbetten? spontan würde mir nur etwas einfallen wie 7:h7 auf 5:d6:c8 ... Sowas in die Richtung?

      @jonnykr:
      Ich glaube, du hast den Filter ein bisschen falsch eingestellt... Nur weil du "last to act = false" hast, heißt das ja nicht, dass du nicht trotzdem PFR sein kannst? Ich glaube, wenn man hier noch "flop c-bet made = false" rein macht, kommt man wirklich zu dem, wo man hin will :D
      Bei der Donktheorie hab ich halt noch das Problem, dass ich mir denke, wenn ich einen FD donke, und dann auf hit weiterbette, meine Hand halt einfach unfassbar face-up is und wir im Grunde nie value bekommen. Wenn ich den hit am turn zu ihm checke, wird er aber zu 100% behindchecken. Gutshots und sets auf drawheavy boards halte ich dagegen für sinnvoll.

      Achja, und danke für das Lob :P War/ist zurzeit aber einfach echt notgedrungen.

      @FlyingSheep:
      Auch hier kann ich nur das gleiche sagen wie zu darthblue31... Natürlich ist und bleibt Poker ein Spiel zwischen 2 Menschen und ist daher immer einzigartig... Dennoch kann man grobe Einschränkungen und Aussagen treffen, die allgemeingültig sind bzw einen sinnvollen Rahmen bieten, imo.

      was "mehr freut mich nicht durchlesen" heißen soll, erschließt sich mir grad nicht so ganz ;)

      /shorshi
    • AK2404AK
      AK2404AK
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 21.116
      Hi jonnykr, hast du nicht Sng´s gespielt und bist nun doch bei Poker gelandet oder verwechsel ich jetzt was? ;)

      Original von shorshi
      Danke für die vielen Antworten Jungs :)
      Dafür sind wir ja da :)

      Original von shorshi
      @AK2404AK:
      Hab in meinen letzten 2 sessions (seit dem Thread und aktiver Änderung meines Spiels) mal ein bisschen drauf geachtet... Ich krieg die gap einfach nicht kleiner. Ich calle eigtl nur PPs auf setvalue und Sachen wie AQ, KQ.... Selbst leicht-dominierte Hände wie KJ QJ etc calle ich schon nichtmehr... Ich glaub, damit muss ich mich wohl abfinden, dass ich hier rein statistisch wohl nicht "sehr gut" spiele^^

      Verstehe deine Einteilung bei 3bets mit PPs nicht ganz... wie soll man denn mit einem PP eine "spekulative Hand" cbetten? spontan würde mir nur etwas einfallen wie 7:h7 auf 5:d6:c8 ... Sowas in die Richtung?
      /shorshi
      ich meinte damit das man bei seinen 3bets eine gesunde Mischung braucht aus
      • 3bets for Value - AA, KK usw (je nach Gegner), mit der wir auch broke gehen können pre oder auch mit einem call gut leben können
      • 3bets als Bluff - schwache Ax, kleine Pockets, mit denen wir eigentlich nur ein Ziel verfolgen - den Gegner zum folden bringen und
      • 3bets mit spekulativen Händen - SC, Suited Ax usw. gegen die der Gegner zwar auch folden soll, aber für den Fall das wir gecallt werden auch ein verstecktes Monster hitten können

      wenn wir nur for Value 3betten, dann sind wir zu lesbar und bekommen kein Payout mehr für diese Hände, darum brauchen wir hier eine gute Mischung um es unserem Gegner eben nicht mehr so leicht macht jedes mal auf unsere 3bet zu folden, wie es dann am Flop aussieht ist dann die nächste Baustelle ;)

      Gruß AK
    • shorshi
      shorshi
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2010 Beiträge: 4.476
      Na das ist natürlich klar^^ Dachte du sprichst nur von 3bets mit Pockets... Dann hätte das ganze relativ wenig sinn gemacht :D

      /shorshi
    • Maskoe
      Maskoe
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 2.007
      @jonnykr: Ich glaube, du hast den Filter ein bisschen falsch eingestellt... Nur weil du "last to act = false" hast, heißt das ja nicht, dass du nicht trotzdem PFR sein kannst? Ich glaube, wenn man hier noch "flop c-bet made = false" rein macht, kommt man wirklich zu dem, wo man hin will großes Grinsen


      Den würd ich auch sehr gern sehen.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Das ist alles in allem sehr viel, was hier mal "kurz" durchleuchtet werden soll.

      Ich denke es Etappenweise zu machen ist besser, daher Heute erstmal der erste Punkt.


      Original von shorshi
      1. preflopplay und stealing

      1.1 BU-openraising
      Ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass ich meine PF-Entscheidungen kaum noch an meine Position anpasse… Gerade in Bezug auf die BU-opens habe ich Probleme… Was für ranges würdet ihr hier (für nl25) in etwa empfehlen? Bisher spiele ich, wie ihr oben sehen könnt, am BU einen 20/15 style. Im Vorfeld zu diesem Thread habe ich mir mal folgende range überlegt, was sagt ihr dazu?

      Das ganze ist aber trotzdem “nur” eine 27.6%-Range. Immernoch zu tight?
      Es ist sicherlich nicht ideal das eine feste Range zu geben. Es hängt einfach soo viel von den Blinds ab von denen du offensichtlich stealen willst.

      Folden die so unglaublich viel, was spricht kurzfristig gegen any2?

      Folden sie weniger, passt du die Range halt an und schaust vermehrt auf Equity/Playability?

      Mit deiner Range kann ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen. Was spricht gegen A4o, A4s, K8s? Warum A5o, aber nicht A4s?

      Ich denke anyAce, suited Kings und viele suited Gappers kann man da noch locker unterbringen.


      Original von shorshi
      1. preflopplay und stealing
      1.2 SB-opening und preflop-positional-awareness
      Aus dem SB hingegen sollte ich wohl deutlich weniger spielen, vllt in etwa so wie am CO?
      Ich denke auch, dass meine Preflop-Positional-Awareness zu niedrig ist… meine CO und BU VPIP-Werte liegen bei ~18, was würdet ihr mir hier empfehlen? Mehr squeezen? (2.0 und 2.2, siehe stats) oder wirklich mehr callen? Ist es auf nl25 gut spielbar, suited cons des öfteren zu squeezen? Squeeze zurzeit eigtl nur suited broadways und big pairs, da Villain halt einfach sehr wenig folded auf nl25.
      Du solltest im Cutoff offensichtlich deutlich mehr spielen wie aus der schlechtesten Position am Tisch (SB).

      Dies gilt auch für deine 3-bets, die hast du ja fast nur OOP auf Lager.

      Verstehe auch nicht, wieso du jetzt mit Squeezes ankommst? Du 3-bettest im Schnitt am CO/BU 3%, das sind gerade mal JJ+/AK, sprich nahezu keine Bluffs.

      Da solltest du nicht anfangen mit SCs einfach mal zu squeezen, sondern erstmal die Spots raussuchen wo du am CO/BU bluff-3-betten kannst mit eine so hohen Erfolgswahrscheinlichkeit, dass es kaum -Ev werden kann.

      Wie kommst du dann auf einmal auf 6% 3-bet im BB...doppelt so viel wie in Position, jedoch bei deutlich geringerer Foldequity (die Gegner callen IP halt viel mehr wie OOP).

      Wo liegt da der Grund?
    • shorshi
      shorshi
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2010 Beiträge: 4.476
      Ja, du hast recht... Das ganze in eine "feste" range zu pressen ist natürlich nur ein grober Rahmen, auch mit "any A", etc liegst du wohl richtig.

      Zu den 3bet-Geschichten... Ich neige sehr gerne dazu, zu restealen (wie unschwer an den stats zu erkennen), da die BU-Range natürlich die schwächste is und ich viel zum folden kriege. Ich war eigentlich immer der Meinung, dass die absolut überwiegende Mehrheit des Spielerpools absolut keine Ahnung hat, was IP und OOP überhaupt ist, von daher war mir das bei meiner Entscheidung, zu 3betten, relativ egal tbh.

      Am BU und CO muss ich wohl definitiv viel öfter 3betten, kann ich nich mehr als zustimmen. Habe bisher einfach nur oft bedenken, da man ja fast immer vs UTG-Range spielen muss... Werde ich aber definitiv an meinem Spiel ändern.

      /shorshi
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Ein "Steal" bedeutet doch im Grunde nur durch Preflop-Aggressivität direkt die Blinds abzugreifen. Wer diese Blinds gezahlt hat ist ja im Grunde egal.

      Sprich wenn ein MP oder CO raist und du am CO resp. BU sitzt und weißt dass der Typ zu >70% auf 3-bets foldet, wäre es ja indirekt auch ein "Re-Steal" (kann man jetzt rumdefinieren, du weißt worauf ich hinaus will).

      Nur wird die FE am Button meistens etwas höher sein gegen den CU, sollte er aber callen, hast du den weiteren Vorteil Postflop in Position zu agieren.

      Daher gibt es keinen Grund in den Blinds OOP viel zu restealen, am Button mit deutlichen Vorteilen darauf jedoch zu verzichten.